Wie du lernst, dich selbst zu lieben

In den letzten Monaten zog ein Wort seine Kreise durch mein Leben.

Selbstliebe.

Es schien mich von überall anzuspringen. Von Büchern, in Gesprächen, auf Instagram, in Newslettern oder in Yogastunden. Überall. Ich begann nachzudenken und fragte mich:

  • Wie ist es eigentlich mit der Selbstliebe in deinen Leben bestellt?
  • Wie gehst du eigentlich mit dir selbst um?
  • Wie redest du mit dir und deinem Körper?
  • Liebst du dich selbst so, wie du von anderen geliebt werden möchtest?
  • Würdest du andere so behandeln, wie du dich behandelst?

Nimm dir jetzt gerne einen Moment, diese Fragen in Ruhe zu beantworten. Die Antworten werden dir viel über dich verraten. Zumindest war das bei mir so.

Obwohl ich insgesamt recht zufrieden mit mir und meinem Leben bin, war ich erstaunt, wie stark der innere Kritiker ist, der immer und immer wieder Dinge sagt wie: „Naja, ein paar Kilo weniger wären auch nice.“ Oder: „Schon wieder nicht alles geschafft, was auf der TO DO Liste stand!“ Oder: „Langweilige Yogastunde!“ und so weiter.

Mein innere Kritiker ist ein perfektionistischer Miesepeter, der absurd hohe Ansprüche hat. Ein oller Typ, der versucht mir einzureden: Du bist nicht gut genug!

Kennst du diese Stimme von dir selbst? Die Stimme, die viel härter zu dir ist als sie jemals zu Menschen, die du liebst, wäre? Dann ist es allerhöchste Zeit, zu lernen, dich selbst gut um dich zu kümmern. Zu lernen dich selbst zu lieben.

Solange dein Mitgefühl dich selbst nicht einschließt, ist es nicht vollständig.

Das heißt nichts anderes als: Selbstliebe und Selbstfürsorge sind nicht egoistisch.

Ganz im Gegenteil: Sich gut um sich selbst zu kümmern, ist die Grundlage um aus den Vollen zu schöpfen und seinen Beitrag zu Wohle der Welt zu leisten. Solange wir versuchen, unsere eigenen emotionalen Löcher mit Aufmerksamkeit von Außen zu stopfen, werden wir nicht die innere Zufriedenheit erlangen, die wir uns eigentlich wünschen. Erst wenn wir lernen, echte Liebe für uns selbst zu empfinden, können wir auch andere von Herzen lieben und deren Leben mehr und mehr bereichern.

Die Wahrheit ist: Du bist perfekt genauso wie du jetzt im Moment bist!

Natürlich sind es zwei Paar Schuhe, diese Worte hier zu lesen und sie tatsächlich zu leben. Dein innerer Kritiker redet dir vermutlich schon seit vielen Jahren Dinge ein, die dich von deiner wahren Natur entfernt haben. Das ist ganz normal. Doch es ist nie zu spät, Gedankenmuster in Frage zu stellen und zu verändern. Der Trick ist: Fang klein an und beginne zu expandieren. Schritt für Schritt. In deinem Tempo.

Wie wäre es, kleine Akte der Selbstliebe in deinen Alltag zu integrieren?

Gut? Dann nichts wir los: Wähle aus den folgenden Ideen zwei bis drei aus, die dir besonders gefallen. Versuche sie täglich zu üben. Vielleicht benutzt du sogar ein kleines Büchlein, in das du jeden Abend notierst, was du dir heute Gutes getan hast und dich an dein Montagsmantra erinnerst:

Ich bin perfekt so, wie ich bin

10 Vorschläge für mehr Selbstliebe in deinem Leben:

  • Setze die Intention, netter zu dir zu sein. Bitte deine Spirits um Beistand
  • Hör auf dein Herz und gehe dahin, wo du Freude spürst
  • Finde deine Morgenroutine: Starte den Tag mit 10 Minuten nur für dich
  • Koch dir ein leckeres Mittagessen und richte es schön an
  • Me-Time: Plane jede Woche ein paar Stunden ein, in denen du dir Zeit für Schönheit nimmst
  • Geh zur Mani-Pedi, genieße einen Tag in der Sauna, kaufe neue Unterwäsche nur für dich, trage Lippenstift
  • Stell dich vor den Spiegel, such dir ein Körperteil aus, das du magst, betrachte es liebevoll und sag ihm, wie schön es ist. Und wenn das dein kleiner Finger ist
  • Raus aus dem Alltag: Verbringe Zeit in der Natur, mach Kurztrips, fahr in den Urlaub
  • Umgib dich mit Menschen, bei denen du das Gefühl hast, 100 Prozent „du“ sein zu können
  • Such dir Unterstützung von Therapeuten, Heilern oder guten Freunden. Buche einen Workshop oder ein Retreat

Wichtig: Bleib geduldig. Akzeptiere, dass dein Selbst-Liebe-Programm ein Prozess ist und sei auch nett zu dir, wenn es mal nicht so gut funktioniert. Wenn du gleich alles auf einmal machen willst, kann es schnell passieren, dass du dich überforderst. Integriere nach und nach kleine Akte der Selbstliebe der Selbstliebe und beobachte, wie sie sich auf dein Leben auswirken.

Tipps zum Weiterlesen:

Habe eine wunderbare Woche voller Liebe, Freude und Schönheit. Berichte gerne von deinen Schwierigkeiten und Erfolgen in den Kommentaren oder per Mail. Ich freue mich drauf.

Alles Liebe,

Deine Rebecca

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11 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin 18 Jahre alt (M) und habe immer wieder von ein paar Mädchen mitbekommen dass sie mich ganz nett und sogar hübsch finden. Bisher habe ich das immer nur für nicht ernst gemeinte „Witze“ gehalten. Gleichzeitig hab ich mir riesigen Druck gemacht, keine Beziehung zu haben.
    Neuerdings hat mich ein Mädchen gefragt ob wir uns treffen wollen, worauf ich erstmal geschockt und mit Abneigung reagiert habe, bis mir aufgefallen ist dass mich meine Selbstliebe an der Liebe zu anderen hindert.
    Ich mache mir häufig Vorwürfe, habe das Gefühl nicht genug zu sein und grade wieder beim Thema Beziehung kommt das auf.

    1. Lieber Thomas,

      es ist ganz normal, ab und an ein bisschen an sich zu zweifeln. Damit bist du nicht alleine. Du hast ja schon selbst gemerkt, dass die Mädchen dich ganz gut finden. Versuche doch erstmal den Gedanken zuzulassen, dass du ganz offensichtlich ein liebenswerter und interessanter Kerl bist. Manchmal hilft es, die Persepektive von anderen Menschen (zum Beispiel der Mädchen) einzunehmen, um sich selbst im richtigen Licht zu sehen. ‚

      Alles Liebe Rebecca

  2. Ein super Beitrag!
    Ich war gerade auf der Suche und dieser Artikel hat mich wieder ein wenig mehr bereichert!

    Selbstliebe ist so wichtig, um das Leben zu bekommen, was man sich wünscht! :)

    1. multiculti paradise. Soon in your own town. Stay tuned. You and your children will be able to enjoy it in parks, schools, et al. Also you will observe how the urban equipment mytiorseusly shrinks day after day, especially those items with iron or copper in them, think of benchs, manhole covers, wire…

  3. Hi Rebecca und Franziska,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Die 10 Tipps sind echt klasse! Besonders gut finde ich auch den Punkt mit der Morgenroutine. Ich glaube es ist essenziell, gut und entspannt in einen neuen Tag zu starten. Liebe Grüße Sandra

  4. Moin,
    vor genau dem Problem stehe ich auch gerade. Im Alltag mit Kleinkind, missglückter Kitaeingewöhnung und beide berufstätig irgendwo noch Zeit und Kraft zu finden, mir selbst was gutes zu tun. Bisher habe ich noch keinen zündenden Gedanken außer den Glauben daran, dass es irgendwann auch wieder besser wird.
    Dafür fällt es mir zur Zeit leicht zu meditieren. Da ich so erledigt bin, dass selbst meine inneren Kritiker Mitleid haben und die Klappe halten.
    Ich mag euren Blog gern, finde mich in euren Texten aber leider immer seltener wieder, seit ich Mutter geworden bin. Aber einen guten Blog, der Spiritualität und Mutter eines Kleinkinds zu sein verbindet, habe ich leider noch nicht gefunden.
    Liebe Grüße
    Anne

    1. Hi meine Liebe,

      danke für deine Worte. Ich verstehe total gut, dass du dich als Mutter immer weniger wieder findest. Das liegt schlichtweg daran, dass wir keine Mütter sind und somit auch nicht darüber schreiben können. Aber irgendwann wird sich auch das ändern ;) Schau in der Zwischzeit doch mal hier rein: http://www.mamasoulcircle.de/

      Alles Liebe
      Deine Rebecca

  5. Hey,

    in diesem Sinne möchte ich die Selbstliebe-Bewegung vorstellen. Sie hat das Ziel, jedem Selbstliebe so einfach wie möglich zu erklären und beizubringen – und es funktioniert. Sie hat eine sehr schöne Energie mit tollen warmen Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben:

    http://de.movemeta.org

    Es gibt regelmäßige Treffen auch in Berlin.

    Grüße

    Sarah

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