Wer F*** will, muss freundlich sein – Die 7-Tage Challenge

Nein, hier geht es nicht um Sex, sondern um F*** wie Freundlichkeit. Wer diese von anderen erwartet, sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen. 

Darüber habe ich mir in den letzten Wochen einige Gedanken gemacht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die berühmt berüchtigte Berliner Schnauze zum neuen Vorbild der Bevölkerung wird. Ich finde, das darf nicht sein. Oder kennst du jemanden, der sich über Meckereien und Unfreundlichkeiten freut?

Fuck Lucky Go happy

Da man ja immer bei sich selbst anfangen sollte, habe ich beschlossen, öfter bewusst freundlich zu sein – vor allem zu Fremden. Auf der Straße, beim Einkaufen und in der U-Bahn. Es stimmt nun mal: Wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es heraus. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass man selbst dem größten Motzer mit einer Charme-Offensive ein Lächeln abringen kann.

Deshalb rufe ich hiermit offiziell zur Freundlichkeits-Challenge auf: Eine Woche netter sein.

Hier das Sieben-Punkte-Programm:

  1. Schau den Menschen öfter mal in die Augen und keep smiling: 
    Lächel pro Tag mindestens fünf fremde Menschen an. Wenn du bereits Lächel-Profi bist, schenk zum Beispiel der Person, die dir gerade die Vorfahrt nimmt, ein Lächeln. Eigene Gütigkeit verleiht unglaublich gute Laune.
  2. Frag dich, wie es der Kassiererin geht.
    Anstatt sich in der Warteschlange darüber aufzuregen, dass es nicht vorangeht, kann man die Zeit viel sinnvoller nutzen. Zum Beispiel indem man sich fragt, wie wohl der Tag der Person an der Kasse gestartet hat, wie es wohl ist, bei Dauerpiepen unter Neonröhren zu sitzen. Wetten, dass du nicht mehr genervt bist und die Begegnung freundlicher ablaufen wird?
  3. Sag „Hallo“ zu Menschen, die du eigentlich nicht grüßen würdest.
    Seit ich den kleinen Mann mit rotem Kopf vom Späti um die Ecke morgens grüße, strahlt er mich immer schon von Weitem an und winkt. Das freut mich jedes Mal aufs Neue.
  4. Bedank dich beim Busfahrer für das Mitnehmen.
    In Ländern wie den USA oder Australien ist diese Form der Freundlichkeit Gang und Gäbe. Natürlich ist das oberflächlich, aber es macht deinen Tag einfach ein bisschen besser.
  5. Drück einem Straßenmusiker oder Obdachlosen 10 Euro in die Hand.
    Ich bin sicher, die meisten von euch können einen Zehner verkraften, der Mensch, der es bekommt, wird sich aber riesig freuen. Studien beweisen übrigens: Wer anderen etwas Gutes tut, macht sich selber glücklich. Yeah!
  6. Verteile Komplimente.
    Dir gefällt der neue kleine Pullover deiner Kollegin? Raus mit der Sprache. Sag’s ihr. Komplimente machen ist etwas anderes als schleimen und ausdrücklich erlaubt.
  7. Entwaffne dein pöbelndes Gegenüber mit einer entspannten Reaktion.
    „Hab ich Sie verärgert? Das war nicht meine Absicht. Haben Sie einen schönen Resttag.“ Kürzlich ausprobiert. Funktioniert wunderbar.

Vielleicht klingen die Tipps erst einmal banal. Sie zeigen aber Wirkung. Seitdem ich verstärkt darauf achte, wie ich anderen begegne, ernte ich strahlende Blicke, freundliche Gesichter und komme viel öfter mit Menschen ins Gespräch.

Take a smile

Zum Abschluss noch eine Sache: Ich will niemanden zum Gutmensch erziehen. Nichts ist nerviger als aufgesetzte Freundlichkeit. Wenn die eigene Laune Nettigkeiten gerade nicht zulässt, sollte man es auch einfach lassen. Vielleicht klappt es aber, die eigene Miesepetrigkeit bei sich zu lassen. Schlechte Laune ist ja bekanntermaßen auch ansteckend.

In diesem Sinne: Lasst uns versuchen, sieben Tage lang positive Vibes zu verbreiten. Ganz nach dem Motto: Wer Freundlichkeit will, muss freundlich sein.

Wer ist dabei?

Freu mich auf zahlreiche „Ich“-Rufe.

Mit freundlichen Grüßen
Deine Rebecca

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