Raus aus dem Energieloch: So findest du zurück in deine Kraft

Endlich geschafft! Mein Mammut-Projekt Masterarbeit ist vorbei.

Neun Monate kontinuierlich recherchieren, lesen, schreiben. Zwischendurch alles verwerfen, um dann wieder von vorne anzufangen. Nebenher dann noch der ganz alltägliche Wahnsinn, den wir auch Leben nennen: Arbeit, soziale Verpflichtungen, Haushalt und Co. Uff! 

Die Endphase des Studiums ist nicht nur für mich, sondern ganz allgemein eine der stressigsten Phasen überhaupt. Aber auch im Job stehen Menschen im Dauerstress: Ein Meeting nach dem anderen, Projekte mit verschiedenen Kooperationspartner*innen oder eine Deadline, die die nächste jagt.

Ackern bis Tag X

Wir stehen früh auf und arbeiten bis spätabends, machen womöglich unbezahlte Überstunden und sagen uns immer wieder “Nur noch bis Tag X und dann ist es vorbei. Dann ruhe ich mich aus! Ja, dann mache ich lauter Sachen, die mir Spaß bringen.

Was habe ich mir nicht alles vorgenommen zu unternehmen, sobald ich die Masterarbeit hinter mich gebracht habe – vor allem mein Sozialleben wieder in Gang bringen! Ausgehen statt abends todmüde ins Bett zu fallen, ausschlafen und mir auch einfach mal was Gutes tun. 

Mission Accomplished – und nun?

Dann kommt der ersehnte Tag X und es ist geschafft; das Projekt ist erfolgreich abgeschlossen oder die Deadline eingehalten. Die kurzen oder schlaflosen Nächte haben ein Ende. Jetzt müsste doch die große Entspannung kommen, oder?

Ganz ehrlich, momentan fühle mich eigentlich nur erschöpft und kraftlos. All die Ideen und Pläne, die ich hatte, sind wie verpufft und ich kann mich zu gar nichts aufraffen. Selbst wenn ich früh ins Bett gehe, wache ich morgens völlig kraftlos auf und möchte einfach nur weiterschlafen.

Raus aus der Leere – was kann ich tun?

Nach einer Stressphase ist es normal, erst einmal durchzuhängen und sich leer zu fühlen, weil die sonst vorher anstehenden Aufgaben nicht mehr da sind und ein Loch hinterlassen. Aber es gibt natürlich auch Möglichkeiten und Methoden, dieses Loch einigermaßen zu umschiffen.

Diese Dinge helfen mir dabei, mich zu entspannen und gleichzeitig meine Akkus wieder aufzuladen.

Yin Yoga

Yoga war in den letzten Monaten stets mein Ausgleich zum kopflastigen Arbeiten. Speziell Yin Yoga ist der Stresskiller unter den Yogastilen. Stress manifestiert sich oft in unserem Körper, zum Beispiel in Form von Verspannungen, besonders im Schulter- und Nackenbereich. Beim Yin Yoga werden die Faszien angesprochen, wodurch Verspannungen gelöst werden können. 

Die Asanas werden stets lange gehalten und zu Beginn der Praxis fällt es mir meist noch schwer, drei bis fünf Minuten in einer Haltung auszuharren. Im Laufe der Praxis merke ich dann, wie der meditative Stil mir dabei hilft, abzuschalten. So bändigt man Hummeln im Hintern!

Wechselatmung – Nadi Shodana

Sheila brachte mich auf die Idee, es mit der Atemübung Nadi Shodana zu probieren, die sie während ihrer Yoga-Ausbildung gelernt hat und selbst gerne anwendet, wenn sie einen Extra-Energieschub braucht.

Energetisch gesehen schlängeln sich die beiden entgegengesetzten Energiekanäle Ida und Pingala entlang der Wirbelsäule spiralförmig durch den Körper. Mithilfe dieser Atemübung können sie ausgeglichen werden. Wie du Nadi Shodana übst, kannst du in Jannas Artikel Pranayama Basics III nachlesen.

Singen

Ich liebe es zu singen! Es verschafft mir stets einen Energiekick und macht mich glücklich. In meinem Artikel zum Mantra-Singen habe ja bereits über meine Lieblingsmantras geschrieben.

Ein weiteres Mantra, das ich letztens von meiner Yogalehrerin gelernt habe, ist das Ganesha Mantra Om Gam Ganapataye Namaha. Ganesha ist der Elefantengott, der alle Hindernisse aus dem Weg räumt und so für einen guten Neustart sorgt. Das Mantra soll dabei helfen, sich mit der eigenen, innere Energiequelle zu verbinden.

Om steht für den Urlaut des Komos und das Gam für den Klang der Energien Ganeshas. Ganapataye ist ein weiteres Synonym für Ganesha. Dabei kann Gana als “Diener” übersetzt werden und Pata bzw. Pati als “Herr”. Namaha besiegelt das Mantra im Sinne von “so sei es”. Zusammengesetzt, bedeutet es: Wenn du neue Dinge entschlossen angehst, werden sich gute und neue Kräfte in dir entfalten.

Besonders bei dem Beginn einer neuen Lebensphase oder zum Abschluss du ein Projekts kann dir dieses Mantra helfen, innere Blockaden zu lösen und positive Kräfte in dir zu wecken. Das perfekte Gegenmittel gegen ein Energietief!

Neben dem Griff in die Spiri-Kiste gibt es auch ganz weltliche Sachen, die mir dabei helfen, mein Energielevel anzuheben.

Besuch im Hamam

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Sauna, da ich mit der extremen Hitze nicht zurecht komme. Mein persönliche Lieblingsalternative ist das türkische Dampfbad Hamam.

Ich mag die angenehmen, wärmenden Temperaturen des Wassers, mit dem man sich übergießt und so die Haut einweicht, um sich anschließend einzuseifen und dann abzuschrubben.

Mit dem kleinen Pflegeritual schrubbt man sich förmlich die ganzen Anspannung und den Stress vom Körper.

Kurztrip

Es ist immer eine gute Idee, deiner gewohnten Umgebung und dem Ursprung deiner Unruhe zu entfliehen, und sei es nur für einen Tag oder übers Wochenende! 

Manchmal reicht es schon, mit dem Regionalzug ins Grüne zu fahren. Den Spätsommer an einem See zu verbringen, sich ein kleines Lunchpaket zu packen und was zum Lesen dabei zu haben. Ich war letztens einen Tag auf einen kleinen Ökohof, habe bei der Blumenernte und Bohnen pflücken geholfen. Die einfache Gartenarbeit hat mir geholfen, den Stress der vergangenen Monate hinter mir zu lassen.

Tanzen

Wie wäre es mit Tanzen? Sich die angesammelte Anspannung vom Leibe schütteln und positive Energie in dir wecken. Und das beste daran? Du kannst es überall machen! 

Du kannst alleine vorm Spiegel einen Tanz hinlegen oder mit deinen Herzensmenschen mal wieder feiern gehen. Wenn dir aber die Clubatmosphäre zu laut, zu rauchig oder zu voll ist, versuche es doch mal mit Ecstatic Dance! In vielen Städten gibt es mittlerweile solche Veranstaltungen.

Dort wird tanzen als Selbstheilung angesehen: Das heißt kein Alkohol, keine Schuhe, keine Handys und keine Gespräche auf der Tanzfläche. Es kann jeder so tanzen, wie er/sie mag, die Devise lautet: “Tanze so, als würde keiner zu schauen!”

Genau das richtige, um die eigenen Bedürfnisse mal wieder an erste Stelle zu stehen.

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Handyfreier Tag

Gerade, wenn man den ganzen Tag am Laptop sitzt und sein Smartphone in Griffweite hat, ist es unmöglich, wirklich abzuschalten. Das Smartphone mit den tausend WhatsApp-Nachrichten sorgt dafür, dass wir die ganze Zeit unter Anspannung stehen. Das Smartphone ist ein Energiesauger, auch wenn wir das gerne mal vergessen.

Wie wäre es mit einer persönlichen Challenge, um der Selbstliebe willen: Das Handy ausmachen oder zumindestens einen Tag in den Flugmodus schalten.

Instagram ist auch morgen noch da und deine Freund*innen werden es verstehen, wenn du mal eine Pause einlegst.

Aromatherapie

Was besonders beruhigend und entspannend auf den gestressten Körper wirken kann, ist eine Aromatherapie. Das Gute an ätherischen Ölen ist, dass sie vielseitig anwendbar sind: Mithilfe eines Diffusers kannst du das Öl als Raumduft einsetzen oder ein paar Tropfen deines Lieblingsöl in dein Badewasser tropfen lassen.

Ich persönlich verwende ätherische Öle gerne in Form eines Roll-Ons. Besonders mag ich den Yogaflow Roll-On von Primavera, den ich vor meiner Yoga-Praxis oder vor dem Schlafengehen an die Schläfen auftrage. Der Duft sorgt dafür, dass meine angespannte Stirn sich etwas glättet und ich mich wohler fühle.

Schreiben und Journaling

Klingt vielleicht erst einmal widersprüchlich, wenn man eine Abschlussarbeit geschrieben hat. Man könnte meinen, schreiben sei gerade das Letzte, was man da machen möchte! Aber schreiben kann auch eine Hilfe sein, das Monkey Brain zum Schweigen zu bringen. 

Mein persönliches Ritual ist es zu notieren, wofür ich dankbar bin. So mache mir bewusst, was ich für wundervolle kleine Dinge am Tag erlebt habe und welche versteckten Energiequellen mich in meinem Alltag begleiten.

Journaling ist auch eine gute Methode, um ungesunde Gedankenspiralen wieder in den Griff zu bekommen. Oder vielleicht möchtest du deine Kreativität wieder aktivieren und probierst dich am Gedichte schreiben. Das macht unsere Uli am liebsten, um sich den Stress von der Seele zu schreiben.

Herzensmenschen

Zu guter Letzt dürfen die Lieblingsmenschen nicht fehlen: Sei es echte Quality Time mit Freund*innen oder die Familie, die einen nach einer stressigen Phase ein bisschen umsorgt. Meist reicht es schon aus, einen Kaffee zusammen zu trinken oder gemeinsam zu kochen. Menschen, die uns schätzen und aufrichtig lieben, sind meist der größte Energieboost!

Ich hoffe, dass dich meine kleinen Rituale inspirieren und dir dabei helfen, Energie und Kraft für den Alltag zu tanken. Hast du auch besondere, energetisierende Rituale?

Ich freue mich über Anregungen und weitere Inspirationen.

Alles Liebe

Valerie

Titelbild © NeONBRAND Digital Marketing via Unsplash

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