Bookspiration: Die besten Astrologie-Bücher

“Was ist dein Sternzeichen?” diese Frage können die meisten von uns beantworten und wissen deshalb auch direkt, wo sie in den klassischen Frauenmagazinen nachschauen müssen, um “ihr Horoskop” zu lesen. Die Beschreibungen in solchen Horoskopen sind aber oft sehr verallgemeinernd und beispielsweise auch die Ratschläge dazu, welches Sternzeichen in Liebesdingen zu welchem passt, sehr frei interpretierbar. 

In der Astrologie steckt so viel mehr als dein “Sternzeichen”.

Du kannst sie als ein Hilfsmittel nutzen, um dich und deine persönlichen Lebensthemen besser kennenzulernen, um dich und andere besser zu verstehen und dein Leben aktiv zu gestalten. Das geht weit über die Zeitschriften-Horoskope hinaus. 

Leider gibt es einen Haufen von Fehlinformationen rund um das Thema Astrologie und das allerbeste Image genießt sie ja auch nicht überall, obwohl das Interesse an der Astrologie stetig wächst. 

  • Worum geht es tatsächlich in der Astrologie?
  • Wie kannst du sie am besten für dich nutzen? 
  • Und wie komplex ist das ganze? 

Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten und dir gute Quellen an die Hand geben.

Es gibt in der Astrologie verschiedene Schulen und Ausprägungen. 

Die Bücher, die ich dir hier empfehle, basieren auf Ansätzen der modernen westlichen Astrologie. Neben der modernen Astrologie gibt es beispielsweise aber auch die Vedische Astrologie, die Chinesische Astrologie und weitere.

Die meisten Autor*innen in meiner Auswahl beziehen sich auf die psychologische Astrologie, die auf Carl Jung Anfang des 20. Jahrhunderts zurück geht. Die psychologische Astrologie ist ein Teilgebiet der modernen westlichen Astrologie und befasst sich mit der Persönlichkeitsdeutung und Schattenthemen des Menschen.

Die Astrologie ist eine uralte Lehre, die sich mit der Bewegung der Himmelskörper und deren Einflüssen auf die Menschen und die Erde befasst.

Schon in der Steinzeit wurden nachweislich die Mondzyklen beobachtet und eine lange Zeit bedeuteten die Begriffe “Astronomie” und “Astrologie” das Gleiche. Die Unterscheidung wird heute darin gemacht, dass die Astronomie sich mathematisch, wissenschaftlich mit der Planetenbewegung auseinandersetzt, während die Astrologie sich zwar auf dieses mathematische Wissen bezieht, jedoch eine Bildsprache spricht und symbolische Aussagen trifft.

Bei der Astrologie geht es, kurz zusammengefasst, um das Horoskop, das im Prinzip die individuelle Positionierung der Planeten während deiner Geburt beschreibt, sowie um die zwölf Tierkreiszeichen, die Planeten und die zwölf Häuser. Dabei werden Sonne und Mond zu den Planeten gezählt, auch wenn sie das natürlich astronomisch gesehen nicht sind.

Unser sogenanntes “Sternzeichen” beschreibt das astrologische Tierkreiszeichen, das an deinem Geburtstag im Bereich der Sonne steht. 

Es wird daher auch Sonnenzeichen genannt. Dein Horoskop bezieht aber ebenfalls alle anderen Zeichen und Planeten ein. Sobald du weißt, wo dein Mond steht und welches Zeichen gerade im Osten aufging (Aszendent) als du geboren wurdest, kannst du bereits einen viel tieferen Einblick gewinnen und siehst, dass das Wort “Sternzeichen” etwas verwirrend gewählt ist.

Die Astrologie Bücher, die ich dir hier vorstelle, erklären alle diese Bestandteile mehr oder weniger im Detail.

Sie alle haben aber andere Ansätze und Richtungen, warum es bestimmt das genau passende Buch für deinen persönlichen Einstieg gibt.

Bookspiration: Die besten Astrologie-Bücher
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> Tipp: Im Netz kannst du beispielsweise hier gratis dein persönliches Geburtshoroskop erstellen und dein Mondzeichen, deinen Aszendenten usw. herausfinden.

Sanfter Einstieg: Brigitte Hamann, Die zwölf Archetypen – Tierkreiszeichen und Persönlichkeitsstruktur*

Brigitte Hamann hat einen Background in Kommunikation, NLP und Hypnotherapie und lässt in ihre Arbeit Einflüsse aus Zen, Buddhismus und Taoismus einfließen. Ich finde so etwas immer ganz nett zu wissen bei der Auswahl eines Buchs.

Nach einer generellen Erklärung des Begriffes und der historischen Entwicklung von Astrologie ist Die zwölf Archetypen* so aufgebaut, dass du alles zum jeweiligen Tierkreiszeichen nachlesen kannst. Wenn du also dein Sonnenzeichen kennst, kannst du direkt dort einsteigen. Kennst du dein Mondzeichen und deinen Aszendenten auch, kannst du bei diesen Zeichen direkt weiterlesen und bekommst so einige Impulse. 

Bei den jeweiligen Tierkreiszeichen holt Hamann weit aus und gibt eine Übersicht in Steckbriefform, eine lange Liste an typischen Charakteristika, sowie ausführliche Erklärungen der Lebensthemen, Motivation, Psychologie, Lebensaufgabe und -ziel und ergänzt dann noch Interpretationen zur Symbolik, Mythologie und Märchen zum jeweiligen Zeichen. 

Ich persönlich finde den Einstieg so äußerst einfach gemacht: eine sehr sanfte Herangehensweise für alle, die sich besonders für die psychologischen Aspekte des Horoskops interessieren und eventuell von den ganzen Astro-Begriffen und Charts zunächst abgeschreckt sind.

Schön und schlau: Vanessa Montgomery, Star Power – A Simple Guide to Astrology for the Modern Mystic*

Dieses Buch ist auf Englisch und von einer Astrologin geschrieben, die sich gezielt an Frauen richtet. Ich persönlich liebe es aus verschiedenen Gründen. 

Das Buch hat ein modern designtes Cover und wirkt fast wie ein Coffeetable Book. Es kann aber auch inhaltlich so einiges. Schon auf der ersten Seite findest du eine Übersicht aller wichtigen Planeten- und Tierkreis-Symbole und nützliche Informationen. Auch der moderne Alltagsbezug und ein Fokus auf Wohlstand und Kreativität sprechen mir aus der Seele. 

Der Aufbau von Star Power* ist sehr strukturiert und übersichtlich. Vanessa Montgomery gelingt es, Schritt für Schritt das Thema Astrologie, wichtige Begriffe und dann Elemente zu erklären, vor denen ich bislang eher Abstand gehalten hatte, weil sie mir zu komplex schienen. So geht sie der Reihe nach auf Planeten, Knoten, Tierkreiszeichen, Elemente, Modi, Aspekte, Kompatibilität und Transite ein, ohne, dass du dich überfordert oder verwirrt fühlst.

Es ist ein praktisches Handbuch, das dir hilft, dein eigenes Geburtshoroskop zu lesen. Es gibt in der Astrologie verschiedene Ausprägungen. Dieses Buch bezieht sich auf die psychologische Astrologie, die auf Carl Jung Anfang des 20. Jahrhunderts zurück geht. 

Psychologische Zusammenhänge begreifen: Liz Greene & Howard Sasportas, Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie*

Wenn du nicht direkt mit Geburtshoroskop, Begriffen, Zeichen, Planeten und all dem ins Thema Astrologie einsteigen möchtest, sondern erst mal praktische Beispiele zum Zusammenhang zwischen menschlicher Psyche und Astrologie entdecken willst, könnte dieses Buch etwas für dich sein. 

Entfaltung der Persönlichkeit* folgt ebenfalls dem Ansatz der psychologischen Astrologie. Liz Greene ist Psychologin und Analytikerin und arbeitet seit vielen Jahren als Astrologin, gibt Seminare zur psychologischen Astrologie und hat viele Bücher verfasst. Co-Autor Howard Sasportas leitete mit ihr gemeinsam das Centre for Psychological Astrology in London. 

In diesem Buch geht es um Themen wie Kindheitsprägungen, das Verhältnis zu den Eltern und psychologische Konflikte. Der Schreibstil ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, denn er gibt Fallstudien, Diskussionen aus Seminaren und Dialoge wieder. Psychologische Begriffe, wie die “Häuser” werden im Kontext eines spezifischen Themas erläutert und nicht, wie in den meisten anderen Büchern, die ich hier vorstelle, als einzelne erklärt. 

Optisch sind die Seiten sehr voll und eng beschrieben und da es nur grobe Oberthemen gibt, ist es eher ein Buch, das du von vorne bis hinten liest, statt praktisch einzelne Dinge nachzuschlagen. Wenn du dich aber mit der Grundfrage beschäftigst, wer du bist und was dir so aus deiner Kindheit mitgegeben wurde, ist das Buch sehr interessant.

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Der unkonventionelle Einstieg: Jan Spiller, Astrologie und Seele: Die Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung*

Dieses sehr praktische Buch ist meiner Meinung nach super für einen Einstieg in die Astrologie bzw. auch eine tolle Ergänzung, wenn du dich schon etwas auskennst, denn es geht um die Mondknoten. 

Die Mondknotenachse spiegelt in der Astrologie den Lebensweg wider. Der absteigende (südliche) Mondknoten zeigt das Erlebte an, während der aufsteigende (nördliche) Mondknoten das Lebensziel zeigt. Die Mondknoten stehen, je nachdem wann du geboren bist, in einem der zwölf Tierkreiszeichen und die amerikanische Astrologin und Kolumnistin Jan Spiller geht in ihrem Buch* genau auf diese einzeln ein. 

Nach einer Einführung ins Thema Mondknoten kannst du in einer vorangestellten Tabelle deine persönliche Position nachschlagen und dann gezielt zu dem Kapitel blättern, in dem es um deine Konstellation geht. Dort erhältst du genauere Einblicke in die Themen Persönlichkeit, Bedürfnisse, Beziehungen und Ziele. Ich mag an diesem Buch, dass du direkt ins Thema abgeholt wirst und sehr individuell einsteigen kannst, ohne, dass du alle Begriffe direkt lernen und verstehen musst.

Pragmatisch und leichtfüßig: Carolyne Faulkner, The Signs – Decode the Stars, Reframe Your Life*

Dieses Buch ist auch auf Englisch und hat mit seinem wunderschönen blauen Einband ebenfalls Coffeetable-Book-Tendenzen. Autorin Carolyne Faulkner ist die offizielle Astrologin der Soho House Gruppe (Hipness-Faktor garantiert!) und arbeitet in der Regel mit 1:1 Beratungs-Sessions weltweit. Ihr Ansatz lässt sich nicht in die klassischen Kategorien einordnen; sie nennt ihn selbst “Dynamische Astrologie”. 

Unter dynamischer Astrologie versteht sie die Interpretation der Sterne im Rahmen von Life Coaching. Was mir an diesem Buch besonders gefällt, ist Faulkners pragmatischer und ehrlicher Ansatz: Astrologie soll zugänglich sein, praktisch sein und Spaß machen.

Außerdem räumt sie mit Irrglauben und Fehlinterpretationen auf. Laut Carolyne Faulkner hilft dir das Begreifen der Astrologie dabei, in deinen eigenen Rhythmus zu kommen und danach zu leben. Im Buch selber findest du verschiedene Abbildungen eines unausgefüllten Geburtshoroskops und kannst nach und nach deine eigenen Positionen eintragen. So lernst du, dein Chart selbst zu erstellen und gleichzeitig zu lesen. Dabei fokussiert sich The Signs* auf die Begriffe der Planeten, Zeichen und Häuser. Ein wunderbares Einsteiger*innen-Buch.

Aktivismus statt Selbstbezogenheit: Chani Nicholas, You Were Born For This: Astrology For Radical Self-Acceptance*

Ich folge der Arbeit von Chani Nicholas schon eine Weile und bin froh, jetzt ihr erstes Buch vorzustellen. Chani Nicholas, 44, queer und in Los Angeles zu Hause, ist eine moderne Internet-Astrologin. Ihr Ansatz ist empowerend, bestärkend und anders. Sie spricht offen über Homosexualität, politische Ereignisse und besonders Feminismus.

Ihre Playlists, Online-Programme und News auf Social Media laden ein, dich mit deinem Horoskop auseinander zu setzen, um dich und deinen Weg zu entdecken und diesen aktiv mitzugestalten, anstatt dich narzisstisch bis ins kleinste Detail zu analysieren.

In You Were Born For This* geht es um Astrologie für den Alltag, als Weg zur persönlichen Entwicklung. Chani erklärt Schritt für Schritt und mit Bezug zur Wirklichkeit, wie du deinen Sinn und dein wahres Potential entdecken kannst, wenn du Abstand von verallgemeinernden Zeitschriftenhoroskop nimmst und die Astrologie als Hilfestellung betrachtest. Bei Chani ist Astrologie ein Weg, um mit dir selbst in Kontakt zu kommen, die verwirrenden Erlebnisse und das alltägliche Chaos in einen Kontext zu bringen und für dich zu nutzen.

Praktisch unterstützt wirst du hierbei mit Affirmationen, Ideen und Journaling-Aufgaben. Ein modernes, bestärkendes und politisches Buch zum Thema Astrologie.

Für Skeptiker*innen: Fritz Riemann, Lebenshilfe Astrologie: Gedanken und Erfahrungen*

Bei diesem Buch handelt es sich um ein älteres Werk, das ich nicht direkt als Life-Coaching-Titel bezeichnen würde, das aber einen ähnlichen Ansatz mit der Astrologie verfolgt. Der Autor, Fritz Riemann, war praktizierender Psychoanalytiker, der sich in diesem Buch mit der Verbindung von psychoanalytischen und astrologischen Konzepten auseinander setzt. 

Wie beim Life Coaching geht es Fritz Riemann darum, durch die Astrologie Verständnis für sich selbst und andere zu entwickeln, sich als aktive*n Gestalter*in des eigenen Lebens zu sehen und nicht in “Glück” und “Unglück” zu kategorisieren. Nach einer persönlichen Herleitung, die dich vielleicht besonders anspricht, wenn du eher skeptisch und wissenschaftlich an das Thema Astrologie heran trittst, erläutert Lebenshilfe Astrologie* die Grundkonzepte der Astrologie, ihre Denkweise sowie mögliche Einwände und stellt dann die verschiedenen Tierkreiszeichen, Planeten, Felder und Aspekte im einzelnen dar. 

Es ist ein gutes Einsteiger*innen-Buch für dich, wenn du an Psychologie interessiert bist und das Ganze eher wissenschaftlich angehen möchtest. Da das Buch schon etwas älter ist, sind Sprache und Layout für meinen Geschmack etwas anstrengender zu erfassen.

Das kleine 1 x 1: Rae Orion, Astrologie für Dummies*

Natürlich ist beim Thema Einsteiger*innen-Bücher auch ein “für Dummies”-Buch dabei. Die Autorin, Rae Orion, ist amerikanische Astrologin und das Buch ist provokant, lustig und simplifiziert geschrieben, wie du es vielleicht von dieser Buchreihe kennst. 

Meine Lieblingsseite der “für Dummies”-Bücher ist auch hier wieder die erste, die sogenannte “Schummelseite”, auf der auf einen Blick alle Symbole und Begriffe erklärt sind. Egal für welches Buch du dich entscheidest oder welches du zu einem späteren Zeitpunkt nochmal liest, die “Schummelseite” ist super, um sie dir daneben zu legen. 

Das Buch* greift die Themen Geburtshoroskop, Tierkreiszeichen, Planeten, Aspekte, Interpretationsansätze und Liebe sehr pragmatisch, locker und lustig auf . Darauf folgen noch Themen wie Transite, Rückläufigkeiten und der Mondzyklus. 

Außerdem gibt die Autorin einen kurzen Einblick in weiterführende Themen, wie beispielsweise die Mondknoten, und erklärt knapp die unterschiedlichen Arten von Astrologie. Das Buch platzt also nur so vor Informationen; da sie aber sehr snackable aufbereitet sind, macht es Spaß, sich einzulesen. 

Astro meets Yoga: Kirsten Hanser, Kosmos und Körper: Astromedizin – das Praxisbuch*

Kirsten Hanser verbindet in diesem Buch astrologisches Grundwissen mit praktischen Gesundheitstipps und Yogaübungen unter dem Oberbegriff der “Astromedizin”. 

Gerade wenn du dich für Yoga interessierst und einen körperlichen Zugang zum Thema Astrologie suchst, ist das ein super Buch für den Einstieg. Nach einer ehrlichen Einleitung, in der die Autorin vor gefährlichem Halbwissen im Gebiet der Astrologie warnt, geht es um deine kosmische Bestimmung, Persönlichkeitsanteile und die Verbindung von Körper und Astrologie. 

Du erfährst, welche Körperregionen und Übungen welchem Sternzeichen zugeordnet werden können und kannst spezifische körperliche Beschwerden unter den zwölf Tierkreiszeichen nachschlagen. 

Ich finde den Ansatz von Kosmos und Körper* so schön, weil dein Körper direkt mit reingeholt wird ins Lernen und Verstehen und nicht nur dein Verstand: ein ansprechend aufbereitetes Praxisbuch mit Abbildungen und Erklärungen. 

Ich hoffe du hast hier das richtige Buch für deinen Einstieg oder natürlich deine Weiterbildung gefunden. 

Lass mich gern in den Kommentaren wissen, wie die Bücher dir gefallen haben oder welche du noch empfiehlst. 

Noch ein paar Tipps für weiterführende Astrologie-Bücher:

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Schmökern und Horoskope Lesen!

Love, Hannah

Fotos © Hannah Krutmann

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