Workshops mit Sangeeta Lerner: Yoga und kulturelle Aneignung

Wie kann ich Yoga unterrichten, ohne kulturell anzueignen? 

Wie finde ich einen wertschätzenden, respektvollen Umgang mit den Wurzeln des Yoga? 

Wie schaffe ich in meinen Klassen einen Raum, der für alle Menschen sicher ist? 

Falls du dir diese oder ähnliche Fragen schon einmal gestellt hast, bist du in Sangeeta Lerners Workshop Yoga & kulturelle Aneignung richtig. Im Rahmen eines Online-Tagesworkshops setzen wir uns gemeinsam mit der Frage auseinander, wie wir die Weisheit des Yoga nutzen können, um Yoga-Räume zu schaffen, die vielfältig und offen für alle sind. 

Warum dieser Workshop? 

Seit Sangeeta 2013 von Mumbai nach Berlin gezogen ist, hat sie die Art und Weise irritiert, wie Yoga hierzulande repräsentiert wird. In der Yoga-Szene fühlte sie sich als südindische Yogalehrerin lange nicht zugehörig und ging zu den kommerzialisierten Studios lieber auf Abstand. Erst als sie begann, in einem Nachbarschaftszentrum Yoga zu unterrichten, fand sie das, was für sie das Herz des Yoga ausmacht: Einen Ort, an dem alle Kulturen, Generationen und Geschlechter willkommen sind. Doch das ungute Gefühl in der Yogaszene blieb – und der Wunsch wurde immer stärker, das Westliche Bild von Yoga zu korrigieren. 

In diesem Workshop geht es nicht darum, zu kritisieren und zu theoretisieren. Vielmehr kreieren wir einen Raum, in dem du herausfindest, wie du Yoga respektvoll leben und lehren kannst. Alles zusammen soll dafür sorgen, den Dialog über kulturelle Aneignung und Kolonialisierung zu öffnen, um schließlich mit Hilfe der Yoga-Praxis Veränderung und Befreiung für alle zu realisieren. 

Für wen ist der Workshop geeignet? 

Der Workshop richtet sich an alle Menschen, die sich für soziale Gerechtigkeit und kulturelle Aneignung im Zusammenhang mit Yoga interessieren. Besonders Yogalehrende finden Anregungen, wie sie Yoga mit Respekt für seine Wurzeln und Herkunft unterrichten können. 

Wie läuft der Workshop ab? 

Der Workshop findet Online statt und gliedert sich in zwei Teile: In der Vormittags-Session geht es darum für Machtverhältnisse, die in der Gesellschaft, aber auch in der Yogawelt bestehen zu sensibilisieren. Wir beschäftigen uns mit Privilegien und damit, wie sich diese im Alltag zeigen. In der Mittagspause hast du Zeit, das Gelernte zu reflektieren. Am Nachmittag führen wir unsere Erfahrungen zusammen und entwickeln erste Ansätze, wie zur Dekolonialisierung der Yoga-Welt beitragen können und wollen. 

Termine, Kosten und Anmeldung: 

Aktuell ist ein Termin für Yoga & kulturelle Aneignung geplant: 

  • Sa, 10. Dezember 2022: 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17:30 Uhr 

Der Workshop findet Online via Zoom statt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro.

Um dich anzumelden, schreib Sangeeta über das Kontaktformular.

Noch Fragen? 

Wenn du unsicher bist, ob der Workshop für dich geeignet ist, wende dich gerne an Sangeeta.

Titelbild: Vanessa Mertens

Ein Kommentar / Schreibe einen Kommentar

  1. Eine Website, die sich selbst „Fuck Lucky Go happy“ zu deutsch „Ficke sorglos – sei glücklich“ heißt und über Yoga schreibt – betreibt eine extreme Form der kulturellen Aneignung und Respektlosigkeit. Yoga ist für Inder etwas Heiliges. Das im Kontext mit ficken zu nennen ist für viele Inder sehr kränkend.
    Es mag sein, dass die Betreiber vorgeben zu glauben, dass „Fucking“ eher „Loslassen“ heißt. Die im Englischen wörtliche Übersetzung ist aber eine vulgäre Bezeichnung für Geschlechtsverkehr. In diesem Kontext über Yoga zu berichten und so Yoga in einen ganz anderen Kontext zu bringen als von Indern beabsichtigt, ist eine Fom der respektlosen kulturellen Aneignung.
    Ich hoffe, dass die Betreiber dieser Website in sich gehen, mit Yoga als heiligem indischen Kulturgut respektvoll umgehen, und die Seite umbenennen. Danke schön

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