Tag- und Nachtgleiche im Frühling: So werden deine Träume bald wahr

Zwei Mal im Jahr, im März und September, gibt es jeweils einen Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht genau gleich lang sind – die Tag- und Nachtgleiche.

Bei der Tag- und Nachtgleiche im März spricht man vom astronomischen Frühlingsanfang.

Dieser ist im Gegensatz zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 21.3. nicht immer am selben Tag, sondern kann auf den 19., 20. oder 21.3. fallen. Die Tag- und Nachtgleichen im Frühling und Herbst werden auch als Äquinoktikum bezeichnet und machen den März und September zu den perfekten Manifestations-Monaten.

Im Frühling 2022 findet die Tag- und Nachtgleiche am 20. März statt.

Im März bestellen die Bauern nun traditionell ihre Felder. Sie bringen die Samen in die Erde, um im Herbst eine reiche Ernte zu begrüßen. Oft finden zu diesem Zeitpunkt Feste statt, in der die Sonne mit Feuerzeremonien begrüßt wird. Die Bauern bringen ihre Samen literally in die Erde, um diese später zu ernten. Daran können wir uns ein Beispiel nehmen und die Wünsche in die Welt bringen, die wir später ernten möchten.

Zum Herbstbeginn im September wird dann vielerorts das Erntedankfest gefeiert. Jetzt wird geerntet! Den Feld- und Fruchtbarkeits-Göttern und -göttinen wird mit Opfergaben gedankt.

Auf persisch werden diese Tage jedes Jahr unter dem Namen Nouruz gefeiert.

Dieses Fest wird seit etwa 3000 Jahren gefeiert und ist damit eines der ältesten Feste der Menschheit. Traditionell begrüßen die Menschen den Frühling mit bunten Kleidern und üppigem Essen. Kaum zu glauben, dass jedes Jahr sage und schreibe 300 Millionen Menschen die 13-tägigen Festlichkeiten begehen.

Und auch das Osterfest fällt nicht zufällig auf den Frühling.

Österliche Symbole wie aufblühende Zweige, Eier und Küken, die Idee des Neubeginns, der Auferstehung und des Siegs über den Tod bzw. die Dunkelheit passen ganz wunderbar zu dieser Zeit. Die christliche Kirche hat sich, was die Symbole angeht, sicher auch an uralten heidnischen Traditionen bedient.

Zur Vorbereitung auf den Frühling gibt es verschiedene Rituale.

Eines, welches uns nicht ganz unbekannt ist, ist in der persischen Kultur „Chuneh-Tekouni“, der Hausputz, hierzulande bekannt als Frühjahrsputz. Dabei geht es um das Loslassen des Alten und Platz schaffen für das neu erwachende Leben. Wenn du dich bisher darum gedrückt hast, ist dieses Wochenende perfekt, um dich und deine Energie auf Frühling und Neubeginn einzustellen.

Auch die im Februar beginnende und 40 Tage andauernde Fastenzeit ist als Ende des Winters und Beginn des Frühlings eine Zeit, in der sich die Menschen im christlichen Kulturkreis traditionell von Altlasten befreit haben, auf unwesentliches verzichten und in sich gehen, um dann im Frühling neu anzufangen.

Tag und Nacht, Mann und Frau, Balance und Harmonie?

Die Tag- und Nachtgleiche und symbolisiert einen Zustand der Harmonie – zwischen Tag und Nacht, hell und dunkel, Sonne und Mond. Sie bezieht sich sowohl auf den Zustand tiefer Umwandlung der Natur im Außen – Blumen sprießen, Bäume schlagen aus – als auch eine Transformation unser Selbst im Innen. An diesem Tag sind Tag und Nacht exakt gleich lang, Licht und Dunkelheit befinden sich in absoluter Balance. Es wird gesagt, dass die Balance auch für die innere Balance steht. Die Balance von innerer Frau und innerem Mann, Femininem und Maskulinem. Dem empfangenden und dem manifestierenden Anteil in uns.

Die Tag- und Nachtgleiche ist der perfekte Zeitpunkt, um mit der Triebenergie des Frühlings ins Manifestieren zu gehen.

Denn jetzt wird alles zum Leben erweckt und neigt dazu, an die Oberfläche zu kommen. Dabei gilt immer:

Überlege dir gut, was du dir wünscht, denn es könnte wahr werden.

Es braucht drei wichtige Voraussetzungen, um erfolgreich zu manifestieren:

Einen klaren Blick

Oft wissen wir, was wir nicht wollen, aber nicht genau was wir wollen. Werde dir darüber klar, was du wirklich willst. So absurd es sich auch für deinen rationalen Verstand anhören mag. Picke dir zunächst einen konkreten Wunsch heraus. Im Zweifel schreibe dir die Dinge auf, die du nicht mehr willst und versuche auf Basis dieser Liste Dinge zu formulieren, die du stattdessen willst.

Ein erfülltes Herz

Fühle dich in deinen Wunsch hinein. Träume werden nicht wahr, wenn wir sie denken, sondern wenn wir sie fühlen können. Wie wird es sich anfühlen, wenn sich dein Wunsch erfüllt hat? Wo kannst du das Gefühl dazu im Körper wahrnehmen? Schließe deine Augen und tauche in die Zukunft. Genieße es. Und schreibe dir anschließend deinen eigenen Reisebericht aus der Zukunft.

Einen starken Fokus

Wie kannst du dieses Gefühl aufrechterhalten? Mach dir ein Vision Board, klebe dir reminder auf Post-its, speichere dir Erinnerungen aufs Handy. Was auch immer dir hilft, um dein Wunsch-Gefühl wiederzubeleben – tu es. Und versuche jeden Tag eine Sache zu machen, die dich deinem Wunsch näher bringt. Du wünschst dir, aktiver zu leben? Einen neuen Job anzufangen? Ein Haus auf dem Land mit eigenem Garten? Schon kleine Elemente, wie dir Zeit fürs Kochen zu nehmen, zu einem Netzwerktreffen zu gehen, einen Ausflug aufs Land zu machen oder früher aufzustehen, um zu Fuß zu gehen, können mit der richtigen Intention Großes bewirken.

Höre auf dein Bauchgefühl, es ist dein Kompass!

Selbst mit dem stärksten Fokus können Zweifel kommen, ob der Weg, den wir beschreiten, richtig ist. Dabei kann uns unser Bauchgefühl bzw. unsere Intuition unterstützen. Sie ist der perfekte Wegweiser, wenn es darum geht uns den Pfad zu unseren Träumen zu weisen. Um sie zu hören, ist es wichtig, dem Verstand mal zu sagen, dass er die Klappe halten soll, damit wir die leise Stimme in uns überhaupt hören können.

Wenn wir einen Samen in die Erde setzen, wissen wir auch nicht genau, wie die Pflanze aussehen wird, die dann entsteht. Also vertrauen wir darauf, dass eine Pflanze entsteht, während wir die Erde wässern, in der der Samen steckt. Und zwar so lange, bis wir das erste Grün erblicken.

Manifestieren geht erst dann los, wenn wir lernen, zu vertrauen, statt zu kontrollieren.

Wenn es um unsere Träume geht, neigen wir dazu, nicht so viel Vertrauen zu haben, wenn sie sich nicht sofort zeigen. Denn Vertrauen bedeutet eben auch, die Kontrolle abzugeben. In solchen Momenten fordert unser Verstand Sicherheit. Er will ein Geschenk – „Bakschisch“ und fordert die vermeintliche Sicherheit.

Übe dich im Loslassen und gib dich hin.

Titelbild © Simon Berger via Unsplash

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