Sonntag mit Sadhguru. Oder: Warum man meine Meinung nicht kaufen kann

Sadhguru. Wer in den letzten Wochen in Berlin unterwegs war, kam an den Plakaten mit dem milde lächelnden Mann mit Rauschebart nicht vorbei. Am gestrigen Sonntag war er im Tempodrom zu Gast und sollte mit der aus Joko & Claas bekannten Schauspielerin Palina Rojinski über sein neues Buch “Die Weisheit eines Yogis – wie innere Veränderung wirklich möglich ist“ sprechen.

Warum Palina Rojinski? Aber an sich echt spannend, dachte ich mir, als die Einladung der Presse-Agentur ins Haus flatterte. Zum Event in Berlin sollten wir kommen und danach auch ein Interview mit Sadhguru führen. Ein vernünftiges Budget für die Medienkooperation war auch vorgesehen.

Beeindruckt von der Tatsache, dass der Guru Blogger-Relations wirklich gut verstanden hatte, sagte ich zu. Außerdem freute ich mich riesig, einen Erleuchteten mit all meinen Fragen über den Sinn des Lebens löchern zu können und dafür auch noch Geld zu bekommen.

Die Antworten auf meine Fragen bekam ich nicht. Unter anderem, weil ich sie gar nicht erst stellte. Oder besser: stellen wollte.

Doch lasst uns von vorne anfangen.

Meine Freundin für Erleuchtungs-Gespräche Laura und ich treffen nach ewig langer Parkplatzsuche endlich im Tempodrom ein. Der erste Eindruck: Nette Leute. Unter den 2000 Besucher*innen treffen wir alte Bekannte und Menschen, die vor allem nett, teilweise hipsterig, aber ziemlich normal aussehen.

Laura sagt noch halb im Scherz zu mir: “Stell dir mal vor, wir zwei gehen da jetzt rein und treffen echt unseren Guru.” Wir grinsen breit und machen uns auf den Weg zu unseren Presse-Plätzen in der Nähe der Bühne.

Regulär hätten diese Plätze 180 Euro pro Stück gekostet. Vielleicht ein Grund, dass die Reihen des Tempodroms nur zu zwei Drittel gefüllt sind.

Glaubt man der Event-Organisatorin auf der Bühne, hat sich die Investition aber gelohnt. Man könne sich glücklich schätzen, ein Ticket ergattert zu haben, denn bald würde für ein Sadhguru-Event nicht einmal mehr die Waldbühne reichen (Anm. der Redaktion: der Zuschauerbereich der Waldbühne bietet Platz für 22.290 Personen). So ganz sicher bin ich mir da nicht, will aber gerne alles auf mich zukommen lassen.

Endlich bittet die Frau Palina Rojinski auf die Bühne. Warum Palina Rojinski? Palina erzählt kurz von ihrem aktuellen Film und was sie gerade beruflich so macht. Dann sehen wir einen kurzen Imagefilm über die noblen Taten und Abenteuer des Sadhguru. Wir sind perfekt vorbereitet, um ihn mit tosendem Beifall zu begrüßen.

Die Frau ist offensichtlich Schülerin des Sadhguru und die eigentliche Moderatorin. Nicht Palina. Denn zu Wort kommt sie nicht. Schade, sie hätte dem Gespräch sicher ein bisschen Würze verpasst.

Das Gespräch plätschert vor sich hin und dreht sich im Kern um die Frage Wer bin ich? Eine durchaus bohrende Frage, doch ich langweile mich. Meistens redet der Guru. Einmal wirft Palina die These ein, Spiritualität sei ja inzwischen auch im Mainstream angekommen und die Frau faselt irgendwas von vegan.

Laura ist neben mir tatsächlich eingeschlafen und ich frage mich, ob ich für eine solche Aneinanderreihung an Gemeinplätzen wirklich meinen geliebten Sonntagnachmittag opfern will.

Der Guru selbst ist mir sympathisch.

Ein blitzgescheiter Mann, charismatisch, witzig und enorm schlagfertig. Außerdem hat er diese besondere Aura, die nur indische, vermeintlich erleuchtete Männer mit weißen Bärten und weisen Augen haben. Deshalb versuche ich mich zu konzentrieren und etwas über die Selbsterkenntnis zu erfahren. Zum Beispiel wie das denn nun klappen kann mit der Erleuchtung im Wahnsinn des ganz normalen Alltags.

In is the only way out.

Der Guru bringt Beispiele und erzählt Geschichten, ich lausche. Er unterscheidet seeker (Suchende) und believer (Gläubige). Suchende haben verstanden, dass die Antwort in uns liegt, Gläubige suchen sie im Außen und in Gruppen. “In is the only way out!” Ja, Sadhguru, da bin ich ganz bei dir, aber warum sind wir dann hier? Und was heißt going in für meinen Alltag?

Langsam macht sich Unmut in mir breit.

Nach allem, was ich auf Sadhgurus Webseite gelesen hatte, habe ich mich auf einen bodenständigen Guru gefreut. Auf jemanden, der die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens versteht, anstatt vom erleuchteten Ross herunter zu predigen. Auf jemanden, der den Menschen von einem Ort der Weisheit ganz praktisch zu einem glücklichen und freien Leben verhelfen will.

Nach einer Stunde ist mir klar: Antworten finde ich hier nicht.

Erleuchtungs-Theorie hat mir bisher noch nie geholfen, gut durch schwere Zeiten zu navigieren. Der Gedanke, mit einem bezahlten Interview die FLGH-Crew auf Sadhguru aufmerksam zu machen, sorgt für einen dicken Knoten in meinem Brustkorb. Ich will einfach nur gehen.

Die letzten zehn Minuten kämpfe ich mit mir. Should I stay or should I go? Ich möchte mich gerne an meine Vereinbarung halten und das Interview führen. Auch wenn ich das Geld für das Advertorial innerlich schon abgeschrieben habe. Einen Go-Guru-Artikel wird es nicht geben, aber das Presse-Gespräch abzusagen, scheint mir unprofessionell.

Wir können die Antwort nicht bestimmen, aber wir können entscheiden, wen wir fragen.

Beim Q&A wird es mir zu bunt: “Trauma is caused by you“, haut der Guru ohne große Erklärungen raus. Ich muss an schlimme Missbrauchsgeschichten denken. An erwachsene Frauen, die langsam und ganz behutsam lernen mit ihren Erlebnissen aus der Kindheit zu leben und sich mit Schuldgefühlen quälen. Aus der Perspektive eines erleuchteten Gurus mag das Statement sogar wahr sein. Dabei helfen, Wunden heilen zu lassen und ein wenig Glück im Leben zu finden, wird es den Betroffenen vermutlich nicht.

Ich habe genug gehört. Ich will Sadhguru nichts fragen. Also schnappe ich mir Laura und wir verlassen die Arena.

Beim Rausgehen bleiben wir an den Merchandise-Ständen hängen.

Freiwillige Helfer*innen haben in der Zwischenzeit kupferne Kelche, Bücher und Adiyogi-Statuen aus Plastik hübsch auf den Tischen drapiert. Auch diese 90er-Jahre-Aufkleber fürs Handy, die uns vor der gefährlichen Strahlung schützen sollen, gibt es. Aus Kupfer-Bechern trinkt wahrscheinlich der Guru sein Wasser, die Statuen hat man in dem Imagefilm gesehen. Die mittelgroße kostet knapp 300 Euro.

Als wir raus in den kalten Novembernachmittag treten, macht sich Erleichterung in mir breit.

Das Event im Tempodrom kommt mir absurd vor. Ich möchte niemanden an solche Orte  schicken. Auch nicht für 1000 Euro.

Die Frage, warum die Foundation Palina Rojinski auf die Bühne geholt hat, hat sich nicht geklärt. Weil sie Yoga mag? Oder weil sie mit ihrer Anwesenheit neue Zielgruppen für den Guru begeistern sollte? Oder weil sie viele Follower auf Instagram hat? Man weiß es nicht. Ich bin jedenfalls sicher, auch Palina hat schon erquickendere Sonntag-Nachmittage erlebt.

Was mich der Nachmittag gelehrt hat: Die Wahrheit finde ich nicht in dunklen Hallen.

Sadhguru hat grundlegende Konzepte der Yoga-Philosophie einfach und verständlich erklärt. Obwohl ich großer Fan davon bin, tief in die alte Lehre einzutauchen und über Erleuchtung zu lernen, so fehlt mir hier etwas. Der Guru erklärt, dass wir einen Abstand zwischen uns Selbst und unsere Emotionen und Gedanken bringen müssen, um wirkliches Glück zu erfahren. Das mag ja alles stimmen, aber die große Frage ist doch: Wie klappt das?

Laura sagt später im Café: “Hier ging es de facto nicht um mich. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Guru ernsthaft an meinem inner wellbeing interessiert ist.” Damit trifft sie die Sache auf den Punkt. Ich habe viele Worte gehört, ohne dass sie irgendetwas in mir ausgelöst hätten.

Vielleicht bin ich einfach zu müde, vielleicht habe ich Talks wie diesen schon zu oft gehört und vielleicht steht das Event in zu großen Kontrast zu meinen Erfahrungen früher am Tag.

Denn eine echte spirituelle Erfahrung habe ich morgens auf der Yogamatte gemacht.

Im Asana-Intensive mit dem genialen Yogalehrer Pankaj Sharma erkundete ich am Wochenende die Feinheiten verschiedener Asanas. Mit dem Ziel Leichtigkeit, Balance und Freude in der Praxis zu finden.

Am Sonntagmorgen klemmte Pankaj einen Besenstiel zwischen Kopf und Arme und ließ mich Drop-Backs üben: Aus dem Stand sollte ich mich nach hinten beugen und in Urdhva Dhanurasana landen. Wegen eines schmerzenden Handgelenks hatte ich über ein Jahr kein volles Rad geübt. Doch trotz großer Zweifel und latenter Panik landete ich leicht, glücklich und frei von Schmerzen auf meinen Händen.

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Ohne Besenstiel. Mit Pankaj.

Pankaj hat mir gezeigt, dass ich zu viel mehr fähig bin, als ich denke. Mit einem Besenstiel.

Er hat etwas in mir gesehen, das ich selbst noch nicht sehen konnte. Er hat mich mit Werkzeugen versorgt, die mir eine neue Erfahrung ermöglicht haben. Und er war da, um mich im Notfall aufzufangen. Somit hat er das Guru-Prinzip ganz praktisch umgesetzt und mir gezeigt, wie ich meine Grenzen ausdehnen kann – anstatt mir zu erzählen, dass es möglich ist.

Vielleicht ist die Zeit der Gurus auf großen Bühnen wirklich vorbei.

Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen für sich und das eigene Handeln. Es ist an der Zeit, die Augen zu öffnen für die kleinen Gurus, die Tag für Tag für etwas Licht im Dunkeln sorgen.

Sogar Sadhguru selbst hat es gesagt: Wir müssen selbst die Umstände so gestalten, dass sich unser volles Potenzial entfalten kann. Was das genau bedeutet, hat er uns nicht verraten. Dafür muss ich wohl seinen Onlinekurs kaufen.

Auf den Weg zur Selbsterkenntnis zählt nur die eigene Erfahrung.

Hör dir an, was schlaue Gurus zu sagen haben, ehre sie, übe Yoga, meditiere und studiere die großen Schriften. Doch vergiss dabei nie: Am Ende entscheidest du. Hinterfrage und prüfe, was dich wirklich zufrieden und glücklich macht. Denn was dich in besseren Kontakt mit dir Selbst bringt, kann am Ende nur eine*r beantworten: DU SELBST.

In is the only way out.

Der Bericht spiegelt meine subjektiven Beobachtungen wieder. Mein Eindruck ist, dass das Format des Events insgesamt unglücklich gewählt war und die eigentliche Botschaft des Sadhguru nicht transportieren konnte. Die Pressetickets haben wir kostenlos erhalten, die Bezahlung für einen Artikel habe ich genauso wie das Interview mit Sadhguru abgelehnt.  Dieser Artikel enthält einen Affiliate-Link. Ich danke dem Presseteam der Isha Foundation sowie muxmäuschenwild für die gute Betreuung. 

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41 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    zu dem Vorwurf, es wäre zu unkonkret gewesen, Sadhguru sagt ja selbst, dass die Videos und Vorträge nur dazu da sind, um uns zu kitzeln. An konkreten Angeboten seinerseits mangelt es jedoch nicht. Da wäre als Einstieg die Isha-Kriya, eine 15minütige Meditation für jedermann sozusagen. Da Kriya-Yoga direkt auf die Lebensenergie (prana) abzielt, können Erfahrungen relativ zügig gemacht werden. So wars auch bei mir.
    Wenn man mehr will, folgt als nächstes „Inner Engineering“, der online-Kurs. Den hats vor kurzem mal gratis gegeben, hab mich eingeschrieben, und kann es wirklich empfehlen! Darauf folgt dann eine Teilnahme an einem completion-Kurs, wo man eine Meditation erhält, deren positive Wirkungen wissenschaftlich erwiesen wurden (darauf wurde offenbar Wert gelegt). Sadhguru will wirklich was bewegen, dass er eine noble Motivation hat und dazu noch außergewöhnliche Fähigkeiten, steht für mich außer Frage.
    Das einzige was für mich störend war, sind die offenbar deftigen Preise. Natürlich braucht die Stiftung Geld für die Projekte in Indien… naja.

  2. Ich habe ein paar Videos angeguckt. Auf mich wirkt der Mann ziemlich entspannt und trotzdem hellwach. Immer wenn er so ein Laecheln absetzt und Witze macht hat ich den Eindruck dass er ein wenig flunkert. Das macht gar nichts . Er ist weder Gott noch erleuchtet . Er gibt eben ein paar Tips wie man runter kommt. Und die sind echt gut.Dass sich alles was wir auch Tun im Gedaechtnis anreichert und man dadurch wie in einem Hamsterrad gesteuert werden kann ist nachvollziehbar. Dass man dazu Abstand findet , das kann mit Yogauebungen passieren. Hier wird oft gefragt aber wie. Wenn das so einfach waere . Es ist nicht einfach , ich uebe seit Jahren. Er hat nicht gesagt das es sehr einfach ist . Er sagt macht es einfach jeden Tag paar Minuten ganz langsam. Mehr kann mann dazu nicht sagen. Das ganze DRUM herum sonst ist firle fanzund kann man vergessen. Ich meine warum kritisieren ihn hier so viele Leute wenn Sie dann doch staendig was uber das Leben und ihre Probleme wollen und sagt Sadhguru was dazu dann wird er kritisiert , oder manche wissen es dann so gar besser, einfach laecherlich .. Ich rate jedem folgende Uebung . Bis 4 zaehlen .1 2 3 4 einatmen , bis 7 zaehlen beim ausatmen . Und den Atem beobachten. Einfach mal probieren .

    1. Dankeschön Ewald, für die aufschlussreichen Worte. Ich bin ganz Ihrer Meinung. Mir hilft die Kombination aus Sadghuru und Eckhart Tolle. Einfach wunderbar.
      Natürlich verdient er Geld. Er leistet damit auch Wunderbares. Trotzdem teilt er sein Wissen auch oft über Youtube. Seine Isha Kriya Meditation bringt mir Frieden.
      Wer nur mit dem Verstand zuhört, wird die Tiefe seiner Worte nie ganz erfassen können.
      Und es ist so, nur wer leidet, der ist bereit über den Tellerrand zu schauen.
      Ich bin von ganzem Herzen dankbar, dass es so fantastische Menschen wie Sadghuru gibt. 🙏

  3. Na ja, das Foto der Verfasserin sagt alles — Der Pony verdeckt das 3. Auge., lol! Da kann keine Energie dorthin fließen. Wenn man wirklich daran interessiert ist, das 3. Auge zu öffnen, bzw. offen zu halten, sollte man Ponyfrisuren „Adieu“ sagen! :D ;)

  4. Klasse Artikel! Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Aussteiger-Berichte, in denen diese unheilvollen Dynamiken bestens erklärt werden. Gerade ist ein Bericht über den Guru Sebastian Gronbach und die Sekte Sacred Human erschienen. Ich erkenne da alles in dem Artikel wieder: http://www.sacredhumankult.de

    1. @Moni: Was für „unheilvolle Dynamiken“ denn? Oder ist das wieder nur das übliche alarmistische Floskel-Geraune, so wie in deinen unzähligen anderen, sehr ähnlich formulierten Blog-Kommentaren auch?

      Denn entweder du hast nur diesen – übrigens sehr vorsichtig, abwägend formulierten – Artikel (ich vermute: wieder einmal) gar nicht gelesen oder sogar den von dir verlinkten Report selbst – seit Tagen von dir auf Teufel komm raus im Internet verbreitet – in deinem Eifer und Blutrausch nur überflogen. Wirklich, da passt doch so ziemlich gar nichts zusammen, das sind zwei völlig verschiedene Typen und Arbeitsweisen! (Mir persönlich sind übrigens beide unsympathisch).

      „Mann Moni“ ;-) , es ist Frühling, geh“ raus, mach was Positives mit deiner Energie, lass diese Böswilligkeit doch nicht so viel deiner kostbaren Lebenszeit fressen!

      1. Übrigens ist die Sekte gerade wieder auf Beutefang, wie in der Facebook Gruppe „Sacred Human“ deutlich zu sehen ist. Da wird die sogenannte Erleuchtung noch in diesem Leben versprochen – und tatsächlich werden nur junge, leicht zu manipulierende Menschen in die Falle gelockt, die dann, anstatt zu studieren oder sich ein Leben aufzubauen, einem Guru und seiner Frau die Füße küssen. Das finde ich abscheulich. Schau es dir an und sag mir ob das nicht das wirklich perverse ist.

      2. Liebe Barbara,
        wie ich sehe scheinst du eine fanatsiche Beziehung zu Gronbach zu haben, ist es eine Hass-Liebe, so wie du dich ereiferst und überall im Netz ihn gleichzeitig verteidigen und beschimpfen musst? Diese innere Dynmaik würde ich mir an deiner stelle einmal genauer anschauen…

        Was deine Angriffe überall im Netz gegen mich betrifft: ich bin der ansicht, dass meine Kommentare sehr wohl etwas mit dem vorhandenen Artikel zu tun haben.

        Zitat aus dem Artikel:

        „Nach allem, was ich auf Sadhgurus Webseite gelesen hatte, habe ich mich auf einen bodenständigen Guru gefreut. Auf jemanden, der die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens versteht, anstatt vom erleuchteten Ross herunter zu predigen. Auf jemanden, der den Menschen von einem Ort der Weisheit ganz praktisch zu einem glücklichen und freien Leben verhelfen will.
        Nach einer Stunde ist mir klar: Antworten finde ich hier nicht.

        Erleuchtungs-Theorie hat mir bisher noch nie geholfen, gut durch schwere Zeiten zu navigieren. Der Gedanke, mit einem bezahlten Interview die FLGH-Crew auf Sadhguru aufmerksam zu machen, sorgt für einen dicken Knoten in meinem Brustkorb. Ich will einfach nur gehen.“

        Nichts anderes wird bei allen Guru-Entbößungen getan, nämlich, dass ein Guru in der Regel ein schlechtes Gefühl in einem auslöst, aber die Menschen manchmal nicht die Kraft haben, ihrem eigenen Gefühl zu vertrauen, weil der Guru behauptet, man müsse ihm mehr vertrauen als sich selbst, da ja nur er erwacht ist und somit über mehr Wahrheit verfüge.

        Ich finde deine persönliche Bemerkung auch unver schämt und übergriffig.

        1. @Moni:

          Schau mal: Wie ich persönlich, subjektiv also, Gronbachs Guruqualitäten bewerte (und das ist in der Tat desaströs), das ist völlig unerheblich für die Einschätzung dessen, was du hier treibst: Es ist ganz objektiv nicht okay! Diese Grenzziehung zwischen Innenwelt und Außenwelt ist nämlich etwas, was dir, glaube ich, nicht so gut gelingt.

          Du begründetest heute in einem Kommentar auf einer anderen Seite deine, von mir auch dort kritisierte, unverhältnismäßige Verbreitung dieses Reportes damit, dass eine dir nahestehende Person Mitglied dieser Gruppierung geworden sei, und du persönlich ihre Veränderung negativ einschätzest.

          Sprich: Aufgrund rein persönlicher Erregtheit (welche ich sogar nachvollziehen kann, aber auch das tut nichts zur Sache) nimmst du dir das Recht heraus, nun im öffentlichen Raum völlig unverhältnismäßig, gemessen an Größe, Wichtigkeit, Bekanntheit der Gruppierung, und an dafür, gemessen am Artikelthema, oft völlig ungeeigneten Orten diesen Link möglichst großfllächig zu verbreiten. Mit zumeist – dochdoch – raunenden Andeutungen versehen, Stimmung machend.

          Damit es für Außenstehende nachvollziehbar ist:

          In der Zeit vom 11.04.19 (2 Tage nach Erscheinen des Reportes) bis einschließlich 03.05.19 hast du den Link zu diesem Report unter mindestens 18 (achtzehn!) verschiedene Blogartikel gesetzt. (Nicht alle diese Kommentare existieren noch). Beiträge, an aktiven Tagen teils im Abstand von nur wenigen Minuten verfasst, – kein Problem bei oft identischem Text.

          Du hast dir als Abladeorte für diesen Link zum einen ganz gezielt alle großen Spiri-Zeitschriften/-Portale ausgesucht: Sein.de (2x), Connection, Mystica.TV, Tattva Viveka, Ursache & Wirkung. Fand sich kein Artikel, in dem nicht wenigstens im Kommentarbereich der Name Gronbach auftauchte, so tat es auch ein völlig abseitiges Thema mit haaresträubendem inhaltlichem Bezug. Hauptsache, du wurdest deinen Link los.

          Auch unter Artikel zum Themenbereich „Narzissmus / Spiritualität“ oder auch „Guru“ gossest du deine vielfach kopierten Kommentare. Ganz offensichtlich ohne diese Artikel überhaupt gelesen zu haben, oft unter solch Missverstehen selbst der Überschrift, dass ich manchmal nicht wusste, ob ich mich nun fremdschämen oder einfach nur lachen soll. (Wirklich: Da war so mancher Knaller drunter…) Teils nahmst du mit deinen Andeutungen oder in Verbindung mit dem Artikelthema das Risiko strafrechtlich relevanter Verleumdungen in Kauf. Bis du dir dessen eigentlich bewusst?!

          Du findest meine Bemerkungen „unverschämt und übergriffig“, ich dein Verhalten. Und zwar ganz objektiv, durch nichts, keine Motivation, keine persönliche Betroffenheit – wie in deinem Fall – zu rechtfertigen. Mir ist Fairness ein Anliegen. Deshalb trete ich Unfairness entgegen. Ich möchte in keiner Welt leben, in der jeder aus rein subjektiver Betroffenheit und Bewertung heraus sich das Recht nimmt, die Grenzen – die Ehre, die Würde – eines anderen Menschen zu verletzen.

          Kritik ist hingegen okay. Auch ich nehme mir das Recht auf Kritik heraus. An dir zum Beispiel und auch an diesem „Guru“. Auf ihn bezogen durchaus intensiv, jedoch versuche ich, dies in einem dafür geeigneten Rahmen zu tun, an geeigneter Stelle. Dort also, wo konkret über ihn debattiert wird, unter Personen mit erklärtem Interesse an seiner Arbeit. Er ist eine öffentliche Person, er muss aushalten können, dass auch öffentlich über ihn gesprochen wird, dass Perspektiven ausgetauscht werden. Klar.

          Was aber nicht okay ist, wirklich so ganz und gar und überhaupt nicht und völlig unabhängig davon, um wen es sich handelt und wie sympathisch einem eine Person ist, das sind solch völlig außer Rand und Band geratene Hetzkampagnen, welche nur dem eigenen Spannungsabbau dienen, der eigenen Genugtuung. Ich „gönne“ das niemandem, selbst meinem Feind nicht.

          Denk nochmal drüber nach, hm?

          1. …und noch zum „Warnen“: Wenn du wirklich etwas zu sagen hast, wenn du also konkrete Warnungen aussprechen möchtest, dann tue das. Ausformuliert und dort, wo es wirklich die Zielgruppe erreicht, schmeiße nicht einfach einem Millionenpublikum bedeutungsvoll raunend diesen Report vor die Füße.

            Besagter „Guru“ hat eine Anhängerschaft von ca. 30 Getreuen (auch wenn der gehypte Webauftritt anderes vermuten lässt). Er ist also der Öffentlichkeit fast gänzlich unbekannt. Objektiv gesehen nahezu unbedeutend also, so subjektiv bedeutend er auch für dich ist. In dieser Größenordnung gibt es nämlich an die hundert (oder gar hunderte?) solch neureligiöser Bewegungen in Deutschland.

            Deine persönliche Betroffenheit mal außer Acht gelassen: Bist du dir wirklich sicher, die richtige Bühne für dein Anliegen gesucht zu haben, bzw. dein Anliegen angemessen an den daran wirklich interessierten Empfänger gebracht?

            (Leider kann ich nicht mehr unter deinem Kommentar auf Antworten klicken, so dass meine Antworten nun leider über deiner erscheinen…)

          2. Doch, das verstehe ich.

            Aber *musst* du daher wirklich auf diese Art agieren? Denn du hast ja nicht konkret, ausformuliert und an angemessener Stelle diesen „Guru“ kritisiert, sondern überall und mit dem ganz augenscheinlichen Zweck größtmöglicher Verbreitung einfach – aus Rache? – mit nur wenigen einleitenden Worten den Link abgesetzt.

            Den Kommentar hier übrigens genau 2 Minuten (!!), nachdem du einen ganz ähnlichen Kommentar auf eine gänzlich andere Seite setztest. Rein aus Interesse gefunden, gelesen, und dann spontan angeregt zu einem Kommentar? So sieht es nicht aus, komm, gib’s zu!

            Deine Motivation ist persönliche Betroffenheit, sagst du ja selbst. Aber was willst du mit deinem Agieren erreichen? Ich schlage vor, dein Handeln auf folgende Kriterien hin zu überprüfen:

            * Relevanz (bezogen auf Artikelthema, Inhalt des eig. Kommentars, dessen Wichtigkeit für die Gruppe der hier Lesenden)

            * Angemessenheit (in Inhalt, Form, Ausmaß, Art der Verbreitung und unter Ausbremsen emotionaler Impulse)

            * Anstand (ach, dieses aus der Mode gekommene Wort…)

            * Verantwortlichkeit

            Alles umsomehr, da wir uns hier nicht nur in der normalen RL-Öffentlichkeit befinden, sondern in der unbegrenzten Öffentlichkeit virtuellen Raumes. Was dem Kommentierenden größtmögliche Anonymität und Unberührbarkeit garantiert, ist für den auf diesen Marktplatz Gezogenen der größtmögliche öffentliche Pranger.

            Genau diese Verbindung von Unberührbarkeit und unbegrenzter Macht verleitet Menschen nun aber allzuleicht dazu, allein zum Zwecke eigenen Dampfablassens und eigener Genugtuung, zum Zwecke eigener narzisstischen Zufuhr zu agieren. Am Gewissen und der Prüfungsinstanz vorgenannter Kriterien vorbei. Man nutzt dann die Macht des Internets ganz bewusst – im Sinn von gezielt -, agiert dabei aber im Grunde völlig unbewusst: Unreflektiert und unverantwortlich.

          3. Liebe Barbara,
            ich verstehe dein Ansinnen und kann dir recht geben, was die Würde des Menschen betrifft.
            Im Falle dieses Gurus sehe ich es dann schon so, dass man gegen ihn vorgehen darf. Ich bin mit einer Mutter im regen Austausch, deren Sohn in dieser Sekte ist. Du glaubst nicht, wie schlimm das für diese Mutter ist und was sie für Höllenqualen durchleidet, wenn ihr Sohn sich nicht mehr meldet und sogar sagt, das der Guru gesagt hat, wenn sie seinen Weg nicht akzeptieren kann, dann sollte er sich gar nicht mehr melden. Was für eine Welt ist das?
            Ich glaube, man kann gar nicht genug vor solchen Gurus warnen, damit nicht noch mehr junge Menschen da reinfallen.

  5. Da ist ganz schön viel Kritik in einem Artikel, der sich mit einem kleinen Ausschnitt, genauer einem Auftritt, des Gurus befasst. Zum einen glaube ich, dass die Theorie immer nur bedingt helfen kann und die Erwartungshaltung an Vorträge nicht zu hoch gesteckt sein sollte. So wie ich Sadhguru verstehe, will er vor allem zu einer praktischen Umsetzung und neuen Denkweise motivieren. Und zwar eine, die nicht zwingend mit ihm oder seinen Kursen zu tun haben muss. Aus meiner Sicht ist es nicht so, dass er nur etwas anteasert, das man dann später unbedingt kaufen muss, sondern oft so, dass er wertvolle Tipps gibt.
    Ich kann mir vorstellen, dass die Veranstaltung nicht so interessant war, wie diejenigen die ich gesehen habe. Ich empfehle allen daher, sich nicht allein auf basis des Artikels eine Meinung zu bilden und sich dazu einfach mal ein paar Debatten von ihm auf youtube anzusehen.

    Liebe Grüße
    Patrick

    1. Dankeschön Patrick, schön geschrieben. Ich bin ganz Ihrer Meinung. Ich habe noch keinen Auftritt von ihm erlebt, allerdings gibt Sadghuru, in meiner Welt, auch über beispielsweise Youtube viel preis. Nur persönlich gibt es jedenfalls viel. Auch sein Buch ist interessant.
      Die Kombination aus Eckhart Tolles und Sadghurus Lehren gibt mir so viel. Durch Sadghurus Isha Kriya Meditation gelingt es mir endlich im Hier und Jetzt zu sein. Ein wunderbarer Frieden stellt sich dadurch ein.
      Ich bin dankbar, daß es Menschen wie Sadghuru gibt 🙏

  6. Ich finde den Artikel soo treffend. Ich bin seit 10 Jahren in der Erleuchteten-Szene und habe irgendwann erkannt, dass da zu viele unsägliche nichtssagende Nebelanweisungen verbreitet werden, ohne dass das erkannt wird.

    „wir müssen einen Abstand zwischen uns Selbst und unsere Emotionen und Gedanken bringen , um wirkliches Glück zu erfahren.“

    • „Wir müssen selbst die Umstände so gestalten, dass sich unser volles Potenzial entfalten kann.“
    • „Das Ich ist in der Vergangenheit entstanden“
    • „Man muss nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen sehen“

    Mich hat das so genervt, dass ich jetzt ein Buch drüber geschrieben habe: „Erleuchtet, aber keine Ahnung“. Die Szene zerreist mich deswegen, aber es gibt Erleuchtete, wie Werner Ablass zum Beispiel, die stimmen mir zu.

    Wenns jemand interessiert: https://www.poehm.com/buch-erleuchtet-aber-keine-ahnung/

    1. Hallo Matthias,

      Es gibt eine Erleuchteten Scene ? Seltsam. Und dir stimmen Erleuchtete zu ? Also Erleuchtete geben dir Recht ?
      Wenn ich es richtig verstehe, beurteilst du, wer erleuchtet ist und wer nicht. Das kann man aber doch nur tun, wenn man selbst erleuchtet ist ? Ich stelle mir das so vor, dass ein Erleuchteter sich selbst nie so bezeichnen würde und das auch so meint. Erleuchtete werden nur von anderen so genannt, die selber nicht erleuchtet sind.
      es geht dir also eigentlich nur um die Bestätigung, dass du Recht hast, oder ?

  7. Bei einem Guru geht es grundsätzlich fast ausschließlich um seine Präsenz! Das ist es wofür man bezahlt. Was der so erzählt is ganz nett aber nicht das eigentliche Produkt. Der Guru selbst ist das Produkt. Man setzt sich da hin und lässt sich von dieser Sonne einfach bestrahlen. Das verstehen die meisten Menschen nicht. Kein großes Wunder da es sich der Wahrnehmung der Allgemeinheit entzieht.

  8. Hey, danke für Deinen Erfahrungsbericht. Das war sehr authentisch. :)
    Ich muss sagen, dass ich dem Thema total zwiegespalten gegenüberstehe, was mir nichts bringt, im Gegenteil, es schränkt mich ein. Schon seit etwa drei bis vier Jahren schaue ich mir regelmäßig Videos von Sadhguru an. Seine Worte sind für mich sehr klar verständlich und ich entdecke viel Wahrheit darin. Ich habe auch das Buch „Inner Engineering“ gelesen, mit dem selben Fazit. Offenbar fasst die ISHA Foundation weltweit 5 Millionen Volunteers und 12 Millionen Anhänger! Desweiteren engagiert sich die Organisation vor allem in Indien für viele soziale Projekte, wie z.B. die Aufforstung, um die sich ausbreitenden Wüsten aufzuhalten.
    Jedoch gibt es im Netz eine große Kritik an der Foundation, in der es immer wieder heißt, ISHA sei eine Sekte, die einen Personenkult betreibt und ihre Mitglieder ausbeutet. Angeblich werden negative Kritiken im Internet von ISHA gelöscht und die Verfasser stark unter Druck gesetzt. Auch von Morddrohungen seitens der ISHA Mitarbeiter ist die Rede. Handfeste Beweise gibt es natürlich nicht. Das ist harter Tobak für jemanden wie mich, der eigentlich gut mit Sadhgurus Worten arbeiten kann. Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht. Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit. Auch Gurus, erleuchtet oder nicht, sind Menschen. Manche suchen die Öffentlichkeit eben mehr als andere, engagieren sich mehr oder anders als andere. Und das ist vollkommen okay. Auch die Art, wie die Gurus ihre Anliegen rüberbringen unterscheidet sich natürlich. 5 Millionen Volunteers kann man nicht alleine dirigieren. Und all diese Menschen haben ihre Probleme, sind wohl größtenteils nicht mal ansatzweise erleuchtet… Volunteering kann sehr anstrengend sein. Und es gibt sicher viele schwarze Schafe unter den Volunteers. Auch sehe ich keine Möglichkeit, wie man eine so große Organisation ohne den ein oder anderen Skandal führen kann. Aber hier stellt sich die Frage, auf welcher Seite Sadhguru steht. Ich würde gerne glauben, dass er einfach nur versucht, in so kurzer Zeit wie möglich, so viel positive Veränderung wie möglich in der Welt zu erreichen und dass er deshalb Werbung für ISHA macht und seinen Ashram immer mehr vergrößert. Doch genau so gut kann es sein, dass er nicht erleuchtet ist, seine Reden von anderen Gurus übernommen hat, einfach angebetet werden will und sein Ego sehr gut verstecken kann. In den Kritiken ist die Rede davon, er würde Menschen manipulieren, sie ihren Familien entreißen und sie mit dem Versprechen nach Erlösung an sich binden. Da jeder Mensch seine eigene Realität und Interpretation der Dinge hat, ist es nun sehr schwer bis unmöglich für mich, die Wahrheit herauszufinden. Es kann sein, dass manche Leute sich einfach dem Guru so sehr hingeben, um ihre Verantwortung im Leben nicht mehr tragen zu müssen. Dann entfremden sie sich von ihren Familien. Sie gehen vielleicht in den Ashram, der ein Leben im Dienste der Allgemeinheit propagiert, was ja auch eine alte Tradition ist, die Buddha bereits lehrte, mit der aber nicht jeder klar kommt und sich eventuell eher ausgebeutet fühlt. Nach einer Weile, wenn sich die ersehnte Erleuchtung nicht einstellt, kommt Wut und sogar Hass gegen den Guru hoch. Aber wie soll dieser sich eingehend um die einzelnen „Schicksale“ seiner Millionen von Anhänger kümmern? Kann er gar nicht. Er kann so nur zu Ihnen in Gruppen reden, was keine richtige Meister-Schüler-Beziehung werden kann. Das kann für viele sicher frustrierend sein. Wie gesagt, es gibt viele egozentrische Schwindler und genauso Menschen, die aufgrund enttäuschter Erwartungen zusammenbrechen und ausrasten. Ich habe schon Texte gelesen, in denen Menschen behaupten, Missbrauch und Mord seien in indischen Ashrams normal. Und ich habe Texte gelesen, wo behauptet wird, all diese Gurus seien authentisch. Die Wahrheit liegt aber ja meistens in der Mitte…
    Ich denke, der innere Konflikt, den mein Verstand mit Sadhguru austrägt, ist in meinem Text deutlich geworden. :P Meine Frage wäre nun, wie man (ich in dem Fall) mit solch einem Konflikt umgehen kann. Mittlerweile habe ich oft, wenn ich Videos oder Texte von beliebigen Yogis und Gurus ansehe, einen bitteren Beigeschmack. Das stört mich erheblich. Denn es hält mich vom Wesentlichen ab – mich auf bestimmte Lehren und Techniken einzulassen, was mir helfen kann zu wachsen und die Illusion des Getrenntseins mehr und mehr zu überwinden. Hast Du einen Tipp?
    Danke und alles Liebe! Mach weiter so! :)

    1. Wie sagt Sadghuru: Du kannst glauben was immer du willst…… Glaube oder Nichtglaube sitzen in einem Boot. Nur der, der versteht, dass er nicht weiß, hat eine Chance in der Suche und dem Verlangen nach Wissen.. nach… einer Möglichkeit….

      Alles ist offen….. nichts ist vorgegeben. Nadja, so wie du empfinde ich auch. Manchmal ist es sehr verwirrend. Man glaubt zu wissen und ist auf dem nächsten Sprung..aber dann….

      1. Vielleicht kommt die Antwort auf die Frage etwas spät, aber vielleicht besser als nie.

        Im Falle von Isha gibt es doch die Möglichkeit Meditationen (z.B. Isha Kriya) und auch einfache Asanas (Upa Yoga) kostenlos und meistens sogar online zu lernen. Dann einfach mal eine Weile konsequent machen (wichtig ist konsequent, heißt täglich) und nach ein oder zwei Monaten schauen, ob es Veränderung in einem erzeugt, die man gut findet.

        Spirituelle Entscheidungen treffen sich gut, wenn sie auf Erfahrungen basieren. Sadhgurus Reden sind logisch, charismatisch etc. aber wenn man das erleben will, was er erwähnt, kommt man nicht an Übungen vorbei. Intellektuell löst sich die Unsicherheit vielleicht nicht so einfach!?

        Skepsis ist, denke ich, auch nicht schlecht, solange sie einen nicht vom Ausprobieren abhält. Vielleicht hilft dir @Nadja das weiter. Als Hintergrund: Ich habe verschiedene Programm von Sadhguru gerlent, mache täglich meine Übungen und muss keinerlei weitere Verbindung zu Isha halten, muss Sadhguru nicht anbeten oder irgendeine andere Verpflichtung eingehen , wenn ich nicht will. Klang und klingt für mich immer noch nach einem guten Deal :)

        1. @David: Ich kann Deine Worte, nach eigener Erfahrung, absolut unterstützen. Gerade die Isha Kriya hat mein Leben verändert, ich bin viel bewusster und im Frieden.
          Ich habe großes Mitgefühl beim Lesen des Textes von Dir, Nadja. Ich wünsche Dir, von ganzem Herzen, dass Du Deinen Weg gefunden hast 🙏

  9. Hi,
    Erstmal zu Anfang finde ich es toll, dass du das alles hier machst und respektiere dich, oder das, was ich bisher von dir mitbekommen habe und mit dir assoziiere.

    Eine Sache verwirrt mich aber in deinem Artikel:

    Müsste es für dich nicht eine wunderbare Bestätigung sein, dass der Mensch an seinem Trauma selbst Schuld ist?
    Die eigene Schuld, die eigene Verantwortung für das eigene Leid ist die Voraussetzung dafür, dass du dein Glück doch selbst in der Hand hast? Also dein Spruch „Fuck Lucky, Go Happy“ ist in meinem Verständnis mit dieser eigenen Verantwortung für das eigene Glück gekoppelt. Ohne das man selbst dran Schuld ist, kann man es auch nicht selbst ändern.

    Trauma ist caused by you, ist meiner Meinung nach die Voraussetzung dafür, dass dein Blogname Sinn ergibt.

    Ich finde also, dass das Wissen, dass ich das Trauma selbst erschaffen habe, das Wichtigste ist, was ich wissen muss, um den Weg der Heilung einzuschlagen, und eben doch sehr hilfreich ist.

    Mir ist das wichtig gewesen dir das zu sagen.

    Ich wünsche dir ansonsten viel Erfolg und Glück und viel Klarheit und Frieden.

    Liebste Grüße,

    Calvin

    1. Beim Q&A wird es mir zu bunt: “Trauma is caused by you“, haut der Guru ohne große Erklärungen raus. Ich muss an schlimme Missbrauchsgeschichten denken. An erwachsene Frauen, die langsam und ganz behutsam lernen mit ihren Erlebnissen aus der Kindheit zu leben und sich mit Schuldgefühlen quälen. Aus der Perspektive eines erleuchteten Gurus mag das Statement sogar wahr sein. Dabei helfen, Wunden heilen zu lassen und ein wenig Glück im Leben zu finden, wird es den Betroffenen vermutlich nicht.

      Das kann ich leider bestätigen.

    2. Hi Calvin,

      danke für deine Worte. Freut mich, wenn du FLGH gerne liest.

      Das Thema „Raus aus der Opferrolle“ sehe ich und kann das auch unterschreiben. Deshalb habe ich im Artikel ja auch geschrieben, dass ich grundsätzlich dem Guru rechtgeben würde, was diese These angeht. Es ohne ohne Kontext und Feingefühl so rauszuhauen, finde ich unpassend. Oft ist es ja nicht das was. Sondern das wie.

      Liebe Grüße
      Rebecca

  10. Was habt ihr erwartet eine Instant Erleuchtung…wie im Supermarkt schnell rein und wieder raus ?? Erleuchtung to go ??? Das ist ein langwieriger Prozess der viel Arbeit an sich selber abverlangt..aber das Ego welches man sich so hart erarbeitet hat will davon nichts wissen … yoga ist eine Lebenseinstellung nicht etwas was man 3 mal die Woche macht… ihr seid lustig 😂. Lg

  11. Liebe Rebecca, ich Danke dir von Herzen für den tollen Artikel. Es zeigt (du zeigst) auch, worum es wirklich geht, auf dem Weg des Yogis und Yoginis. Um etwas, dass man nicht annähernd erkaufen kann. Tausend Dank <3 You made more then just my day. <3

  12. Liebe Rebecca,
    wenn du wirklich und ernsthaft eine Antwort auf deine Frage: „Wie klappt das?“ haben möchtest, dann komm zum „Inner Engineering“ Programm von Isha. Dort lernst du einen sehr kraftvollen Energieprozess, der Shambhavi Mahamudra Kriya heißt. Du kannst dort nicht nur eine Antwort auf deine Frage bekommen, sondern ganz real die Erfahrung machen, dass es klappt … mit dem nach Innen kehren, mit dem volles Potenzial entfalten, mit der Lebensfreude und mit dem Abstand zwischen dem Selbst und deinen Gedanken und Emotionen.
    Mein Leben hat diese spirituelle Praxis derart positiv beeinflusst, dass ich das Programm mit allerbestem Gewissen aus tiefstem Herzen empfehlen kann.
    Und ja, es kostet was, so wie sicherlich auch du und Pankaj Geld für ihre Kurse nehmen :-). .
    Love
    Saskia

      1. Irgendwas ist ja immer…

        Sorry, aber ich empfinde Deine Berichterstattung sehr einseitig. Ich vertraue immer noch und weiterhin auf meine eigene Wahrnehmung und würde diese never ever im Internet breittreten. Du beeinflusst und verwirrst damit Menschen, die zufällig erwachsen und durchaus in der Lage sind, ihre eigenen Erfahrungen (inklusive Resümee) zu machen. Zeugt für mich von Wichtigtuerei und somit von einem ziemlich großen Ego.
        Sorry.

        1. Hi Sia,

          das ist doch genau das Richtige, auf die eigene Wahrnehmung zu vertrauen. Kann ich nur bekräftigen.

          Zu deinem Vorwurf, dass ich meine Meinung im Internet breittrete: Stimmt auch, das ist ja der Sinn und Zweck des Bloggens: Subjektive, persönliche Berichterstattung. Es war nie mein Ansinnen, einen objektiven Text zu schreiben, in dem sich alle wiederfinden können.

          Dafür, dass andere möglicherweise davon verwirrt sind, kann ich leider nicht die Verantwortung übernehmen. Was andere Menschen lesen und annehmen, müssen sie schlichtweg selbst entscheiden.

          Meine Kollegin Ulrike beschäftigt sich gerade mit Inner Engineering – sie kann vielleicht eine ganz andere Perspektive beisteuern. Demnächst auch hier auf dem Blog.

          Liebe Grüße
          Rebecca

  13. Ich schaue immer wieder gern die Videos von Sadghuru auf Youtube an, aber stimme ihm auch keinesfalls in allem zu. Ich lerne gern von vielen verschiedenen Persönlichkeiten/Philosophien und picke mir einfach das für mich brauchbare raus.
    Ich bin aus den oben genannten Gründen nicht zum Event gegangen, obwohl man fairer Weise auch dazu sagen muss, dass es auch Tickets für 12 Euro gab, glaub ich…
    Der Guru-Hype mit viel Bling-Bling ist halt in Indien so normal, wirkt aber für uns Westler sehr befremdlich. Ich vertrete auch die Meinung, dass es nur eine Handvoll „echter“ Gurus gibt, die sich nicht vermarkten und zur Schau stellen sondern eher den Rückzug suchen.
    Aber am Ende ist es auch egal eigentlich wer jetzt erleuchtet ist und wer nicht. Who cares? The guru is in you!

  14. Liebe Rebecca, ich war auch da, schade das wir uns nicht gesehen haben. Ich fand den Nachmittag sehr nett und den Sadhguru sehr pfiffig und sympathisch aber auch ich habe nicht überlegt, sondern einfach gemacht und bin vorzeitig gegangen.so könnte ich gut noch meine Bahn erreichen 💕liebe Grüsse Sunita

  15. Du sprichst mir aus der Seele! Am Ende ist er noch den Gang entlang gelaufen und Alle stürmten hin, um seine Hand anzufassen. Das war der Gipfel einer seltsamen Show.

  16. Super geschrieben! Genau das macht „fuckluckygohappy“ aus. Authentisch formuliert und vor allem nicht von oben herab. In dem Zusammenhang musste ich an Dein Interview mit Gurmukh denken… Das war „gurumäßig“ sehr erfüllend 😉🤗
    Weiter so, Rebekka!
    Namasté,
    Lotte

  17. Ich fühle einen schönen tiefen Jubel in mir aufsteigen aus meinem Bauch heraus… ja genau so… fühle und denke ich…. genau so ist es stimmig u wichtig… u genauso fühle ich es gerade in meinem Leben. Der inneren Wahrnehmung tief vertrauen … und ihr bedingungslos folgen!!

    Thank you for sharing it!!

    alles Liebe

    Karin

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