Der Yoga-Guide für Anfänger (Teil1): Was du vorher wissen solltest

Welcome Yoga-Newsbies!

Dieser Beitrag ist alle, die mit Yoga starten wollen. Und für diejenigen von euch, die vorhaben, ihre Nicht-Yoga-Freunde endlich einmal mit zum Yoga zu nehmen.

Da Yoga so viele Bereiche meines Lebens positiv beeinflusst hat, freue ich mich immer, wenn Menschen ihr Interesse für Yoga entdecken und sich zum ersten Mal auf die Matte wagen.

Damit du nicht völlig blauäugig ins nächstbeste Yogastudio stolperst, vielleicht unsanft landest und Yoga dann möglicherweise total doof findest, hab ich einen dreiteiligen Guide für Yoga-Anfänger zusammengestellt.
In Teil 1 geht es um die Basics. In Teil 2 erfährst du, wie du DEIN Yogastudio findest und in Teil 3, was du bei deiner ersten Stunde beachten solltest.

Was Yoga-Anfänger vor ihrer ersten Klasse wissen sollten.

1. Yoga ist kein Sport

Auch wenn die Yogapraxis physisch sehr fordernd sein kann, ist Yoga eine spirituelle Praxis. Laut der yogaphilosophischen Schriften ist das Ziel dieser Praxis Erleuchtung oder die Erkenntnis des wahren (göttlichen) Selbst. Dahinter steckt die Idee, dass „Gott“ in jedem von uns steckt und wir eigentlich alle miteinander verbunden sind. Der göttliche Kern oder das wahre Selbst besteht aus purer Glückseligkeit und Liebe und ist nur durch all das, was unser „normales“ Leben ausmacht, verdeckt. Wenn wir Yoga üben, bahnen wir uns unseren Weg durch die ganzen Schichten hin zu unserem Wesenskern.

Erleuchtung? Höheres Selbst? Alle verbunden? Hä?

Wenn du mit all dem nichts anfangen kannst, ist das völlig okay. Die meisten Menschen finden zum Yoga, weil sie Rückenprobleme haben, abnehmen oder entspannen wollen. No worries: Es gibt Yogastile, die den Fokus ausschließlich auf die Asanas, also die Yoga-Haltungen, legen.

Trotzdem: Wenn du beginnst regelmäßig zu üben, kannst du mit Effekten rechnen, die über einen knackigen Hintern hinausgehen. Zum Beispiel bessere Konzentration, mehr Zufriedenheit und Gelassenheit. Meistens kommt das Interesse für die Philosophie dahinter irgendwann ganz von allein.

2. Yogis sind völlig normale Menschen

Auch wenn die Yogawelt von außen manchmal freakig erscheint, die meisten (naja, es gibt immer Ausnahmen) sind völlig normale Menschen. Sie essen Kuchen, trinken gelegentlich Bier und gehen auch mal bei Aldi statt im Bioladen einkaufen. Schwaden von Räucherstäbchen, Hennatattoos und Ringelpietz mit Anfassen findet man in den Yogastudios hierzulande auch eher selten. Klar gibt es in Sachen Style auch hier Unterschiede, im Regelfall sind die Studio-Betreiber um eine freundliche Wohlfühlatmosphäre bemüht.

3. Yoga ist nicht gleich Yoga

Es gibt viele verschiedene Yogaarten, die sich stark voneinander unterscheiden.

Ashtanga Yoga, Jivamukti Yoga und Vinyasa oder Power Yoga sind körperlich eher fordernd. Bikram Yoga übt man im 40 Grad warmen Raum. Im Iyengar Yoga und Anusara Yoga zum Beispiel arbeitet man sehr genau an der präzisen Ausrichtung der einzelnen Haltungen, was besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen wichtig ist. Kundalini Yoga spielt viel mit dem Freisetzen von Energie und Lösen von Blockaden.

Was das Richtige für dich ist, musst du selbst herausfinden.

Überlege dir am besten vorher ungefähr, was du mit dem Yoga eigentlich erreichen willst.

Willst du Entspannung oder Fitness? Ist dir die Spiritualität wichtig oder dein Bizeps? Willst du Meditation in Stille oder laute Musik? Schon anhand der Beschreibungen der Yogastile auf Wikipedia oder sonst wo im Netz wirst du erkennen, ob die jeweilige Richtung dich anspricht.

Von hier aus hast du schon einmal einen Anhaltspunkt, in welche Richtung deine Yogareise gehen soll. Wie du das richtige Studio findest, erfährst du in Teil 2 unserer Reihe. Teil 3 ist ein Knigge für deine erste Klasse dort.

In der Zwischenzeit, shine bright!
Rebecca

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