Slow Juices: Die neuen Gesundheitselixiere?

Was ist ein Slow Juice?

Mit Slow Juices sind Säfte gemeint, die in einem langsamen, hydraulischen Verfahren kalt gepresst werden. So landen besonders viele Nährstoffe aus Obst und Gemüse direkt im Saft. Übrig bleiben nur „leere“ Ballaststoffe, die angeblich nicht einmal mehr Tiere essen würden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Säften haben kalt gepresste Säfte eine seidig-dichte Textur und halten sich gekühlt etwa drei Tage. Zumindest gefühlt tankt ein Slow Juice die Zellen so richtig auf, versorgt uns mit frischer Energie und bedient obendrein unser Bedürfnis nach Ruhe und Entschleunigung. Oft werden die kaltgepressten Säfte als mehrtägig Detox-Kuren verkauft.

Gesundheitselixiere als Lebensgefühl

Mit ihrem Juice-Label Los Angeles Cold Press haben die Schwestern Nancy und Cindy Bachmann ein Stück spirituellen, kalifornischen Lifestyle nach Berlin gebracht. Allein schon deshalb würde ich mir die Säfte der Schwestern am liebsten täglich hinter die Binde kippen. Uns hat Cindy, die gerne selbst an der Saftpresse steht, nicht nur ihr Lieblings- sondern auch ihr Geheimrezept verraten:

Manchmal habe ich das Gefühl, dass von den Säften eine Vibration ausgeht. Das liegt sicher an den Mantren, die ich beim Juicen immer singe.

Rezept: Red Chia von L.A. Cold Press als Gute Laune Booster

  • 2 Äpfel
  • 2 Knollen rote Beete
  • 1 Grapefruit
  • 1 cm Ingwer
  • 1 EL Chiasamen

Den Chia-Samen mit 100 ml gefilterten Wasser anrühren und 15 Minuten quellen lassen. Bete, Äpfel und Ingwer entsaften, die Grapefruit auspressen und den Saft dazu geben. Mit dem Chia-Samen Gemisch verrühren. Fertig!

kaltgepresste Säfte 2

Selbermachen?

Für kaltgepresste Säfte benötigst du eine Saftpresse ohne Zentrifuge. Leider sind diese nicht ganz günstig: Der Angel Juicer für 1180 Euro ist wahrhaft ein Porsche unter den Saftpressen. Eine etwas preiswertere Alternative ist der Kuvings Whole Slow Juicer um 400 Euro.

Hier findest du Kaltgepresstes:

In München: Super Danke!

In Hamburg: Organic Revolution

In Berlin: LIV Feinkost & Breakfast Market in der Markthalle 9 (Los Angeles Cold Press) , im Daluma am Rosenthaler Platz (am besten auch gleich dort essen!), im Sing Blackbird Vintage (Dailydosejuice), im Juicefresh Store (Juicefresh)

Online: Wegen des Verpackungsmülls nicht ganz optimal, dafür aber in ganz Deutschland: antidotejuice.deyuicery.de, pressbar.eu und thefrankjuice.com

Mein Fazit:

Klar, die Säfte sind ein Hype und lösen damit gefühlt grüne Smoothies ab. Genau wie Smoothies trinke ich sie echt gerne, weil sie einfach super schmecken. Punkt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich werde demnächst mal einen Juice Cleanse ausprobieren und checken, ob ich mich danach wirklich so gut fühle, wie alle immer sagen.

Sollten die noch Ergänzungen einfallen, wo man kaltgepresste Säfte bekommt, immer her mit den Tipps. Ich kenn mich halt nur in Berlin so richtig aus.

Happy juicing und shine bright!

Deine Rebecca

*** Der Beitrag erschien erstmal in der YOGA DEUTSCHLAND No.12 ***

Bilder: Los Angeles Cold Press, PR Perfekte Gesundheit, Ira Ziegelwanger

7 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Da ich beruflich sehr eingespannt bin, habe ich neben dem täglichen frischen Kochen nicht auch noch bock selbst zu entsaften. Daher gönne ich mir 2x im Jahr eine Vitaminbomben-Juice-Cleanse Kur und bin von dem Effekt jedes Mal auf’s Neue überrascht. Für mich ist da mein Geld besser angelegt als in noch einer Küchenmaschine (:

  2. Hmm, ich liebe die Säfte. Hier noch ein paar München-Tipps: seit neuestem auch bei Dean & David. Außerdem gibts noch yuicery, Frank Juice und im Lost Weekend gibts jetzt auch Säfte. Ich hab bisher aber nur die Super Danke/Pressbar-Säfte ausprobiert. Und die sind top!

  3. Danke, für den schönen Text liebe Rebecca! chiasamen! super idee, probier ich morgen gleich aus.. In der Jivamukti Canteen in Mitte gibt es auch Slow Juice:) LOVE!

  4. Bei solchen Detox-Kuren muss ich immer an Rich Roll denken.

    Aber neu ist die Idee von gepresstem Saft ja nicht. Nur die Hipster haben ihn halt noch nicht entdeckt gehabt. ;) So ein Entsafter wäre in der Tat nett, aber mir zu teuer.

    Gesundheitlich habe ich aber so meine Zweifel, gerade im Vergleich zu Smoothies. Es gibt schon viele Hinweise durch Studien, dass Ballaststoffe in der Nahrung gut sind für uns. (Dass Tiere die nicht pur essen wollen ist da sicherlich kein Argument.) Nicht nur, dass Ballaststoffe vermutlich gegen Herzkrankheiten und Darmkrebs vorbeugen, sondern vor allem verlangsamen die Ballaststoffe die Aufnahme von Zucker (in Obst ja viel enthalten), was eine Reihe positiver Effekte hat (durch den geringeren glykämischen Index): Weniger Insulin-Ausschüttung, weniger Fettspeicherung, geringere Chance an Diabetes zu erkranken.

    Unter den Gesichtspunkten ist es auch nicht so schlimm, dass ein Entsafter so viel kostet, denn einen Mixer habe ich schon. :)

  5. Ich habe den „Trend“ schon vor 1-2Jahren bei den ersten Promis auf Instagramm gesehen und für mich persönlich wäre es nichts für eine Woche oder länger nur Saft zu trinken. Nicht nur das mich der Preis für einen Entsafter abschreckt, der für die Säfte tut es auf jeden Fall und die Online Shops müssen auch nicht schicken. Da bleib ich lieber bei meinen Smoothies wenn ich zwischendurch heißhunger habe
    Lg Nicole

  6. Ja, ich habs auch mal mit Saft versucht, angeregt durch die wunderbare Kris Carr. Aber mal ehrlich, 300-400€ oder mehr für eine Saftmaschine auszugeben, das war mit dann doch zu extrem. Ich finde, das muss im Verhältnis stehen. Mit nem teuren Mixer kann man ja noch sooo viel mehr machen als nur grüne Smoothies…etwa, wie eben: roh-vegane Schokotrüffel.
    Ich habe dann nen günstigen Slow-Juicer (Klarstein) getestet. Auf Dauer war ich mit Ausbeute und Handhabung aber unzufrieden. Ich „smoothe“ lieber wieder…
    Herzliche Grüße

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