Yoga und das Corona Virus: Was wir jetzt lernen können

Hinweis vom 12. März: Dieser Artikel spiegelt den Stand vom 12. März 2020 wider. Bitte bedenkt, dass sich die Situation jeden Tag verändert und neu bewertet werden muss. Außerdem bin ich keine Fachfrau, sondern teile lediglich meine subjektiven Gedanken zum Thema.

Update vom 13. März 2020: Ich habe mich jetzt entschieden, nicht mehr zu unterrichten, weil ich es als sinnvolle Maßnahme erachte, auf Yogaklassen und Gemeinschaftssport zu verzichten. Sehr schweren Herzens allerdings. Wir überlegen hier in der Redaktion gerade, wie wir euch mit Online-Yoga-Angeboten besser unterstützen können. 

Heute morgen war es soweit und in meinem Email-Postfach landeten Emails mit soliden Hinweisen zum Umgang mit dem Coronavirus in Yogastudios. Vielleicht ist es Zufall, dass ausgerechnet heute alle Berliner Studiobesitzer*innen beschlossen haben, sich offiziell zu äußern. Wahrscheinlicher ist es aber, dass wir uns in einer Situation befinden, die nunmal Maßnahmen erfordert. 

Diskutiert haben wir im Studio über den Umgang mit Corona seit etwa zehn Tagen, als die erste Kollegin vorsichtig anfragte, wie wir das so mit dem Assistieren und den Nackenmassagen handhaben. Spoiler Alert: Ich lasse es aktuell bleiben, aber dazu weiter unten mehr! 

Die allgemeine Corona Stimmung macht natürlich auch vor der Studiotüre nicht Halt: Während die einen vollkommen entspannt ihre yoga buddies mit Umarmung begrüßen und fröhlich die Leihmatten benutzen, sind die anderen irgendwo zwischen leicht besorgt, verunsichert und unentschieden, wie sie sich verhalten sollen. Und klar, manche kommen natürlich gar nicht erst, meine heutige Klasse war etwa halb so voll wie gewöhnlich.

Über die Frage: Wie ist das mit dem Yoga und Corona? habe ich jetzt ein paar Tage nachgedacht.

Die spirituelle Szene hinsichtlich des Umgangs mit dem Virus zu beobachten, ist nämlich durchaus interessant. Auf der einen Seite gibt es die wildesten Verschwörungstheorien, von einer Strafe Gottes bis hin zu Corona als Biowaffe, die wahlweise vom Staat China oder der Pharmaindustrie in die Welt geschickt wurde. Auch unschöne Vergleiche zu 1933 wegen des Eingreifen des Staates habe ich schon gelesen. Puh!

Weniger drastisch, aber dafür erstaunlich häufig gibt es die Haltung, man müsse ja nur gesund sein, fleißig grüne Säfte trinken, meditieren und die eigene Frequenz schön hoch schwingen lassen. Zur Sicherheit solle man einfach die Nachrichten ausschalten und sich des Lebens freuen, man dürfe sich ja nicht verrückt machen lassen. 

Diesen pseudospirituellen Aussagen kann ich wenig abgewinnen, doch vielleicht kann uns die Yoga-Philosophie beim Umgang mit dem Corona-Virus helfen. 

yogas-citta-vritti-nirodah (YS 1.2)

Wenn man sich nicht mehr mit seinen Gedanken, mit den Schwankungen des Geistes identifiziert, tritt der Zustand des Yoga ein – die Identifizierung mit dem höheren Selbst, die Samadhi, Freude, Glückseeligkeit und Ekstase ist. (Übersetzung und Interpretation Jivamukti Yoga Chant Buch)

So steht es im Yoga Sutra des Patanjali, einem der wichtigsten yogaphilosophischen Texte geschrieben: Yoga, der Zustand von Einheit, entsteht dann, wenn die Wirrungen des Geistes zur Ruhe kommen. 

Wie schwer es ist, die Gedanken wirklich zur Ruhe zu bringen, weiß jede*r, der/die schon mal versucht hat zu meditieren, aber etwas Klarheit im Kopf statt blindem Aktionismus tut in der aktuellen Situation sicherlich gut. Denn egal wie gefestigt man im Leben steht, angesichts der Unsicherheit, die rund um das neue Virus besteht, ist es allzu verständlich, wenn man nicht ganz cool bleibt. 

Dass Menschen Angst haben, wenn sie in Gefahr sind, ist ein durchaus sinnvoller Mechanismus, um das eigene Leben zu retten. Wie sehr unsere Leben akut bedroht sind, ist momentan stark Auslegungssache. Fest steht: Wenn das Gehirn von Angst vernebelt ist, neigen wir Menschen zu unfassbar egoistischem Verhalten. Aktuell kann man das gut anhand der oben angesprochenen Verharmlosung oder dem Klauen von wichtiger medizinischer Schutzkleidung beobachten. 

Das irrationale Verhalten ist in beiden Extrem-Richtung gefährlich, denn es sorgt dafür, dass Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sich leichter anstecken – der Herdenschutz ist dann hinüber – oder im Krankheitsfall möglicherweise nicht die nötige medizinische Versorgung erhalten. 

Auch ohne Yogastudio: Yoga können wir jetzt ganz wunderbar üben, indem wir Mitgefühl zeigen.

Wie wäre es, mal die älteren Nachbar*innen vor dem nächsten Einkauf zu fragen, ob man vielleicht was für sie mitbringen kann? Oder der befreundeten Familie, die wegen der geschlossenen Kita einen Betreuungsengpass hat, Hilfe anbieten. Manchmal ist schon ein Topf Suppe oder ein Bananenbrot, das man einfach vor der Tür platziert, Gold wert. 

Anstatt Witze über Hamsterkäufe zu reißen, könnte man versuchen, sich in die Situation der Hamster hineinzuversetzen. Wieso haben sie so große Angst? Haben sie vielleicht Dinge erlebt, die ihnen schon einmal den Boden unter den Füßen weggezogen haben? 

Ich gehöre eher zu den Menschen, die keine Angst vor Krankheiten oder Ansteckung haben, doch nach den Erlebnissen des letzten Jahres habe ich auch ein Stück Coolness verloren und Angst davor, noch ein schlimmes Erlebnis verdauen zu müssen. Zwar mache ich mir um mich und mein Bomben-Immunsystem wenig Sorgen, aber enge Familienmitglieder von mir gehören zur Risikogruppe. Auch über meinen persönlichen Kosmos hinaus mache ich mir Gedanken um unser Gesundheitssystem und was passiert, wenn es wie in Italien an seine Grenzen kommt. 

Ich finde das ist eine großartige Möglichkeit, um die eigene Fähigkeit zum Mitgefühl und dem mitfühlenden Handeln mal jenseits von leise für sich formulierten Intentionen auf der Yogamatte zu trainieren: Wie sehr sind wir wirklich bereit im Hinblick auf das Gemeinwohl das persönliche Wohl einzuschränken? 

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Von Italien können wir lernen: Auch jenseits von fehlenden Atemmaschinen und Intensivbetten sind vielleicht nicht gleich Menschenleben, aber Existenzen bedroht. Wie unangemessen es ist, Witze zu reißen, ergibt sich vor diesem Hintergrund von alleine. Die kleine Praxis meines Körpertherapeuten in Süditalien wird mindestens einen Monat geschlossen bleiben. Er alleine ist verantwortlich für die Versorgung seiner fünfköpfigen Familie, ein Sozialsystem wie bei uns gibt es in Italien nicht. In die Bar, die im Winter ohnehin gerade so den nötigen Kaffee für die Miete verkauft, darf niemand mehr gehen. Die Mietzahlungen bleiben. 

Wer eins und eins zusammenzählen kann, kann sich ausrechnen, wen die wirtschaftlichen Einbrüche treffen. Zu Schaden werden nicht die großen globalen Player kommen, sondern die Menschen, die ohnehin schon wenig haben. 

Wenn es um das Corona-Virus geht, ist es eine gute Idee, sich auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu verlassen.

Denn in Zeiten von Corona wissen es offensichtlich viele besonders gut: Wissenschaftlerin X sagt dieses, Wissenschaftler Y jenes, Yogi A findet alles total übertrieben, Yogi B übt unbeirrt weiter auf der Leihmatte. Erstaunlich viele Menschen kennen sich plötzlich aus, haben eine Meinung und sind obendrein Gesundheitsexpert*innen.

Tatsächlich wissen wir über Corona sehr wenig. Aber wir können von anderen Ländern lernen, ein sehr guter Artikel über die Verbreitung von Corona gab es übrigens kürzlich bei der Süddeutschen Zeitung. Und wir können versuchen, daraus zu lernen. 

Auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts, der zentralen nationalen Einrichtung für Krankheitsüberwachung und -prävention findet man täglich wissenschaftlich fundierte, wenig emotionale und durchaus sinnvolle Handlungsempfehlungen für uns als Individuen, aber auch wie wir uns als Gesellschaft sinnvoll verhalten können. 

Informationen dieser Art anstatt teilweise fragwürdige mediale Berichterstattung helfen zudem, das monkey mind in den Griff zu bekommen und sind zudem ein gute Grundlage für fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Gestaltung des eigenen Alltags. 

Soll ich trotz Corona noch im Yogastudio üben?

Diese Frage stellen sich gerade einige, aber aktuell kannst du sie dir nur selbst beantworten. Folgt man den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts würde ich sagen: Lieber auf Üben zuhause umsteigen. Yoga im Studio zählt aus meiner Sicht definitiv nicht zu den wirklich notwendigen sozialen Kontakten. 

Außerdem gibt es super Online-Angebote für die Praxis zuhause, wie unseren Chakra-Kurs oder das Morgenroutine-Programm. Wir haben kurzfristig entschieden, unsere Kurse für eine Woche um 50 Prozent zu reduzieren. Um ihn einzulösen, nutzt bitte den Code careforeachother bei der Anmeldung (Werbung). Auch bei yogaeasy.de (Affiliate-Link) könnt ihr -falls ihr das Probeabo noch nicht hattet – jetzt einen Monat kostenlos Yoga üben.

Wenn du dich trotz allem wohl fühlst und die Klassen stattfinden, dann steht deiner Praxis im Studio prinzipiell nichts entgegen. Die meisten Yogastudios haben ihre Lehrer*innen instruiert, auf Assists und Partnerübungen zu verzichten und die Teilnehmer*innenzahl der Klassen begrenzt. Wie viel diese sanften Maßnahmen wirklich bewirken, kann ich als Laie nicht einschätzen. 

Wichtig ist vor allem, das Händewaschen und Desinfizieren ernst zu nehmen. Vor und nach dem Unterricht. Wer krank ist, auch nur ein klein bisschen, bleibt bitte zuhause. 

Außerdem würde ich in jedem Fall auf der eigenen Yogamatte üben. Corona hin oder her – Studiomatten sind einfach nicht sonderlich hygienisch und wer sich Yogastudios leisten kann, hat auch die Kohle für eine eigene Matte, wage ich jetzt mal zu behaupten. 

Küsschen und Umarmungen würde ich auch mal eine Zeit lang weglassen. Mir ist es ehrlich gesagt immer noch unangenehm, Leuten nicht die Hand zu schütteln, aber momentan ist es mir lieber, etwas Abstand zu halten. Für mich eine exzellente yogische Übung, ganz bei mir zu bleiben und freundlich abzulehnen.

Wie soll ich als Yogalehrer*in mit Assists, Nackenmassagen und dem Thema Corona umgehen?

Richtig gut fand ich in dieser Hinsicht die Empfehlung von Moritz Ulrich, dem Besitzer von Peace Yoga Berlin, wo ich unterrichte. Auch weil ich weiß, dass Moritz seine Entscheidungen als Arzt und Yogalehrer gut durchdenkt und in beiden Bereichen über ein solides Wissen verfügt. Moritz hat uns zu Beginn der Diskussion an unsere Verantwortung in unserer Rolle als Lehrende erinnert hat, seine Nachricht hier im blauen Kasten. 

Hinzu sei gesagt, dass wir inzwischen bei Peace Yoga nur noch verbal assistieren, das heißt wir verzichten komplett auf Berührungen.  Natürlich wird jeden Tag die Situation neu bewertet und diese Empfehlung kann sich jeden Moment ändern.

Immer, wenn man mit Menschen so nah arbeitet wie wir, besteht die Möglichkeit der Ansteckung mit allen Viren oder Bakterien. Hygiene Basics sind also immer wichtig. Sich z.B. nicht ins Gesicht zu fassen, Händedesinfektion, Schüler*innen sagen, wenn sie erkältet sind, sich lieber zu Hause auszuruhen usw. Was momentan dazu kommt ist Angst und Panik. Als Yogalehrer*innen ist das unsere Chance und Pflicht die Idee von yogash chitta vritti nirodha zu unterrichten und selbst darauf zu achten, wie viel Angst wir mit in den Raum bringen. Gleiches gilt für alle Ängste die mit dem Assistieren und Anfassen auch ohne COVID19 bestehen. Die meiste Sicherheit können wir aus meiner Sicht den Schülern vermitteln, wenn wir selber sicher sind und alles normal machen. Sollten wir uns selber unsicher sein, ob wir wen anfassen wollen (wegen COVID 19 oder warum auch immer) dann sollten wir es einfach nicht tun, brauchen dies dann aber nicht verbal zu begründen, da wir so wieder die Unsicherheit in den Raum tragen. Natürlich müssen wir unsere eigene Sicherheit und Entscheidungen immer wieder hinterfragen und auch mit äußeren objektiven Fakten abgleichen. Das heißt auch, stets offen für Änderungen und Anpassungen unseres Verhaltens sein.

Moritz Ulrich

Konkret heißt das:

  • wenn du dich unwohl fühlst, unterrichte lieber nicht
  • wenn du unterrichtest, halte dich strikt an Hygienemaßnahmen
  • assistiere nur reduziert, nur, wenn du dich gut damit fühlst und ohnehin besser verbal
  • egal, wie du dich entscheidest, own it
  • gib Begründungen nur auf Nachfrage 

Ich persönlich unterrichte aktuell noch, bin aber mit Blick auf Italien, den Iran und China und die vielen Schließungen von öffentlichen Einrichtungen nicht sicher, wie gut ich es noch finde, dass Yogastudios und Fitnessbuden noch geöffnet sind. Ehrlich gesagt glaube ich, dass es nur noch wenige Tage dauern wird, bis wir Studios schließen, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. 

Bis dahin überlege ich täglich neu, ob ich unterrichten möchte. Auf Assists verzichte ich komplett, auf ungefragtes Sprechen über das Thema mit Schüler*innen aber auch. 

Das Ganze ist für mich eine sehr gute Übung zu checken, wo ich selbst Verantwortung für mich und mein Handeln übernehme und wo ich will, dass endlich jemand anderes mir die Last der Verantwortung abnimmt. Nicht die Spielverderberin sein zu wollen, die als erste einknickt oder blödes Gefühl dabei, die Angst zuzugeben, spielt dabei sicher auch eine Rolle. Ich glaube, der Moment, in dem man sich selbst ungut fühlt, ist ein guter Moment, den Unterricht abzusagen. 

Natürlich ist mir bewusst, dass ich in der privilegierten Situation bin, finanziell nicht voll vom Unterrichten abhängig zu sein. Das ist sicher ein großer Vorteil gegenüber Yogalehrer*innen, die Vollzeit und freiberuflich unterrichten. Und trotzdem mache auch ich mir Gedanken, was wohl aus meinen Workshops in Berlin und Hamburg wird, denn da geht es auch um mehr als um ein paar abgesagte Klassen. 

Was wir von Corona lernen können:

Der Grat zwischen Panik und Verharmlosung ist schmal. Wahrscheinlich gibt es keine pauschale Antwort, sondern nur eine Situation, die täglich neu bewertet werden muss. Die Situation einzuschätzen, überlasse ich gerne Expert*innen. Auf dieser Basis und natürlich meinem Bauchgefühl treffe ich dann meine Entscheidungen.

Ich habe heute ein private Verabredung abgesagt, weil jemand in der Familie krank ist. Plötzlich hatte ich einen ganzen Tag unverhofft Zeit und freute mich fast ein bisschen, einfach mal wieder einen Artikel zu schreiben. Diesen hier. 

Sheila kann am Wochenende nicht mehr wie geplant feiern gehen und hat sich heute erstmal mit Farben und Pinseln eingedeckt, um endlich mal wieder in Ruhe zu malen. Das findet sie richtig gut. 

Meine Freundin Miri bleibt fröhlich wie immer und sagte zu mir: “Wie schön, dass wir jetzt alle erkennen, dass wir den Quatsch, den wir den ganzen Tag machen, nicht brauchen.” Im Privaten vielleicht eine schöne Möglichkeit, gemütlich zu sein und sich mal wieder Gedanken zu machen über das, was wirklich wesentlich ist. 

Reisen können abgesagt werden, Meetings online stattfinden. Die Erde kann kurz mal aufatmen. Flieger bleiben auf dem Boden, aber die Luft über Wuhan ist besser geworden. 

Ja, wirtschaftlich kann Corona noch ein Riesenproblem werden. Aber vielleicht birgt es auch eine Chance. 

Manche Selbstständige im meinem Umfeld wissen schon jetzt nicht mehr, wie sie die nächsten Wochen klarkommen werden. Firmen könnten pleite gehen, Arbeitslosigkeit wird die Folge sein. Das ist auf der einen Seite dramatisch, auf der anderen merken wir vielleicht, dass es auch anders geht und dass anders gar nicht so schlecht ist. Möglicherweise braucht es einen großen Knall, damit ein Nährboden entsteht, auf dem neue Ideen wachsen können. 

Vor allem können wir lernen, dass wir das Leben nicht kontrollieren können. Wir können lernen, wie fragil unsere globalisierte Welt ist und was für ein Arschloch der Kapitalismus.

Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass wir uns im Extremfall alle gegenseitig helfen statt egoistisch nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Ich hoffe zwar sehr, dass der Extremfall nicht eintritt, aber ich wünsche mir, dass wir viel Gutes aus der Corona-Krise mitnehmen können und uns als Weltgesellschaft gegenseitig unterstützen. Anfangen könnten wir zum Beispiel mit der humanitären Krise in Griechenland, wo Hilfe mehr als nötig ist. 

Titelbild by Jake Bradley on Unsplash 

Einige gute Artikel zum Thema (Stand 12. März 2020):

8 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Moin, aus Oldenburg!

    Der Hamster hat nicht etwa Angst, sondern deckt sich für den Winterschlaf ein
    Ich kenne das Ich-möcht-gern-einige- Vorräte-haben aus eigener Erfahrung.
    Rein intuitiv und zum Herbst hin.
    Auch bei Hamstern; hat sich das Leben auf dieser wunderschönen Erde … verändert.

    Nen g.kG, v. Petra Krautstein

  2. Liebe Rebecca,

    vielen Dank für den tollen Artikel! Innerhalb 1 Woche haben sich die Dinge schon dramatisch zugespitzt und mit Blick auf das Veröffentlichungsdatum deines Artikels hast du genau den richtigen Ton getroffen. Unabhängig davon lese ich stets gerne deine Artikel.
    Ich gehöre zu denjenigen, die deinen Workshop in HH gebucht hatten. Ich würde auch zu einem neuen Termin kommen. Und wenn es keinen gibt, würde ich das Geld auch nicht wiederhaben wollen. Warum? Weil ich den einfachen aber effizienten Gedanken hatte: Wenn es jeder so sieht, haben wir doch eine wesentlich entschärftere wirtschaftliche Krise…?! Und das Geld hatte man ja eh eingeplant. Mein Friseur und Kosmetikstudio bekommen von mir auch weiterhin (online in Form von Gutscheinen) das Geld, was ich eh dort gelassen hätte.

    Herzlichst
    Tanja aus Bremen

  3. Vielen Dank für diesen Artikel! Ich neige dazu, die momentanen Einschränkungen für übertrieben und wenig wirksam zu halten. Nun denke ich nochmal darüber nach, ob ich zur Stunde gehe oder nicht obwohl ich mich gesund fühle und sowieso schon immer meine eigene Matte dabei habe.

  4. Liebe Rebecca, ich bin so dankbar für diesen Artikel. Und kann nur sagen, dass ich 100% zustimme. Vor allem bin ich dankbar, dass du auf die Situation der Einzelnen in Italien hinweist, denn während ich natürlich den Ärger und die Traurigkeit wegen abgesagter Veranstaltungen nachvollziehen kann, bricht es mir ein sehr das Herz an Freunde in Italien zu denken, die mit Kindern zu Hause um ihre Existenz bangen. Alles Liebe aus der Schweiz. Maike

  5. Ach Rebecca, wie schön geschrieben. Ich kann deine Gedanken alle sehr gut nachvollziehen und wundere mich auch über die Yogalehrer, die sich lächelnd hinstellen und nur von übertriebener Panikmache reden. Ich sage schwerenherzens aber ganz sicher aus Verantwortungsbewusstsein gerade meinem Retreat in Tirol ab und muss ganz ehrlich sagen, ich würde mich eigentlich freuen, wenn die Regierung, wie die Dänen, mal einfach für zwei Wochen Schulen, Kitas, Yogastudios usw zumacht – weil tatsächlich so vielleicht eine Chance bestehen kann, etwas aufzuhalten. Die haben übrigens für diejenigen Kinder, die betreut werden müssen, einen Notfall-Dienst eingerichtet. Scheint zu klappen. Und dann habe ich auch gehört, wir sollten alle morgens mal schön tief einatmen. Bleib gesund!

  6. Liebe Rebecca, ich fand deinen heutigen Unterricht sehr schön. Hab ich dir ja auch persönlich gesagt. :-) Und tatsächlich fand ich es auch toll, dass die Klasse so schön „ leer“ war. Ich arbeite seit fast 20 Jahren auf der Intensivstation und hier wird auch heiss diskutiert. Ich bin da eher der Beobachter und versuche bei mir zu bleiben. Yoga hilft mir dabei sehr. Wenn möglich, werde ich weiterhin ins Studio gehen. Sollten meine Studios schließen, wird es wohl Zeit für eine gute, regelmäßige Praxis zu
    Hause. Danke, dass du heute unterrichtet hast. :-)

  7. Liebe Rebecca, dein Artikel spricht mir aus dem Herzen! Danke für das Teilen deiner Worte. Sie tun gut und beruhigen auch meinen monkey mind. Auf das wir uns auf unsere Fähigkeiten besinnen, die eine verantwortungsvolle Gemeinschaft braucht! Herzlich, Anna

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