Multitalent Magnesium: Was es kann und wo es drin steckt

Ein nächtlicher Wadenkrampf reißt dich jäh aus dem Traumland in die schmerzende Realität? Dein Augenlid zuckt nervös und hört einfach nicht auf damit?

Typische Anzeichen für einen Magnesiummangel.

Doch das ist nur ein Bruchteil der Symptome, die aufgrund von Magnesiummangel entstehen können. Auch Müdigkeit und Antriebslosigkeit können ein Zeichen für ein Defizit im Magnesiumhaushalt sein. Und wie steht es um deine Schlafqualität? Vielleicht brauchst du einfach nur etwas mehr Magnesium.

Magnesium verdient als Star unter den Mineralstoffen unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

Das Multitalent übernimmt bei zahlreichen Abläufen in deinem Körper eine wichtige Rolle. Diese reicht von der einwandfreien Muskelfunktion über einen normalen Energiestoffwechsel, den Erhalt der Knochenfunktion bis hin zum normalen Funktionieren des Nervensystems. Es ist elementar, wenn es darum geht, die Muskeln entspannen zu können. Logisch, dass es zu allerhand Problemen führen kann, wenn deinem Organismus nicht ausreichend Magnesium zur Verfügung steht. 

Dein Körper wird sich auf jeden Fall melden, wenn du zu wenig von diesem wichtigen Mineralstoff zu dir nimmst. Mutter Natur lässt uns allerdings nicht hängen und kredenzt uns eine Vielzahl an wundervollen Nahrungsmitteln, die voller tollem Magnesium stecken.

Magnesiummangel hat viele Gesichter.

Deine Zellen benötigen Magnesium, um gut funktionieren zu können. Fehlt das Supermineral, ist folglich auch deren Funktion eingeschränkt.

Wenn du nicht gut schläfst oder auch nachts öfters mal aufwachst, dann könnte das daran liegen, dass dein Magnesiumspiegel niedrig ist. GABA, ein wichtiger Neurotransmitter im zentralen Nervensystem, wird im Gehirn produziert und trägt dazu bei, dass du dich ruhig und entspannt fühlst. Damit dein Körper ein gesundes Level an GABA aufrechterhalten kann, braucht er Magnesium.

Wenn du dich gestresst fühlst und oft besorgt oder gar ängstlich durch die Welt läufst, ja, auch dann könnte da eine Verbindung zu deinem Magnesium-Spiegel bestehen. Magnesium und Bahnen im Gehirn, die im Fall der Fälle Stress auslösen, interagieren. Fehlt Magnesium, kann Ängstlichkeit und Stress umso heftiger wahrgenommen werden.

Vielleicht hast du aber auch das Gefühl, dass deine Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind, deine Launen Achterbahn fahren oder du regelmäßig wahnsinnige Gelüste auf bevorzugt besonders Süßes, Salziges oder Fettiges entwickelst? Man mag es kaum glauben, aber auch hierfür kann ein zu wenig vom Wundermineralstoff verantwortlich sein. 

Magnesium spielt im Hormonsystem eine sehr bedeutende Rolle und beeinflusst z.B. wichtige Hormone wie Östrogen, Seratonin, Dopamin, u.a.. Und welch phänomenalen Einfluss Hormone auf uns haben können, hat wahrscheinlich jede*r schon mal am eigenen Leib erfahren. Insofern sind wir gut beraten, uns um einen intakten Hormonhaushalt zu bemühen.

Ein letzter Punkt zu diesem Kapitel: Migräne und Kopfschmerzen. Jeder, der ab und an oder auch regelmäßig unter Kopfschmerzen oder sogar der üblen Migräne leidet weiß, wie schlagartig man nicht mehr fähig ist, am schönen Leben teilzuhaben. Magnesium agiert auf eine ähnliche Art und Weise, wie es das auch mit den Hormonen tut, mit den sogenannten Neurotransmittern. Diese sind im Gehirn anzutreffen und beeinflussen auch den Beginn von Kopfschmerz oder Migräne. Ist da also zu wenig Magnesium für die Vorgänge vorhanden, kann es zu Schwierigkeiten im Ablauf kommen und folglich zu Schmerzen.

Es lohnt sich also, es gar nicht erst zu einem Mangel kommen zu lassen.

Damit du die oben genannten Dinge nur (mehr) vom Hören-Sagen kennst, tust du gut daran viele Lebensmittel zu essen, die reich an Magnesium sind. Davon gibt es, Mama Erde sei Dank, jede Menge. 

Tatsächlich findet sich das lebensnotwendige Mineral sogar in nahezu allen natürlichen Lebensmitteln. Allerdings in sehr unterschiedlicher Dosierung. Unter den Top Scorern sind vor allem Nüsse und Samen wie Sonnenblumenkerne, Sesamsamen, Haselnüsse, Cashewnüsse und Mandelkerne. Haferflocken, Vollkornreis und Hirse sowie Hülsenfrüchte sind ebenfalls mit von der Partie. 

Wenn es um Obst und Gemüse geht, dann können hier besonders Bananen, Spinat, Brokkoli, Grünkohl und Avocados mithalten. Und noch eine letzte erfreuliche Nachricht für alle Schokoholics: Kakao zählt zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln überhaupt. Dabei gilt, je höher der Kakaogehalt, desto höher der Magnesiumgehalt.

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Speiseplan: Tag für Tag Magnesium

Die offizielle Empfehlung für eine erwachsene Frau liegt bei ca. 300 mg Magnesium am Tag. Die Herren der Schöpfung sollten etwas mehr, nämlich ca. 350 mg Magnesium am Tag zu sich nehmen. Dabei gilt aber auch, dass der Körper unter bestimmten Einflüssen mehr Magnesium braucht. Hierzu zählen stark körperliche oder psychische Beanspruchungen, Schwangerschaft, starkes Schwitzen oder bestimmte Medikamente (z.B. auch die Pille).

Um dir ein Beispiel zu geben: Das Tagessoll von 300 mg /Tag erreicht eine Frau, wenn sie  ca. 50g Hirse, 100g Spinat, 30g Mandeln, 100g Banane und 50g Linsen zu sich nimmt. Das ist machbar. 

Dennoch gilt im Zweifel: Lieber mal Magnesium supplementieren als Gefahr zu laufen zu wenig vom wundervollen Mineral zu dir zu nehmen.

Mahlzeiten sind übrigens ganz einfach und schnell mit magnesiumreichen Lebensmitteln aufgepeppt.

Streu dir ein paar Kürbiskerne über deinen Salat oder mische in dein Dressing etwas Sonnenblumenkernmus. Sehr lecker ist auch, Mandelmus über dein Haferflockenporridge zu geben. Oder deinen grünen Smoothie einfach noch mit etwas Avocado anzureichern und/oder etwas mehr Banane dazuzugeben.

Hast du noch Fragen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Liebe Grüße, deine Verena

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Ein Kommentar / Schreibe einen Kommentar

  1. Magnesium ist definitiv ein Wundermittelchen und aus meiner „Hausapotheke“ nicht mehr wegzudenken. Da ich sehr viel Sport mache, supplementiere ich es zusätzlich und habe dadurch viele Benefits erfahren, unter anderem auch eine völlig unproblematische Menstruation. Die fiesen Krämpfe sind so gut wie weg und wo ich früher je nach Zyklus tagelang gelitten habe und an ein Aushalten ohne Schmerzmittel nicht zu denken war, ist es jetzt viel, viel besser und „chemiefrei“ bewältigbar.
    Den Zusammenhang von Pille, Magnesiummangel und Migräne habe ich bisehr nicht gesehen, danke für diesen Input, der mir nachträglich einen weiteren Hinweis dafür gibt, warum ich zu Pillenzeiten zuletzt quasi Dauermigräne hatte.

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