Yoga für Geflüchtete: So kannst du Citizen2be unterstützen

Wie soll man in einem neuen Land ein Zuhause finden, wenn man sich noch nicht mal in seinem eigenen Körper heimisch fühlt?

So richtig zuhause in mir selbst habe ich mich zum ersten Mal in einer Yogastunde gefühlt. Plötzlich empfand ich meinen eigenen Körper als einen sicheren Felsen in der stürmischen Brandung meines eigenen Lebens. Diese Erfahrung hat mich selbst unglaublich tief berührt, weswegen ich umso begeisterter war, als ich von der Arbeit von Citizen2be gehört habe.

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Yoga als Hausschlüssel zu sich selbst

Bettina Schuler, die Gründerin von Citizen2be, hat durch ihre Arbeit einen Weg erschaffen, geflüchteten Frauen mit traumatischen Erfahrungen durch Yoga wieder bei sich selbst, und somit auch in der Gesellschaft anzukommen.

Nach dem Motto: “Machen statt reden” gründete sie 2016 Citizen2be und begann, Yoga ehrenamtlich zu unterrichten. Zunächst im Flüchtlingsheim, später im Jivamukti Studio Berlin. 2016 startete sie eine Crowdfounding-Kampagne, die es ihr ermöglichte, einen eigenen Raum für Citizen2be anzumieten.

Ein sicherer Ort für geflüchtete Frauen

Zu eben diesem Raum in der Greifswalder Straße machte ich mich diese Woche auf, um mir das Ganze mal anzuschauen. Im Zentrum vom trubeligen Berlin, nur unweit vom Alexanderplatz entfernt, finde ich das Citizen2be Studio.

Love is in the air

Während draußen die Straßenbahn entlangpoltert und Menschen hektisch herumrennen, fühle ich mich hier drin wie in einer kleiner Oase. Gerade findet eine Klasse mit Bettina Homann statt und vier Frauen nehmen daran teil.

Mittlerweile besteht Citizen2be nämlich nicht nur aus Bettina Schuler, sondern einem Team aus erfahrenen Yogalehrerinnen. Es fühlt sich wie eine kleine Familie an. Die Teilnehmerinnen lachen entspannt und die Stimmung ist unglaublich freundlich und locker.

“Das Studio ist für alle offen.”

Das erzählt mir Bettina später. Manchmal springen eine paar Kinder zwischen den Frauen umher, aber es kommen nicht nur Geflüchtete zum Unterricht. Viel mehr soll das Studio zum Raum der Begegnung zwischen Neuankömmlingen und Einheimischen werden. Neben dem Yogaunterricht bietet Citizen2be außerdem Workshops an, zum Beispiel zum Thema Hormonyoga oder Mantra und Meditation.

Doch noch ist das Ziel nicht erreicht.

Mit Yogaunterricht und Workshops ist die Arbeit von Citizen2be aber noch lange nicht getan. Nun wollen Bettina und ihr Team eine Yoga-Traumatherapie aufbauen, die Geflüchteten helfen wird, ihre traumatischen Erfahrungen sowohl im Geist, als auch im Körper zu verarbeiten.

Diese Form von Therapie ist in Deutschland noch ganz neu.

Anders als in gewöhnlichen Therapien nehmen hier Yoga und Psychotherapie  eine gleichwertige Stellung ein. Für diese Pionierarbeit steht Citizen2be Gesa Schramm als Traumatherapeutin zur Seite, während Bettina Schuler an einer Weiterbildung beim renommierten amerikanischen Yogatraumatherapeuten David Emerson teilnimmt.

Um dieses außergewöhnliche Projekt jedoch voranzutreiben, braucht es Zeit, und vor allem finanzielle Unterstützung.

Deine Unterstützung ist gefragt!

Dass Citizen2be dieses Jahr im Crowdfunding-Contest des  Deutschen Integrationspreises dabei ist, sind demnach mega News. Das Ziel ist es, im Rahmen eines Crowdfounding-Wettberwerbs vom 9. April bis zum 28. April mindestens 10.000 Euro zu sammeln. Das Projekt mit den meisten Unterstützer*innen erhält außerdem 15.000 Euro zusätzlich.

Im Rahmen der Auszeichnung wählt eine Jury im Anschluss unter den erfolgreichen Contest-Projekten die drei Träger*innen des Integrationspreises aus, der insgesamt mit 100.000 Euro dotiert ist.

Zuwachs im Citizen2be-Team

Klappt die Förderung, ist das nicht nur ein Startschuss für die Yoga-Traumatherapie, sondern bedeutet auch, dass Citizen2be mit Duaa Zidan (siehe Titelbild!) ihre erste arabische Yogalehrerin bekommen.

Duaa ist aus dem Krieg in Syrien geflüchtet und lässt sich nun, nachdem sie durch Citizen2be zum Yoga gefunden hat, selbst zur Yogalehrerin auszubilden. Die Förderung würde ermöglichen, Duaa im Rahmen eines Minijobs einzustellen und somit den ersten richtigen Job mit Citizen2be zu schaffen.

Du willst helfen? Hier lang!

Du möchtest Citizen2be helfen, ihre Visonen zu verwirklichen? Spende hier bis zum 28. April, um Citizen2be die Förderung zu ermöglichen!

Fotos via Citizen2be

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