In 3 Schritten die Magie der Rauhnächte nutzen

Wir nähern uns dem kürzesten Tag im Jahr. Die Wintersonnenwende markierte für unsere Vorfahren nicht nur den dunkelsten Moment im Jahr, sondern auch den Neubeginn. Denn nach der längsten Nacht des Jahres werden die Tage wieder länger und das Licht kehrt langsam zurück.

Die Zeit nach der Wintersonnenwende gehört den Rauhnächten: 12 Nächte voller Magie, denen nachgesagt wird, dass sie als Orakel für das neue Jahr dienen können. Sie markieren die Zeiten zwischen den Jahren, die 11 Tage, die sich das Sonnenjahr vom Mondjahr unterscheidet. Diese magische Zeit ist voller Legenden, Märchen und Mythen. Noch heute begegnen uns alte Rituale wie Bleigießen, Räuchern oder Sternensingen.

Ursprünglich wurde ein Jahr in Mondzyklen gezählt. Mit dem Beginn des Ackerbaus begannen die Menschen sich weg von dem lunaren Kalender hin zum solaren Kalender zu orientieren. Dadurch entstand „die Zeit zwischen den Jahren“, denn das Sonnenjahr endete nach dem Mondjahr. Heutzutage lädt uns dieser Zwischenraum ein im wahrsten Sinne des Wortes eine Atempause zu machen.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, wann die Rauhnächte offiziell beginnen.

Dies hat mit den verschiedenen Kalendern und dem christlichen Weihnachtsfest zu tun. Die Kirche hat die Geburt Jesus – dem Licht Gottes – bewusst ganz nah an die keltische Wintersonnenwende gelegt, dem Tag, an dem das Licht zurückkehrt. So wurde den keltischen Bräuchen eine neue Bedeutung gegeben, um es den Menschen einfacher zu machen sich anzupassen, aber gleichzeitig damit auch ihre ursprüngliche Verbindung zu verlieren.

Für mich starten die Rauhnächte weiterhin am 21.12. zur Wintersonnenwende.

Die Zeit davor nutze ich, um Klarschiff zu machen und das alte Jahr zu beenden. Nach der Wintersonnenwende fahre ich bewusst runter, ich bereite mich auf das Fest der Liebe vor und lege mir nur wenig Termine in die Zeit. Die Zeit zwischen dem 21. und Heiligabend nutze ich, um mich einzutunen und Intentionen zu setzen.

Vielerorts beginnen die zwölf heiligen Nächte in der Nacht auf den 25. Dezember um 0:00 Uhr und enden am 6. Januar, dem Dreikönigstag, um 24:00 Uhr. Dabei hat jede Nacht eine bestimmte Bedeutung, in einigen Traditionen wird jeder der Nächte ein Monat des kommenden Jahres zugeordnet, in anderen stehen sie für bestimmte Themen.

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Dein Ritual für die Rauhnächte

Wenn du die Rauhnächte für dich nutzen möchtest, kannst du dies ganz einfach mit den folgenden drei Schritten tun.

Schritt 1: Klarheit schaffen

Traditionellerweise wurde in den Rauhnächten geräuchert, um Unheil und böse Geister zu vertreiben und die geöffneten Schranken zwischen den Welten rein zu halten. Dadurch werden neue positive Energien und Glück für das neue Jahr hereingelassen.

Du kannst mit Weihrauch, Beifuß oder Salbei arbeiten. Weihrauch hilft dir bei der Öffnung nach oben, Beifuß ist der heimische Bruder des weißen Salbei, welcher auch als der Meister Proper des Rauchwerks gilt. Räuchere deine Wohnung, deine Kleidung, dich selbst, deine Beziehungen – was auch immer dir in den Sinn kommt. Folge deiner Intuition, wenn es darum geht Klärung und Reinheit zu schaffen. Je klarer deine Energie wird, desto ruhiger wirst du.

Schritt 2: Fließen lassen

Aus der Stille heraus kann der Impuls für Neues entstehen. Genauso wie die ruhigen Rauhnächte Botschaften für das neue Jahr bereithalten. Bevor du dich schlafen legst, kannst du dir auch eine Karte ziehen und diese als Impuls mit in den Schlaf nehmen. Dazu bieten sich Orakel Karten an, ich liebe das Göttinnen-Orakel und das Naturgeister-Orakel für solche Gelegenheiten.

Um deine Inspiration ins Fließen zu bringen, kannst du dir ein Rauhnacht-Journal besorgen. Darin notierst du jeden Morgen deine Träume. Und lässt noch bevor du aufstehst alle Gedanken und Impulse beim Free Writing fließen. Ebenso kannst du das Journal nutzen, um Impulse, die über den Tag hinweg entstehen, zu notieren. Gerne nutze ich es auch, um abends einen Raum für Botschaften in der Nacht zu setzen.

Schritt 3: Intention setzen

Aus den Impulsen kannst du deine Intentionen formen. Was wünschst du dir für das neue Jahr? Wovon möchtest du mehr in deinem Leben? Beim Formulieren von Intentionen ist es wichtig diese aus einem „Hin zu“-Impuls zu formulieren, denn das, was wir mit Liebe entstehen lassen kann wachsen und gedeihen. Intentionen zu setzen ist wie einen Samen zu pflanzen – wir müssen darauf vertrauen, dass sie sprießen, bis wir den ersten Keimling die Erde durchbrechen sehen.

Und es erfordert loszulassen und zu vertrauen. Denn wenn wir eine Rose pflanzen, wissen wir, dass es eine Rose wird, wie genau sie aber aussehen wird, können wir nicht vorhersagen. Eine Intention ist also wie ein Samen. Deswegen frage dich bei allem, was du dir aufschreibst, nach dem „Warum“ statt nach dem „Was“. Warum möchtest du heiraten? Warum möchtest du nach New York ziehen? Warum möchtest du um die Welt reisen? So kommst du an den Kern und kannst es dem Leben überlassen das beste Ergebnis für dich zu wählen.

Den Abschluss der Rauhnächte bildet die Perchnacht– verbunden mit den Heiligen drei Königen und Frau Holle.

Frau Holle galt übrigens als als Herrscherin der Unterwelt, der Anderswelt (Holle / Hölle / Hel). Danach schließen sich die Tore zwischen den Welten wieder. Dies ist der Moment, in dem wir unsere Notizen nehmen und die Essenz ziehen können. Was hat sich uns gezeigt? Was will sich manifestieren? Was willst du ins Leben bringen? Mit dieser Klarheit kannst du dann deine Intentionen ins Leben bringen.

Die Zeit zwischen dem 21.12. und dem 6.1. ist also gespickt mit vielen intensiven Momenten, Traditionen, Mythen und Mysterien, die sich aber einfach in unsere heutige Zeit übertragen lassen.

Folge deinem Impuls und lass dich nicht verrückt machen, gib dich dem Fluss hin anstatt zu versuchen möglichst diszipliniert durch die Zeit zu gehen.

Ich nehme mir jedes Jahr für 21 Tage eine kleine mentale Auszeit – Zeit für meine Intentionen. Und ich habe gemerkt, wie kraftvoll die Rauhnächte, ihre Impulse und das Ergebnis sein können, wenn ich den Raum dafür öffne.

Lasst uns gemeinsam die Intention für 2018 setzen!

Und da es gemeinsam mehr Spaß macht und vor allem noch mehr Energie entstehen lässt habe ich auch dieses Jahr die Türen zum Online-Programm „Set your Intention“ wieder geöffnet. (Als kurz entschlossene*r FLGH-Leser*in kannst du noch über diesen Last Minute Track dabei sein. Start ist am 20.12.!)

Dort tauchen wir tiefer ein in die Mysterien, Energien und Traditionen und kombinieren sie mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und modernen Mindset-Techniken, damit das Wünschen auch wirkungsvoll wird. Es ist eine Reise der ganz besonderen Art. Und eine kraftvolle Möglichkeit 2018 zu deinem besten Jahr zu machen.

Dein Committment an deine Visionen

Für mich sind diese drei Wochen auch immer ein Committment an meine Visionen. Ich gebe mich wirklich den Wünschen meines Herzens hin und nehme mir wirklich jeden Tag 30 Minuten Zeit, meine Intentionen zu setzen.

Visionen sind Erinnerungen der Seele an die Zukunft.

Dabei gehe ich auf die Energie des jeweiligen Tages ein und fokussiere mich auf den dazu passenden Monat. Denn: 12 Nächte = 12 Monate; die erste Nacht steht für Januar, die zweite für Februar und so weiter. So kann man auch für jeden Monat eine Karte ziehen und schauen, was dann jeweils ansteht, bzw. wo der Fokus für den Monat liegt.

Welchen Weg du für dich wählst: tägliches Tagebuch schreiben, Karten ziehen, räuchern oder gemeinsam mit mir in Set Your Intention magische Momente kreieren: Ich wünsche dir eine wunderbar kraftvolle Zeit, tolle Aha-Momente und viel Inspiration.

Alles Liebe,

KAJA

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2 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Kaja,
    ich liebe die Rauhnächte – ich finde sie sind wie eine zeitlose Zeit zwischen den Jahren. Danke nochmal für das Beschreiben wann sie starten. Ich fange nämlich immer nach Weihnachten an und hatte mich schon gewundert:).
    Anne

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