Wir haben getestet: Das sind die besten Yoga-BHs

[Affiliate-Werbung] Mein Schrank platzt inzwischen vor lauter Yogahosen aus allen Nähten. Als Modedesignerin liebe ich Kleidung heiß und innig. Ich finde immer einen neuen Grund, meine Sammlung zu erweitern: Klar, dank des Athleisure-Trends trage ich meine Leggings auch oft im Alltag – die tollen Drucke und Qualitäten machen’s möglich! In meinem Unterwäsche-Fach sieht es hingegen eher mau aus.

Bei einem Sport-BH ist die Qualität, also Passform, Schnitt und die Auswahl des Materials um einiges entscheidender als bei Leggings.

Klar, keiner mag Unterhosen-Blitzer oder Camel Toe, aber Nippelalarm im abwärts schauenden Hund und fehlender Halt bei Chaturanga, Handstand und Co. sind um einiges nerviger.

Es ist bei BHs viel wichtiger und auch viel schwieriger, die passende Größe zu finden. Es gibt so viele verschiedene Oberweiten-Formen, und so haben wir auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen.

Daher war klar: Ein neuer Test muss her! Und zwar von Oberteilen in unterschiedlichen Größen, mit unterschiedlich starkem Halt und von neuen Labels!

Vier Frauen tragen vier verschiedene BH-Größen: Ulrike trägt Größe 75B und legt bei ihrem Yoga-BH vor allem Wert auf Gemütlichkeit und kein Einschnüren, während für Pia mit Größe 70D ein gut sitzender BH, der untenrum nicht absteht, schwer zu finden ist. Maree trägt Größe 85C und bevorzugt einen sicheren Halt, bei dem nichts verrutscht. Ich selbst trage 70B und mag neben einer guten Portion Style trotz kleiner Oberweite das Gefühl von festem Halt.

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Vier Ladies, vier BH-Größen

Die besten Yoga-BHs nach unseren Qualitätskriterien:

Passform und Schnitt

Während für Uli und mich, die oberweitenmäßig von Mutter Natur nicht unbedingt gesegnet sind, weiche BHs, die als kurze Oberteile durchgehen, ausreichend sind, ist für Pia und Maree ein sicherer Halt während der Yogapraxis wichtig.

Der BH von Organic Basics* schneidet bei allen Figurtypen gut ab: Ich bin verliebt in das stabile Gefühl in Größe XS-S und den schlichten Schnitt. Uli mag ihn ebenfalls, würde jedoch trotz ähnlicher BH-Größe aus Komfortgründen zu einer M-L greifen. Maree passt das Top in M-L wie angegossen und sogar bei Pia sitzt es trotz Sanduhrform gut, wenn auch ganz schön knapp an den Seiten – was allerdings gut ist, um Schweißflecken vorzubeugen. Die Trägerlänge ist nicht regulierbar, passt aber bei allen wunderbar.

Von Onzie haben wir drei verschiedene Bras getestet. Das bordeauxfarbene Modell* ist super, wenn du das Gefühl magst, gut eingepackt zu sein und es ist schön lang geschnitten, sodass du kein Top für drüber benötigst. Es passt sowohl Pia als auch Uli in Größe M/L und besteht den Handstand-Test.

Das schwarze* und das bunte Modell* von Onzie sind sehr knapp und mit minimalem Halt ausgestattet- also eher für Frauen mit kleiner Oberweite, die kein Problem mit einem freizügigen Sitz haben, geeignet. Sie punkten mit interessanten Schnittdetails. Wir empfehlen, eine Größe größer als sonst zu kaufen.

Wer es etwas sportlicher bevorzugt, ist bei Hey Honey* immer an der richtigen Adresse! Die Träger sind breit und garantieren dadurch guten Halt. Die Tops sind relativ lang geschnitten, wodurch man sie super in Kombo mit der passenden Hose ohne Shirt tragen kann. Durch die knackige Passform, die dennoch bequem ist, sind die BHs auch für Sport und Fitness super geeignet. In unserem Down Dog-Test kommt es bei Maree und mir allerdings zu dem ein oder anderen Beinah-Nippelblitzer – der Ausschnitt ist etwas zu tief. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, greife lieber zu einer kleineren Größe.

Mit der schwedischen Marke Casall* bist du vor Nippelblitzern auf jeden Fall bewahrt. Ich liebe die schmalen Träger und dass die Bras dennoch sehr hoch geschnitten sind. Das macht den Schnitt super besonders und es kann mit Sicherheit nix verrutschen! Die BHs sitzen bei uns allen sehr gut: Bei keiner von uns steht das Bündchen ab oder sind die Träger zu lang und er packt so gut ein, dass er auch den Dynamic-Meditation-Test: 15 Minuten auf- und abspringen besteht.

Manduka* hat als einziger BH in unserem Test dünne Polster, die Nippelalarm vorbeugen und die Oberweite angenehm formen, ohne zu fake auszusehen. Falls dich, wie mich, die Polster stören, da sie verrutschen und sich durchdrücken können, kannst du sie problemlos herausnehmen. Der Schnitt, vor allem das Rückendetail, gefällt allen gut, jedoch steht das Bündchen bei Sanduhr-Typen wie Pia ab. Im Laufe des Tests hat sich aber gezeigt, dass Pia in die S trotz großer Brüste wunderbar hineinpasst. Und: Trotz des tiefen Ausschnitts besteht Manduka unseren Down Dog-Test mit Bravour!

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Uli und Maree in Manduka (S und L)

Qualität des Materials

Hey Honey* überzeugt uns mit einem Stoff, der sich gewohnt hochwertig auf der Haut anfühlt. Das Material ist schön dick, sodass man sich sicher und eingepackt fühlt und von Schweißflecken oder sich abzeichnenden Brustwarzen keine Spur zu sehen ist!

Das bordeauxfarbene Modell von Onzie* ist aus relativ dickem Material und von daher eher für den Winter geeignet, während die anderen beiden Tops aus dünnem Lycramaterial sind – muss man mögen, aber schützt auf jeden Fall vor unschönen Flecken und du kannst die Stücke auch zum Schwimmen tragen!

Ich als Material-Freak bin verliebt in das Material von Organic Basics* – die Stücke der SilverTech Kollektion sind aus GOTS-zertifizierter Baumwolle hergestellt und werden mit einem Biozid auf der Basis von Silbersalz, das aus recycletem Silber gewonnen wird und den Namen Polygiene trägt, behandelt.

Dadurch müssen die Stücke weniger gewaschen werden, da es unangenehme Gerüche neutralisiert, antimikrobakteriell wirkt und Hitze reguliert. Dennoch fühlt sich das Top wunderbar weich und hochwertig an und passt dank des Materials vielen unterschiedlichen Figurtypen. Außerdem gibt es keine sichtbaren Schweißflecken.

Das Manduka-Material ist Geschmackssache – es ist schön weich, die Farbe ist toll, jedoch sieht man relativ schnell Schweißflecken und es ist weniger stark dehnbar, wodurch es sich an unterschiedliche Figurtypen, wie in Pias Fall, nicht so gut anpasst wie die anderen Stoffe.

Casall* wurde nicht ohne Grund zur Sportswear Brand des Jahres gekürt – sie verwenden tolle, hochmoderne Materialien, beispielsweise recycletes Polyamid oder Bio Polyamid, das aus dem Öl der Rizinus-Pflanze hergestellt wird. Diese Pflanze wächst auch in kargen Landschaften und konkurriert daher nicht mit Platz für den nötigen Anbau von Nahrungsmitteln. Und sie benötigt wenig Wasser.

Außerdem werden weniger Farbstoffe, Wasser und Hitze bei der Einfärbung des Materials benötigt als bei herkömmlichem Polyamid. Im Vergleich zu Polyester ist es weicher und komfortabler auf der Haut und für Bakterien ist es schwieriger, sich in das Material einzunisten. Dadurch kann auf umwelt- und gesundheitsbedenklichen Einsatz von Anti-Bakterien-Behandlungen verzichtet werden. Jedoch würden wir diesen Bra vom Material her eher im Winter tragen. Auch hier sieht man keine Schweißflecken.

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Sheila und Pia in Casall (S und M)

Design

Ja, wir sind als Yogis auch nicht vollkommen frei von oberflächlichen Aspekten. Wenn ich mir schon etwas Neues kaufe, dann möchte ich auch, dass mich das Teil styletechnisch überzeugt!

Redaktionslieblinge sind hier, wie auch bei den Leggings, Hey Honey* aufgrund ihrer modernen und außergewöhnlichen Prints, die immer gute Laune machen und auffallen und hochwertig designed sind.

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Uli und Maree Kopf bis Fuß in Hey Honey

Onzie* überzeugen durch eine große Vielfalt von verschiedenen Styles, Prints und spannenden Schnitten, während Manduka und Organic Basics als zeitlose, schlichte und dennoch moderne Basics punkten. Das Manko bei Manduka* liegt im Detail: Das Padding ist von innen unschön zu sehen und drückt sich im Stoff ab. Wenn man die Polster herausnimmt, sieht man von außen jedoch nichts mehr.

Der Style von Casall* gefällt, weil er außergewöhnlich mit dem eingestrickten statt bedruckten Material ist und durch den eher sportlichen, technischen Style unter all den Yoga-BHs heraussticht.

Nachhaltigkeit und Fairness

Hey Honey* ist ein kleines Familienunternehmen zweier Schwestern, ansässig in Hamburg. Von Yogis, für Yogis entworfen! Die Stücke werden nachhaltig in Portugal und der Türkei produziert und sind auf jeden Fall keine Massenware.

Casall* setzen hohe Standards gegen Wasserverschmutzung und setzen erneuerbare Energien bei der Produktion ihrer Stücke ein. Außerdem forschen sie erwähnt, ständig an neuen Materialien, die nachhaltiger sind als die bisher existierenden. Sie arbeiten außerdem mit der REACH Organisation zusammen, die sich für den Schutz von Mensch und Umwelt in Bezug auf die Auswirkungen schädlicher Chemikalien einsetzt. Bravo dafür!

The fashion industry is a dirty bastard“ – weiß Organic Basics*. Das dänische Label hat den Anspruch, zeitlose Basics zu kreieren, die man nicht nach einer Saison wieder aussortiert. Der BH aus unserem Test ist unter Anderem aus recycletem, GRS-zertifiziertem Nylon hergestellt. Dieses benötigt 80% weniger Wasser und produziert 90% weniger CO2-Emissionen in der Herstellung.

Durch eine Behandlung mit dem Silbersalz Polygiene musst du die Teile seltener waschen, was wiederum Wasser spart.  

Onzie aus Kalifornien nähen, färben, und schneiden vor Ort zu und unterstützen so die lokale Wirtschaft.

Manduka* nutzt für die Produktion nur Baumwolle und andere pflanzliche Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. Daneben verwendet Manduka oftmals recyceltes Polyester. Die Produktionsstätten müssen strenge Auflagen einhalten, um eine faire Arbeitsumgebung zu garantieren.

Preis-Leistung

Die Modelle liegen preistechnisch zwischen 40 (Onzie, Casall) bis 59 Euro (Hey Honey, Organic Basics). Sie nehmen sich also nicht allzu viel. Bedenke, dir lieber seltener etwas Neues zuzulegen, das dafür lange hält: Sport BHs von Fast Fashion-Unternehmen kann ich jedes Jahr aussortieren, da sie die Farbe verlieren, Fäden ziehen oder ausleiern. Dann lieber ein mal in ein richtig gutes Oberteil investieren, das dich lange Zeit in deiner Praxis begleitet.

Vergiss bitte nicht, warum der in meinen Augen gar nicht mal so hohe Preisunterschied im Vergleich zu Fast Fashion-Teilen existiert: Kleine Labels haben viel niedrigere Stückzahlen und müssen so mit einem Vielfachen an Produktions-und Materialkosten rechnen. Gar nicht erst zu sprechen von den besseren und faireren Produktionsbedingungen in Europa, die sich natürlich auch im Preis niederschlagen.

Gewinner

Pia entscheidet sich nach dem Handstand-Test für Onzie*. Ulrike kürt Organic Basics und Hey Honey* zu ihren persönlichen Gewinnern. Maree hat sich in den Manduka* verliebt und mein neuer Lieblings-Yoga-BH wird der von Organic Basics*.

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Maree und Sheila in Organic Basics (M/L und XS/S)

Für drunter ist nun alles fix und frisch. Doch was tragen wir denn nun eigentlich drüber?

Ich habe immer totale Schwierigkeiten, passende Yogaoberteile zu finden. Im Fitnessstudio bin ich schmerzfrei und trage meistens nur Sport-BH. Beim Yoga hingegen komme ich mir dabei doof vor, denn ich möchte mir im Drehsitz keine Gedanken über Speckrollen machen.

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Welcher Oberteil-Typ bist du?

Der lässige Statement Tank Typ

Busenwunder - Das sind die besten Yoga BH’s

Du liebst den lässigen Bali Surfer-Girl-Look und trägst am liebsten tief an den Seiten ausgeschnittene, lockere Statement-Shirts.

Der Vorteil: Wenn du dir schon einen neuen Yoga-BH zugelegt hast, kannst du ihn auch zeigen! Außerdem vermeidest du nervige Schweißflecken unter den Armen und es müffelt weniger, wenn du die Hände für Urdhva Hastasana zum Himmel hebst.

Das Tank lässt sich bequem in die Hose stecken. Mache beim Kauf den Test, die Arme weit über den Kopf zu heben, um zu checken, ob das Shirt auch lang genug ist. Ich habe am Anfang in meinen geliebten weiten Crop Tops praktiziert, bis mich der Stofflappen, der im Abwärts schauenden Hund regelmäßig in meinem Gesicht gelandet ist, während der Praxis zur Weißglut getrieben hat.

Wir in der Redaktion lieben Sprüche und verrückte Prints, so wie das mit Cosmic Vibes Aufschrift von Spiritual Gangster*. Mit dem Ahimsa Shirt von Hey Honey sammelst du auch noch Punkte für dein Karma-Konto: Ahimsa bedeutet Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit – eins der wichtigsten Prinzipien des Yoga. 30 Euro jedes verkauften Shirts gehen an den Verein Animal Equality.

Der sportliche Typ

Du machst keinen Unterschied zwischen Gym und Yogastudio und trägst deine Laufleggings für alle sportlichen Aktivitäten. Du magst es schlicht und funktional.

Dann sind körperbetonte Sporttops aus atmungsaktivem Material genau das Richtige für dich. Kein lästiges Verrutschen und in-die-Quere kommen, sondern voller Fokus auf die Praxis. Achte dabei darauf, dass das Top nicht zu knapp geschnitten ist, so dass es unter den Armen nicht einschneidet und dich somit behindert. Außerdem solltest du zu einem hochwertigen Material greifen, das Gerüchen vorbeugt.

Der Schlabbershirt-Typ

Du fällst morgens am liebsten aus dem Bett in die Yogaklasse. Dir ist die Optik bei der Yogapraxis nicht so wichtig und auch ein Loch in der Leggings stört dich nicht. Hauptsache, es ist bequem.

Dann brauchst du wahrscheinlich kein neues T-Shirt, ein Bandshirt deines Papas oder ein Souvenir-T-Shirt aus dem letzten Urlaub tun es auch. Falls du es jedoch doch mal austauschen willst, legen wir dir das Shirt von Armed Angels* ans Herz. Für sanftere Stile wie Yin Yoga mögen wir auch lange Ärmel mit engem Bündchen ganz gerne – zum Beispiel bei dem Shirt von Onzie*, das Uli hier trägt.

Du kannst es in die Hose stecken oder über den Po fallen lassen und die großen, weiten Ärmel geben das Gefühl von Geborgenheit. Das Material ist einfach herrlich weich und dennoch dünn! Achte allgemein auf ein dünnes und leichtes Material, um Schweißattacken zu vermeiden. Außerdem solltest du auf einen Polyesteranteil im Top verzichten, diese können zu unangenehmen Gerüchen führen.

Welchen BH trägst du am liebsten zum Yoga?

Und was ziehst du darüber an? Welche Neuentdeckung sollten wir noch in unsere Liste aufnehmen? Lass hören!

Disclaimer: Da auch Yogamode saisonal ist, kann es sein, dass du in den Shops nicht mehr genau dieselben Designs findest, die wir hier fotografiert haben. Die mit * markierten Links sind Affiliate- bzw. Tracking-Links. So erhalten wir eine kleine Provision, wenn du ein Produkt kaufst, und FLGH kann für dich kostenlos bleiben.

Danke an Yoga Für Dich Schöneberg für die tolle Shooting-Location!

Fotos © Lydia Hersberger

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