Kianava.de: Die neue Plattform für Integrative Medizin

[Werbung] “Ich werde dir jetzt zehn Fragen stellen, und das wichtigste an deinen Antworten ist, dass du ausführlich und aus deiner eigenen Sicht antwortest. Es gibt keine falsche Antwort, auch, wenn du sie nicht medizinisch begründen kannst.” So beginnt mein einstündiges Anamnesegespräch mit Dr. med. Ali Güz, dem Chefarzt von Kianava,* der neuen digitalen Gesundheitsplattform für Integrative Medizin.

Eine Stunde lang erstmal nur reden – und dabei rede hauptsächlich ich. 

Ich spreche mit Ali in unserem Videocall vor allem über meine Rückenschmerzen, die mich seit Herbst wieder verstärkt plagen. Die zehn Fragen, die er mir stellt, hat er sich nicht selbst ausgedacht. Sie stammen von dem US-amerikanischen Psychologen Arthur Kleinman , der sie entwickelt hat, um dem*der behandelnden Arzt*Ärzt*in einen tieferen Zugang zu Menschen mit chronischen Beschwerden zu ermöglichen und ihnen langfristig und nachhaltig beim Umgang mit ihren Beschwerden helfen zu können.

Kianava hat sich zum Ziel gesetzt, patient*innenzentriert und mit Blick auf eine nachhaltige Besserung von Beschwerden zu arbeiten.

Wenn du normalerweise zum*zur Arzt*Ärztin gehst, bekommst du mit Glück zehn Minuten Zeit im Sprechzimmer. Oft werden deine Symptome eher als der Ursprung des Problems behandelt, was ja gut ist, aber nicht immer führt das auch zu einer nachhaltigen Verbesserung deines Gesundheitszustandes.

Kianava funktioniert zu 100% online und versteht sich als Ergänzung zum klassischen Gesundheitssystem. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, vor allem der in Harvard entwickelten Methode der Mind-Body-Medizin (MBM), macht die Plattform personalisierte Angebote für Menschen mit chronischen Beschwerden, aber auch für diejenigen, die sich einfach ein wenig Unterstützung auf dem Weg zu einem gesünderen Alltag wünschen. 

Die Anamnese allein gibt mir schon einen neuen Blick auf meine Beschwerden. 

Am Ende unseres einstündigen Gesprächs,* in dem ich gefühlt einmal meinen kompletten seelischen Mülleimer vor Ali ausgeleert habe – mir hat noch nie ein Arzt oder eine Ärztin eine Stunde lang zugehört! – gibt er mir einige Hinweise und Empfehlungen. Er nennt mir zwei Ärzte, die er in Berlin kennt. Er bittet mich, dort eine bestimmte Diagnose überprüfen zu lassen. Mit dem Ergebnis soll ich dann wieder zu ihm kommen und wir sehen weiter. Außerdem empfiehlt er mir ein ayurvedisches Schmerzöl für den Rücken.

Ich könnte es hierbei belassen und mit Alis Empfehlungen zu meinem Orthopäden gehen, das würde sicher schon helfen. 

Eine weitere Option ist es, nach dem Anamnesegespräch ein sechsmonatiges Gesundheitscoaching zu buchen.

Wenn ich dieses individualisierte Gesundheitsprogramm* buche, würde Ali zusammen mit seinem Team einen personalisierten Gesundheitsplan für mich erstellen und mir einen passenden Coach zuweisen. Die Teammitglieder von Kianava haben alle Ausbildungen in der klassischen Schulmedizin bzw. in Ernährungsberatung, Sporttherapie, im Achtsamkeits-Coaching und der Mind-Body-Therapie. 

Sie begleiten ihre Klient*innen mit regelmäßigen Einzelterminen durch den Alltag, außerdem gibt es natürlich Hausaufgaben: Sport, Körperübungen, Ernährungsumstellung oder das Etablieren neuer Routinen. 

Wer kein Einzelcoaching braucht, aber sich ein wenig Begleitung und einen gesünderen Alltag wünscht, kann einen Gruppenkurs belegen.

In diesem zehnwöchigen Online-Kurs,* der auf der Methode der Mind-Body-Medizin beruht, lernst du deine Ressourcen und Barrieren kennen, übst, den inneren Schweinehund zu überwinden und lernst, wie du dich so richtig gut um dich selbst kümmern kannst. Die Termine finden wöchentlich live online statt. Teilnehmen kann jede*r, egal ob du an chronischen Beschwerden leidest oder dir einfach ein wenig Input und Unterstützung für einen gesünderen Alltag wünschst.

Die Idee der MBM ist es, Resilienz zu fördern, Menschen sich selbst wieder näher zu bringen und den Patient*innen mit chronischen Beschwerden Tools an die Hand zu geben, um mit diesen Beschwerden besser umgehen zu können, wenn sie nicht vollständig kuriert werden können. Nachgewiesen ist, dass der Stresspegel durch die Anwendung dieser Methode sinkt, wodurch auch oft die Beschwerden direkt milder werden.

Ich habe Ali im Anschluss noch ein paar Fragen gestellt, um mehr über Kianava und die MBM-Methode zu erfahren.

Ali, was ist Mind Body-Medizin, was macht sie besonders und was unterscheidet sie von „alternativer“ Medizin?

Die Mind-Body-Medizin ist eine wissenschaftliche Methode, die auf das Zusammenspiel von Körper, Geist, Psyche und Verhalten abzielt. Sie beschreibt, wie emotionale, mentale, soziale, spirituelle und verhaltensbezogene Faktoren Einfluss auf die Gesundheit nehmen. 

Man könnte Mind-Body-Medizin auch mit „Lebensstilmedizin“ übersetzen, die alle diese verschiedenen Ebenen anspricht. Sie nutzt die Kraft der aufmerksamen Wahrnehmung und arbeitet ressourcenorientiert, d.h. zeigt auf, welche persönlichen Möglichkeiten bestehen, um die Gesundheit zu stärken.

Die Mind-Body-Medizin fördert schließlich, bewusste gesundheitsfördernde Entscheidungen in den Alltag zu integrieren. Im Gegensatz zur Alternativmedizin sind die Wirkungen wissenschaftlich belegt.

Durch Corona haben viele Leute angefangen, sich aktiver mit ihrer mentalen und physischen Gesundheit auseinanderzusetzen. Ist Kianava ein guter Anlaufpunkt für sie?

Ich glaube, die Pandemie hat uns allen ganz klar verdeutlicht, wie wichtig soziale Kontakte sowie unsere Bewegungsfreiheit für unsere psychische aber auch körperliche Gesundheit sind. 

Unsere Resilienz, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress, ist entscheidend bei der Abwehr von Krankheiten. Die gute Nachricht ist, dass man die Resilienz sehr gut fördern, also sich ein „dickeres Fell“ aneignen kann. Allerdings ist es bei den ganzen Angeboten zu mentaler und psychischer Gesundheit für Betroffene und Interessierte nicht immer leicht, eine passende, individuelle und vor allem seriöse Begleitung für sich zu finden.

Durch das einzigartige Konzept der Integrativen Medizin, bestehend aus dem Dreiklang der klassischen Schulmedizin, der wissenschaftlich geprüften Naturheilkunde sowie der Mind-Body-Medizin begleiten unsere sehr erfahrenen Fachärzt*innen und Therapeut*innen unsere Klient*innen live und persönlich. Wir sind europaweit der einzige Anbieter eines solchen Konzeptes.

Was denkst du, wieso ist MBM nicht bekannter in Deutschland?

Herr Prof. Dr. med. Gustav Dobos und sein Team haben das Konzept der Mind-Body-Medizin vor über 30 Jahren direkt von Herbert Benson an der Harvard Medical School, USA, sowie von Jon Kabat-Zinn, den Begründern dieser Richtung, gelernt und dieses Wissen mit nach Deutschland gebracht. Jon Kabat-Zinn ist auch bekannt als der Begründer der MBSR-Meditationsmethode (Mindfulness Based Stress Reduction).

Die Ausbildung vor Ort in den USA war sehr teuer und dauerte auch eine entsprechende Zeit. Als Herr Prof. Dobos dann die Mind-Body-Medizin in Deutschland einführte, existierten dafür weder Richtlinien zur Behandlung von Patient*innen, noch Abrechnungsmodelle mit den Krankenkassen. Er hat lange daran gearbeitet, die Akzeptanz beim medizinischen Fachpersonal, bei den Krankenkassen, der Politik und nicht zuletzt bei den Betroffenen selbst zu erhöhen. Ein wichtiger Meilenstein war die Gründung der Klinik für Naturheilkunde & Integrative Medizin an den Kliniken Essen-Mitte, die damals politisch begleitet und gefördert wurde. Inzwischen gibt es mehrere Professor*innen in Deutschland, die die MBM an ihre Kliniken bringen. 

Auch unser gesamtes medizinisches Team von Kianava wurde von Herrn Prof. Dobos und seinem Team in der Integrativen Medizin ausgebildet. Wir freuen uns, dass wir die MBM über das Internet überall verfügbar machen und verbreiten können.

Im Gesundheitssystem geht es ja immer um Effizienz. Wäre es auch fürs System besser, wenn sich Ärzt*innen gleich mehr Zeit für ihre Patient*innen nehmen könnten?

Ich bin nun seit 15 Jahren ärztlich tätig und habe für mich festgestellt, dass der Schlüssel zu einer (medizinischen) Lösung immer in der Beziehung zwischen Arzt*Ärztin und Patient*in, liegt. Wie im Privatleben auch, braucht es Energie und Zeit, eine Beziehung zu etablieren, zu pflegen und aufrechtzuerhalten. In früheren Jahren hatte ich tatsächlich zwischen 5 und 7 Minuten Kontaktzeit für meine bekannten Patient*innen und 15 Minuten für Neupatient*innen. 

Wie soll dabei eine tiefergehende und gute Beziehung entstehen und wie kann sie überhaupt gepflegt werden? Ich konnte diese Art der Arbeit nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, da ich so meinen Patient*innen nicht gerecht werden konnte, sodass ich schließlich den großen Wunsch hatte, dies zu ändern.

Im Grunde genommen zahlt sich die Zeit, die wir bei Kianava in das Zuhören investieren, im Nachhinein deutlich aus, denn sie führt zu deutlich weniger Fehldiagnosen, zu einer nahezu 100%igen Akzeptanz und Einhaltung an unsere gemeinsam erarbeiteten Gesundheitspläne. Am Ende ist die Zeit und Kostenersparnis für alle Beteiligten wesentlich höher als mit der klassischen Struktur, die derzeit im ambulanten Sektor angewendet wird.

Wird es irgendwann Zuschüsse von Krankenkassen für Kurse oder Betreuung bei euch geben?

In Deutschland leiden über 30 Millionen Menschen an einer chronischen Erkrankung, welche von unserem Konzept definitiv profitieren würden. Der Bedarf ist also ganz klar vorhanden. Daher arbeiten wir hart daran, dass die gesetzlichen Krankenkassen zumindest einen gewissen Anteil der Kosten übernehmen.

Wir sind aktuell in vielversprechenden Verhandlungen mit verschiedenen Krankenkassen. Allerdings können wir noch keine konkreten Angaben machen, wann und in welcher Höhe eine Kostenerstattung bzw. -übernahme stattfinden wird.

Kianava bietet übrigens regelmäßig Gesundheitsstipendien für Menschen an, die aufgrund finanzieller Engpässe sonst nicht begleitet werden könnten. Hierzu kannst du dich einfach per Mail an gesundheitsstipendium@kianava.de wenden.

Welche Qualitäten bringen eure Teammitglieder mit, was macht das kianava-Team aus?

Bei Kianava haben wir es uns zum Ziel gemacht, insbesondere chronisch erkrankten Menschen zu helfen. Das bedeutet meist, dass komplexe, sonst natürlich ablaufende Prozesse des Körpers nicht so funktionieren, wie sie sollten. Oft sind es noch relativ überschaubare Fälle, welche aber schnell an Komplexität zunehmen können. Um die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen und unseren Patient*innen gerecht zu werden, ist daher eine gewisse fachliche Bildung zwingend Voraussetzung.

Bei uns arbeiten ausschließlich Fachärzt*innen aus verschiedenen Fachrichtungen, wobei alle zudem in der Mind-Body-Medizin sowie Naturheilkunde und oder Ernährungsmedizin weitergebildet sind. Unsere Therapeut*innen haben neben der Weiterbildung in der Mind-Body-Medizin noch weitere zusätzliche Weiterbildungsschwerpunkte wie Psychologie, Psycho-Onkologie, Naturheilkunde usw.

Welche Quellen empfiehlst du allen, die mehr über MBM lernen möchten?

Je bekannter das Thema MBM wurde, desto mehr wird zum Glück auch darüber geschrieben. Möchte man bei der „deutschen Urquelle“ bleiben, so sind selbstverständlich die Bücher von Herrn Prof. Dr. med. Gustav Dobos sehr empfehlenswert. Gerade ist sein aktuelles Buch Die gestresste Seele* erschienen. Hier beschreibt er, wie verschiedene wissenschaftlich geprüfte Methoden der Naturheilkunde „dabei helfen können, unseren Gefühlen auf die Spur zu kommen, damit Seele und Körper heilen können.“

Wer mehr über die MBM erfahren möchte, kann Mind-Body-Medizin* von Gustav Dobos und Anna Paul (Leiterin der Mind-Body-Medizin an den Kliniken Essen-Mitte) lesen.

Schließlich sind die Bücher von Jon Kabat-Zinn* sehr zu empfehlen. Sie sind in der Regel sehr verständlich geschrieben und geben praktische Tipps für den Alltag.

Danke, Ali, für deine Zeit!

Wenn du beim Lesen nun Lust bekommen hast, das Angebot von Kianava* auszuprobieren, schau auf der Seite vorbei. Du kannst dich gerne per Chat oder E-Mail an das Team wenden, wenn du dir unsicher bist, welches der Angebote für dich das Richtige ist. 

Ich wünsche dir, falls du Beschwerden hast, gute Besserung, und ganz viel Erfolg auf dem Weg zu einem gesünderen Alltag!

Titelbild © Lena Fingerle

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