Wie verwirklicht man seine Träume? Conni von Planet Backpack im Interview

Als ich Conni Biesalski vom Digital Nomad-Blog Planet Backpack zum ersten Mal traf, bewarb sie sich auf einen festen Job in der PR-Agentur, in der ich damals arbeitete. Wer Conni heute kennt, weiß, wie absurd die Kombination Conni Biesalksi und Festanstellung ist. Und trotzdem: Acht Monate lang schmiedete sie mit meiner Freundin und damaligen Kollegin Franziska und mir PR- und Social Media Strategien.

Das war damals.

Heute, gut drei Jahre später, lebt Conni von Planet Backpack ihren Lebenstraum.

Sie ist auf der ganzen Welt zuhause, lebt und arbeitet, wo es ihr gerade am besten gefällt, ist sehr erfolgreiche Reisebloggerin, YoutuberinUnternehmerin und Buchautorin* und überhaupt ein Ober-Crack in all things online.

Wie verwirklicht man seine Träume? Conni von Planet Backpack im Interview

Weil Connis Geschichte Mut zur Veränderung macht und sie auch sonst einiges zu erzählen hat, haben wir sie zum Interview getroffen.

Conni, wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Einen wirklich typischen Arbeitstag gibt es bei mir eigentlich so nicht. Und das ist ja das Schöne an einem selbstbestimmten Leben. Aber ich versuche es trotzdem mal mit einer Beschreibung:

Im Schnitt arbeite ich ein paar Stunden täglich, vielleicht drei bis fünf Stunden, manchmal natürlich auch mehr, besonders wenn große Projekte anstehen, wie eben mein Buch Find your magic: Eine Reise zu dir und deiner Bestimmung*. Meist starte ich etwa ein bis zwei Stunden nach dem Aufstehen, also am späten Vormittag. Aber auch das variiert sehr oft, je nachdem, was ich sonst so vorhabe, und Weckerstellen mache ich aus Prinzip nicht.

Da meine Konzentrationsphasen sehr kurz sind, mache ich viele Pausen, und ich merke meistens nach etwa vier Stunden, dass meine Hochphase vorbei ist. Im Moment tippe ich zum Bespiel in einer Hängematte in Nicaragua, wenn ich in meiner Homebase Berlin bin, gehe ich gern in einen Co-Working Space von Freund*innen – ich mag es von Gleichgesinnten umgeben zu sein.

Dein Leben war in letzter Zeit recht ereignisreich. Was geht dir durch den Kopf, wenn du an die letzten drei Jahre zurückdenkst?

Ein großes Wow. Aber auch unglaublich viel Dankbarkeit. Zu realisieren, dass ich meinen Traum lebe, den ich mir vor einigen Jahren in den Kopf gesetzt hatte, ist manchmal immer noch unfassbar. Im Grunde hat sich ein Puzzleteil in das andere gefügt, als hätte alles genau so kommen sollen.

Wofür ich auch wohl am meisten dankbar bin, sind all die Dinge, die ich in der ganzen Zeit gelernt habe und die mich in meiner persönlichen Entwicklung sehr weit gepushed haben. Es hat sich also nicht nur viel im Äußeren getan, sondern auch wahnsinnig viel in meinem Inneren.

Was war die beste Entscheidung, die du getroffen hast und was würdest du heute anders machen?

Eine Entscheidung, die mir eher auferlegt wurde, als dass ich sie getroffen hätte, war das Ende meiner Beziehung vor knapp zwei Jahren. So schmerzhaft sie auch war, aber ohne dieses Ereignis wäre ich nie dort angekommen, wo ich jetzt bin. Das war für mich eine sehr krasse Erkenntnis.

Die beste Entscheidung, die ich selbst in der Hand hatte, war natürlich überhaupt erstmal meinen Job frühzeitig nach acht Monaten zu kündigen, um mich selbständig zu machen damals. Und: Mit meinem Businesspartner Sebastian von Off the Path gemeinsam ein Unternehmen zu gründen. Zu zweit an großen Projekten zu arbeiten ist wirklich eine tolle Bereicherung für mich.

Was ich heute anders machen würde? Viel früher in ein selbstbestimmtes Leben starten! Ich hätte wohl keine sechs Jahre an der Uni studiert, sondern viel eher damit angefangen, mir sinnvolle, praktische Skills anzueignen, die sich für ein Online Business eignen. Aber im Grunde war alles gut so, wie es war und hat mich schlussendlich dort hingeführt, wo ich jetzt bin: in der Hängematte in Mittelamerika mit meinem Business im Laptop. Insofern ist nie etwas umsonst im Leben, denke ich.

Du setzt dich viel mit spirituellen Themen auseinander, meditierst regelmäßig und übst Yoga. Inwiefern beeinflusst das dein tägliches Leben?

Laptoparbeit verkopft unglaublich. Noch dazu bin ich sowieso jemand, der immer auf 180 im Kopf rennt und ich fühle mich generell schnell gestresst, müde und überfordert. Daher brauche ich dringend eine Praxis in meinem täglichen Leben, die mich runterbringt und erdet – raus aus dem Kopf, rein in den Körper und in das Jetzt.

Yoga und Meditation helfen mir auch dabei, produktiver und kreativer in meiner Arbeit zu sein, besser mit Problemen in allen Lebenslagen umzugehen und all die tausend Affen in meinem Kopf zu bändigen und nicht so ernst zu nehmen. Die Praxis gibt mir etwas Struktur in mein generell sehr unstrukturiertes Leben. Und schließlich faszinieren mich Spiritualität und Yoga unglaublich. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen, täglich mehr darüber zu erfahren und zu lernen.

Viele unserer Leser*innen wollen etwas an ihrem Leben verändern, zögern aber aus unterschiedlichen Gründen. Was ist dein ultimativer Rat?

Umgib dich mit den richtigen Menschen. Damit meine ich, sich Gleichgesinnte zu suchen, die das, was man erreichen möchte, im Leben schon erreicht haben oder sich auf dem selben Weg wie man selbst befinden. Austausch und Support von anderen, die einen verstehen, ist so unglaublich wichtig, wenn man etwas im Leben verändern möchte oder Träume realisieren will.

Mein zweiter Rat ist: Schaue deinen Ängsten in die Augen. Was ist es, was dich davon abhält, dein Leben zu verändern? Sich bewusst darüber zu werden, was einen zurückhält, ist der erste Schritt, etwas zu verändern.

Vielen Dank für das Interview, Conni. Bis bald in Berlin!

Werbung

Contentbanner links alone

Du willst mehr über Conni von Planet Backpack wissen?

Fotos @ Conni Biesalski

Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. So erhalten wir eine kleine Provision, wenn du ein Produkt kaufst, und FLGH kann für dich kostenlos bleiben.

Das könnte dich auch interessieren:

15 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hört sich spannend an, so ein Leben als digitaler Nomade. Wurdest Du von Tim Ferris Buch “Die 4 Stunden Woche” beeinflusst, bevor Du Dein Leben so umgestellt hast?
    Freut mich jedenfalls für Dich, dass Du soviel Erfolg damit hast.
    Liebe Grüße aus Nürnberg.

  2. Ich lese Connis Blogs schon eine ganze Weile und bin seit einem Jahr ebenfalls komplett digital selbstständig. allerdings hat mein Mut noch nicht dazu gereicht, meine Zelte abzubrechen und um die Welt zureisen. Das kommt vielleicht in wenigen Jahr noch dazu. Ich finde es sehr cool, dass du nun auch dein eigenes ding machst! Viel Erfolg, vielleicht lernen wir uns mal zufällig kennen! <3 Isabelle

  3. An Conni sieht man auf jeden Fall, dass ein neuer Lebensabschnitt nicht immer negativ sein muss, sondern auch von positiver Stimmung geprägt ist!

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin :)

  4. Ein interessantes Inteview.
    Ich meine auch, dass Yoga und Meditation helfen. Ich brauche zwar nicht, kreativ in der Arbeit zu sein (ich betreibe einen Schlüsseldienst), aber ich fühle mich viel besser, wenn ich Yoga regelmäßig übe.
    Danke für das Interview!

  5. DANKE für dieses tolle Interview!
    Und ein großes Lob an Conni…
    Nicht nur für ihre eigene tolle Entscheidung, sondern für ihre inspirierenden Wort. Vor allem die Verbindung von Arbeit und Spiritualität ist toll…es ist soooo wichtig in seiner inneren Mitte zu sein! Selbstliebe. Selbstbewusstsein! Das spürt man bei Conni deutlich. Super Vorbild!

    Liebe und Licht

    Anna-Lena

  6. Sehr schön! Hat Conni eigentlich einen Wikipedia Eintrag? Echt – durch sie werd ich noch zur Feministin oder wie das heißt… Conni an die Macht, weil sie einfach mal Vorbild ist! Thanks :)

  7. For ei flott reise du har tatt oss med på. Fantastisk natur og en opplevelse som du nok ikkje glemmer.Flotte bilder. takk for at du delte dette med oss. Eg har ikkje vert på Svalbard, men det står på lista ! god helg til deg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*