Outdoor-Yoga: Tipps für Praxis im Grünen & die besten Berlin-Spots

Ich liebe Berliner Sommer: Gefühlt die ganze Stadt ist auf den Beinen, alle tummeln sich auf dem Tempelhofer Feld oder genießen laue Abende am Landwehrkanal. An sonnigen und vor allem heißen Sommertagen hält es kaum jemanden im Wohnzimmer. Da wird das Sofa gern mal gegen die Picknickdecke getauscht.

Doch wie steht es mit Yoga im Freien?

Ich selbst mag es, den Wind um meine Nase zu spüren und in der Rückbeuge in den blauen Himmel zu schauen. Aber eignet sich die City wirklich für eine Outdoor Yoga Session? Oder ist Yoga im Lieblingsstudio, in den wohlbekannten Räumen doch am Schönsten – fern von lästigen Insekten und Alltagsgeräuschen?

Outdoor-Yoga kann eine schöne und inspirierende Erfahrung für deine Yoga-Praxis sein, wenn die Umgebung stimmt.

Ich habe für dich alle Tipps rund um Umgebung, Erreichbarkeit, Kleinvieh und Hilfsmittel zusammengetragen.

Outdoor-Yoga: Tipps für Praxis im Grünen + die besten Locations 4
Treptower Park © Nina Ludwig

Was macht eine gute Yoga Location im Freien aus?

Als ich das erste Mal loszog, um draußen Yoga zu üben, dachte ich: “Ach, das geht doch überall!” Aber nicht jeder Park oder jede Wiese sind für eine Yoga Session geeignet. 

Yoga machen und dabei von einer Horde Kinder umzingelt sein, die gerade Fangen spielen?

Da kann die Konzentration leicht flöten gehen. Am besten suchst du dir einen Ort, der im Sommer nicht zum Ausflugsziel Nummer eins wird. Vielleicht eine Stelle, die von größeren Gruppen abgelegen ist. Bäume oder Sträucher bieten nicht nur einen guten Blick- und Lärmschutz, sondern sorgen auch bei einer frischen Brise dafür, dass deine Matte nicht ständig hoch gepustet wird.

Bevor du deine Yogamatte schnappst, überlege dir, wann für dich die richtige Tageszeit ist.

Jede*r Yogi hat eine Lieblingszeit, in der es sich für sie*ihn am besten praktizieren lässt. Doch gerade wenn du draußen üben möchtest, solltest du das sommerliche Wetter nicht unterschätzen. In der Mittagshitze in der prallen Sonne üben? Da ist ein Sonnenstich in jedem Fall vorprogrammiert. 

Die morgendliche Sonne ist vielleicht noch nicht warm genug, sodass du wahrscheinlich noch einen Pulli überziehen solltest. Aber nach ein paar Sonnengrüßen wird der sicher schnell ausgezogen sein. 

Falls du kein früher Vogel bist, ist eine Yogastunde am frühen Abend auch eine gute Alternative. Die Sonne brennt nicht mehr so doll und anschließend kannst du dir noch den Sonnenuntergang anschauen – ein magischer Abschluss für deine Praxis, vor allem wenn du mit einer kleinen Meditation enden möchtest.

Damit du nicht den Halt unter den Füßen verlierst, suche dir den richtigen Boden aus!

Für einen festen Stand auf deiner Matte ist es wichtig, einen ebenmäßigen Boden zu finden. Im Grünen zu üben, ist sicherlich eine schöne Vorstellung, aber auf einer kniehohen Feldwiese wirst du schnell merken: das wird nichts!

Gut, dass in den meisten Parkanlagen das Gras regelmäßig gemäht wird. Solltest du woanders üben, versuch eine Stelle in der Nähe eines Baumes zu finden, da ist das Gras meist nicht zu hoch. Auch am Ufer eines See oder eines Flusses ist das Gras nicht allzu hoch.

Beachte auch, eine saubere Umgebung zu haben. Zwischen Zigarettenstummeln oder Abfall zu üben ist einfach nicht schön für deine Yoga Praxis. Der Umwelt zur Liebe kannst du den Abfall auch aufheben und in die nächste Tonne werfen. Danach macht das Yoga noch mehr Spaß.

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Treptower Park © Nina Ludwig

Du hast den richtigen Platz für dich gefunden, hast aber noch keine Idee, welche Asanas du in deine Praxis einbauen möchtest? 

Dann probier doch mal Yoga Easy* aus, wo du hunderte verschiedene Yogastunden verschiedener Levels und Länge auf dein Handy oder Laptop streamen kannst. Über www.yogaeasy.de/flgh* kannst du entspannt einen Gratis-Monat testen, ohne nervige automatische Abo-Verlängerung.

Einige Hilfsmittel für deine Yoga Stunde im Grünen:

  • Trinkflasche: Reichlich Wasser zum Trinken versteht sich bei wärmeren Temperaturen von selbst. Ich gehe nie ohne meine Trinkflasche* aus dem Haus. Ich vermeide so nicht nur Plastik, sondern das Wasser bleibt durch die Edelstahl-Beschichtung schön kalt und ist eine gute Erfrischung!
  • Wohlfühl-Klamotten: Neben deiner Lieblingshose oder -leggings und einem gemütlichen Shirt solltest du vor allem wenn du abends übst, einen kuscheligen Hoodie einpacken.
  • Yogamatte oder Tuch: Je nach Bodengegebenheiten reicht einigen ja schon ein Tuch zum Praktizieren. Bei höherem Gras oder einem etwas welligen Boden empfiehlt sich aber, auf eine Matte zurückzugreifen. Du hast noch keine eigene Matte? Dann check doch mal unseren Yogamatten-Test. Wenn du gern mit leichtem Gepäck unterwegs bist, reicht dir vielleicht auch schon eine Reisematte.
  • Was tun bei Mücken und anderen nervigen Kleinvieh: Spätestens wenn die ersten Mücken in den frühen Abendstunden um dich herumschwirren, solltest du einen guten Mückenschutz* auftragen. Ich habe meistens Glück, was Mückenstiche angeht, aber falls ich dann doch mal gestochen werde, reibe ich die juckenden Stellen mit einem beruhigenden Aloe Vera Gelein.
  • Kleines Handtuch: Gerade bei wärmeren Temperaturen kann ein dynamischer Vinyasa Flow ganz schön schweißtreibend werden. Am besten packst du dir noch ein kleines Handtuch ein, das lässt sich gut einrollen und nimmt nicht zu viel Platz weg.
  • Sonnenschutz und Thermalspray: Bei so viel Sonnenstrahlen und der Hitze darf deine Haut auf keinen Fall zu kurz kommen. Ich bin sehr empfindlich und kriege schnell einen Sonnenbrand, deswegen darf bei mir die Sonnencreme* mit hohem Lichtschutzfaktor nicht fehlen. Mein absoluter Liebling im Sommer ist außerdem Thermalspray*- ein richtiges Allround-Talent, weil es nicht nur die Haut erfrischt, sondern auch gut Sonnenbrand kühlt und mildert.
  • Entspannungsöl: Mein kleiner Geheimtipp und Begleiter für jede meiner Yogastunden ist der Yogaflow Aroma Roll On von Primavera. Auf der Stirn aufgetragen, verleiht das Öl nicht nur einen süßen und frischen Duft, sondern unterstützt mich in meiner Konzentration und meinem Atem. Lässt sich übrigens super im Alltag verwenden und ist auch eine gute Alternative zu Parfüm!

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Ich habe vorab drei Locations in Berlin für dich getestet.

So kannst du gleich auf dein Rad springen und ausprobieren!

Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist ein idealer Ort zum Yoga üben. Nicht nur die zentrale Lage in der Stadt spricht für das ehemalige Flugfeld. Es ist so weitläufig, dass es genügend Fläche für alle bietet. Den vielen Inlineskatern und Fahrrädern auf der Hauptfläche kann man getrost aus dem Weg gehen. Dabei ist es auch noch so schön grün und die vielen Bäume bieten genügend Schatten. Besonders gut lässt es sich auf der Seite des Columbiadamms üben, nicht unweit der Biergärten. Pluspunkt: Es gibt auch Toiletten und am Abend kann man bei einer Limo noch den Sonnenuntergang genießen.

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Tempelhofer Feld © Monika Simm

Treptower Park

Der Treptower Park gehört mit zu den schönsten Parkgeländen Berlins. Hier kann man nicht nur schön an der Spree lang spazieren, sondern auch wunderbar Yoga machen. Ich liebe die vielseitigen Ecken, die der Park zu bieten hat. Er liegt nicht nur am Wasser, sondern hat viele Grünflächen mit viel Platz zum Yoga üben; Schatten spenden die vielen Bäume rundherum. Der angrenzende Wald macht den Ort zu einem kleinen Naturspektakel. Kleiner Geheimtipp: An der Spree gibt es ein paar versteckte Stellen, die durch ein paar Trauerweiden verdeckt werden. Sie sind fußläufig direkt von der S-Bahn Haltestelle erreichbar, aber bieten durch die Bäume genügend Blick- und Lärmschutz.

Outdoor-Yoga: Tipps für Praxis im Grünen + die besten Locations
Treptower Park © Nina Ludwig

Park am Gleisdreieck

Der Park am Gleisdreieck ist der perfekte Ort für eine Yogastunde. Nicht weit vom Potsdamer Platz entfernt befindest du dich in zentraler Lage. Auch ohne Rad ist der Park durch die vielen angrenzenden U- und S-Bahn Linien gut zu erreichen.

Das ehemalige Bahnhofsgelände eignet sich nicht nur zum Skaten, sondern ist eine beliebte Anlaufstelle für jegliche sportliche Tätigkeit. Ich geh dort gerne joggen und treffe dort oft auf Lauf- oder Tai Chi Gruppen. Es gibt genügend Grünflächen, die sehr sauber, eben und nicht verwildert sind und sich so gut als Unterlage für die Matte eignen. Ein paar schattige Plätze bietet vor allem der Ostteil des Parks. 

Outdoor-Yoga in der Gruppe

Na, du bist neugierig auf die Locations geworden aber möchtest doch lieber Yoga in der Gruppe machen? Dann schau doch mal bei Hi Yoga vorbei, die machen nicht nur tolle Yogastunden in ihrem Studio in Kreuzberg, sondern geben auch Outdoor-Klassen auf dem Tempelhofer Feld oder im Treptower Park.

Solltest du Heuschnupfen oder andere Allergien haben, dann ist wahrscheinlich eine Yogastunde im Grünen eher ein Graus.

Aber keine Sorge, auch da haben wir zwei super Alternativen für dich, die dir den Spaß am Yoga unter freiem Himmel nicht verderben werden.

Yoga auf der Dachterrasse

Nirgendwo bist du dem Himmel über Berlin beim Yoga so nah wie auf dem Rooftop des Hotel de Rome in Mitte. Jeden Sonntagmorgen im Sommer kannst du bei Lehrer*innen von Spirit Yoga eine Stunde Yoga genießen. Am Besten meldest du dich bis zum Vorabend bei der Hotel Spa Rezeption an. Für 20 Euro ist das Open-Air Yoga nicht gerade das günstigste Yoga-Vergnügen, aber ein besonderes Erlebnis, das man sich nach einer stressigen Woche ruhig einmal gönnen kann. Neben Matte und Handtuch gibt es auch ein Erfrischungsgetränk dazu und für einen Aufpreis kannst du danach ins Spa.

Yoga auf dem Badeschiff

Yoga mit Blick auf das Wasser und anschließender Abkühlung? Yoga Bliss bietet zusammen mit dem Badeschiff jeden Dienstag und Donnerstag morgendliche Yogastunden an: Von 9 bis 10 Uhr kannst du entspanntes Hatha Yoga oder belebendes Vinyasa Yoga üben. Ein Sprung in den Pool nach der Yogastunde ist inklusive und 13 Euro sind dafür ein fairer Preis. Eine begrenzte Anzahl an Matten gibt es vor Ort. Am Besten bringst du deine eigene Matte mit.

Ich hoffe, ich konnte dich für eine Yoga Stunde im Grünen inspirieren.

Ich wünsche dir viel Spaß und einen tollen Sommer!

Du kennst noch weitere tolle Plätze in Berlin, wo man gut Yoga üben kann oder möchtest deine Geheimtipps aus einer anderen Stadt teilen? 

Ich freue mich auf deine Tipps in den Kommentaren!

Titelbild © Nina Ludwig

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