Tag- und Nachtgleiche am 23.9.: So zelebrierst du den Herbstanfang

Ich liebe den Herbst. Vielleicht auch, weil mein Geburtstag in diese Jahreszeit fällt. Die bunten Blätter, das schöne goldene Sonnenlicht oder auch die nebligen und trüben Tage, an denen ich dann mit heißem Tee und Schokolade im Bett liege und es mir einfach gemütlich mache mit Kerzenlicht und schöner Musik, einem guten Buch oder einem berührenden Film.

Am 23. September ist Tag- und Nachtgleiche. Alles kommt mehr zur Ruhe.

Zur Tag- und Nachtgleiche kannst du jetzt wunderbar schauen, wo du gerade stehst und zurückblicken, was in diesem Sommer gelaufen ist. Du darfst deine Ernte einfahren und wertschätzen, was das Leben dir für Geschenke hat zukommen lassen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um dir selbst, dem Leben und anderen Menschen bewusst zu danken.

Die Fülle des Jahres wird nun sichtbar. Die Ernte kann eingeholt werden. UND das Jahr kommt in eine Balance.

Die Tag- und Nachtgleiche ist eine Schwelle. Ein Übergang innerhalb eines längeren Prozesses. Nicht heute so, morgen so. Im Frühjahr konnten wir unsere Vorhaben säen. Im Sommer kam alles zur Blüte. Im Herbst ist es gereift und verabschiedet sich langsam. So, dass im Winter endgültig das Alte zum Abschluss kommt und das Neue sich ankündigt. Ein Kreislauf eben.

Tag- und Nachtgleiche, auch Äquinoktium genannt (von lateinisch aequus „gleich“ und nox „Nacht“), ist immer entweder am am 22. oder 23. September. Das heißt, dass der Tag und die Nacht überall auf der Erde gleich lang sind. Das Datum verschiebt sich von Jahr zu Jahr, weil die Zeitrechnung aufgerundet wird. Astronomisch dauert ein Jahr 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten. Um das auszugleichen gibt es die Schaltjahre, wodurch sich das Datum der Tag- und Nachtgleichen auch verschiebt.

Astronomisch gesehen beginnt jetzt der Herbst.

Die Tage werden kürzer und spürbar kühler. Die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Die Bauern fahren ihre Ernte ein. Äpfel, Birnen, Pflaumen und Quitten sind reif. In den Weingebieten beginnt die Weinlese. Und die verschiedenen Tiere fressen sich Winterspeck an, sammeln ihre Nüsse oder fliegen gen Süden.

Die Erde, auch Gaia genannt, die fruchtbare und gebärende Muttergöttin, beschenkt uns alle mit Nahrung. Weshalb schon in früheren Zeiten die Menschen zusammengekommen sind, um sich an ihrer Ernte zu erfreuen, miteinander zu feiern und ihre Dankbarkeit durch Opfergaben zum Ausdruck gebracht haben, als Ausgleich.

Astrologisch symbolisiert das Zeichen Waage, in das die Sonne nun wandert, die Themen Ausgleich, Balance, und Frieden.

Ein Ausgleich zwischen Ich und Du. Du und ich. Bin ich in Balance, dann bin ich im Frieden mit mir und kann dich so lassen, wie du bist. Zwischen uns ist dann Frieden. Echte Begegnung zwischen uns kann so stattfinden.

Wer oder was begegnet dir jetzt?

Bist du im Frieden mit dir? Oder wo ist noch etwas im Unfrieden, nicht in Balance?

Wofür kannst du dankbar sein?

Was hast du dieses Jahr gesät, und wie sieht deine Ernte aus?

Drei Ideen, wie du deine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen kannst:

1. Kreiere dir einen kleinen Sonnen-Altar.

Ein kleines Tischchen, etwas Platz auf deinem Fensterbrett oder auf deinem Schreibtisch, Kommode und stelle eine Sonnenblume oder andere schöne Blumen auf, die dich an Sonne und Sommer erinnern. Vielleicht magst du auch ein Bild aufstellen, eine Postkarte, Muscheln oder Früchte, Blätter, Steine, die deine Wertschätzung ausdrücken für deinen Sommer und deine Ernte, die du einfahren durftest. So kannst du immer wieder darauf schauen oder dich davor setzen und in Gedanken DANKE sagen.

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2. Nimm dir ein großes Papier und schreibe, male, klebe alles darauf, wofür du dankbar bist.

Was hast du für neue Erfahrungen gemacht? Welche Menschen sind dir begegnet? Gab es neue Begegnungen? Oder auch: Konntest du dich für Menschen, die du schon lange kennst, auf eine neue Weise öffnen? Erinnere dich kurz an die schwierigsten Phasen des Sommers. Kannst du sie annehmen?  

Denke an die schönsten Erfahrungen und danke innerlich für den Reichtum, den dir die Sommertage in vielen kleinen, vielleicht ganz unscheinbaren Momenten beschert hat. Vielleicht möchtest du dir dieses Papier aufhängen für einige Zeit oder dir reicht einfach die kreative Aktion. Spür da in dich hinein.

3. Schreibe einen Brief an dich selbst.

Wofür möchtest du dir jetzt in diesem Moment danke sagen? Kannst du wertschätzen, wo du jetzt stehst und wer du geworden bist nach diesem Sommer? Wenn du magst, schicke den Brief auch ab.

All diese Ideen sind wie eine Art Segnung und laden deine Erfahrungen mit dankbarer Energie auf, was immer eine positive Wirkung auf das Kommende hat. Je bewusster du das also machst, desto besser.

Where attention goes, energy flows.

Mit solchen Handlungen säst du quasi wieder etwas neues Schönes für die Zukunft!

Der Herbst steht aber auch für Abschied und Loslassen. Dies entspricht astrologisch dem Zeichen Skorpion (24.10. bis 22.11.). Altes muss losgelassen werden, damit Neues entstehen kann. Wie in der Natur. Die Bäume lassen ihre Blätter fallen und diese verwandeln sich in Humus, was der Dünger wiederum ist für neues Wachstum.

„…Und solang du das nicht hast, dieses: Stirb und Werde! Bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.“

– Johann Wolfgang von Goethe

Genauso gehört es jetzt dazu, dass wir uns bewusst machen, dass eine neue Jahreszeit beginnt und es notwendig ist, dass Platz geschaffen wird für das Neue. Also loslassen, Abschied nehmen vom Sommer und den Erlebnissen. Lasse es hinter dir.

Öffne dich für die neue Zeit.

Alles, was jetzt ist, ist wichtig und richtig und gehört zu deinem Weg. Ich wünsch dir einen vollen Erntekorb mit vielen reifen Früchten. Feiere das. Feiere dich.

Herzlichst
Melinda

Titelbild © Unsplash

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