5 kleine Naturkosmetik-Marken, die du noch nicht kennst

[Werbung] Seien wir ehrlich: Die Zeiten, in denen sich das Angebot an Naturkosmetik auf wenige obskure Produkte aus dem Reformhaus beschränkte, sind längst vorbei. Natural Beauty liegt im Trend, und das nicht nur in meiner eigenen Bubble, wo ich ihren Marktanteil auf ca. 80% schätzen würde. Der tatsächliche Marktanteil der Naturkosmetik in Deutschland steigt steil an und betrug laut einer GfK-Studie im Jahr 2019 stolze 18,5%.

Natürlich haben hauptsächlich große Player wie Drogerieketten und Lebensmittelhändler hier die Finger im Spiel, die den Trend erkennen, naturnahe Kosmetik entwickeln und in Massen günstig verkaufen. Aber auch immer mehr exklusive, kleine Marken entstehen: Inzwischen gibt es sie, die Nische für Menschen, die bei Kosmetik nicht auf den Luxusaspekt verzichten wollen, aber trotzdem Wert auf natürliche Inhaltsstoffe, faire Herstellung und/oder vegane, tierversuchsfreie Produkte legen. Naturkosmetik ohne Reformhausflair, sozusagen.

Je nischiger, desto spannender, finde ich ja immer.

Umso schöner, dass es Online-Shops wie Pure Schönheit* gibt. Gründerin Renee betrieb zwischen 2011 und 2017 ein Ladengeschäft mit ausgewählter Naturkosmetik in Hamburg, bevor sie 2017 damit nach Lüneburg umzog. Renee ist Expertin in ihrem Bereich, steht mit den Herstellern, die sie verkauft, in engem Kontakt und bildet sich ständig weiter. Sie hat alle Marken, die sie verkauft, selbst getestet und für gut befunden – dementsprechend ausführlich kann sie auch beraten.

Um ihre Hamburger Stammkund*innen auch nach dem Umzug weiter betreuen zu können, eröffnete sie kurzerhand auch online: ein Glück für Hamburg und den Rest der Republik. Zu ihrem expertenmäßig ausgewählten Sortiment gehören auch die folgenden fünf tollen Naturkosmetik-Brands, die du wahrscheinlich noch nicht kanntest.

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Island im Glas: Heilender Kräuterbalsam und Pflege von Sóley Organics

Wild, natürlich und rein: die Inhaltsstoffe der Produkte von Sóley Organics* erfüllen auf gute Art jedes Klischee, das mir über ihr Herkunftsland Island durch den Kopf schießt. Gründerin Sóley Elíasdóttir verwendet heute noch die Rezepturen ihrer Ur-Ur-Großmutter, einer Herbalistin und Hebamme. Auf ganz Island werden jeden Sommer von der Familie die Herzstücke der Pflegeprodukte geerntet: isländische Wildkräuter.

Zusammen mit wertvollen Ölen und reinstem isländischem Quellwasser werden sie vor Ort verarbeitet. Ich bin ein großer Fan der Grædir Produktlinie, und im Speziellen des Rescue Balms*, das nach altem Familienrezept hergestellt wird. “Grædir” bedeutet “Heiler” auf isländisch.

Die grüne, etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch angenehm duftende Paste wirkt beruhigend und eignet sich wunderbar zur Pflege von trockenen Stellen, kleineren Wunden, Ekzemen und Schuppenflechten. Unsere Fotografin benutzt es zufällig schon länger für den Babypopo ihrer Tochter und ist begeistert!

Lektion zwei in Isländisch: eyGLÓ heißt so viel wie eternal glow oder forever young – dafür ist die Feuchtigkeitscreme* zuständig, die Julia sich geschnappt hat. Wohlgemerkt ist Julia bei uns die Jüngste im Team. Aber pflegende Kräuter kann man sich ja nicht früh genug ins Gesicht cremen, oder?

“Skincare powered makeup”: ILIA beauty

ILIA Beauty* macht dekorative Kosmetik. Davon habe ich persönlich ja nicht viel Zuhause. Und wenn ich mich dann doch mal schminke, dauert es oft keine fünf Minuten, bis mich irgendwer auf den verlaufenden Mascara hinweist und ich alles wieder abwische. Dass die Kanadier mit dem Claim “We believe in skin that looks like skin” mehr Wert auf die Pflege als auf das Übermalen der Haut legen, finde ich deshalb wahnsinnig sympathisch. Ich habe mir den Multi-Stick sowie ein getöntes Gesichtsserum herausgesucht.

Das vegane “Super Serum Skin Tint”* ist in vielen Farbtönen erhältlich. Es deckt etwa so wie eine getönte Tagespflege und gibt dem Gesicht Ebenmäßigkeit. Gleichzeitig pflegt und schützt es die Haut mit LSF 30. Den Multi-Stick* habe ich immer in der Tasche, falls ich mich einmal kurz auffrischen will. Ich verwende ihn als leicht tönende Lippenfarbe, aber auch als Rouge. Dafür eignet er sich gut, weil er nicht so reichhaltig und deckend ist wie ein klassischer Lippenstift. Solche gibt es aber auch in vielen tollen Farben.

Was Design und Aufmachung angeht, bekommt ILIA die Bestnote von mir. Ich finde gut, dass sie in Sachen Nachhaltigkeit das Verpackungsproblem offen ansprechen und immerhin ihren US- und kanadischen Kund*innen anbieten, leere Verpackungen gratis zurückzunehmen und zu recyceln. Weiter so!

Locken for the win: Havana Curls

Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Lockenshampoos und -conditioner ich bereits ausprobiert habe, von High End bis Drogeriemarkt. Am Ende stelle ich immer wieder fest, dass die gute alte Essigrinse nach dem Waschen meinen Haaren am besten tut.

Worüber ich aber tatsächlich überrascht bin, seit ich Havana Curls* benutze, ist, dass meine Haare nicht wie sonst nach zwei Tagen einfach wie ein großer Pouf vom Kopf abstehen. Nein: Ich wache mehrere Tage nach dem Waschen noch immer mit definierten Locken auf dem Kopf auf. Das ist quasi ein Wunder.

Die Brand Havana Curls wurde von einer in Berlin lebenden Kubanerin, Dr. Lüderitz, entwickelt. Die promovierte Chemikerin entwickelte kurzerhand die Naturkosmetik für natürliche Locken und trockenes Haar, die ihr in ihrer Wahlheimat Deutschland fehlte. Ich finde die simple Aufmachung der Produkte und ihren klaren Fokus auf Qualität und nachweisliche Pflegewirkung ziemlich sympathisch.

Mein Favorit ist auf jeden Fall der extrem reichhaltige Leave-in Conditioner*, der fast wie Margarine in den Händen schmilzt, wenn man ihn nach dem Waschen in die Locken massiert. Enthält nur natürliche Zutaten und riecht extrem lecker nach Sandelholz und Shea-Butter. Interne Anmerkung: Sheila, du solltest dir das kaufen!

Zeig her deine Hände: Handmade Soap Company

Händewaschen ist spätestens seit 2020 wieder ein richtig großes Thema. Natürlich kann man dafür irgendeine Seife benutzen. Aber schöner ist die von Handmade Soap Company. Alle Produkte der irischen Naturkosmetikfirma sind vor Ort handgefertigt – “We know exactly what goes into each one” – und werden in recycelten Materialien bzw. Behältern verpackt.

Fünf verschiedene Signature-Duftkompositionen auf Basis ätherischer Ölmischungen hat die Handmade Soap Company zusammengestellt. Wir haben zwei verschiedene Düfte gewählt: erfrischende und sehr fruchtige Zitronengras-Zeder-Flüssigseife* und die Pflegelotion* mit Lavendel, Rosmarin, Minze und Thymian.

Beide Düfte finden wir absolut unisex, also perfekt fürs WG-, Büro- oder Pärchenbadezimmer. Die Produkte sind außerdem extrem ergiebig: Ein halber Pumper pro Wäsche bzw. Eincremen reicht völlig aus. Die Creme zieht fix ein. Schöne Produkte und eine transparente, offene Kommunikation über Inhaltsstoffe und den Umgang mit den Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit: Find ich dufte!

Schönheit neu gedacht: Evolve

Kannst du dir vorstellen, wie jemand in einer Manufaktur sitzt und mit einem Rührgerät deine zukünftige Gesichtscreme herstellt? Nein? Dann solltest du bei Evolve in Hertfordshire, England vorbeischauen. Die veganen und cruelty free Pflegeprodukte werden seit 2009 von Gründerin Laura und ihrem Team in kleinen Mengen von Hand gefertigt, damit sie entsprechend frisch sind, wenn sie verkauft werden.

Hyaluron gilt als eine Art natürliches Glättungs-Wundermittel für die Haut. Dieses Hyaluron-Serum* hier holt sich zusätzlich noch die straffenden Eigenschaften des Granatapfelextrakts ins Boot: Einfach vor der Pflege sparsam auf empfindliche und strapazierte Stellen auftragen – es ist sehr ergiebig.

Die restrukturierende Daily Renew Gesichtscreme* hat schon unzählige Preise gewonnen. Sie ist tatsächlich sehr cremig und reichhaltig, riecht angenehm nach Arganöl und enthält ebenfalls Hyaluronsäure. Ich hebe sie mir nach dem ersten Test noch ein paar Wochen auf; ich glaube, sie ist im Winter genau das richtige, wenn wir durch das viele zusätzliche Lüften dieses Jahr noch mehr zwischen Kälte und Heizungsluft pendeln werden als früher.

Kleine Naturkosmetikmarken setzen neue Beauty-Standards, nicht nur an der Oberfläche.

Die Haut ist schließlich unser größtes Organ. Im Grunde könnte man den alten Spruch “Du bist, was du isst” auch auf die Haut anwenden. Was wir auf sie auftragen, bleibt nicht draußen. Deshalb sollten wir uns auf jeden Fall die Frage stellen, womit wir sie füttern.

Ich habe persönlich großen Spaß am Ausprobieren und Erkunden neuer Marken. Es gibt natürlich noch unzählige mehr. Und das ist nicht nur super für mein instagrammable Badezimmerregal, sondern auch wichtig für den Markt.

Kaufe lieber weniger Kosmetik und dafür von den richtigen Leuten, wenn du es dir irgendwie leisten kannst.

Wenn kleine Marken, die sich selbst hohe Standards in Sachen Transparenz, Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit setzen, erfolgreich sein können, dann zeigen sie: Auch große Konzerne sollten in der Lage sein, das Ruder herum zu reißen und das richtige für die Umwelt zu tun.

Welche Brands kannst du neben den üblichen Verdächtigen noch empfehlen?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Und nicht vergessen: Auf die hier vorgestellten Produkte bekommst du bis 31.10.2020 im Pure Schönheit Onlineshop 10% Rabatt. Einfach diesen Link* benutzen und die entsprechenden Produkte in den Warenkorb legen!

Deine Uli

Fotos © Lena Fingerle

Dieser Beitrag ist eine bezahlte Kooperation mit Pure Schönheit. Wir sind sehr dankbar, so großartige Partner*innen im Boot zu haben, die FLGH auf diese Weise unterstützen. Die mit * markierten Links sind Affiliate- bzw. Tracking-Links. So erhalten wir eine kleine Provision, wenn du ein Produkt kaufst.

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3 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo liebe Ulrike,

    ein sehr schöner Artikel! Da kann ich gleich einige Anreize für meine eigene Hautpflege mitnehmen. Ich hätte dazu mal eine Frage an dich: Aktuell besitze ich – vor allem im Bereich Make-Up – noch recht viel konventionelle Kosmetikprodukte, die größtenteils Mikroplastik und einige andere unschöne Inhaltsstoffe besitzen. In der Pflege konnte ich schon auf Natur umsteigen, was mich sehr freut – aber es dauert einfach ewig, dekorative Kosmetik aufzubrauchen… Wie würdest du an meiner Stelle verfahren? Die Produkte aufbrauchen (und dabei in Kauf nehmen, dass Mikroplastik & Co. ins Abwasser gelangen) oder sie entsorgen (was auch nicht gerade nachhaltig ist)? Ich hatte schon an verschenken gedacht, aber die Teile waren jahrelang in regelmäßigem Gebrauch und sehen auch entsprechend aus, daher denke ich nicht, dass ich sie noch guten Gewissens weggeben sollte. Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich!

    Ganz liebe Grüße,
    Lena

    1. Hallo liebe Lena,

      danke für deine Frage! Ich benutze nicht so viel dekorative Kosmetik, aber habe tatsächlich auch noch konventionelle Kosmetik übrig. Ich finde das ist immer so eine Sache, je nachdem, wie man seine eigene Priorität legt.

      Will ich nutzen was ich habe und weniger kaufen (was ja auch besser für die Umwelt ist), dann ist es wahrscheinlich schlauer, die Produkte die man hat noch aufzubrauchen. Will man auf keinen Fall Zeug an sich tragen, das Mikroplastik und andere schädliche Stoffe enthält, sollte man es lieber wegwerfen. Ich habe mich entschieden, meine konventionelle Kosmetik noch aufzubrauchen, solange sie noch hält. Und insgesamt kaufe ich weniger, was ich nicht brauche (brauche ich den 10. Lippenstift oder tut es das etwas hellere Rot vielleicht auch…?) und achte bei Neukäufen eben darauf, dass es Naturkosmetik ist. Die ist teurer, und damit kaufe ich nicht so viele sinnlose Sachen und mir ist das Teil dann auch irgendwie mehr wert und ich benutze es mehr.

      Ich hoffe, das hilft!
      Liebe Grüße!
      Ulrike

      1. Liebe Ulrike,

        danke dir für deine Antwort und deine Gedanken zu dem Thema. Ich schätze, ich werde auch das meiste einfach noch aufbrauchen. Ich hab allerdings auch Teile, die schon 6 oder mehr Jahre in Gebrauch sind. Vielleicht wäre es hier an der Zeit, sie zu entsorgen. Ganz schön knifflig, sich damit auseinanderzusetzen!

        Ganz liebe Grüße
        Lena

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