Waldhaus-Retreat: Wie der Wald mich heilte

Eine schwere Lebenskrise, ein richtiger Tiefpunkt, brachte mich in den Wald. Ich war damals Pressesprecherin einer großen Organisation in Berlin und eigentlich war mir alles zu viel. Der Job. Die neue große Stadt mit all den Menschen, mit all ihren Möglichkeiten. Ich selbst. Die nötige Kraft für einen Neuanfang fand ich in einer Kleinstadt in Brandenburg, in einem Haus mitten im Wald.

Ich habe funktioniert – bis es nicht mehr ging

Augen zu. Herz zu. Und dann durch. Trotz einer massiven Essstörung hatte ich das Studium hinter mich gebracht. Und dann tat ich, was eben zu tun war mit so einem Abschluss. Es folgte ein Volontariat. Der erste Job. Auslandsreisen. So, wie man das halt so macht, oder?

Ich machte immer weiter und verleugnete dabei mein hochsensibles Selbst. Bis es nicht mehr ging und ich zusammenbrach. Auf einer langen Recherchereise in Indien, in einem Hotel in Delhi, erreichte ich den Tiefpunkt. Und die Gewissheit: So kann es nicht mehr weiter gehen. Eins war klar: Ich musste erst mal weg. Weg aus der Stadt, weg von meinem Beruf, weg von allem, was mich stresste.

Ich hoffte auf Heilung in der Natur.

Dabei wirkte in mir die Idee aus Erich Kästners Gedicht  „Die Wälder schweigen“:

Die Seele wird vom Pflastertreten krumm, mit Bäumen kann man wie mit Brüdern sprechen. Und tauscht bei ihnen seine Seele um. Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.

– Erich Kästner

Auch ich fand bei den Bäumen, was ich suchte: Heilung. Dank ein paar schicksalshaften Fügungen landete ich in diesem Haus im Wald, in einer Kleinstadt eine Stunde von Berlin entfernt. „Waldhaus“ wird es von allen genannt. Damals war es eine große Hippie-WG. Insgesamt acht Leute wohnten in vier Zimmern und einer Jurte im Garten. Irgend einer war immer nackt und irgendwo spielte immer jemand Gitarre.

Und ich fand sie.

Den ersten Sommer über chillte ich einfach auf dem Grundstück, schaute in die Baumkronen und lauschte dem Rauschen der Blätter. Ich ließ mir Tarotkarten legen und mich massieren, machte Musik, schrieb Gedichte und genoss, dass hier nichts von mir erwartet wird. Ich spazierte viel durch den Wald, traf statt auf Menschen auf Rehe und war einfach entspannt. Die Stille und die direkte Verbindung mit der Natur taten mir einfach gut.

Natürlich war auch im Wald nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir nehmen uns und unsere Themen ja dorthin mit, wohin wir gehen. Das ist kein Geheimnis. Aber dennoch: Ich hatte mehr Zeit, mehr Raum und mehr Kraft, mich wirklich mir selbst zu widmen. Außerdem war ich in einem alternativen Umfeld gelandet, in dem Heilungsprozesse sehr willkommen sind.

Mittlerweile lebe ich hier mit meiner kleinen Familie und zwei Freunden. Ich arbeite als freie Journalistin und Yogalehrerin. Natürlich bin ich auch ab und an noch in der Stadt. Ich habe dort noch Freunde und nehme wahr, wie immer mehr Menschen sich nach einer Auszeit in der Natur sehnen.

Ich möchte meine Erfahrung teilen.

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Deshalb biete ich zusammen mit der begnadeten Körpertherapeutin und Heilpraktikerin Rebekka Magdalena Zimmermann Retreats für Menschen an, die sich nach einer heilsamen Erfahrung in der Natur sehnen.

Bei unserem Retreat geht es um Leben mit Einfachheit und in der Natur, ohne viel Komfort und mit wenig Ablenkung. Hier kannst Du innehalten und wirklich zur Ruhe kommen. Abstand finden von Beruf, Familie, Beziehung, Alltag.

Komm ins Waldhaus!

Du kannst entweder einfach nur so eine oder mehrere Nächte in unserem Bauwagen übernachten. Oder wir kreieren je nach deinem Bedarf ein persönliches Retreat mit Massagen, Meditation, Yoga und Gesprächen. In einem ausführlichen Erstgespräch finden wir telefonisch mit dir heraus, wo du gerade stehst, was du dir wünschst, was du für deine Auszeit im Wald brauchst.

Wir begleiten dich auf deinem Weg in die Entspannung, zu dir selbst, und können dir verschiedene Techniken anbieten: Körperarbeit nach der Grinberg Methode, Ayurvedische Yoga-Massage, Intuitive Massagen, hawaiianische Lomi-Massage, ganzheitliche Fußmassage, Cranio Sacral Therapie, Shiatsu, Ernährungsberatung, Prozessbegleitung, Yogasessions, Meditation und Achtsamkeitsübungen.

Ich freue mich auf deinen Besuch bei uns im Waldhaus.

Alles Liebe,
deine Daniela

Weitere Infos zu den Retreats findest du auf der Waldhaus-Website.

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  1. Liebes Team
    ich bin… ja wer bin ich? Namentlich Verena Bellmann, Alter: 30, Beruf: Lehrerin an einer Realschule für Mathematik, Musik und Mensch und Umwelt, derzeit seit zwei Wochen krankgeschrieben… Beamtin auf Probe.

    Ich habe mich seit längerer Zeit schon mit der Meditation beschäftigt und praktiziere sie regelmäßig, denke über Retreats nach und über einen Aufenthalt im Kloster.
    Seit über dies Hälfte meines Lebens lasse ich die Symptome der essstörung nicht los. Nach so so vielen Therapie habe ich viel wissen, Tools und doch brauche ich die Essstörung. Ich habe eine kritische Haltung gegenüber klassischer Gesprächstherapie und beschäftige mich viel mit Persönlichkeitsentwicklung, Meditation und Achtsamkeit. Doch ich merke dass ich nach sooooo länger Zeit Selbsthass, Selbstvorwürfe, selbstsabotage mir nicht vorstellen kann dass ich es wert bin Bzw ich wirklich ehrlich die Überzeugung habe es nicht zu dürfen. Nach jahrelangem Funktionieren, Arbeiten ohne wirklich erfolgreich und glücklich zu sein, schlimmer Verschuldung und immer mehr Entfremdung sehne ich mich nach Ruhe, Stille, der wahren Essenz des Lebens. Ich möchte wieder Sinn im Leben sehen können, mich und andere Menschen lieben lernen, anderen dienen können ohne mich sofort leer und ausgenutzt zu fühlen, ich möchte Gemeinschaft spüren und eine mir eine Auszeit nehmen von sämtlichen Ablenkungen, Einflüssen und Druck.
    Es gibt ja eine Überzeugung nach der ich Mein Leben kreiere. Ich habe lange nur aus Angst, Stress und Druck gehandelt. Doch das möchte ich nicht länger. Zudem habe ich so so hohe Erwartungen und lebe nicht nach meinem Herzen.
    Ich habe teilweise ganz klare Visionen über mich als gesunde Person, kann es fühlen wie es ist gesund und mit mir glücklich zu sein. Doch ich kann mir noch nicht vertraue und ich merke dass ich oft nicht mehr weiß ob ich Dinge mache weil es meins ist, ich Dinge mache aufgrund meiner alten Überzeugungen oder aus Sicherheit. Zum Beispiel auch Job, Finanzen, Sport….
    Ich wünsche mir, dass ich mir wieder vertrauen kann, meine Werte festlegen kann, ich erfüllt leben kann und mich selbst wieder mehr lieben kann. Ich möchte wieder essen als Nahrung, meinen Körper als wertvoll, Beziehungen als liebevoll und vertrauenswürdig, Geld als wertfrei, leben als lebenswert und freudvoll zu erleben.
    Da ich tief in mir weiß, dass der Weg in eine Klinik zwar oberflächlich etwas bringt und ggf. die Symptome reduziert aber dennoch die innere Unruhe, der Kampf, die Unzufriedenheit dadurch nicht ans Licht kommt, bin ich immer noch auf der Suche nach Alternativen. Meditation, Yoga, Gemeinschaft, Miteinander, Helfen und für andere da sein, sind Dinge die mir gut tun und mir helfen. Wäre denn ein Aufenthalt bei Ihnen unter diesen Bedingungen möglich? Krankgeschrieben, kein Geld, essgestört aber so überzeugt dass ich mehr bin als all das und ich noch so viel zu geben habe.

    Danke für Ihre Zeit und ich bin schon sehr gespannt, was Sie mit der Mail und meiner Anfrage machen.

    Herzliche Grüße
    Verena Bellmann

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