Thank God it’s Monday

Könntest du dich am heutigen Montag genauso erfreuen, wenn es ein normaler Wochentag wäre?

Lass mich raten: Nein?

Ich glaube, das geht dem Großteil der arbeitenden Bevölkerung so. Nicht umsonst findet man unter dem Hashtag #tgig (Thank God it’s Friday) wesentlich mehr Beiträge auf Instagram, als unter dem hashtag #tgim (Thank God it’s Monday).

Ich dachte eigentlich, dass ich mich aus dieser Anti-Arbeitshaltung befreit hätte, doch genau indem Moment, wo ich mich daruaf verlassen hatte, dass immer alles easy #tgim-mäßig läuft, hat die Null-Bock-Falle wieder zugeschnappt!

Wie ich aus dem tiefen Anti-Tal wieder herausfand und wie deine Montage auch ohne Feiertag rocken:

Kurzer Rückblick: Letzte Woche hangelte ich mich von Termin zu Termin, von Tag zu Tag und freute mich schon am Morgen auf den Abend. Meine innere Stimme sagte immer nur „Rückzug! Rückzug! Rückzug!“, während meine Facebook-Nachrichten genau das Gegenteil abverlangten. Jeden Tag prasselten Nachrichten über Nachrichten auf mich ein. So verließ ich langsam aber sicher meine Zen-Zone, meine innere Mitte, den Ort, an dem ich mich verbunden fühle mit dem Größeren, dem Universum, Gott.

Meine Intuition wurde von meinen Gedanken abgelöst, die langsam aber sicher das Ruder übernahmen und mich vom jetzigen Moment hin in die Zukunft schickten. „Wenn der Tag bloß schon vorbei wäre!“, „Wenn es bloß schon Wochenende wäre“, wenn wenn wenn.

Durch dieses Abschweifen in die Zukunft, sank meine Zufriedenheit von Tag zu Tag. Als ich am dritten Tag realisierte, dass es so nicht weitergehen kann, betete ich in meiner morgendlichen Meditation darum, aus diesem Schlamassel der Miesepetrigkeit befreit zu werden. Doch ich bekam keine Antwort. Keine innere Stimme, nada. Ist ja auch kein Wunder, denn schließlich hatte ich diesen Ort der Verbundenheit seit Tagen verlassen.

Doch als ich wenig später mein E-Mail-Postfach öffnete, erhielt ich schließlich die Antwort auf mein Gebet. Meine Freundin Kaja Otto hatte mir eine E-Mail geschickt, in der sie ein Video von Eckart Tolle mit mir teilte. Falls du ihn nicht kennst, er ist der Autor von „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart!“, ein sehr empfehlenswertes spirituelles Werk!

In demVideo  erklärt Eckart Tolle en Detail, was passiert, wenn wir aus dem hier und jetzt austreten und uns unseren Gedanken hingeben. Indem wir die jetzige Situation (meist negativ) bewerten und uns dann in die rosige Zukunft oder Vergangenheit flüchten, geben wir uns dem Sorgenkarusell hin. Der Kontrast zwischen dieser angestrebten Soll-Situation und der gegenwärtigen Ist-Situation kann uns nur deprimieren. Es funktioniert übrigens auch umgekehrt. Stell dir vor, du bist im Urlaub und denkst an deinen ersten Arbeitstag. Die Laune geht sofort in den Keller.

 Die Lösung des Problems: Sei hier. Jetzt!

Eckart Tolle stellt in seinem Vortrag folgende Frage „Stell dir vor, dass du keine Vergangenheit und keine Zukunft. Was bleibt dann noch?“ Wenn du nicht mehr in diese anderen Zeitfenster flüchten kannst, bist du gezwungen dich mit dem Hier-und-Jetzt anzufreunden. Denk also nicht heute schon an den morgigen Arbeitstag. Genieß den Feiertag, dein Frühstück, die Zeit, die du heute vielleicht hast, die Sonne, wenn sie scheint, freu dich am Kuchen, während du ihn isst.

Und wenn du dieses Montagsmantra erst nach deinem langen Pfingstwochenende liest, genieß diese fünf Minuten des Lesens und dann nimm deine Arbeitsaufgabe an. Denk dran, es gibt gar keine Sorgen, wenn du nicht darüber nachdenkst. Es gibt auch kein Morgen, wenn du es nicht gerade im Kopf konstruierst. Und gestern ist heute nur noch ein Traum.

Achte in dieser Woche mal genau darauf, wie oft du in der Zukunft hängst. Und wenn du dich dabei ertappst, sag dir in Gedanken dein Montagsmantra:

Ich bin hier. Jetzt!

In diesem Sinne, genieß heute, hier und jetzt!

Deine Franziska

4 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Franziska,
    wie Recht Du hast!
    Danke Dir immer wieder für Deinen wunderbaren Gedanken!
    Dein Montagsmantra „versüßt“ so schon den Wochenbeginn :-)
    Alles Liebe Barbara

  2. Liebe Franziska,

    Du hast sooooo recht! Wir sind so oft entweder in der Vergangenheit oder Zukunft. Oft vergleicht man die jetzige Situation mit der Vergangenheit oder Zukunft und ist automatisch unzufrieden, weil man irgendeine Kleinigkeit aus der Vergangenheit vermisst oder sich irgendwas aus der Zukunft dazu einbildet, um es noch besser zu machen, statt das Jetzt einfach anzunehmen wie sie nun mal ist.

    Vielen lieben Dank für Deinen Artikel!
    Hab einen guten Start in die Woche!

    Ganz liebe Grüße aus München nach Berlin! ;-)

    Asli

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