Kurz vor Weihnachten flatterte eine Mail von Tchibo mit einer Kooperationsanfrage ins Haus. Ob wir Lust hätten, die neue Yoga-Klamotten-Kollektion zu testen und Teil der Kampagne „Mehr Zeit für mich“ zu sein.

Wir mussten breit grinsen. Seit Wochen waren wir, entgegen aller Pläne, dieses Jahr die stille Zeit wirklich in Stille zu verbringen, nur noch am To-Do-Listen abarbeiten. In diesem Zustand sollten wir unsere Entspannungs-Expertise walten lassen? Ob die Mail von Tchibo ein Zeichen des Universums oder einfach eine geschickte Marketing-Strategie war, wer weiß? Jedenfalls tat es uns gestressten Hühnern sofort gut, zu überlegen, wie das mit der Me-Time im neuen Jahr besser klappen könnte.

Bevor wir uns Tipps und Storys widmen, haben wir eine wichtige Frage für dich.

Denn Hand aufs Herz: Theoretisch wissen wir alle, wie wir den Tag besser organisieren könnten. Nimm dir gerne etwas Zeit, um eine ehrliche Antwort zu finden:

Warum gerätst du immer wieder in Stress?

Neigst du dazu, dich zu übernehmen? Willst du es allen recht machen? Fühlst du dich nur  wichtig, wenn du super-busy bist? Sehnst du dich wirklich nach Zeit für dich? Oder weichst du (unbewusst) unangenehmen Gedanken aus, die in der Ruhe auftauchen könnten?

Bevor du dir darüber im Klaren bist, was dein persönliches „Stress-Thema“ ist, werden Entspannungs-Strategien auf lange Sicht nicht funktionieren. Erst wenn du deine Verhaltensmuster kennst, kannst du aktiv daran arbeiten, sie aufzulösen. Manchmal erledigt sich der äußere Stress von alleine, wenn wir dem zugrunde liegendem Thema Aufmerksamkeit schenken. Falls nicht, kannst du es mit diesen Strategien.

Unsere Best-Practice-Tipps für mehr Me-Time

Du willst mehr Zeit für dich? Dann sage „Nein“ zu anderen! Fakt ist: Wir können uns nicht vierteilen. Überlege dir deshalb gut, was du mit deiner wertvollen Zeit machst. Das heißt wahrscheinlich, dass du Verabredungen absagen, Einladungen ablehnen oder das Telefon ausschalten wirst. Das ist in Ordnung. Nur wenn du dich gut um dich selbst kümmerst, kannst du voll und ganz für andere da sein.

Halte dich vom Zeitfresser Social Media fern. So sehr wir das Internet lieben, so sehr macht es uns manchmal das Leben schwer. Denn „always on“ heißt auch niemals alleine. Wie viele Bücher hättest du anstelle von mehr oder weniger sinnfreien WhatsApp-Chats oder Facebook-Posts lesen können? Wir eine halbe Bibliothek. Die Faustregel zum Zeitsparen lautet: Zweimal am Tag je 30 Minuten Social Media. Wenn dir das als Online-Junkie nicht gelingt, helfen diese Tools bei der Selbstkontrolle.

Setze dir eine Aufgabe für den Tag. Und zwar am Abend vorher. Erledige diese wichtige Aufgabe bevor du dich anderen To-Dos oder deinen Emails widmest. Auf diese Weise vermeidest du, dass du den Tag mit Kleinkram vertrödelst und am Abend das Gefühl hast, nichts Ordentliches getan zu haben. Übrigens: Seit Franziska diese Strategie anwendet, hat sie regelmäßig um 16 Uhr Feierabend.

Verabrede dich mit dir selbst. „Ich mach das fix fertig und dann chille ich eine Runde!“ Du kennst diesen Satz von dir? Dann weißt du auch, wie oft die aufgeschobene Entspannung ganz unter den Tisch fällt. Was dagegen hilft: Vereinbare regelmäßige Dates mit dir selbst. Egal ob du dir einen ganzen Tag in der Sauna, eine halbe Stunde in deinem Lieblingscafé oder zehn Minuten für deine Morgenroutine gönnst, trag dir deinen Termin mit dir selbst wie ein Meeting in den Kalender ein. Wenn die Zeit gekommen ist, sei so verbindlich dir selbst gegenüber wie du es dir von einem Gegenüber wünschen würdest.

Überprüfe, wie du Situationen bewertest! Wen interessiert es, ob die Wäsche heute oder morgen gewaschen wird? Ob der Facebook-Post noch vor 13 Uhr online geht? Oder ob das Reporting für Kunden XY zum Monatsende fertig ist. Die wenigstens von uns operieren am offenen Herzen! Deshalb: Lass Fünfe auch mal gerade sein und nimm dir die Pause dann, wann du sie brauchst.

Die wichtigste Regel zum Schluss: Probiere aus, was für dich funktioniert!

Wir probieren seit vielen Jahren, den für uns perfekten Lifestyle zu kreieren. Die Anti-Stress-Tipps haben sich für uns bewährt und sollen dir Anregungen geben, dich mit dem Thema zu beschäftigen. Natürlich ist uns klar, dass unsere Lebenssituationen ganz unterschiedlich sind. Deshalb erzähle uns in den Kommentaren, wie du am besten runterkommst.

Wir machen den Anfang und verraten dir, wie wir die Tipps im Alltag umsetzen.

Rebeccas Instant-Relax-Tipp: Couch-Asana

Vielleicht klingt das für dich verrückt. Yoga ist schließlich der Inbegriff von Entspannung! Ich gehöre aber zu der Sorte Yogis, die mit großer Freude und daher eher zuviel als zu wenig üben. Deshalb hat es sich für mich bewährt, die Yogamatte ab und zu gegen die Couch auszutauschen. Dann schmeiße ich mich in voller Yoga-Montur auf das Sofa und kucke Serien. Oder lese ein Buch. Deshalb: Wenn es mehr Stress verursacht, pünktlich um 18.15 Uhr im Schneidersitz auf deiner Matte zu sitzen als es gut tut, ist die Yoga-Pause vielleicht genau die Pause, die du brauchst.

Couch Asana_Tchibo

 

Franziska Geheimtipp für High Vibes: Morgendliche Schaffell-Sessions

Kundalini Yoga. Und zwar every damn day! Mein Tag beginnt mit einer Tasse Tee, leichten Kundalini Übungen und einigen Minuten Meditation auf meinem kuscheligen Schafsfell. Für mich ist es wichtig, jeden Tag ohne Ausreden meine Praxis zu machen und mich auf den Tag einzutunen. Meine einstündige Morgenroutine hilft mir, um gut in den Flow zu kommen und entspannt meine Tagesaufgaben zu erledigen. Deshalb mein Tipp: Verbinde dich jeden Morgen aufs Neue mit deinem Herzen und spür in dich hinein, was dir gut tun würde.

Kundalini_Tchibo

Übrigens: Die Yoga-Klamotten und die Schaffell-Yogamatte, die du auf den Bildern siehst, gibt es aktuell bei Tchibo im Angebot. Wir empfehlen dir, die Sachen eine Größe kleiner zu bestellen als gewohnt, sie fallen verhältnismäßig groß aus, sitzen aber sonst sehr gut.