Warum du dich zur Zeit so träge fühlst

Eigentlich genieße ich astrologische Weissagungen mit Vorsicht. Denn nur allzu schnell tritt der Umkehr-Effekt ein: Stell dir vor, du willst ein neues Projekt starten und hast ziemlich die Hosen voll. Bewusst merkst du das nur, indem du die ganze Zeit zweifelst, ob es das Richtige ist.

Dann liest du auf einem Astro-Portal, dass gerade kein guter Zeitpunkt ist, um neue Projekte zu starten. Und zack hast du deiner Angst in die Karten gespielt. Wieder ein Grund, um dein Projekt aufzuschieben. Und so findet man immer neue Entschuldigungen im Außen.

Deshalb handhabe ich meine Beziehung zu den Sternen umgekehrt:

Erst, wenn ich am eigenen Leib erfahre, dass ich ohne Anlass und unverhältnismäßig schräg drauf bin, frage ich meine versierten Astro-Freunde, ob da etwas in der Luft liegt.

So war es auch dieses Mal. Seit fast zwei Wochen fühle ich mich nach PMS, Rückzug und wie auf einer emotionalen Achterbahnfahrt. Alte Ängste sagen hallo, wilde Träume erinnern mich an Vergangenes und Verdrängtes, schlaflose Nächte lassen mich am nächsten Tag verkatert fühlen und nichts, aber wirklich gar nichts will vorangehen.

Nach dem vierten Tag des Down-Seins dämmerte mir, dass ich vielleicht kein Einzelschicksal bin, sondern ein Astro-Spektakel im Gange ist, das uns kollektiv ausbremst.

Und so ist es auch: Genau fünf Planeten laufen von der Erde aus betrachtet in die entgegengesetzte Richtung als sie es normalerweise tun. Darunter Kraftprotz Mars, der für Power und Antrieb steht. Kein Wunder, dass nichts voran geht!

Diese Fünfer-Kombi gab es seit zehn Jahren nicht mehr. Die Intensivität ihrer Wirkung soll noch über einen Monat anhalten.

Laut Astro-Experten befinden wir uns in einer Zeit des Innehaltens, der Rückschau, des Überdenkens und Loslassens.

Puh, diese Nachricht hat mich ziemlich erleichtert. „Ich bin doch kein Versager“, atmete mein unproduktives Ego auf.

Und so gehe ich mit der Situation um:

1. Gleichberechtigung!

Nur, weil im Außen gerade nicht viel geht, heißt dass nicht, dass es eine unproduktive Zeit ist. Die Innenschau, die jetzt verlangt wird ist mindestens genauso produktiv! Wir müssen ihr nur die gleiche Berechtigung einräumen.

Ich achte deshalb darauf, dass mein Kalender übersichtlich bleibt und ich viel Zeit und Ruhe für mich habe. Das kann heißen, dass man oft „nein“ sagen muss. Aber vielleicht ist genau das deine jetzige Lernaufgabe.

2. Liebe, Liebe, Liebe!

Ich bin von Haus aus ein sehr emotionaler Mensch und alle Versuche meine Gefühle zu unterdrücken, haben immer zu Ängstlichkeit und Hoffnungslosigkeit geführt. Einzig und allein das liebevolle Annehmen meiner Stimmungslagen führt zu Transformation und mehr innerer Stabilität.

Aktuell ist das eine besonders gute Idee, denn die Planetenkonstellation hilft uns ja beim inneren Frühjahrsputz. Es ist quasi, als wenn wir mit einem ganzen Putz-Team durch unsere alten Themen gehen. Mit dieser Betrachtungsweise sind die Gefühle gar nicht mehr so bedrohlich, oder?

3. Entdecke dich neu!

Ich genieße die Niedergeschlagenheit schon förmlich, weil ich mich so von meiner weichen und mega sensiblen Seite kennenlerne. Es macht mir richtig Spaß herauszufinden, wie ich mich unterstützen kann und wie ich jetzt besonders gut für mich sorgen kann.

Meine Favoriten: Ein abendliches Meersalz-Bad in meiner Duschwanne mit Kerzenschein, morgens ein paar Kundalini-Yoga-Übungen und dann statt Meditieren eine halbe Stunde das Wahe Guru Mantra singen, z. B. von Nirinjan Kaur, spazieren gehen wann immer ich Zeit finde und dabei einfach fühlen was da so in mir abgeht.

4. Benutze dein Montagsmantra

In Zeiten von planetarischen Großputzaktionen ist es wichtig, sich immer wieder zu zentrieren, damit man die aufkommenden Themen zulassen kann, ohne sich aus der Bahn geworfen zu fühlen. Ich benutze dafür ein ganz einfaches Mantra, dass ich mir tagsüber immer wieder in Erinnerung rufe, wenn ich mich durch den Wind fühle:

„Ich bin verbunden.“

Du kannst es nach Lust und Laune ausschmücken. Als Morgenritual finde ich eine ausgedehnte Version schön. Ich nehme mir dafür fünf Minuten Zeit und wiederhole es immer wieder und spüre dann in mich hinein, wie es sich anfühlt:

„Ich bin sicher mit dem einen Selbst verbunden. Mit der Erde und dem Himmel. Mit allen Aspekten der Schöpfung. Mit allen Menschen, Tieren, Pflanzen, allem Sichtbaren und Unsichtbaren.“ 

Diese vier Schritte helfen mir zur Zeit ungemein.

Das Grundgeheimnis ist Selbstverurteilung durch Unterstützung zu ersetzen. Wenn du dich zur Zeit auch lahm und niedergschlagen fühlst, probier’s mal aus. Vielleicht stößt du auf etwas, mit dem du dich sogar noch besser unterstützen kannst.

Ich bin gespannt und wünsche uns allen eine übungsreiche Woche!

Shine bright,

Zränf-Klaue-pink

 

 

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Titelbild: Patricia Staffa – YOGATONIC

9 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Franziska,

    und hey Vorkommentatorinnen :) Ich bin richtig „froh“, Eure Erfahrungen zu lesen, weil es mir im Moment, nach Monaten voller Energie und Vorankommen, genauso geht. Mal sehen, wie ich da wieder rauskomme :) Franzi ist es ja laut Insta inzwischen schon :D

    Alles Liebe
    Suze

  2. Das erklärt so einiges! Ich bin so müde, gehe um 10 ins Bett, stehe um halb 7 gerädert auf, hab keine Lust, was zu unternehmen, muss mich sogar zu den einfachsten Dingen zwingen, zweifle an schon lange getroffenen Entscheidungen – aber dein Text zeigt mir, dass es keine falschen Entscheidungen waren, sondern nur große. Und dass meine Angst durch äußere Einflüsse gestärkt wird. Danke dafür!

  3. —Wenn Ihr nen Stück Natur in Eurer Nähe habt, einfach mal ne zeitlang (auf den Bauch) auf die Wiese legen, entspannt atmen und Mutter Erde spüren, hilft ungemein,,,

  4. Liebe Franziska,
    danke, du sprichst mir aus der Seele mit
    „Alte Ängste sagen hallo, wilde Träume erinnern mich an Vergangenes und Verdrängtes, schlaflose Nächte lassen mich am nächsten Tag verkatert fühlen und nichts, aber wirklich gar nichts will vorangehen.“
    Danke für die Auflösung, hab schon mit Kügelchen jongliert, neue Mantras fürs meditieren probiert, aber nix – und war ratlos.
    Danke die Tipps. Weiss man wann die Planeten wieder „richtig“ laufen ?
    Liebe Grüße
    Martin

  5. Liebe Franziska,
    dein Artikel war das erste was ich heute gelesen habe. Danke für diesen guten Start in den Tag und in die Woche. Ich fühle mich in den letzten Tag genauso wie du es beschrieben hast und deine Worte haben mir die innere Unruhe genommen. Haben mich wieder darauf fokussiert was wichtig ist: Nimm die Situation so an wie sie gerade ist, kämpfe nicht dagegen an und sei sanft zu dir selber. Und das werde ich auch in dieser Woche tun, Danke für deine Worte zur passenden Zeit. Alles Liebe Stephanie

  6. Danke, normalerweise ist der Frühling meine absolute Powerzeit, aber im Moment geht gar nichts! Kein Elan, die Stimmung steigt nicht, keine Idee wie ich alles was ich vor habe umgesetzt bekommen soll und von aussen passiert auch nicht viel. Passt.

  7. Liebe Franziska, Du schreibst mir aus der Seele. Ich bin seit ein paar Wochen von einer großen und aufregenden Reise zurück. Ich kenne es von mir nur so, dass ich nach solchen Reisen voller Freiheit und Freigeist immer in ein Löchlein falle. Gestern habe ich noch mit meiner besten Freundin darüber gesprochen, dass ich im Moment ein absoluter Emo bin. Sogar, als ein schottischer Dudelsckchor auf einer Gala, die ich besucht habe, auf die Bühne kam, schossen mir die Tränen in die Augen. Auch mein körper spielt verrückt. Die Planeten hatte ich bisher noch nicht in mein Chaosuniversum einbezogen. Ich bin froh, dass ich kein Einzelfall bin.

  8. liebe franziska,
    vielen Dank für die immer voll treffenden themen!
    fühle mich schon viel besser..
    besonders die erinnerung an die liebe und das alles in uns göttlicher ausdruck ist.
    love pi

  9. Liebe Franziska,
    Danke für dein Montagsmantra! Es gibt Kraft zu lesen, dass es anderen in dieser Zeit ganz ähnlich geht und wie wichtig es ist, immer wieder daran erinnert zu werden mit Liebe das anzunehmen was ist! Danke das du deine wunderbaren Gedanken mit uns teilst!

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