Meditieren lernen: Ein Guide für Anfänger

Sogar die Wissenschaft, die definitionsgemäß eher wenig mit unserem geliebten Esokram am Hut hat, bestätigt regelmäßig, dass Meditation bei allerlei Leiden hilft. Zum Beispiel bei Stress, Depression und Angststörungen oder auch bei Bluthochdruck. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass regelmäßiges Meditieren meine innere Dramaqueen vor übermäßigem Drama bewahrt und selbst den flatterhaftesten Geist auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Was die meisten von uns zurückhält, endlich mich dem meditieren zu starten, ist die Frage „Wie richtig meditieren lernen?“ Deshalb kommt hier mein Blutiger-Anfänger-Guide für dich.

Meditieren lernen – eine Anleitung für Beginner

Was du vorher wissen solltest:

  1. Take it easy! Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und starte mit 5 Minuten. Du kannst dein Pensum jeden Tag nach oben korrigieren. Es ist ganz normal, dass Gedanken durch deinen Kopf schießen. Meditieren bedeutet, den Geist zu beruhigen und zu sammeln und nicht von Anfang an in transzendentaler Stille zu versinken.
  2. Steck dir ein Ziel! Mach einfach eine sieben Tage Challenge aus deinem Meditationsvorhaben und erzähle deinen Freunden oder deiner Familie davon. Meinetwegen auf auch Facebook. Das verpflichtet und es ist gut konkrete Ziele im Auge zu haben. Verlängern kannst du immer.
  3. Setze eine Zeit fest! Gut ist gleich nach dem Aufstehen, da ist der Geist noch nicht so geschwätzig. Raus aus dem Bett, einen Schluck Wasser trinken, Zähne putzen und ab aufs Kissen. Meditiere am besten jeden Tag am gleichen Ort in deiner Wohnung – und ganz wichtig – nicht im Bett. Da schläft man nur wieder ein.
  4. Hol dir eine Meditationsapp! Wir lieben Headspace. Oder einfach die Gong-App, deren Klang schöner ist, als der Timer im Handy.
  5. Wenn du einen Tag mal nicht aufs Kissen gehst, mach einfach am nächsten Tag weiter und verlängere deine Challenge um einen Tag nach hinten. Mach dir bewusst, dass das ein bisschen geschummelt ist, aber was soll’s? Allemal besser als komplett aufzugeben.

Die Mantra-Meditation: Meditieren lernen easy peasy

Die Mantra Meditation ist eine einfache aber sehr wirkungsvolle Meditationstechnik. Synchron zum Atemrhythmus wiederholt man ein bestimmtes Mantra. Das Mantra kannst du dir selbst aussuchen. Im Jivamukti Yoga wird zum Beispiel das Mantra „Lass los!“ benutzt. Du kannst aber jedes beliebige Wort verwenden, oder ein Sanskrit-Mantra, dessen Bedeutung du magst.

Die Mantra-Meditation erfolgt in drei Schritten:

1. Finde einen Sitz, in dem du die nächste Zeit bequem sitzen und die Wirbelsäule gut aufrichten kannst.

2. Lass alle Bewegungen zur Ruhe kommen und sei still.

3. Konzentriere dich auf deinen Atem, den du von ganz alleine kommen und gehen lässt, ganz entspannt. Dann wiederhole dein Mantra lautlos im Kopf: Einatmen lass, ausatmen los, einatmen lass, ausatmen los…

Wenn jetzt die Stimmen in deinem Kopf sofort zum Plappern anfangen, registriere das und versuche einfach, dich wieder auf dein Mantra und die Atmung zu fokussieren.

That’s it! Das machst du, bis der Gongschlag ertönt.

Wenn du willst, kannst du jetzt aufschreiben, wie es dir bei der Meditation ergangen ist. Ein Meditationstagebuch ist ganz schön, um die eigenen Fortschritte beim Meditieren zu dokumentieren.

So, jetzt weißt du, wie man meditieren lernt und kannst direkt loslegen! Wann startet deine Challenge?

Halt mich auf dem Laufenden,

xoxo Rebecca

Quelle Titelbild Jiuck via Compfight cc

9 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. super artikel, passt gerade wie die faust aufs auge – versuche gerade (wieder), aus dem meditieren eine angewohnheit zu machen. ich finde übrigens auch den samathi meditation timer prima, gibts im app store, obs ne android-version gibt, weiß ich leider nicht…
    alles liebe! melanie

  2. Cooler Artikel. Wollte ihn gleich mit meinen Freunden teilen, allerdings verlinkt die URL nicht auf euren Blog, sondern direkt zum App-Store, wo man sich die Achtsamkeits-App runterladen kann. Schade!

  3. Ich interessiere mich schon länger für Meditation, habe aber auch schon öfter gelesen, dass das Angststörungen verschlimmern soll, deswegen habe ich mich bisher nicht getraut, aber mit Deiner Anleitung werde ich das mal ausprobieren!! :-) Schöne Feiertage!!

    1. Liebe Franziska,

      im Zweifel würde ich das einfach mal mit einem Arzt oder Psychologen besprechen. Allerdings kenne ich viele Menschen, deren Angststörungen bzw. Depressionen sich durch Yoga und Meditation verbessert haben. Toll, wenn du es versuchst, aufhören kann man ja immer ;)

      Alles Liebe
      Rebecca

  4. Hi Canonico,

    erst einmal schön, dass du uns gefunden hast.

    Und ja, du hast total recht: Wir wollen mehr für Männer machen. Wie hier zum Beispiel: https://www.fuckluckygohappy.de/7-dinge-die-maenner-vor-ihrer-ersten-yogastunde-wissen-sollten/.

    Aber: Wir sind halt keine Männer. Problematisch, da wir ja sehr persönlich und viel über eigene Erfahrungen schreiben. Außerdem sind 80 Prozent unserer Leserinnen weiblich.

    Trotzdem: Abgesehen von Style und Beauty sind die Inhalte ja auch super für Männer geeignet. Und konkrete Themenwünsche gerne per Mail an uns senden! Oder uns einen schreibbegabten Mann als Gastautor vermitteln ;)

    Liebe Grüße und trptzdem viel Spaß beim Lesen,
    Rebecca

  5. Hey. Werde damit jetzt auch mal anfangen.
    Habe lange nach einer Seite wie eurer gesucht und endlich gefunden!!!

    Habe auch schonmal ein Yoga-Seminar mitgemacht, war auch sehr schön. Wirkt bei mir mediativ auch Wunder.

    Finde es aber doch ein bisschen Schade, dass eure Seite komplett auf weibliche Besucher ausgelegt zu sein scheint, wo ich mich eher zu den männlichen zähle ;)

  6. oh toll, ich wollte es auch schon lange mal probieren, aber stand vor besagtem problem – wie anfangen?
    heute abend geht es los. als morgenmuffel ist morgens noch eine nummer zu viel ;)

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