Schaffenskrise? Das hilft wirklich

Die Yogalehrerinnen, Blogger, Designer, Drehbuchautoren und Künstlerinnen, ach was, eigentlich alle, die im entferntesten in kreativen Jobs arbeiten, kennen sie: Die Schaffenskrise. Jenes ideenlose Loch, das unsereins immer wieder einmal verschluckt.

Bei mir äußert sich das manchmal ganz banal als „Sch***e, was soll ich heute auf unserer Facebook-Seite posten?“ Manchmal in beharrlichem Starren auf den Bildschirm, in der Hoffnung endlich eine zündende Idee für die Überschrift des nächsten Blogposts zu haben. Alternativ bin ich von meiner eigenen Yoga-Playlist so genervt, dass ich vor der Klasse stundenlang Song hin- und herschiebe, um am Ende festzustellen, dass sie sich kaum verändert hat.

Kennst du Situationen wie diese? Momente, die sich anfühlen als hättest du dich mit dem LKW in eine Sackgasse ohne Wendemöglichkeit manövriert. Der Witz ist: Dieses innere Drama ist hausgemacht.

Könnten wir uns gelassen zurücklehnen und sicher sein, dass die Muße uns schon wieder küsst, wenn es soweit ist, hätten wir besagte Schaffenskrise wahrscheinlich ratzfatz überwunden. Können wir aber nicht. Zumindest meistens. Wichtige Deadlines, finanzielle Nöte und potenziell nörgelnde Kunden sind nicht einmal das Hauptproblem.

Es ist etwas anderes, das uns daran hindert, das einzig Sinnvolle zu tun: Zu entspannen.

Was das genau ist, ist ganz unterschiedlich. In jedem Fall sorgt es jedoch dafür, dass wir uns unwohl fühlen und auf das eigene kreative Potenzial keinen Zugriff haben. Je mehr wir es versuchen, desto schwieriger wird es mit der Verbindung zu eigenen göttlichen Kraft. Anstatt die Schaffenskrise zu bekämpfen, müssen wir das Pferd also von hinten aufzäumen und herausfinden, wo der Schuh wirklich drückt.

Als ich mich letzte Woche stark wie mit LKW in Sackgasse fühlte, stolperte ich über ein supergutes Interview mit dem promovierten Politikwissenschaftler Ralph Skuban, der sich seit vielen Jahren mit spiritueller Philosophie beschäftigt und unter anderem das Yoga Sutra des Patanjali übersetzt und kommentiert hat. Eine seiner Antworten half mir, ziemlich zackig aus meinem kreativen Loch herauszuklettern.

In 3 Schritten aus der Schaffenskrise: Ein Rezept für alle Lebenslagen

Auf die Frage, wie das mit dem Verbundensein, dem „Ganz sein“ denn funktioniert, erklärt Ralph Skuban ein Yoga-Sutra, das er selbst die Kriya Yoga Formel nennt. Sehr frei übersetzt er tapah-svadhyaya-Ishvara-pranidhanani kriya yogah (YS II.1) so, dass sich die yogaphilosophischen Worte nicht nur auf meine Schaffenskrise, sondern auf Schwierigkeiten aller Art anwenden lassen.

dr ralph skuban

  1. Tu was (Tapah = Disziplin)
  2. Lerne dich kennen (Svadhyaya = Selbststudium)
  3. Hab Vertrauen (Ishvarah-pranidhanana = Hingabe an Gott)

Lass uns dieses sensationell einfache Rezept gleich mal ausprobieren: Formuliere jetzt dein aktuelles Problem und gehe gemeinsam mit mir die drei Schritte durch. Vielleicht kommst du so dem Grund für deine Schaffenskrise ein Stückchen näher. Ich mach den Anfang und teile meine Gedanken der letzten Woche mit dir.

Mein Thema: In den nächsten Monaten stehen einige spannende Job-Projekte an. Ich will Fuck Lucky Go Happy weiterentwickeln und noch besser machen, unterrichte noch zwei Retreats dieses Jahr und werde mich außerdem Yoga-mäßig weiterbilden. Obwohl ich mich auf alles freue, schwirrt mein Kopf, weil ich nicht weiß, wo ich am besten anfangen soll. Die Folge: Ich spüre Druck und die guten Ideen lassen auf sich warten.

So sahen die drei Schritte bei mir aus.

1. Tu was: Überblick verschaffen und Platz für Neues machen

Um das Chaos aus meinem Kopf zu kriegen, musste ich es zu Papier bringen. Ein großes Blockblatt half. Alle festen Termine wurden notiert, einzelne Schritte definiert und mit kleinen To Dos geschmückt. Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass mein sportlicher Zeitplan so nicht aufgeht. Als Konsequenz haben Franziska und ich beschlossen, dem Montagsmantra eine Sommerpause zu gönnen, um uns neben dem Daily Business voll und ganz den neuen Ideen zu widmen. Außerdem habe ich eine Weiterbildung abgesagt, auf die ich mich sehr gefreut hatte.

2. Lerne dich kennen: Was liegt unter der Oberfläche?

Kaum war Platz für neue Gedanken kamen auch welche. Aber nicht die erhofften kreativen Einfälle; der innere Kritiker meldete sich zu Wort und paarte sich mit einem mulmigen Gefühl in der Magengrube: „Du kannst doch nicht einfach das Montagsmantra pausieren, die Leser lieben das so. Was ist, wenn dann keiner mehr unsere Texte liest…“ Plötzlich schillerten meine tollen Ideen nicht mehr so und ich musste mir eingestehen: Meine neuen Projekte machen mir nicht nur Freude, sondern auch Angst. Das darf ich jetzt erst einmal so akzeptieren.

3. Hab Vertrauen: Alles kommt, wenn die Zeit reif ist

Für mich keine leichte Aufgabe. Und da sind wir wieder bei der Muße und der Schaffenskrise. Zum Glück habe ich in den letzten Jahren aber eines gelernt: Die Dinge brauchen ihre Zeit. Man muss ihnen die ungestörte Entwicklung lassen. Schritt 1 und 2 bewahren davor, lethargisch rumzusitzen. (Man kann Vertrauen nämlich auch mit Verweigerung verwechseln). Wenn du bei Punkt 3 ankommst, ist es an der Zeit zu vertrauen, dass es kommt, wie es kommen muss. Manchmal ist das schwierig zu verstehen, aber so ist das nun einmal, wenn man es mit dem Göttlichen zu tun hat.

In Bezug auf die aktuelle Situation heißt das für mich: Ich vertraue, dass du uns auch in der Montagsmantra-Pause auf Fuck Lucky Go Happy erhalten bleibst. Ich vertraue, dass sich mir die nötigen Schritte im richtigen Moment offenbaren, die Ideen fließen und meine neuen Projekte so erfolgreich werden, wie ich es mir wünsche. Dabei sage ich mir immer wieder: Alles passiert FÜR mich. Und immer, wenn ich mir das selbst nicht glaube, gehe ich auf die Yogamatte oder zur Meditation. Oder rufe jemanden an, der ganze klar sehen kann, dass alles klappen wird. Denn danach sieht die Welt meistens schon wieder ganz anders aus.

Du siehst schon. Hinter so einem kreativen Loch steckt oft viel mehr als wir meinen. Deshalb ist die Suche nach Inspiration im Außen auch selten erfolgreich, wenn wir uns nicht das Innen auch ansehen. Und das Schöne ist: Wenn man herausfindet, was hinter der Schaffenskrise steckt, wird es einem gleich viel leichter ums Herz. Und das ist es doch, was wir gerade im Sommer so besonders gut brauchen können.

Dein Montagsmantra: Tu was. Lerne dich kennen. Hab Vertrauen!

Und vor allem einen schönen Sommer. Wir bleiben dir natürlich erhalten. Live in Berlin, denn da ist der Sommer ja ganz gut. Nur das Montagsmantra darf sich ausruhen. Frische Beiträge vom ganzen Team gibt es natürlich wie gewohnt. Was wir heimlich im stillen Kämmerlein ausbrüten, das wirst du bald erfahren.

Sei gespannt!

Unterschrift XOXO Rebecca_pink

 

 

 

 

 

 

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20 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Rebecca,

    ich freue mich schon sehr, auf euer neues Projekt und kann sehr gut nachvollziehen, dass das Montags Mantra mal eine Pause machen wird. Ich denke, dass es alle verstehen werden, dass solch eine Entscheidung manchmal getroffen werden muss. Dafür freuen wir uns doch um so mehr, wenn es wieder da ist.
    Viel Glück und Spaß für euer neues Projekt und ganz liebe Grüße.
    Pe :-)

  2. Danke!
    Auch bei mir kam das Mantra genau zur rechten Zeit…
    Habe mir direkt den Punkt „Tu was“ rausgefischt und was getan :-)
    happy week & happy summer!

    Ina

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  3. Wie so oft, trifft euer Montagsmantra bei mir gerade ins Schwarze! Das Yoga Sutra ist wirklich eine großartige Quelle! Ich bevorzuge die Übertragung von Desikachar :-) da heißt es auch passend: Klärung, Selbstreflexion und Akzeptanz!

    Natürlich werde ich die Montragsmantras vermissen, aber dann lese ich eben den Sommer über am Montag die alten, archivierten Montagsmatras nochmal. ;-)

    Dir und euch wünsche ich viel Glück und gutes Gelingen mit all euren Aktivitäten und Plänen! Bin auch gespannt, was ihr Schönes ausbrütet!

    Herzliche Grüße und Sommerliche Wünsche
    Anne

  4. Auch ich bin sehr gespannt auf eure neuen Projekte und werde sehnsüchtig auf deren Enthüllung und natürlich auf das nächste Montagsmantra nach der Sommerpause warten!
    Bis dahin wünsche ich euch von Herzen ganz viel Erfolg, Spaß und Muse!

  5. Hallo Rebecca,

    dass ist richtig! Genießt den Sommer, in der Sonne sitzend- bei einem Cocktail, entwickelt neue Ideen und wir als eure treuen Leser des Montagsmantra sind dann wieder ganz gespannt. Denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Viel Spaß und eine gute Zeit wünscht euch Kerstin

  6. Liebe Rebecca,
    ein tolles, ehrliches und inspirierendes Montagsmantra. Danke! Selbst wenn Montage ohne Montragsmantra anders sein werden und ich euch an dieser Stelle missen werde, finde ich es mutig, dass ihr diesen Schritt wagt und dem Montagsmantra eine Sommerpause gebt. Ich werde euch weiterhin lesen, bin gespannt auf eure neuen Projekte und würde mich nach wie vor freuen, wenn ihr mal was in der Algarve organisieren würdet :-)

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  7. Viel Erfolg für die neuen Projekt. Eure Leser werden euch ganz sicher erhalten bleiben. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, an was ihr arbeitet und bleibe euch in freudiger Erwartung treu :-)

    1. Ich habe die Webseite heute irgendwie „wiederentdeckt“ und ich finde solche Veränderungen doch immer sehr spannend. Also ich bleibe auf jeden Fall jetzt in Zukunft als Leserin dabei ;) und bin gespannt, was ihr neues ausheckt und in der Zwischenzeit werde ich mich ausgiebig mit den Alten auseinandersetzen.

      Den dritten Schritt empfinde ich übrigens auch immer als am schwierigsten, das Durchhalten, das Vertrauen darauf, dass es mit der Zeit richtig wird. Wir wollen heutzutage eben (leider) immer alles gleich und sofort und am besten gestern schon haben. Da ist das doch mal genau das richtige Mantra, wie ich finde ;)

      Euch viel Spass und Erfolg erst mal

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