Soft Shell #16: Softe Playlist für die Rauhnächte

Ich liebe Astrologie. Schon zu Teenie-Zeiten war ich ganz besessen davon, die Eigenschaften der Sonnenzeichen zu studieren um jeden neuen Schwarm gekonnt zu durchleuchten. Geblieben ist sie ein geliebtes Hobby, welches mal mehr oder weniger stark mein Leben bestimmt. Und dieses Jahr aber hab ich’s mir so richtig gegeben. 

>> Lesetipp: Wirf einen Blick in unsere Astro-Bookspiration

Meine wunderbare Freundin und psychologische Astrologin Giorgia Pecora, die ich vor vielen Jahren auf dem ersten Queer Healing Festival in Kreuzberg kennengelernt hatte, bot dieses Jahr wie so viele das erste mal Online-Unterricht an und so wurden meine Dienstag Abende rituell zu wahren Sternstunden. Giorgia war es auch, die mich mit ihren dunklen Augen, der wilden Lockenmähne und den langen witch nails eindringlich ansah und sagte:

„Laura, seien wir mal ganz ehrlich, du bist doch eher Krebs-Aszendent.“ 

Boom. Und schon war sie enttarnt und doch schon lange spürbar, die Krebsschale. Der Aszendent lässt sich nämlich offenbar am Äußeren erkennen: Meine runden Schultern, die weiche Hautstruktur, die melancholischen Augen und das weite Becken – sie haben mich wohl verraten. Tatsächlich ist mein ursprünglicher Löwe-Aszendent auf 0,8 Grad. Weiß man so genau, ob die Hebamme auf die exakte Geburtsminute geachtet hat? Bei den unheimlich Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, möge man es ihnen großzügig verzeihen.

Und so spüre ich mich seit der aufregenden Offenbarung in diese neue Hülle ein, meine Schale, die so gar nicht hart erscheint, sondern weicher als weich. Ich verstehe, dass die Schale als Schutzschicht fungieren möchte und dennoch: Je eindringlicher ich sie visualisiere, als desto durchlässiger enttarnt sie sich. Die Pandemie hat ihres dazu beigetragen und der Rückzug in mein kleines Zuhause sich als angenehmer safe space herausgestellt, in dem nun Raum für diese Öffnung ist. Für meine Weichheit und Gefühle, denen ich sonst gerne entwische. 

Merklich gleich sich auch meine Musikauswahl derzeit dieser soft shell an.

Geschmeidig umschmeichelnd sollen die Töne um mich sein, zärtlich wiegend und schützend. Unterstützend dabei kann es nun übrigens sein, die Rauhnächte damit zu zelebrieren. Deraltehrwürdige heidnischer Brauch, der wieder mehr und mehr zu Leben erweckt wird, zieht zum Jahresende durch die Lande und verhilft uns, das Jahr Revue passieren zu lassen und uns auf die nächsten zwölf Monate auszurichten. 

An den Rauhnächten kannst du jeden Tag ein neues Ritual vollziehen und dazu diese Playlist laufen lassen.

>> Wir haben unserem eBook Chakra Journey ein Update verpasst und ein siebentägiges Rauhnächte-Retreat mit Yoga, chanten und Ritualen für dich zusammengestellt!

Ich wünsche dir einen schönen Jahresausklang und eine ruhige Zeit für liebevolle Innenschau, möge dir die softe Musik eine Begleiterin sein für die gar nicht mal so raue Zeit. 

Alles Liebe und stay soft,

Laura

Titelbild © Womenbodiment Film

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*