Wirklich gute Tipps für deinen Yoga-Urlaub in Goa (aktualisiert Jan 18)

Als ich beschlossen habe meinen Indien-Urlaub in Goa zu starten, hätte ich mir einen Artikel wie diesen gewünscht.

Denn Goa ist riesig. Es ist keine Stadt oder ein Strand wie man vermuten könnte, sondern es ist ein Bundesstaat. Zwar der kleinste in Indien, doch immer noch groß genug, um an Ecken zu landen, die eher an den Ballermann als ans Yogaparadies meiner Träume erinnern.

Glücklicherweise wurde ich häppchenweise von Freuden und Bekannten mit guten Tipps versorgt, so dass meine zwei Wochen dort wunderschön waren. Diese Tipps, meine eigenen Entdeckungen und Erfahrungen will ich nun an dich weitergeben. Nicht wundern: Es dreht sich fast alles um Yoga, Essen und Chillen, denn genau das macht für mich den perfekten Urlaub aus.

Welche Fragen du dir vorher stellen solltest

Willst du volle Pulle Indien, Erholung oder Kultur pur? Grundsätzlich ist es eine sehr gute Idee eine Indien-Reise in Goa zu beginnen und zu beenden. Denn Goa ist die Light-Version Indiens. Man könnte sagen, Goa hat mit Indien nicht viel zu tun. Und doch: Die Gerüche, Chai, das Hin- und Herwiegen der Köpfe und südindisches Thali für weniger als einen Euro.

Goa ist sehr touristisch, ein bisschen Hippie, entspannend mit locker-leichtem Lebensgefühl an jeder Ecke und ideal um sich einzutunen. Am Ende des Trips perfekt, um die Akkus mit Sonne aufzutanken und die Reiseerfahrungen sacken zu lassen.

Wichtig für die Reiseroute: Willst du dort Yoga üben? 

Denn die besten Yogalehrer findest du leider nicht an den schönsten Stränden. Die Grundregel: Abhängen und beachen ist besser im Süden, Yoga im Norden Goas. Sinnvoll ist es hier klassisch Ashtanga zu üben – es gibt zwar Hatha Yoga Lehrer, die unter schlichten Sonnensegeln Klassen anbieten. Man kann Glück haben und einen genialen Lehrer erwischen, man kann aber auch echt indisches Schnarchyoga üben, was nicht unbedingt unspannend ist.

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Außerdem empfehle ich dir vorab für zwei bis drei Nächte eine Unterkunft zu buchen, dich von Flughafen abholen zu lassen und dann zu überlegen, ob du nochmals des Ort wechselst. Verlängern geht immer.

Yoga in Goa: Yogalehrer to meet

Von Rolf, einem Yogi mit 40 Jahren Erfahrung sind einige meiner Yoga-Friends schwer begeistert. Er ist einer der erfahrensten und vielleicht wichtigsten Ashtangis weltweit. Gemeinsam mit seiner Frau Marci führt er die Shala Yogabones. Die beiden unterrichten Ashtanga-Yoga in der Tradition von Sri K. Patthabi Jois und sind seit vielen Jahren eine feste Institution in Goa. Ich selbst war leider nicht dort. Inzwischen ist es auch nicht mehr so leicht, einen der begehrten Mattenplätze zu ergattern, aber einen Versuch ist es sicher wert.

Viel Gutes habe ich auch von Brahmani Yoga in Anjuna gehört. Da wir in letzter Zeit oft nach Ausbildungstipps gefragt wurden: Brahmani bildet auch aus. Ebenso Ashtanga. Inhaltlich kann ich allerdings nichts dazu sagen.

Gutes, veganes Essen in Anjuna findest du bei Bean Me Up oder im Blossom. Außerdem fein: Basilico, Gun Powder, Artjuna, German Bakery, Thalassa Vagator und das Fusion. Alles andere in Anjuna, also Strand und Umgebung, soll nicht so der Hit sein. Fürs Yoga lohnt es sich aber, eine Weile hier zu verbringen.

Balu mit seiner Yogashala in Arambol ist eine super Alternative zu Rolf und Marci, wenn es um intensives Ashtanga-Yoga geht. Balu ist außerdem Inder. Eigentlich egal, aber ich finde es irgendwie schön in Indien Yoga von Indern zu lernen. In Arambol tummeln sich nach wie vor noch viele Sannyasin, die Anhänger von OSHO. In Ashwem BEach, dem Ort in der Nähe, kann man ganz gut wohnen.

Gutes Yoga bekommst du außerdem bei Purple Valley Yoga etwas fern der Küste. Dort halten Star-Teacher wie KinoMcGregor und John Scott ihre Retreats ab. Wer eher etwas in Richtung Ressort sucht, wird bei Satsanga vielleicht fündig.

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Wärmstens ans Herz lege ich dir Regina und ihre wunderschöne Shala in Patnem. An einem der schönsten Strände Goas übst du dort Ashtanga Mysore mit Meerblick und sanfter Brise. Im Kala Bahia, dem Ort der Shala, kann man auch gut übernachten und essen.

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„Ich will vor allem chillen, ein bisschen Yoga und Green-Smoothie-Hippie-Kram machen.“

Das war meine Anforderung an den Urlaub. Meistens hieß es dann: „Fahr nach Agonda!“ Und das stimmt.

Agonda ist perfekt zum Abhängen. Wer ein wenig Abwechslung will, dem würde ich ein paar Tage Patnem und ein paar Tage Agonda empfehlen. Die beiden Orte sind nur etwa 20 Minuten Rikscha-Drive voneinander entfernt und beide sehr nett. Grundsätzlich ist es immer gut, ein Gefährt zu haben. Roller kann man eigentlich überall mieten.

What to do in Agonda Beach

Die Unterkunft-Suche ist so eine Sache. Es gibt viel Ähnliches und was wirklich gut ist bekommt man erst nach einer Weile mit. Es gibt wunderhübsche Bungalows direkt am Strand, gute Zimmer im Ort und einige große Bungalow-Anlagen. Über die gängigen Booking-Portale wird man hier ganz gut fündig.

Leckeres, indisches Thali bekommst du in einem kleinen Thali-Laden mit nur drei Tischen. Wenn du vom Süden des Strandes an der Straße entlang durch den Ort läufst, findest du es kurz vor der Kirche auf der rechten Straßenseite. Ansonsten gibt es in den Strand-Restaurants eigentlich immer das Gleiche. Richtig gut ist das Blue Planet Café im Wald, etwa zwei, drei Kilometer von Strand entfernt. Am besten zum ausgedehnten Frühstück hinfahren.

Für ein paar yogische Dehnübungen kannst du zu Sampoorna Yoga gehen. Ehrlich gesagt war der Unterricht nichts Besonderes, aber der Übungs-Raum ist total schön, die Stimmung gut und ich total wählerisch, was Yogaunterricht angeht.

Ausflüge nach Patnem und Palolem

Goa reisetipps

In Patnem hält man es gut auch ein paar Tage aus. Neben dem Kala Bahia ist das Bhakti Kutir nett. Ganz am südlichen Ende des Strandes gab es sehr nette Bungalows, doch leider habe den Namen vergessen.

Essenstechnisch unbedingt den Chai-Shop auschecken. Sehr indisch, man kann super frühstücken und der Chai ist zwar nicht vegan, aber lecker. Sehr süße auch das Karma Café, in dem du alles von glutenfrei bis vegan und homemade bekommst. Etwas außerhalb findest du das The Space Goa, ein Holistic Sanctuary mit Café und vielen veganen Optionen.

Wer in der Gegend ein wenig Yoga üben will, kann bei Kranti Yoga vorbeischauen. Der große Lehrer Kranti himself unterrichtet zwar nur noch Philosophie im Rahmen seiner Teacher Trainings, aber es finden täglich Vinyasa Yoga Klassen statt. Am Wochenende auf der wunderschönen Terasse mit Meerblick, unter der Woche in einem Raum am Ende der Anlage. Die Klassen würde ich Yogis mit wenig bis mittelgroßer Erfahrung ans Herz legen. Yogalehrer oder sehr fortgeschrittene Yogis sind in Anjuna oder Arambol besser aufgehoben.

Palolem ist gut zum shoppen, ich fand es aber beim letzten Mal nicht mehr so reizvoll durch die Straßen zu schlendern. Meine Freundin Laura hat aber einen tollen Rock ergattert und ich das größte Strandtuch der Welt.

Ganz wichtig zum Schluss:

Probier alles aus, was dich anspricht. Dieser Artikel ist als Ausgangspunkt gedacht, als kleine Orientierungshilfe zum Starten. Das Schöne am Reisen ist und bleibt am Ende dann doch, dass man mal keinen Plan hat, oder?

Hast du auchTipps für die Gegend? Über Ergänzungen freue ich mich!

Happy Travelling
Deine Rebecca

Meine Infos sind aus meinem Indien-Urlaub 2017. Oft ändert sich ein wenig, gerne Bescheid sagen, wenn unsere Infos veraltet sind.

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11 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Österreich oder die Schweiz stehen bei uns ganz weit oben für einen möglichen Yogaurlaub im kommenden Jahr. Weiter entfernt kommt für uns nicht in Frage, da wir erst einmal mit einem Wochenendtrip anfangen wollen, bevor wir nach Goa oder sonstwohin fliegen

  2. Ich bin gerade von 2 Wochen Retreat mit John Scott im Purple Valley zurück und bin begeistert! Goa, das PV und JS sind einfach genial! Wir haben auch mal einen Ausflug nach Old Goa gemacht, dort Museum und Kirchen besucht, einen Tempel und eine Gewürzfarm angesehen – man soll ja die Kultur nicht zu kurz kommen lassen. Immer nur am Pool/Strand herumliegen ist ja auf Dauer auch fad, und die Geschichte von Goa nicht unspannend!
    Unser Liebslingsstrang war der Palmgrove Beach – sehr exklusiv und ruhig (ist aber auch schon Saisonende) und ganz hervorragend ist das Chocolate Thali im „La Plage“ – alles nicht so typisch Indisch, aber von wunderbarer Qualität!
    Goa wird definitiv auf meiner Reisezielliste bleiben!

    1. Hey Daniah,

      thanks for your comment. Two years ago I’ve been to Gokarna and didn’t really like Kudle beach. So I would still go for Goa…

      But I am sure that many people have a great time there – it seemed so…

      XX Rebecca

  3. Hi Rebecca,

    danke für deinen Artikel! Bin gestern in Goa gelandet,nachdem ich schon 6 Wochen durch den Norden Indiens getourt bin und es ist einfach nur entspannt hier. Mit dem Roller ist wirklich der beste Weg um Goa zu entdecken. Deine Tipps für Südgoa probiere ich definitiv aus ;).

    Liebe Grüße vom Strand in Vagator!
    Anna

  4. Ich habe mich im Yogamagic Eco Retreat in Anjuna super wohl gefühlt. Wenn man neben täglichem Yoga, tollem vegetarischen Essen und Ayurveda Massagen auch noch auf eine spannende Architektur und einen klasse Pool steht ist man hier genau richtig!

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