Big Yoga FAQ: So findest du den Einstieg in die Praxis

Der Wunsch zu üben ist da, doch ein paar Bedenken stellen sich deinem Vorhaben, mit Yoga anzufangen, noch in den Weg? Im zweiten Teil unserer Big Yoga Serie möchten wir auf die wichtigsten Fragen rund ums Yoga im XXL-Format eingehen, um dir den Einstieg in die Praxis zu erleichtern. 

Yoga is not a work-out, it’s a work-in.” – Rolf Gates

Auch wenn Yoga gerne mit Sportprogrammen über einen Kamm geschert wird: Hier geht es um viel mehr als nur körperliche Fitness! Neben der sanften Stärkung der Gelenke sowie der Muskulatur steht nämlich vor allem eines im Vordergrund: Dein Wohlgefühl! 

“Du bist gut so, wie du bist. Es gibt im Hier und Jetzt rein gar nichts zu verändern. Yoga soll dir dabei helfen, bei dir selbst anzukommen.” – Anja Liedtke

Gerade für Übergewichtige stellen gesellschaftliche Ideale, aber auch Erwartungen aus dem unmittelbaren Umfeld oft einen enormen Stressfaktor dar. 

Umso wichtiger ist es, zu lernen, dem gegenwärtigen Moment mit Gelassenheit und Akzeptanz zu begegnen. Das eigene Wohlbefinden ist dabei ein wichtiger Hinweis darauf, ob Körper, Geist und Seele im Einklang sind. 

Da, wie so oft, aller Anfang schwer ist und sich gerade zu Beginn der Praxis die Frage stellt, was es beim Üben mit Übergewicht zu beachten gibt, findest du nachfolgend die häufigsten Fragen und Antworten auf einen Blick. Bei der Beantwortung hat mich Big Yoga Lehrerin Anja Liedtke unterstützt.

Big Yoga Q&A:

Studio oder online: Wo soll ich üben?

Das Praktische am digitalen Zeitalter ist: Man muss heutzutage nicht mal mehr einen Fuß vor die Tür setzen, um unter Anleitung toller Lehrer*innen Yoga zu üben. 

Yoga Easy* beispielsweise bietet sogar Big Yoga Klassen im Onlineformat an. Dennoch lege ich dir ans Herz, gerade zu Beginn deiner Praxis ein Studio aufzusuchen. 

Lasse zumindest ein paar Mal eine*n erfahrene*n Lehrer*in über deine Körperhaltungen schauen, um Fehler zu vermeiden.

Zudem kann es eine tolle Erfahrung sein, auch mal in der Gemeinschaft zu praktizieren. Und wer weiß, vielleicht sagt dir die Offline-Variante ja sogar mehr zu?

Einstieg in die Online-Praxis: Über www.yogaeasy.de/flgh* kannst du entspannt einen Gratis-Monat testen, ohne automatische Abo-Verlängerung.

Welcher Yogastil ist für mich geeignet?

Grundsätzlich kannst du alle Klassen besuchen und dich durch die Bandbreite an Optionen durchprobieren. Dynamische Praktiken wie Ashtanga oder auch Vinyasa Flow setzen jedoch eine gewisse Grundkondition voraus, um angenehm durch die Stunde zu kommen. 

Hinzu kommt, dass sich nicht alle schnellen, fließenden Abfolgen tatsächlich für jedes Körperformat eignen. Wenn du es also zunächst langsamer angehen möchtest, dann empfiehlt sich eher eine Hatha oder auch Yin Yoga Stunde. 

Schau dich zudem in deiner Umgebung um, ob es gezielte Big Yoga Klassen gibt. Sie stellen eine tolle Möglichkeit dar, um insbesondere Alternativen für das Üben mit mehr Körperfülle zu erlernen. 

Die Frage nach der Kleidung

Prinzipiell kannst du in jedem bequemen Outfit üben, das dir größtmöglichen Bewegungsfreiraum gewährt und dich rundum wohlfühlen lässt. 

Schillernde, enge Leggings sind im Yoga kein Muss, aber die enger anliegenden Hosen haben tatsächlich auch einen praktischen Vorteil: Ist die Kleidung nämlich zu sackig, verrutscht sie in manchen Posen oder man verheddert sich gar in ihr. 

Einige Designer*innen von Yogabekleidung bieten mittlerweile auch eine große Auswahl an Größen an, um einem breiteren Spektrum an Formaten gerecht zu werden. Schaue dich gerne mal im Dicke Deern Shop um oder hole dir ein paar Anregungen in unserem Yogahosentest

Big Yoga Q&A: Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick 1

Welche Matte eignet sich fürs Üben mit mehr Körperfülle?

Die meisten Studios halten zwar Matten parat, jedoch sind die gängigen Modelle in der Regel nur 61cm breit. Maße, die sich je nach Körperbau beengend anfühlen können. 

Einige Hersteller, wie beispielsweise Manduka* bieten variable Breiten- und Längenmaße an. Von der Benutzung gängiger Gymnastikmatten rate ich übrigens ab, da sie oft weniger rutschfest sind und sich während der Praxis gerne mal zusammenrollen oder gar verziehen. Weitere Tipps findest du in unserem großen Mattentest.

Welche Hilfsmittel kann ich nutzen, um gelenkschonend zu üben?

Grundsätzlich gilt es, eine starke Belastung der Gelenke zu vermeiden. Bei Übergewicht besonders zu empfehlen sind sogenannte Kniekissen. Sie können in allen Asanas, die Druck auf die Knie ausüben, als sanfte Unterstützung genutzt werden. 

Variationen im Vierfüßlerstand beispielsweise können ohne Polsterung schnell schmerzhaft und unangenehm werden. Wahlweise kannst du dir auch eine dünne Decke oder ein weiches Handtuch zur Seite legen. Eine Auswahl unsere liebsten Yogahilfsmittel findest du zudem hier

Ich habe das Gefühl, dass meine Oberweite mir beim Üben ständig im Weg ist. Was kann ich tun?

Zum Thema Weichteilsperre: Gerade bei Übergewicht kommt es öfters mal vor, dass nicht etwa die eigene Flexibilität eine Begrenzung darstellt, sondern der eigene Körper einem viel mehr im Weg ist. Eine dieser sogenannten Weichteilsperren ist die Oberweite. Frauen können hier zunächst durch einen geeigneten, festen Yoga-BH gezielt Unterstützung finden.

Eine weitere Alternative: Schnapp dir einen Yogagurt und leg ihn oberhalb deiner Brust einmal um den Oberkörper herum. Und zwar so, dass er deine Oberweite an deinen Körper bindet. Dadurch schaffst du vor allem bei sanften Umkehrhaltungen ausreichend Raum, um entspannt durchatmen zu können.

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um auch mit Übergewicht eine tolle und entspannte Praxiserfahrung zu haben.

Darüber hinaus habe ich noch ein paar hilfreiche Tipps und Tricks für dich parat, die dir auf der mentalen Ebene dabei helfen können, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen. 

Das richtige Mindset ist die halbe Miete!

Oft sind es heimtückische Glaubenssätze wie “Das schaffe ich nie!” oder “Dafür ist mein Körper einfach nicht gemacht!”, die uns daran hindern, den ersten Schritt auf die Matte zu wagen. Es lohnt sich, die eigenen Gedanken einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Denn nichts ist hinderlicher, als ein negatives Mindset, mit dem du dich selbst sabotierst.

Sorge für Diversität in deinen sozialen Medien!

Das Yogafieber hat dich gepackt und du bist gerade dabei, auch deine sozialen Kanäle so richtig yogisch auszurichten? Dann achte darauf, dass du dir selbst eine Realität schaffst, die dir Positives suggeriert. 

Wenn dein Newsfeed nun jeden Tag von schlanken & super flexiblen Yogis geflutet wird, kann die Message hier schnell eine Falsche sein. 

Sorge bewusst für Diversität und folge Kanälen, die sich für dich authentisch und von Herzen gut anfühlen. Schließlich solltest du nicht bei jedem Scrollen das Gefühl bekommen, nicht flexibel genug zu sein oder gar mit mehr Disziplin mithalten zu müssen. 

Inspirierende Big-Yoga Profile auf Instagram: @practicewithdana oder auch @diannebondyyoga

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Du bist dein*e eigene*r Lehrer*in!

Yogalehrer*innen sind dazu da, um uns nach bestem Wissen anzuleiten und Anregungen zu geben. Fakt ist jedoch: Kein*e Lehrer*in der Welt weiß, was dir und deinem Körper wirklich guttut. Es ist deshalb umso wichtiger, dass du stets in deinen Körper hinein spürst und gezielt darauf reagierst, wenn sich etwas für dich grundsätzlich “falsch” anfühlt. 

Unangenehm darf es werden, doch wirklich schmerzhaft sollte es nie sein! Ein guter Indikator hierfür sind deine Gesichtszüge sowie deine Atmung: Sobald sich dein Gesicht vor Schmerzen zusammenzieht oder deine Atmung deutlich flacher wird, sind das Hinweise darauf, dass du in der Haltung gerade nicht entspannt bist und deine Ausrichtung eventuell anpassen solltest.  

Last but not least: Nicht jeder Körper kann jede Haltung gleichwertig ausführen! Aufgrund unterschiedlicher anatomischer Voraussetzungen im Skelett stellt unser Knochenbau manchmal eine Beschränkung dar, wo manch anderer vielleicht noch viel tiefer in die Posen gehen kann. 

In seinen fantastischen Videos Anatomy For Yogazeigt Paul Grilley auf anschauliche Weise, dass noch so viel Üben nichts daran ändern wird, dass dein Körper so ist wie er ist. Mir hat seine Arbeit gerade zu Beginn meiner Praxis sehr dabei geholfen, meine Ansprüche an mich selbst herunterzuschrauben und Frieden zu schließen, mit dem was ist! Pauls kostenloser Youtube-Channel ist übrigens auch einen Besuch wert. 

Abschließend ist zu sagen, dass du deine Praxis an deine individuellen Bedürfnisse anpassen solltest und nicht umgekehrt! 

Yoga soll dir Freude bereiten und einen Mehrwert schaffen, der dein Leben sowie dein Wohlbefinden positiv beeinflusst.

Im nächsten Teil unserer Serie werden wir uns mit verschiedenen Asanas beschäftigen und gezielte Variationen aufzeigen, um deine Praxis durch eine breites Spektrum an Alternativen zu ergänzen.

Du hast noch weitere Fragen oder Anregungen, die in diesem Artikel nicht thematisiert wurden? In der Kommentarfunktion findest du Platz dafür. Ich bin gespannt darauf und freue mich, im Rahmen des Möglichen, darauf einzugehen. 

Deine Franzi

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