Let’s sweat: Das perfekte Yoga-Outfit für den Sommer

In meinem Schrank türmen sich jede Menge fancy Leggings. Aber: Es ist Sommer und dass heißt, die Temperaturen im Yogastudio kratzen gerne mal an der 35° Marke. Das Yoga-Outfit für den Sommer muss sich da natürlich anpassen, darf weder einengen, noch zu heiß sein; trotzdem muss es sitzen und den Schweiß auffangen.

Das Ding ist nur: Es ist gar nicht so easy, etwas Passendes zu finden. Meine bunten Lieblings-Plastik-Leggings stauen die Hitze zu sehr und die nackt-Turnerin bin ich auch nicht. Die Lösung für mein Problem fand ich in den Yoga-Onlineshops meines Vertrauens. Plus: was Yogakleidung aus meiner Sicht können müssen.

4 Tipps für das perfekte Yoga-Outfit an heißen Tagen

1. Oben ohne. Must oder no-go?

Vor allem Männer reißen sich gerne bei leichtem Anstieg der Temperaturen die Kleider vom erhitzten Körper. Objektiv betrachtet ist das in Ordnung – dennoch gibt es drei gute Gründe, warum ich empfehle, ein leichtes Leibchen überzuwerfen:

  1. Möglicherweise fühlen sich andere Schüler*innen wohler, wenn ein bisschen weniger Nacktheit im Spiel ist. Was genau das mit Gleichberechtigung zu tun hat, liest du hier detailliert.
  2. Der Schweiß wird von einem Shirt besser aufgesogen und verhindert einen allzu großen See auf deiner Matte.
  3. Für den*die Lehrer*in ist es einfacher, assists zu geben, wenn der Stoff am oberen und mittleren Rücken für ein bisschen grip sorgt.

Also: Tanktops*, gerne locker und mit tiefen Armausschnitten* (für Frauen ggf. in Kombi mit einem Yoga-BH*), atmungsaktive Tops* oder leichte, enge Baumwoll-Shirts*. Damit kannst du wenig falsch machen!

2. Tiefe Einblicke, die nicht immer gewollt sind

Als ich angefangen habe zu unterrichten, war ich geschockt, wie durchsichtig schwarze Baumwoll-Leggings nach einiger Zeit am Po sind. Besonders wenn man diesen im down dog nach oben streckt. Als Lehrerin stören mich diese Einblicke herzlich wenig, aber als Schülerin war mir bis dato nicht bewusst, was da alles so rausblitzen kann – inbesondere im Sommer, wenn zusätzlich kurze Hosen im Spiel sind.

Deshalb mein Tipp: Wenn kurz, dann auf jeden Fall eng. Die klassische Radlerhose* zum Beispiel. Mit dem richtigen Modell sitzt alles an seinem Platz, und du fühlst sich bei Hitze trotzdem viel luftiger. Gerade bei Radlerhosen gibt es so coole bunte vintage prints*, die selten durchsichtig sind – und sich auch super auf der nächsten Party tragen lassen.

>> Lesetipp: Den geeigneten Yoga-Bra findest du in unserem großen Test!

Lockere Hosen* sind natürlich als Yoga-Outfit für den Sommer an Bequemlichkeit kaum zu übertreffen, aber können je nach Asana mehr preisgeben, als gewollt. Aber auch da kommt es auf das Modell und den Schnitt an. Oder du probierst die kurzen Iyengar-Hosen für Frauen, die zwar ein bisschen wie Maxi-Unterhosen aus dem 19. Jahrhundert aussehen, aber irgendwie cool sind. Für Männer gibt es weite, kurze Hosen, die noch eine eingebaute Shorts* haben, damit alles gut verstaut ist und trotzdem die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird.

Ich persönlich finde kurze Hosen beim Yoga zwar manchmal auch unangenehm, weil Haltungen wie die Krähe Haut-auf-Haut-Geglitsche provoziert. Nichtsdestotrotz gewöhnt man sich aber dran, und der luftigere Komfort durch nackte Waden und Knien macht das allemal wett.

3. Rutschpartie auf der Matte

Eine rutschige Matte kann mir die gesamte Yogapraxis versauen. Wenn der Schweiß nur so tropft, schätze ich meine neue Casall Grip & Cushion Matte* umso mehr. Denn die saugt ruckizucki alles auf und bleibt super-rutschfest, egal, wie schwitzig die Hände sind. Die umweltfreundlichere Alternative für den Sommer ist die Jade Mat*. Am liebsten in der travel-Variante* zum unkomplizierten Mitnehmen. Beide Matten sind zwar etwas teurer, aber die Investition lohnt sich – vorausgesetzt du pflegst sie gut. Hier ein paar Tipps wie du deine Matte am besten reinigst.

4. Be cool

Oft beobachte ich, dass sich Yogapraktizierende unwohl fühlen, weil sie schwitzen und sich deshalb vor Partner*innen-Übungen und oder assists scheuen. Entspann dich, alle schwitzen. Auch der Lehrer, auch die*der Partner*in. Wir sind nicht auf den Matten, um einen Schönheits-Wettbewerb zu gewinnen, sondern um Yoga, also Einheit, zu üben. Und die Einheit lässt sich am besten zusammen erfahren – manchmal eben als große schwitzige Masse.

Zum Abschluss bleibt nur noch zu sagen: Um Yoga zu üben, braucht man eigentlich gar kein bestimmtes Outfit. Das einzige, worauf es ankommt, ist, dass du dich wohlfühlst. Und da Yoga so viel mehr ist als Asana, könnte man sogar in Minirock und High Heels Yoga üben.

Titelbild © Pawel Janiak via Unsplash

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Ein Kommentar / Schreibe einen Kommentar

  1. Was fehlt? Trinken, trinken trinken. Am besten nicht während oder kurz vor der Yoga-Stunde, sondern gut hydriert durch den ganzen Tag.

    Oh, und das Konzept dieser two-in-one-Shorts (Casall, Hey Honey) hat sich mir tatsächlich noch nie erschlossen: bei 35 Grad im Studio zwei Hosen übereinander — really?

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