Wir Männer müssen das Göttliche in uns erwecken!

Es gibt spirituelle Themen, über die ich ganz spontan stundenlang philosophieren kann. Männliche Spiritualität gehört nicht dazu. Und doch spüre ich eine subtile Euphorie in meinem Herzen, wenn ich darüber sinniere. Das ist ein gutes Zeichen!

Mein Herz fühlt sich augenscheinlich zu dieser Thematik hingezogen. Zu einer spirituellen Männerbewegung, die von einem ganz eigenen männlichen Charakter getragen wird.

Dennoch leistet mein innerer Zweifler den gewohnten Widerstand: Braucht diese Welt eine männliche Spiritualität, wo der spirituelle Weg doch eigentlich geschlechtsneutral ist? Je tiefer ich in meine Herzenswahrheit hineinspüre, desto klarer kristallisiert sich eine Herzensantwort heraus, die den inneren Zweifler schließlich verstummen lässt.

Ja. Ja. Ja.

Wenn wir in einer Welt leben wollen, in der Männer mit offenem Herzen Berge versetzen können, in der Männer ihre Wildheit und Weisheit zu einem friedlichen Licht für die Menschheit verschmelzen lassen, in einer Welt ohne Machos und ohne Softies, dann brauchen wir auch eine männliche Spiritualität, die uns Männer dort abholt, wo wir stehen – unabhängig von gesellschaftlichem Status und sexueller Orientierung.

Denn es sind andere Mauern, die uns von unserem wahren Sein trennen, als diejenigen, hinter denen die Frauen stehen. Mauern, die auf gesellschaftlichen Geschlechterrollen fußen und die es einzureißen gilt. Ein Prozess, in dem uns die Frauen weit voraus sind. Und ein Prozess, der einer spirituellen Männerbewegung bedarf. Einer spirituellen Männerbewegung, die uns in Solidarität und gegenseitigem Verständnis eint anstatt uns durch Konkurrenzdenken und Machstreben zu spalten.

Sowohl Männer als auch Frauen haben im Sinne der spirituellen Ganzwerdung die Aufgabe ihre männlichen und weiblichen Anteile in Einklang zu bringen. Yin und Yang auszubalancieren. Die Frauen können sich hierbei an einem Slogan orientieren, der es sogar in die Werbung für bekannte Damenrasierer geschafft hat:

Erwecke die Göttin in dir.

Diese innere Göttin, die ihre Weiblichkeit gleichzeitig sanft und kraftvoll zelebriert, ja all ihre männlichen und weiblichen Anteile in Liebe angenommen hat.

Und wen oder was sollen wir Männer erwecken?

Unseren inneren Gott? Klingt irgendwie altbacken, biblisch verstaubt, etwas größenwahnsinnig und gar nicht so sexy und catchy wie die innere Göttin … und doch, ja doch:

Wir Männer müssen das Göttliche in uns erwecken.

Jene männliche Urkraft mobilisieren, mit der wir besagte Mauern einreißen und dadurch unser wahres Potenzial in die Welt hinaustragen können.

Auf geht’s Jungs! Lasst uns gemeinsam einen Weg beschreiten, der zum wahren „Mann sein“ führt. Einen Weg, auf dem wir unsere männliche Urkraft wieder entdecken, uns erlauben wild zu sein, frei zu sein, emotional zu sein. Einen Weg, auf dem wir gemeinsam Berge versetzen können.

Denn wir sind die Männer unseres Lebens!

Mehr von mir und all dem, was mein Herz bewegt, findet ihr bald auf meinem spirituellen Hipster-Hippie-Naturburschen-Blog www.seelenrave.de. Bis dahin versorgt euch meine Facebook-Seite mit der alltäglichen Ration Männerspiritualität für zwischendurch … mit sexy Texten, Bildern, ganz viel (chakragereinigtem) Herz und Liebe für euch.

2 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Ne, da kann ich nicht mitgehen:

    Allen Männern ist – wie übrigens auch allen Frauen – eine spirituelle Entwicklung zu wünschen. Abgesehen davon, dass mir das testosterongesteuerte Balz-, Rivalitäts- und Dominanzgehabe von Männern meistens tierisch auf den Geist geht hat spirituelle Entwicklung doch nichts mit männlichen oder weiblichen Verhaltensmustern zu tun.

    Spirituelle Entwicklung heißt für mich zu versuchen, sich mit dem wahre Selbst zu verbinden. Das wahre Selbst hat für mich aber nichts mit Etiketten wie Wildheit, Weisheit und „wahrem Mannsein“ zu tun.

    Ich habe kein Problem damit, die innere Göttin oder Gott in mir zu erwecken zu versuchen und sehe in der Spiritualität keinen Sinn für eine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen. Also: Spiri für alle!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*