City-Guide für Yogis: Rebeccas Hotspots in Berlin

Feiern gehen und Yoga üben. Zwei Dinge, die man in keiner deutschen Stadt besser machen kann als in Berlin.

Die Zeiten, in denen ich bestens über das Nachtleben der Stadt informiert war, sind vorbei. Darüber, was in der Berliner Yogawelt so geht, weiß ich dafür Bescheid.

Deshalb habe ich einen kleinen, feinen Yoga-City-Guide für dich zusammengestellt.

Garantiert subjektiv, mit veganer Option und persönlich getestet. Du musst wissen: Ich bin eine hoffnungslose Kiezhockerin. Meine Zeit verbringe ich zu 99 Prozent in Kreuzberg, ab und zu verschlägt es mich nach Mitte und in Charlottenburg gehe ich zum Friseur.

Dank unseres Partners Urban Sports Club habe ich seit neustem freien Zugang für gefühlt alle Yoga- und Sportstudios der Republik.

Diese Mitgliedschaft ist eine feine Sache und viel weniger exklusiv als es sich anhört. Man kann nämlich nicht nur in Berlin, sondern in über 3000 Studios, in 25 deutschen Städten, sowie in Rom und Paris mit ihr sporteln. Die Infos und einen Rabatt-Code findest du im Kasten unten. 

Da ich den Sommer aber in Berlin verbracht habe, habe ich beschlossen, hier Yogaurlaub zu machen.

Meine Formel für eine richtig gute Zeit: Lecker Essen + viel Yoga + entspannt rumhängen mit interessanten Leuten

Wenn es dir ähnlich geht, dann ist dieser Guide für dich. Meine Tipps lassen dich die Stadt spüren, wie ich sie wahrnehme, wenn ich mich dem guten Leben hingebe.

In den meisten hier aufgelisteten Studios kann man mit einer Urban Sports Mitgliedschaft üben. Urban Sports Club bietet eine flexible Sport-Flatrate. Das heißt, man bezahlt einen monatlichen Beitrag und kann in vielen verschiedenen Yoga-Studios üben, in Fitness- und Sportbuden schwitzen, schwimmen, klettern oder in die Sauna gehen oder sich mal eine Massage gönnen. 

Bis 31.12.2018 bekommst du mit unserem Rabatt-Code 10 Euro Rabatt auf den ersten Monat deiner M-, L- oder XL-Mitgliedschaft. 

Rabatt-Code: FLGHUSC

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Kreuzberg, meine Liebe: Gottesdienst, Pizza und rote Lippen

Anfangen muss ich natürlich mit Kreuzberg. Hier kenne ich mich am besten aus, hier bin ich selbst unterwegs. Und ich finde: Es ist die beste Ecke dieser wunderbaren Stadt.

Lass uns starten mit Peace Yoga Berlin. Meinem zweiten Zuhause. Hier übe und unterrichte ich seit der Eröffnung 2013; zur Zeit vier Klassen pro Woche. Vor allem findest du hier Jivamukti Yoga, außerdem gibt es sanfte Restore & Renew Klassen.

Das Highlight: Die Sonntags-Nachittagsklasse mit Moritz, dem Studiobesitzer, mit anschließendem Satsang. Wir nennen den Doppeldecker heimlich Gottesdienst, weil meistens alle Homies da sind und es sich irgendwie heilig anfühlt.

Fürs Abendessen danach sind das Chutnify für Indisch, das 3 Mom’s für Asiatisch, die Bar Raval für Tapas oder das Casolare für Pizza meine Favoriten. Auch toll freitags, wenn man sich vorher mit unserer Redaktionsleiterin Ulrike bei Kreuzbergyoga auf der Yogamatte ausgetobt hat.

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Wer in eine meiner Vormittagsklassen kommt, dem sei danach spätes Frühstück im Café Mugrabi ans Herz gelegt. Mein Tipp: Hamshuka vegan. Das Hummus mit der israalischen Paprika-Tomaten-Creme schmilzt geradezu auf der Zunge. Alternativ: Die Kaffeebar in der Graefestraße oder die N°58 Speiserei in Neukölln.

Im Kreuzberg gibt es noch ein weiteres Jivamukti Yogastudio in der Oranienstraße. Ich gehe hier gerne in die Klassen von Anja, der Studioleiterin. Sie unterrichtet Yoga mit großer Leidenschaft, was dazu führt, dass sie eigentlich alle Klassen mindestens 20 Minuten überzieht. Gut, wenn man das für die weitere Planung vorher weiß und so die XL-Klasse genießen kann.

Ein Muss ist die Kundalini Meditation im Osho Studio Berlin, Montag bis Freitag um 18.30 Uhr. Schön ist auch die Nada Brahma, die jeden Samstagnachmittag stattfindet. Für alle, die länger da sind, empfehle ich 7 oder 21 Tage Dynamische Meditation. Das ist kein Spaziergang, aber definitiv eine innere Reise, die sich lohnt.

Die Gründer*innen des Osho Studios Ali und Krisana sind großartige spirituelle Lehrer*innen, die seit vielen Jahren tiefe Transformationsarbeit teilen. Über die Jahre ist im Osho Studio eine Community aus tollen Menschen verschiedener Altersgruppen entstanden, die ernsthaft daran interessiert sind, sich selbst kennenzulernen.

Eingefleischte Ashtangis finden Gleichgesinnte im Ashtanga House Berlin in der Reichenberger Straße. Iyengar Yoga Fans sind bei Iyengar Yoga Kreuzberg bei Stefanie Roth bestens aufgehoben.

Weitere Yogatipps: Yoga über den Dächern der Stadt mit Nancy oder Detlef von Yoga Sky. Eine Klasse bei Victor Thiele im Kreuzberger Ableger von yogafürdich. Und Kundalini Yoga im Holmes Place – das eignet sich besonders für Einsteiger*innen.

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Yoga mit Eva Kaczor in der Kirche St. Agnes

Was richtig Besonderes gibt es mittwochs: Eva Kaczor unterrichtet in St. Agnes, der Kirche der Galerie König zwischen den Kunstwerken wechselnder Ausstellungen Yoga. Der Bau und die Kunst sind so atemberaubend, dass es besonders gut tut, richtig tief durchzuatmen.

Workout und Essen in Kombi findest du in der Runbase: Erst übt man High Intensity Training, Calisthenics, Yoga oder Hürdenlauf (was dort natürlich Obstacle Run and Skills heißt) und danach kann in der Lab Kitchen was Gesundes futtern.

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Sporteln in der Runbase

Gute Massagen für zwischendurch gibt es bei Amira auf der Urbanstraße – mit einer Urban Sports L-Mitgliedschaft bekommt man sogar 30 Minuten Durchkneten ohne Extrakosten. Im Naturkosmetik-Laden Rote Lippen lasse ich mir manchmal Wimpern und Augenbrauen färben oder gönne mir eine Pediküre von der sympathischen Dr. Hauschka Kosmetikerin. Danach läuft man wie auf Wolken.

Gleich um die Ecke ist die Buchhandlung Mondlicht. Ein Eso-Laden, wie er im Buche steht. Dort gibt es Edelsteine, Klangschalen, eine gute Auswahl an klassischen und aktuellen Werke spiritueller Literatur, Räucherwerk und Aura Soma. Im Hinterzimmer ist jeden Montag Nachmittag eine Hellseherin, bei der man sich die Karten legen lassen kann.

Wer Kreuzberg wirklich verstehen will, der muss an Sommertagen ins Prinzenbad. Das Freibad bildet den Querschnitt der Kreuzberger Bevölkerung ab: türkische Großfamilien, pubertierende Halbstarke mit Shisha, Alt-Hippies, Mütter, die ihre Kinder pädagogisch wertvoll erziehen, lesende Politikstudenten, schöne Yogalehrerinnen und Hipsterväter mit Vollbart. Eigentlich logisch, dass es im Kiosk von Pommes „Schranke“ über Gummitierchen und Ostmost-Schorlen bis hin zu glutenfreien Cookies alles gibt.

Stilecht wird die Kreuzberg-Erfahrung, wenn man wahlweise am Kanal, im Görli oder der Hasenheide ein Feierabend-Bier trinkt. Wer lieber auf Alkohol verzichtet, isst veganes Spaghetti-Eis bei Lecko Mio. Zum Reinlegen!

Ein wirklich witziges Boutique-Hostel ist der Hüttenpalast. Vielleicht finde ich die Vorstellung in einem Wohnwagen zu übernachten nur so reizvoll, weil es mich an Sommerurlaub mit der Familie erinnert. Wenn ich nicht direkt um die Ecke wohnen würde, würde ich mich glatt mal einmieten.

Mitte und Prenzlauer Berg: Ein Himmel für Hipster

Einer meiner Hauptgründe für einen Ausflug nach Mitte ist die Samstags-Nachmittags-Yogaklasse meiner Freundin Martyna Eder bei Jivamukti Yoga Berlin, das ohnehin eines meiner liebsten Studios ist. Danach trinke ich mit Martyna im angeschlossenen Café, der Jivamukti Canteen, einen grünen Saft, esse Grünkohl-Chips und komme mir ultragesund vor.

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Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Im Sommer gehen wir oft ins Nola’s im Weinbergspark und trinken Radler auf der Sonnenterrasse. Dort fühlt man sich ein bisschen wie in München – ganz im positiven Sinne. Oder wir essen Eis bei Klaus von Tribeca Icecream. Die riesigen Kugeln cremiges Casheweis katapultieren uns gedanklich nach New York, wo wir unbedingt mal zusammen hin wollen.

Für anschließendes Abendessen empfehle ich die Pizzeria Standard oder das gemütliche israelische Restaurant Yafo, wo zu späterer Stunde auch mal alle an einem Tisch sitzen.

Für leichtes Lunch lege ich euch das beliebte Daluma ans Herz. Nett sitzen und essen kann man auch im The Store unten im Soho House – dort bekommt man auch schicke Mitbringsel oder Last Minute Geburtstagsgeschenke für Hipsterfreunde.

Ganz oben auf meiner Must-go-Liste steht das Becycle, einer der wenigen Orte für Barre und Spinning. Der Trend aus den USA ist auch hier schon längst etabliert. Zugebenermaßen muss ich bei Spinning immer noch an den Hometrainer im Keller meiner Großeltern denken, werde mich demnächst aber eines Besseren belehren lassen und Becycle einen Besuch abstatten.

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Spirit Yoga in Mitte am Hackeschen Markt

In Sachen Yoga empfehle ich in Mitte natürlich Spirit Yoga – besonders Klassen mit Patricia, Kristin und Gaelle. Außerdem: Anusara Yoga im Yogatribe – ich mag Wilhelminas Unterricht sehr – und Forrest Yoga bei Nicola Tröger. Sie unterrichtet im Prenzlauer Berg und neuerdings auch zwei Klassen im Wedding.

In Mitte ist auch das Yoga Delta. Das Studio für Kundalini Yoga in Berlin. Ich bin ja (noch) nicht so der Kundalini Fan, aber unsere Autorin Nike ist kürzlich zum Kundalini konvertiert und empfiehlt die Klassen von Sohan.

Als offizielle Einwohnerin Berlins habe ich leider keine besonders guten Tipps, was Übernachtung angeht. Ein Ort lässt mein Herz allerdings höher schlagen: Das Hotel Oderberger im Prenzlauer Berg. Es ist ein historisches Schwimmbad, das unfassbar stilvoll zum Hotel umgebaut wurde. Eines Tages werde ich Touristin spielen und mich hier ein Wochenende einmieten.  

Friedrichshain: Yoga trifft auf Späti-Bier

Obwohl Friedrichshain noch nie mein Lieblingskiez war, habe ich zwei Jahre in der Kopernikusstraße gewohnt. Ich war jung und damals war es dort noch billig.

Inzwischen hat sich einiges geändert, was gentrifizierungsmäßig der Supergau, für deinen Yogaurlaub wahrscheinlich ein Segen ist: Die veganen Burgerläden und ranzigen Shisha-Bars werden mittlerweile umrahmt von tollen Cafés und schönen Yogastudios.

Allen voran das Studio meines langjährigen Freundes Victor Thiele, eines der ersten guten Studios im Kiez. Bei yogafürdich übt man auf einer Fabrik-Etage mit großen Fenstern und Backsteinwand vor allem Vinyasa-Yoga. Ich kenne viele der Lehrer*innen persönlich und finde bis heute, dass eine Klasse dort immer einen Ausflug nach F-Hain wert ist.

Die Yogibar ist ein Studio, in dem hauptsächlich Hatha Yoga unterrichtet wird. Unbedingt mittwochs zu unserer tollen Autorin Dania üben gehen – sie ist der Hit! Hot Yogis werden bei Sun Yoga glücklich.

Sättigende Salate, geile Bagels, Porridge und guter Kaffee gibt’s bei Goodies. Ich geh am liebsten zu der Filiale auf der Warschauer Straße, die zwischen Grünberger und Kopernikus liegt.

Team FLGH war kürzlich im Café Ingwer frühstücken – sehr nett dort. Und alles ist vegan und bio. Lula wollte eigentlich in den Avocado Club wegen des guten Namens. Im Rennen war auch das Silo Coffee, das wir einfach nächstes Mal ausprobieren.  

Recht neu ist das 1990 Vegan Living, wo es viele, kleine asiatische Gerichte zum Teilen gibt. Nice, denn so hat man nicht die Qual der Wahl. Auch das Goura Pakora hat wieder offen und kredenzt vedische Speisen.

Genug mit Yoga, Workout und Essen. Eigentlich interessant in Friedrichshain ist das Nachtleben – für uns Yogis deshalb ein paar Tipps für day drinking oder die Gestaltung des frühen Abendprogramms.

Klassiker: Auf der Modersohn Brücke zu Späti-Bier den Sonnenuntergang anschauen und rumknutschen. Die Insel der Jugend im Treptower Park ist auch ein schöner Ort dafür.

Sonst gut: Flohmarkt auf dem RAW– oder Rumhängen auf dem Holzmarkt-Gelände – von dort ist es dann auch nicht mehr weit in den Kater Blau. Der ist direkt nebenan.

Übernachten würde ich im Michelberger Hotel – das hat auch eine gute Bar und ein edles Restaurant, das vegane und vegetarische Optionen bietet.

In Berlin könnte man Jahre lang Yoga-Urlaub machen und hätte noch immer nicht alles ausprobiert.

Diese Stadt vibriert. Das ist einer der vielen Gründe, warum ich vor gut zehn Jahren hierher gezogen bin. Auch wenn mich Berlin bisweilen überfordert, an meinen Kräften zehrt und ich mich frage, ob ich nicht doch besser aufs Land ziehen sollte, will ich momentan nirgendwo anders leben und kann zu einem ausgedehnten Besuch nur raten.

Einen Abstecher ins echte Nachtleben empfehle ich im Übrigen dringend. Berlin ist schließlich die einzige Stadt, in der das auch tagsüber wunderbar geht. Sonntagnachmittag ordentlich tanzen zu gehen, ist für mich inzwischen die einzige verträgliche Feierform, die ich dennoch nicht missen möchte. Denn Bässe, die durch den Körper pulsieren, machen mindestens so glücklich wie Chaturangas.

Was sind deine Tipps?

Ich weiß, dieser Guide ist alles andere als vollständig oder neutral. Deshalb: Ab mit deinen Berlin-Tipps in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen!

Titelbild: Lydia Hersberger
Hinweis: Dieser Artikel ist von Urban Sports Club gesponsert. Auf die Auswahl der Orte hatte Urban Sports Club keinen Einfluss – ich habe die Orte alle selbst getestet bzw. durch unsere Redaktion testen lassen. Die Tatsache, dass man viele der empfohlenen Angebote mit Urban Sports Club nutzen kann, hat nur damit zu tun, dass die Multi-Studio-Flatrate wirklich klasse ist.

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7 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Wow! ein unglaublich toller, ausführlicher Bericht! Danke Danke Danke!!! würde mich mega freuen, wenn ihr auch nochmal Tipps für Schöneberg habt – da sind wir nämlich vor 3 Monaten hingezogen – hehe :) herzlichst, Luisa

  2. Tolle Tips, danke !
    Also Nicola Tröger ist mit Forrest Yoga immer meine absolute Vorzeige- und Hingeh- Adresse für qualitativ sehr hochwertige, tolle, tiefgehende und einfach sehr sehr angenehme Yogastunden !!! Sie hat einfach Mega Erfahrung und ich kann ihr immer richtig gut vertrauen, was ich persönlich wichtig finde.
    ^
    Juliane

  3. Hi Becky, klasse Bericht! Und danke für die Erwähnung von yogafürdich Friedrichshain. Ich würde natürlich in Kreuzberg auch unser Studio auf der Körtestr. 10, U-Bhf Südstern erwähnen. Dort gibt es ca. 50 Yoga & Pilates Klassen pro Woche.
    Danach zum Kaffee zu Monsieur Ibrahim oder zum Essen ins Kiez Vegan. Ebenfalls beides Körtestr. Cheers! Victor <3

    1. Stimmt bei Monsieur Ibrahim habe ich nach meiner ALLERERSTEN Yogaklasse ever Kaffee getrunken – damals war der Laden neu und der einzige weit und breit mit gutem Kaffee.

      Du bist übrigens eh mit drin – es sind nur so viele Tipps, dass du dich selbst übersehen hast!

      Küsschen
      Rebecca

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