Meditationskissen: Alles über Höhe, Füllung, Kauf und Anwendung

Meditationskissen ist nicht gleich Meditationskissen: Es gibt zahlreiche Formen, Größen, Füllungen und Designs, und sie sind alle vielseitig einsetzbar – auch über die Meditationspraxis hinaus. 

Vielleicht genießt du die Vorzüge von Meditationskissen in deinem Yogastudio und möchtest dir nun eins für zuhause kaufen? Hier findest du alles, worauf du achten solltest, verschiedene Meditationskissen für unterschiedliche Bedürfnisse und wertvolle Tipps zum Üben.

In diesem Artikel erfährst du: 

  • welches das beste Meditationskissen ist
  • wo du gute Meditationskissen kaufen kannst
  • welche unterschiedlichen Meditationskissen es gibt
  • warum du dir ein Meditationskissen zulegen solltest
  • wie du die richtige Größe, Form und Füllung des Meditationskissens für dich herausfindest
  • wie du das Meditationskissen nutzt

Quick-Check: Diese Meditationskissen kannst du sofort kaufen

  • Der Testsieger: Schlicht, schön und nachhaltig ist das Meditationskissen Mod – Natural Linen* von Halfmoon
  • Günstig Alternative: #DoYourYoga-Kissen* über Amazon
  • Alternativ: Wunderschöner, cooler Print von Goldwerk SchlierseeWilde Wiese* Meditationskissen

Welches ist das beste Meditationskissen? Größe, Form und Füllung

Die Frage nach dem besten Kissen ist nicht pauschal zu beantworten, da es auf deine individuellen Bedürfnisse und Wünsche ankommt. Wie groß bist du? Ist dein Körper besonders flexibel? Hast du Knie- oder Hüftprobleme? Drückt der untere Rücken schnell? All das sind Faktoren, die in die Entscheidung für das richtige Kissen einfließen. 

Und auch wenn du Yoga- oder Meditations-Anfänger*in bist, brauchst du vielleicht ein anderes Kissen, als erfahrene Praktizierende.

Wo gibt es schöne Meditationskissen?

Du findest schöne und nachhaltige Meditationskissen über unsere Lieblings-Anbieter Avocadostore* und greenyogashop* – beide haben eine große Auswahl fair produzierter Meditationskissen, die nicht nur ihren Zweck erfüllen, sondern auch toll aussehen und lange halten.

Du magst es schlicht aber möchtest Farbe? Lotuscrafts* hat zahlreiche unterschiedliche Farben und Formen, wie dieses dunkelrote Kissen mit abgerundeten Ecken*, genannt Zafu.

Noch schlichter und natürlicher kommt das klassische Kissen Mod* von Halfmoon* aus natürlichen Leinen daher. Daneben hat Halfmoon* wunderbar sanfte Prints und Farben, alle mit einem leicht edlen touch, wie zum Beispiel dieses halbmondförmige, flache Kissen*.

Sanft und chic, aber trotzdem bunt: kräftige Farben* gibts bei nahtur-Design*.
Die Marke Lotus Design* bietet neben Meditationskissen auch Meditationsmatten* in verschiedenen Farben und Prints an.

Oder bist du mehr Typ knallig und auffällig? Dann wirst du bei Goldwerk Schliersee* garantiert fündig. Die Prints erinnern fast an Gemälde und sind so schön, dass die Entscheidung echt schwer fällt.

Kunstvoller Print Wilde Wiese* von Goldwerk Schliersee über Avocadostore

Auch bei Hiphip-Hurra* gehts bunt zur Sache, allerdings wird es hier noch verspielter, wie mit den Kissen Faultier* oder Pilzwald*.

Viele schöne Prints* von HipHip-Hurra über Avocadostore

Von Lotuscrafts* gibt es außerdem eine Variante in extra hoch (20cm)*, was besonders schonend für die Hüftgelenkte und den unteren Rücken ist. Das Kissen ist in zahlreichen Farben erhältlich.
Ein außergewöhnliches Bonbon auf unserer Liste sind außerdem die Meditationskissen von Manufaktura Apollonia, die aus upgecycleter Altkleidung gefertigt werden; jedes Stück ist ein Unikat.

Welche verschiedenen Yoga-Kissen gibt es?

Vier basic-Faktoren unterscheiden die Kissen: Die Größe, die Höhe, die Form und die Füllung. Die Höhe variiert in der Regel zwischen 10 und 20 cm. 

Die gängigsten Formen sind die bereits erwähnte Zylinderform* sowie die Halbmondform*. Daneben gibt es rechteckige*, häufig als kleinere travel-Variante*, runde mit abgerundeten Sitzkanten, Zafu* genannt, oder auch große rechteckige Zabutons*, die mehr einer Matte gleichen und zur Auspolsterung der Knie ideal sind.

Je nach Form kann auch das Yoga-Bolster, ein längliches, größeres Yoga-Kissen zur Unterstützung verschiedenster Asanas, als Sitzunterlage während der Meditation genutzt werden. 

>>Lesetipp: Yoga Zubehör und Hilfsmittel – So setzt du Block, Bolster und Decke sinnvoll ein

Wie hoch sollte das Meditationskissen sein?

Bei der Höhe des Kissens kommt es zunächst auf deine Körpergröße an. Bist du unter 1,70, reichen vermutlich 10cm. Liegt deine Größe zwischen 1,70 und 1,80 passen vermutlich 15cm. Bist du größer als 1,80, probier mal 20 cm.

Bei all den Zahlen wird von einer durchschnittlichen Flexibilität ausgegangen; hast du besonders enge Hüften oder Rückenprobleme, solltest du auf jeden Fall auf höhere Varianten zurückgreifen. Bist du Anfänger*in oder unentschlossen, empfehlen wir dir auf jeden Fall ein hohes Kissen – je höher es ist, desto bequemer sitzt du.

Praktisch: In der Regel können Meditationskissen leicht nachgefüllt bzw. entleert werden, dass heißt, du kannst sie deinen individuellen Bedürfnissen anpassen – die sich logischerweise mit der Zeit ändern können.

Welche Füllung ist die beste?

Kapok oder Dinkel? Hirse oder Buchweizen? Es gibt zahlreiche Füllungen, die alle ihre eigenen Vorteile mit sich bringen. 

  • Dinkelspelz ist mit die gängigste Füllung von Yoga-Kissen. Dinkel ist nicht sonderlich schwer, aber trotzdem relativ fest und passt sich sehr gut dem Körper an. Allerdings verliert er nach einer Weile an Substanz und sollte bei Bedarf nachgefüllt werden. Auch macht das Material bei Bewegung Geräusche, was so manche ablenken kann.
  • Kapok ist bekannt als sogenannte Pflanzendaunen. Es ist weicher und bequemer als die Getreide-Varianten, dafür aber trotzdem elastisch und stabil. Außerdem ist es wasserabweisend, relativ leicht und super für Allergiker*innen. Allerdings sollte man Kapok-Kissen regelmäßig gut aufschütteln.
  • Hirsespelz ist noch etwas härter als Dinkelspelz, dabei gleichzeitig elastisch. Die Füllung passt sich damit ebenso gut an deinen Körper an und ist zusätzlich geräuscharm, wärmespeichernd und atmungsaktiv. 
  • Buchweizenspelz fällt auch in die Kategorie hart, speichert aber daneben gut Wärme, ist besonders atmungsaktiv und macht keine Geräusche. Außerdem ist es sehr gut für Allergiker*innen geeignet, da Buchweizen Staub abweist. Es ist schwerer als Dinkelspelz.
  • Daneben gibt es etwas weniger gängige Füllungen wie Kirschkerne, hart und sehr lange haltbar, oder Schurwollnoppen, Wollkügelchen aus Schaffell, die besonders weich und wärmend, aber weniger stabil sind.

Spelz-Füllungen sind die gängigsten und wir können sie uneingeschränkt empfehlen. In jedem Fall gilt: Ein gutes Kissen ist in der Regel mit einem Naturmaterial gefüllt!

Wie finde ich das richtige Meditationskissen?

Es klingt platt, aber: ausprobieren! Nimm deine Körpergröße und deine persönliche Konstitution als Ausgangspunkt, aber nagele dich nicht darauf fest. Das Kissen sollte bequem sein, dir aber gleichzeitig genug Halt und Stabilität verleihen – und das ist bei jeder Person anders. 

Frag dich auch, wo deine Prioritäten liegen. Brauchst du möglichst viel Komfort? Soll es so hart sein, dass auch intensive Dehnhaltungen damit möglich sind? Möchtest du es auch mal flexibel mit ins Studio oder auf Reisen mitnehmen können?

Meditationskissen kaufen: Was kostet ein Meditationskissen?

Die Preisspanne pro Kissen liegt in der Regel zwischen 30€ und 60€, zum Beispiel bei unserem Lieblings-Anbieter greenyogashop*: Dort findest du eine große Auswahl an unterschiedlichen Yoga-Kissen, die wir alle selbst nutzen. 

Amazon* ist auch hier mit günstigeren Alternativen ab 20€ ausgerüstet; eine Investition in eine teurere, aber nachhaltigere Variante lohnt meines Erachtens in den meisten Fällen mehr.

Was ist der Unterschied zwischen einem Meditationskissen und einem Yoga-Kissen?

Beim googeln fällt auf: Beide Begriffe meinen meist unterschiedliche Dinge, werden aber gleichzeitig auch synonym benutzt. Die Wahrheit liegt, wie so häufig, dazwischen.

In der Regel ist ein Meditationskissen halbmond- bzw. zylinderförmig und wird zur Meditation eingesetzt. Yoga-Kissen, auch genannt Yoga-Bolster, kommen dagegen in allen möglichen Formen daher und finden Gebrauch als Hilfsmittel für unterschiedlichste Asanas, vor allem im Restorative oder Yin Yoga

Aber natürlich sind die Grenzen fließend: Du kannst immer ein Meditationskissen zur Modifikation während der Asana-Praxis nutzen und es zum Yoga-Kissen machen, und umgekehrt wird ein Yoga- genauso leicht zum Meditationskissen. 

Für was braucht man ein Meditationskissen?

Wie der Name schon suggeriert, wird ein Meditationskissen in erster Linie bei der Meditation genutzt, um dem Körper die unterschiedlichen Sitzpositionen angenehmer zu gestalten.

Verharrst du lange in einem Sitz, sind steife Rücken und Glieder, gerade als Anfänger*in, vorprogrammiert. Erhöhst du deinen Sitz mit einem Meditationskissen, sinken deine Knie automatisch unter deine Hüften; das bewirkt, dass du deine Wirbelsäule besser aufrichten kannst, und deine Knochen, Muskeln und Blutbahnen weniger gekrümmt bzw. gestaucht werden. So beugst du nicht nur Rückenschmerzen vor, sondern förderst auch die Durchblutung und deine Beine schlafen weniger schnell ein.

Eine gut aufgerichtete Wirbelsäule soll laut Yoga-Tradition auch wie eine Antenne für deine Energie funktionieren: So kann Prana, die Energie, am besten von unten nach oben fließen, was im yogischen Energiemodell die Erleuchtung begünstigt. 

Ein bequemer Sitz fördert außerdem deine Konzentration – natürlich ist es einfacher, sich auf den Atem zu konzentrieren und der gewünschten Leere im Kopf näherzukommen, wenn nicht alles am Körper zwickt und zwackt!

Wie du das Meditationskissen für die Meditation nutzt

Oder: In welcher Haltung meditiert man?

Der bevorzugte Sitz ist häufig hüftöffnend, wie der Schneidersitz (sukhasana) oder die vollkommene Sitzhaltung (siddhasana), bei der die Füße in der Regel Ferse vor Ferse vor dem Schambein platziert werden. Du kannst das Meditationskissen aber auch zur Unterstützung im Heldensitz (virasana) nutzen.

Meditationskissen und Asana: Alternative Einsatzmöglichkeiten

Das Meditationskissen ist, gleich anderen Yoga-Kissen, auch in der Asana-Praxis vielseitig verwendbar. Hier einige Inspirationen:

  • Yin und Restorative Yoga: In den passiven Yogastilen wird ja bekanntlich nicht mit Hilfsmitteln gespart, und so kommt auch das Meditationskissen gut und gerne zum Einsatz, um die Intensität aus einer Haltung herauszunehmen und sich vollständig entspannen zu können. In der sitzenden Vorbeuge (paschimottanasana) kannst du deine Stirn zum Beispiel auf dem Kissen ablegen, wenn die Knie zu weit weg sind.
  • Block-Ersatz: Hast du gerade keinen Block zur Hand? Prima, ein Meditationskissen lässt sich gut zweckentfremden, wenn du mal den Boden näher ranholen möchtest. Vielleicht sind dir in bestimmten Positionen die Blöcke auch zu hart, dann eignet sich ein (härteres) Kissen ebenso gut.
  • Stütze bei Umkehrhaltungen: Ein Meditationskissen kann dich sanfter stützen als deine Hände oder ein Block, z.B. in der unterstützten Schulterbrücke (ardha urdhva dhanurasana) oder viparita karani, eine dem Schulterstand ähnliche, aber passive, Umkehrhaltung.
  • Herausforderung bei Balance-Haltungen: Wenn du die Schwierigkeit suchst, kannst du Balance-Haltungen extra tricky machen, indem du dich auf ein Meditationskissen stellst, z.B. im Baum (vrikshasana) oder im Krieger 3 (virabhadrasana III).

>>Lesetipp: Travel-Mats – Die besten Reise-Yogamatten im Test

Was braucht man als Yoga-Anfänger*in?

Auch hier wieder der Verweis auf deine Konstitution: Bist du zwar Anfänger*in, aber durchaus sportlich und flexibel? Dann wird ein niedrigeres Meditationskissen vermutlich ausreichen. Eine konkrete Regel existiert nicht.

Durchschnittlich verfügen Anfänger*innen aber über eine weniger bewegliche Hüfte, sodass ein höheres Kissen, idealerweise mit einer leicht nach vorne geneigten Sitzfläche, sich anbietet; das macht die Hüftöffnung und Rückenaufrichtung leichter.

Du interessierst dich für den Einsatz von Hilfsmitteln bei der Yogapraxis? Dann schau dir diese weiteren Artikel auf Fuck Lucky Go Happy an: 

Du möchtest dir nun auch ein Meditationskissen kaufen? Hier geht es zu unseren Favoriten*.

Häufig gestellte Fragen zu Meditationskissen: 

Für was braucht man ein Meditationskissen?
Ein Meditationskissen erleichtert das lange, statische Sitzen während der Meditation, indem es hilft, das Becken nach vorne zu kippen und den Rücken aufzurichten. Darüber hinaus ist es bei der Asana-Praxis ebenso als Hilfsmittel einsetzbar.

Welches ist das beste Meditationskissen? 

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, da dies von deiner Körpergröße, deiner Flexibilität, etwaigen Verletzungen oder Einschränkungen, sowie persönlichen Vorlieben hinsichtlich Gebrauch abhängt. Mit einem gängigen runden mit mittlerer Höhe (15cm) kannst du allerdings wenig falsch machen. Auf greenyogashop* findest du viele weitere Varianten, die wir alle empfehlen.

Welches Meditationskissen für Anfänger*innen? 
Auch das hängt von deiner Körpergröße, bestehenden Flexibilität oder etwaigen Einschränkungen ab. Da Anfänger*innen meist weniger Hüftöffnung haben, bietet sich häufig ein hohes Kissen an.

Welche Alternativen zum Meditationskissen gibt es?
Neben dem Meditationskissen gibt es das Zabuton, eine dicke Meditationsmatte*, die deine Knie auspolstert, oder die Meditationsbank*, auf der du quasi im Heldensitz sitzt (Gesäß auf Bank, Füße darunter). Natürlich kannst du auch einen Yoga-Block, eine Yoga-Decke* oder feste Sofakissen als Unterlage benutzen.

Titelbild ©
Die restlichen Bilder © greenyogashop und Avocadostore

Die mit * markierten Links sind Affiliate- bzw. Tracking-Links. So erhalten wir eine kleine Provision, wenn du ein Produkt kaufst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*