Yoga Life Hacks: 7 Tools aus der Yogi-Trickkiste

Ängste überwinden, entspannter werden, loslassen, Herz öffnen – das sind alles tolle und wirklich hilfreiche Auswirkungen von Yoga. Aber jetzt werden wir mal konkret: Ich habe einige Dinge durch meine Yogapraxis gelernt, die mir mein tägliches Leben praktisch erleichtern. Off the mat sozusagen. Wie diese Life Hacks aus dem Internet, nur dass man hierfür keine Büroklammern, halbierten Konservendosen oder Klorollen braucht.

1. Nasejucken ignorieren

Du sitzt in einer unangenehmen Position fest – sagen wir, in Behandlung beim Zahnarzt – und deine Nase kitzelt plötzlich aus irgendeinem Grund unfassbar. Du glaubst, du kannst nicht überleben, ohne da jetzt einmal hinzufassen und den eingebildeten Staub wegzuwischen. Nur. Ein. Mal. Not me! In vielen Stunden Meditation und selbstauferlegtem Stillhalten habe ich gelernt, das gekonnt zu ignorieren.

2. Ordentlich Decken falten

Das gefällt nicht nur meiner Mama, sondern auch allen meinen Mityogis. Außerdem hilft doch die ganze Achtsamkeit der 90 Minuten auf der Matte nichts, wenn du danach deine Decke zusammengeknüllt in das Regal donnerst. Deshalb: Falte sie ordentlich für den, der sie als nächstes in die Hand bekommt. Wer jetzt denkt, das muss man doch nicht lernen, der sollte hier weiterlesen.

3. Weniger tollpatschig sein

“Tue heute nichts unbewusst.” Den Satz, den mal ein Lehrer gesagt hat, habe ich mir hinter die Ohren geschrieben. Und da geht’s nicht nur ums atmen, essen oder reden. Sondern auch darum, dass man sich auf die eigenen Handgriffe konzentriert. Und eins nach dem anderen macht anstatt eine SMS zu beantworten, während man sein Fahrrad aufschließt, welches man grade noch so mit einem Bein vorm Umkippen bewahrt und gleichzeitig versucht, mit dem Ellenbogen schon mal das Vorderlicht anzuschalten. Na gut, das mache ich immer noch ab und zu. Aber ich lasse meinen Schlüssel dabei nicht mehr so oft fallen wie früher.

4. Meine eigenen Kisten tragen

Ich habe mehr Kraft als noch zu der Zeit, in der ich im Fitnessstudio an die Gewichte gegangen bin. Tatsache. Und ich ziehe bald um. Das werde ich alles so was von easy alleine schaffen. Hüstel.

5. Pünktlich sein

Ich lasse mich nicht gerne hetzen, erst recht nicht auf dem Weg zum Yogastudio. Aber es ist natürlich nicht möglich, zehn Minuten zu spät in die Klasse zu platzen. Deshalb habe ich mir angewöhnt, wirklich pünktlich zu sein. Das schleift sich dann auch für andere Verabredungen ein. Und weil ich durchs Yoga so wahnsinnig tiefenentspannt bin, stört es mich auch nicht, dass ich dadurch immer auf Leute warten muss.

6. Schmerzen durchstehen

Da liegt man auf der Waxingliege, hilflos einer geballten Ladung brasilianischer Frauenpower ausgeliefert. “Jetzt einmal tief Luft holen!” – Ratsch. Oh, glaubt mir: Ich hole nicht nur einmal tief Luft. Ich atme 20 Minuten lang sowas von bewusst hardcore Ujjayi und denke dabei an was Schönes. Dann habe ich mein Pranayama für den Tag schon erledigt, und die Schmerzen sind auch nur halb so schlimm.

7. Mich nicht unnütz grämen

Wir verschwenden alle zu viel Zeit darauf, uns über verschüttete Milch aufzuregen, wie die Amerikaner so schön sagen: über kleine Fehler, die eigene Verplantheit oder verschwendetes Geld. Hätte, hätte, Fahrradkette… präsent sein bedeutet, nicht in der Vergangenheit festzuhängen und weder zu nostalgisch noch verbittert zu werden. Das ist unfassbar befreiend und schafft viel Raum für sinnvollere Gedanken.

Und da ich gerade mit Nummer 7 schon wieder ins etwas Unkonkretere abdrifte, beende ich die Liste hier. Happy hacking, alle zusammen!

Was fällt dir durch Yoga im Alltag leichter? Lass es mich im Kommentar wissen!

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