Best of Yoga-Bücher: Yogaphilosophie, Yogalehrer-Literatur und Bestseller

Die Yoga-Welt ist vielfältig – auch in Sachen Lektüre. Egal ob lang bewährte Standardwerke für Yogalehrer*innen, alte philosophische Schriften, Leitfäden für Anfänger*innen oder spannende Belletristik für den nächsten Urlaub. Hier findest du Yoga-Bücher für jedes Bedürfnis.

Yoga-Bücher für Anfänger*innen: 

Du liebst die Yoga-Klassen in deinem Studio, merkst, wie gut dir die Asana-Praxis tut und willst nun mehr über die Yogalehre wissen? Dann sind diese Bücher ein guter Einstieg. 

  • Anna Trökes, Das große Buch vom Yoga*: Das absolute Standardwerk für alle Yoga-Praktizierenden in der erweiterten Neuauflage von 2019; von den basics des Übens hin zu komplexen Asanas, von Pranayama und Meditation zu Geschichte und Philosophie erfährst du alles, was du wissen musst
  • Anna Trökes, Die kleine Yoga-Philosophie*: Die Autorin fasst die Kernaussagen der wichtigsten yogischen Schriften, z.B. Bhagavadgita oder Upanishaden, verständlich und kompakt zusammen
  • Sharon Gannon, David Life, Yoga der Befreiung – Das Praxisbuch des Jivamukti Yoga*: Die Jivamukti Methode steht hier klar im Vordergrund, trotzdem bietet das Werk einen guten Rundum-Überblick der Yoga-Philosophie für Westliche Praktizierende und ergänzt Wissen derer, die an dynamischen Stilen interessiert sind

Bestseller und Belletristik: Romane, leichte und lustige Bücher

Strandlektüre gefällig? Hast du gerade mit Yoga angefangen und brauchst input? Oder hat die Yoga-begeisterte Freundin Geburtstag und du suchst ein Geschenk?

  • Elizabeth Gilbert, Eat, Pray, Love*: Ein lang bewährter Klassiker, aber immer noch super schön; eine Frau bricht radikal aus ihrem bekannten Leben aus und macht sich in Italien, Indien und Indonesien auf die Suche nach sich selbst
  • Kristin Rübesamen, Alle sind erleuchtet*: Die Autorin ist nicht nur Yogalehrerin, sondern auch Journalistin und nimmt mit viel Witz und Charme Westliche Erwartungen an Yoga unter die Lupe; wieso winden wir uns tagtäglich durch Kobra, Hund und Co.?
  • Kristin Rübesamen, Außer Atem*: Ein spannender, gleichzeitig höchst unterhaltsamer Roman, der Erwartungen an die Mutterrolle, Loslassen und Wiederfinden ins Zentrum rückt, die hippe Berliner Yoga-Szene als Hintergrund
  • Anjali Sriram, Als wir die Welt retteten*: Ein wunderbarer, fesselnder Roman, der von Gowinda erzählt, der zwischen Mythos und Moderne, zwischen Indien und der Westlichen Welt hin und her pendelt und dazwischen seinen Platz sucht
  • Ana Forrest, Die Yoga-Kriegerin*: Das Buch handelt von der bewegten Kindheit der Autorin, in der sie u.a. mit starken körperlichen Einschränkungen, Drogenkonsum und Depression konfrontiert war; ihre Erlebnisse formten ihre Kraft, die Methode Forrest Yoga zu kreieren, welche die psychische und physische Kondition einer*s jeden authentisch anerkennt und damit arbeitet
  • Brigid Delaney, Wellmania*: Saftfasten, Paleo-Diäten, Achtsamkeit oder Hot Yoga – die Wellness-Industrie boomt. Aber brauchen wir diese Dinge wirklich, um gesund zu werden? Ein radikaler Selbstversuch der Autorin und eine messerscharfe Analyse unserer Gesellschaft
  • Ruby Warrington, Material Girl, Mystical World*: Spiritualität und Moderne, style und soul, Hippie und Hipster – vermeintliche Gegensätze, die sich alles andere als ausschließen. Warrington nimmt mit auf die Reise zu persönlicher Erleuchtung in Sachen Beziehung und Sex, Liebe und Familie, Gesundheit und Wellness

Bücher für Yogalehrer*innen: 

Weiter unten listen wir Bücher für Yogalehrer*innen, die sich mit Anatomie, Ausrichtung, Didaktik und wissenschaftlichen Fragen beschäftigen. Die Basis der Yoga-Praxis ist aber die Yoga-Philosophie. Yogalehrende sollten sich unbedingt auch mit den Original-Schriften auseinandersetzen. 

Die wichtigsten yogaphilosophischen Schriften

Yoga hat innerhalb der letzten Jahrtausende so viele Einflüsse erfahren, dass man nicht sagen kann, welche philosophische Schrift die wichtigste ist. Die Antwort eines hinduistischen Hatha-Yogis wird anders ausfallen als die einer Buddhistin oder eines Schülers der Bhakti-Tradition. Wir beschränken uns auf die Werke, die uns als Yoga-Schüler*innen und -Lehrende immer wieder beschäftigen und die wir als zentral erachten. 

Das Yogasutra des Patanjali 

Das Yogasutra (sutra = Faden, Leitfaden) wurde von Patanjali verfasst, der vermutlich zwischen 200 v.Chr. und 400 n.Chr. gelebt hat. Um die Entstehung des Yogasutra ranken sich zahlreiche Mythen, die dem Autor gottgleiche Züge verleihen und den Wert des Werkes unterstreichen. 

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Das Yogasutra besteht aus 195 kurzen, prägnanten Versen, die sich in vier Kapitel gliedern: samadhi pada (über die Erleuchtung), sadhana pada (über die Übung), vibhuti pada (über die Meditation), kaivalya pada (über die Freiheit). Patanjali gibt übermäßige Aktivität des Geistes als Grund für menschliches Leiden und liefert direkt im Anschluss eine vielfältige Anleitung, wie der*die Yoga-Übende Befreiung erfahren und Zufriedenheit finden kann. 

Das Yogasutra des Patanjali gilt als eines der sechs indischen philosophischen Systeme (darshanas) und basiert auf der Samkhya Philosophie. Traditionell wird es mit Kommentar gelesen, da die rätselhaften, knappen Sutras sonst schwer interpretierbar sind: Über die Jahre haben viele Gelehrte das Yogasutra kommentiert, von denen einige sehr gut, andere stark ideologisch geprägt sind. Um die Weisheit der Sutras möglichst wenig zu verfälschen und weniger kreativen Interpretationsspielraum zu geben, berufen sich einige Yoga-Gelehrte ausschließlich auf den Original-Kommentar von Vyasa, den Vyasa Bhashya

Wir empfehlen folgende Ausgaben: 

  • R. Sriram, Patanjali – Das Yoga Sutra – Von der Erkenntnis zur Befreiung*: Diese Ausgabe enthält das Sutra in Devanagari-Schrift, Umschrift sowie eine Übersetzung auf Deutsch. Zusätzlich gibt es eine Wort-für-Wort-Übersetzung der Sanskrit-Begriffe und eine kurze Erläuterung durch den Autor. Tolle Ausgabe, um alles auf einen Blick zu haben 
  • Sukadev Volker Bretz, Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute*: Diese gute Übersetzung des Sanskrit ins Deutsche enthält Sanskrit, Umschrift sowie Wort-für-Wort-Übersetzung. Die Interpretation ist manchmal sehr blumig und ideologisch geprägt, allerdings gut auf die Herausforderungen des Lebens in unserer Zeit anwendbar
  • Swami Hariharananda Aranya, Yoga Philosophy of Patanjali* (engl.): In dieser Ausgabe sind die Sutras und der Original Vyasa-Kommentar (Vyasa Bhyasha) auf Sanskrit enthalten; Menschen, die Devanagari nicht lesen können, finden die Übersetzung auf Englisch. Diese Ausgabe wird als Interpretation angesehen, die sehr nah am Primärtext ist und sollte als Ergänzung zu anderen Interpretationen immer wieder zu Rate gezogen werden

Die Bhagavad Gita

Die Bhagavad Gita, der Gesang Gottes (bhagavan = Gott, Erhabenes, gita = Gesang, Lied) ist zwischen dem 5. und 2. Jahrhundert vor Christus entstanden. Eingebettet ist sie in das große indische Nationalepos Mahabharata, eines der umfangreichsten literarischen Werke der Welt.

In den 18 Kapiteln mit 700 Versen findet ein Zwiegespräch zwischen Lehrer und Schüler statt: Krishna, eine Inkarnation des Gottes Vishnu, erscheint dem Krieger und Prinzen Arjuna als sein Kutscher und legt ihm auf dem Weg zu einer entscheidenden Schlacht wichtige spirituelle Lebensgrundsätze dar. 

Die Gita wird als Zusammenführung verschiedener Denkschulen und Ideen aus den Veden und Upanishaden gesehen. Kern des Inhaltes ist, dass es zwischen Wahrheit und Nicht-Wahrheit zu unterscheiden gilt, um das Göttliche zu erkennen und Glückseligkeit zu erfahren. Das Wahre ist atman – die Seele, das höchste Selbst, das reine Bewusstsein. Das Nicht-Wahre ist die vom Ego wahrgenommene Welt – maya (Illusion, Täuschung). 

Hatha-Yoga-Praktiken wie Asana oder Pranayama werden kaum angesprochen, stattdessen stehen Karma Yoga, das Yoga des Handelns, Bhakti Yoga, das Yoga der Hingabe ans Göttliche sowie Meditation im Fokus. 

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Wir empfehlen folgende Ausgaben:

  • Sukadev Volker Bretz, Die Bhagavad Gita für Menschen von heute*: Diese Ausgabe enthält die Sanskrit-Verse in Devanagari, Sanskrit-Transliteration und Wort-für-Wort-Übersetzung sowie einfache erläuternde Kommentare des Übersetzers 
  • Winthrop Sargeant, The Bhagavad Gita* (engl.): Sanskrit-Verse, Transliteration und englische interlineare Wort-für-Wort-Übersetzung. Enthält außerdem englischen Kommentar des Übersetzers, Grammatik-Hinweise und Vokabellisten. Die Ausgabe für alle, die sich genauer mit Sanskrit beschäftigen wollen
  • Jack Hawley, Bhagavad Gita: A Walkthrough for Westerners* (engl.): Beste Ausgabe, um locker einzusteigen. Enthält kein Sanskrit, keine Wort-für-Wort-Übersetzung, sondern ausschließlich eine Interpretation der Verse, die zum flüssigen Lesen gedacht ist. Auch auf Deutsch* (aus dem Amerikanischen von Peter Kobbe) erhältlich
  • Eknath Easwaran, Bhagavad Gita* (engl.): Jedes Kapitel wird einleitend kurz zusammengefasst, im Anschluss findet man die Interpretation der einzelnen Verse in gut lesbaren Abschnitten. Enthält kein Sanskrit und keine Wort-für-Wort-Übersetzung. Auch auf Deutsch* (aus dem Amerikanischen von Peter Kobbe) erhältlich

Die Hatha Yoga Pradipika

Die Hatha Yoga Pradipika ist eines der vier Grundlagen-Werke des Hatha Yoga und wurde im 14. Jahrhundert von Svatmarama verfasst. Das Sanskrit-Wort pradipika bedeutet kleine Leuchte. Hatha Yoga ist nicht etwa ein sanfter Yogastil, wie es heutzutage oft missinterpretiert wird, sondern der Weg, auf dem der*die Übende gegensätzliche Prinzipien in perfekte Harmonie bringt. 

Im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten philosophischen Yoga-Schriften beschreibt die Hatha Yoga Pradipika den sehr praktisch ausgerichteten Weg des Hatha-Yoga: Kurz und knapp werden die subtilen Wirkmechanismen und die energetische Anatomie des menschlichen Körpers erläutert; die Rede ist zum Beispiel von nadi (Energie-Kanälen), kundalini (schlummerndes Potential) oder prana (Lebensenergie). 

Zusätzlich werden konkrete Techniken, wie Kriya (Reinigungsübungen), Pranayama (Atemübungen) und Asanas (Körperhaltungen) erläutert, deren Praxis den Übenden hilft, anhaltende Balance zu kreieren.

Diese Ausgaben können wir empfehlen:

  • Yogi Hari, Hatha Yoga Pradipika – Ursprung und Quelle des Hatha Yoga*: Übersetzung nicht unbedingt zum wissenschaftlichen Studium geeignet, da kein Original-Text in Sanskrit enthalten ist. Zu den anwendbar und frei übersetzten Versen des Original-Textes gibt es einen leicht lesbaren, gut verständlichen Kommentar 
  • Swami Muktibodhananda, Hatha Yoga Pradipika- Light on Hatha Yoga* (engl.): Diese Ausgabe der renommierten Bihar School of Yoga in Indien enthält den Original-Sanskrit Text, englische Übersetzung und sehr ausführlichen Kommentar 

Die Upanishaden

Die Upanishaden sind Teil der vier Veden, der heiligen Schriften der Hindus, und enthalten primär metaphysische Themen wie die Frage nach der Natur des Seins. Ihre Inhalte, die zunächst mündlich überliefert und ca. zwischen 700 und 200 vor Christus niedergeschrieben wurden, werden als Essenz der Veden betrachtet. Damit bilden sie die Grundlage der Vedanta-Philosophie, eines der klassischen philosophischen Systeme Indiens.

Wörtlich übersetzt bedeutet upanisad so viel wie in der Nähe sitzen – gemeint sind Schüler*innen, die sich zu ihrem Lehrer oder ihrer Lehrerin setzen, um zuzuhören. Dieses Lernen, eins zu eins von Lehrer*in (guru) zu Schüler*in, ist eines der wichtigsten Prinzipien der Yoga-Tradition. Der Guru ist der Wegweiser, der den Schüler*innen bei der Entschlüsselung der Upanishaden hilft.

Die Grundaussage der Upanishaden ist der Non-Dualismus (advaita), also die Erkenntnis der Einheit zwischen Gott (brahman) und Seele/Selbst (atman). Die bekannteste der offiziell anerkannten 108 Upanishaden ist die Katha Upanishad (kathopanisad). Sie gilt weltweit als die älteste Upanishad, die explizit von Yoga als Weg zur Erleuchtung spricht.

Folgende Ausgaben empfehlen wir: 

  • Eknath Eswaran, Upanishads* (engl.): Eine Auswahl der wichtigsten Upanishaden mit jeweils einer Einleitung, Übersetzung aus dem Sanskrit und Anmerkungen zur Übersetzung. Auch auf Deutsch* (aus dem Englischen von Peter Kobbe) erhältlich
  • Walter Slaje, Upanischaden – Arkanum des Veda*: Übersetzung der zwölf ältesten Upanishaden plus ausführliche Erläuterungen und historisch-philosophische Einordnung. Neueste Übersetzung im deutschsprachigen Raum (2019)
  • Anna Trökes, Yoga der Upanishaden* (Hörbuch): Guter Einstieg. Keine Textausgabe, aber eine hörenswerte Publikation einer der erfahrensten Yogalehrerinnen im deutschsprachigen Raum, mit Erklärungen und Übungen

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Klassiker der Yoga-Literatur & Nachschlagewerke: 

Etwas leichter verständlich als die Primärwerke sind diese Klassiker der Yoga-Literatur. Die meisten dieser Bücher eignen sich als Nachschlagewerke, auf die man als Yogalehrer*in immer wieder zurückkommen kann. 

  • B.K.S. Iyengar, Licht auf Yoga – Das grundlegende Lehrbuch des Hatha Yoga*: Vom Begründer des Iyengar Yoga höchstpersönlich ist das Buch ein grundlegendes Werk über den klassischen Hatha Yoga. Neben praktischen Zugängen zu Asanas für Anfänger*innen und Fortgeschrittene führt der Autor außerdem in die alte, spirituelle Yoga-Tradition ein und verknüpft diese mit den Weisheitstraditionen Indiens
  • Sri K. Pattabhi Jois, Yoga Mala* (engl.): Erfinder des Ashtanga Yoga Pattabhi Jois gibt in seinem Grundlagenwerk einen umfassenden Überblick der Methode; die primary series wird ausführlich erklärt, genauso wie die Sonnengrüße, detaillierte Beschreibungen und Vorzüge der einzelnen Asanas, aber auch ethische und philosophische Aspekte der zugrunde liegenden yogischen Traditionen
  • T.K.V. Desikachar, Heart of Yoga – Developing a Personal Practice* (engl.): Der Sohn und Schüler Krishnamacharyas bietet eine detaillierte Anleitung in der Tradition des Viniyoga, die befähigt, step by step eine Praxis zu etablieren, die genau auf die Bedürfnisse des*der Praktizierenden angepasst ist
  • T.K.V. Desikachar, Yoga – Tradition und Erfahrung. Die Praxis des Yoga nach dem Yoga Sutra des Patanjali*: Hier erläutert der Schüler Krishnamacharyas die Lehren des Patanjali und wendet sie auf eine alltagsgemäße Form der Yogapraxis an. Reichhaltige Bebilderung und Erklärungen, einfach verständlich. Es gleicht dabei weniger einem Sach-, als einem Erzähltext
  • Swami Satyananda Saraswati, Asana, Pranayama, Mudra, Bandha*: Die erste Auflage dieses Buches erschien bereits 1969, ein echter Klassiker also. Thematisch deckt es sich mit den Inhalten, die der Autor im selben Jahr während der neunmonatigen Ausbildung an der Bihar School of Yoga, Munger, Indien, an seine Lehrlinge weitergegeben hat. Yogalehrenden, egal welchen Stils, ist es mit Sicherheit eine große Bereicherung
  • Osho, Das Yoga-Buch 1 – Die Geburt des Individuums*: In 13 Kapiteln mit 13 unterschiedlichen Themen aus Yoga-Philosophien gibt Osho seine eigene Interpretation der Yoga-Praxis; die Lehren des Patanjali fungieren dabei als Basis
  • Yogi Bhajan, The Aquarian Teacher* (engl.): Der Titel meint zwei Bände, die gemeinsam das offizielle Kundalini Yoga Teacher Training Level 1 darstellen, veröffentlicht durch das Kundalini Research Institute und nach der Methode Yogi Bhajan. Unabdingbar für Kundalini-Lehrende
  • Eckard Wolz-Gottwald, Yoga-Philosophie-Atlas*: Der Atlas ist ein kleine Enzyklopädie der Yoga-Philosophie, perfekt zum Nachschlagen unterschiedlicher Schulen und Richtungen und zum Verständnis des oftmals komplizierten Gesamtkontextes
  • Georg Feuerstein, Die Yoga Tradition – Geschichte, Literatur, Philosophie und Praxis*: Feuerstein packt 5000 Jahre Yoga-Geschichte zwischen zwei Buchdeckel, was eine ziemliche Leistung ist. Er behandelt essenzielle yogische Schriften und vergleicht die Wahrnehmung und Praxis des Yoga in unterschiedlichen Religionen 
  • Berufsverband Deutscher Yogalehrer, Der Weg des Yoga – Handbuch für Übende und Lehrende*: Der Titel hält was er verspricht, das Buch ist für Schüler*innen und Lehrer*innen gleichermaßen interessant. 32 Mitwirkende tragen geballtes Wissen quer durch die Welt des Yoga zusammen, angefangen von Geschichte und Philosophie, große Schulen und Meister, über Westliche Einflüsse und moderne Adaptionen, hin zu Stundengestaltung und Anatomie

Erfolgreich als Yogalehrer*in: Bücher, die Yogalehrende ganz praktisch unterstützen 

Yoga zu unterrichten bedeutet hierzulande vor allem Asana-Klassen anzuleiten und sich ein eigenes selbstständiges Business aufzubauen. Über die yogaphilosopischen Grundlagenwerke hinaus erachten wir diese Bücher für Yogalehrer*innen als wichtig. 

  • Christina Lobe und Maren Brand, Yoga lehren – die sieben Schlüssel für einen guten Yoga-Unterricht*: Die beiden Autorinnen begleiten angehende und frische Lehrer*innen mit wertvollem input, wie man gelungene Stunden konzipiert und seine Schüler*innen anatomisch und mental erreicht
  • Thomas Meinhof, Selbstständig mit Yoga*: Rechnungen schreiben, Umsatzsteuer berechnen, Steuererklärung meistern – Dinge, die einem in der Yoga-Ausbildung nicht beigebracht werden. Thomas Meinhof aka Yogadude erklärt von A bis Z, wie du dein eigenes Yoga-Business gründest
  • Nicole Bongartz, Yoga Sequencing*: Die Queen of Sequencing höchstpersönlich vermittelt dir in diesem Buch alle tools, um kreative, abwechslungsreiche und schlüssige Flows zu kreieren und anzuleiten
  • Nadezdha Georgieva, Hands On Yoga – Anleitungen zu präzisen Hilfestellungen in der Yoga-Asana*: Sinnvolle assists sind in einer guten Yogaklasse unabdingbar, wollen aber gelernt sein. Georgieva präsentiert Hilfestellungen für ca. 150 Asanas und über 500 Ausrichtungsmöglichkeiten, farbig illustriert und leicht verständlich
  • William J. Broad, The Science of Yoga – The Risks and the Rewards* (engl.): Der Autor untersucht die in der langen Geschichte des Yoga dokumentierten Vor- und Nachteile in den Bereichen Wellness, Gesundheit, Fitness oder psychischem Wohlbefinden, räumt mit Stereotypen auf und findet heraus, was valide ist und was nur Illusion 
  • Eddie Stern, One Simple Thing – A New look at The Science of Yoga and How It Can Transform Your Life* (engl.): In diesem Buch nimmt der Autor sowohl die yogische, als auch die wissenschaftlich-neurologische Perspektive ein und erklärt, wie eine kontinuierliche Yogapraxis unser Wohlbefinden und unsere Sicht auf das Leben grundlegend zum Positiven verändern kann
  • Sharon Gannon und David Life, Yoga Assists – A Complete Visual and Inspirational Guide to Yoga Asana Assists (engl.): Die Jivamukti-Begründer*innen gehen hier weit über bloße assists hinaus, indem sie die Wichtigkeit der Lehrer*in-Schüler*in-Beziehung hervorheben, wie diese durch Hilfestellungen Tiefe erfährt und die Jivamukti Methode ergänzt und komplettiert
  • Leslie Kaminoff und Amy Matthews, Yoga Anatomie*: Dieser Wälzer sollte wirklich in keinem Bücherregal eines*r Yogalehrers*in fehlen! Anhand der zahlreichen Illustrationen verstehst du nicht nur, welche Muskelgruppen in welchen Asanas angesprochen werden, sondern auch, wie diese durch die Atmung beeinflusst werden
  • David Coulter, Anatomie des Hatha Yoga*: Auch dieses Anatomie-Buch strotzt nur so vor Wissen; kein Wunder, der Autor ist Universitätsprofessor der Neurologie und Anatomie. Auf über 600 Seiten erfährst du wirklich alles, was du über Anatomie und Asana wissen musst
  • Ray Long und seine sechsbändige Anatomie-Reihe: Der Autor behandelt in sechs verschiedenen Bänden unterschiedliche Asana-Gruppen. Vinyasa Flow und Standhaltungen*, Hüftöffner und Vorbeugen*, Rückbeugen und Drehhaltungen*, sowie Armgestützte Haltungen und Umkehrhaltungen*; außerdem erklärt er die wichtigsten Haltungen* und Muskelgruppen*. Super ausführlich, um deep in die Materie einzutauchen.

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Kulturelle Aneignung, Wurzeln des Yoga & Yoga als Praxis sozialer Gerechtigkeit: 

  • Susanna Barkataki, Embrace Yoga’s Roots – Courageous Ways to Deepen Your Yoga Practice* (engl.): Wer sich mit Yoga und Kultureller Aneignung beschäftigt, kommt um Susanna Barkataki nicht herum. In ihrem ersten Buch zeigt sie Wege auf, um die Wurzeln und Traditionalität der Yogapraxis in unserer modernen Westlichen Welt wertzuschätzen
  • Andrea Jain, Selling Yoga – From Counter Culture to Pop Culture* (engl.): Andrea Jain analysiert messerscharf, wie die Perzeption des Yoga sich gewandelt hat, vom esoterischen Nischenprodukt zum hippen Lifestyle, und welche radikalen Folgen das hat
  • Andrea Jain, Peace, Love, Yoga – The Politics of Global Spirituality* (engl.): In ihrem zweiten Werk taucht Jain noch tiefer in moderne Spiritualität ein und wie anhand dem Charakterbild spirituell aber nicht religiös eine Milliardenschwere Industrie Profit macht – mit Yoga, alternativer Medizin, Ayahuasca-Zeremonien und vielem anderen
  • Jessamyn Stanley, Every Body Yoga – Let Go of Fear, Get on Your Mat, Love Your Body* (engl.): Als queer, fat (Eigenbezeichnung) und Person of Color bricht Jessamyn Stanley wirklich mit jedem Klischee der klassischen Yogapraktizierenden; zum Glück! Sie beweist, absolut jeder Körper kann Yoga üben und leistet wahre Pionier*innen-Arbeit, denn: Yoga kommt von innen
  • Michelle Cassandra Johnson, Skill in Action – Radicalizing Your Yoga Practice to Create a Just World* (engl.): Yoga als tool zur Befreiung. Die Autorin sieht in der Praxis ein unfassbar großes Potenzial, sich selbst und andere aus gehaltener Starre zu lösen, sich von gesellschaftlichen und persönlichen Fesseln zu befreien, in Aktion zu kommen, sei es in Form von Aktivismus, Freiwilligenarbeit oder in der Manifestation gesunder Beziehungen
  • Mark Singleton, Yoga Body – The Origins of Modern Posture Practice* (engl.): Yoga als Fitness- und Körperorientierte Praxis; diese Fehlannahme ist heute weit verbreitet. Singleton erklärt, wie Yoga sich im Zuge indischer Unabhängigkeitskämpfe und europäischer Gymnastikbewegung zu dem geworden ist, was es heute ist. Unentbehrliches Wissen für alle Praktizierenden!

Unsere Auswahl bleibt genau das: Eine Auswahl. Natürlich gibt es noch viele weitere spannende, inspirierende und progressive Titel toller Autor*innen, die uns informieren und beflügeln. Erzähl uns gerne von Werken, die auf unserer Liste fehlen. Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Happy learning, happy curiosity

Titelbild © Nick Fewings via Unsplash

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