Rezept: Love-Yourself-Stew

Es ist Herbst geworden. Jetzt gilt es, unser windiges Gemüt zu umsorgen und uns mit Entschleunigung und Fürsorge auf den kommenden Winter vorzubereiten. Inmitten von Dankbarkeit für diesen goldenen Herbst kann uns trotzdem leise Melancholie einholen. Wenn sie kommt, dann meist mit einem monströsen Schokoladenhunger im Nacken.

Im Jahreszeitenwechsel bist du sensibler. Dann steigt mit Stimmungsschwankungen die Lust auf Süßes, Salziges und Fettiges. Zucker in Kombination mit Fett holt uns für den Moment auf den Boden, den wir gerade verloren haben. Nur das Nachher fühlt sich meistens nicht beschwingt an. Wir fühlen uns schwer, unmotiviert und um die Ecke wartet der nächste Heißhunger auf uns.

Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, Schokolade zu essen, aber gegen eine Herbstmelancholie hilft vor allem eines: Selbstfürsorge.

Selbstfürsorge? Genau. Das geht ganz einfach!

Sich ein wunderbares Essen zu kochen zum Beispiel. Mein liebstes Selbstliebe-Mahl ist dieses Love-Yourself-Stew.

Warum? Weil Rote Beete das perfekte süße und saftige Herbstgemüse zum Erden ist. Weil Miso, Arame-Algen und Sesam Proteine schenken, die wir zur Stabilisierung unseres Zuckerspiegels brauchen. Ein stabiler Blutzucker ist wichtig für einen entspannten Körper und Geist. Love Yourself und verwöhne dich mit diesem wunderbaren Beet-Miso-Stew.

Rezept für Dein Love-Yourself-Stew

Für 2 Portionen brauchst Du:

  • 1 Rote Beete
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Stück Ingwer
  • Curryblätter
  • 1 Charlotte
  • 1 TL Senfsaat, braun
  • 1 TL Koriandersaat
  • Zitronengras
  • 1 EL Kokosfett
  • 1 1/2 TL Reismiso
  • 1 Tasse Wasser
  • Arame-Algen oder Nori-Algen
  • etwas frischen Dill
  • Steinsalz und Pfeffer
  • Sesam

Erst die Arame-Algen waschen, in warmem Wasser zehn Minuten einweichen. Algen mit frischem Wasser in einem kleinen Topf zehn Minuten separat köcheln lassen. Dann abgiessen und abtropfen lassen.

Dann kannst du Rote Beete, Ingwer und Charlotte schälen und würfeln. Die Fenchelknolle waschen, Herz entfernen und würfeln und das Zitronengras mit einem Messergriff etwas aufschlagen.

Jetzt das Kokosfett in einem Topf erhitzen und Senfsaat darin aufspringen lassen. Anschliessend Curryblätter, Koriandersaat, Ingwerstückchen, Zitronengras und Charlotte hinzu geben und alles dünsten. Dann die Rote Beete ins Fett geben und bei geschlossenem Deckel ungefähr fünf Minuten garen lassen.

Mit Wasser ablöschen, Miso und Fenchelwürfel dazu geben. Das Stew für zehn Minuten köcheln lassen. Rote Beete und Fenchel sollten noch etwas bissfest sein. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun kannst du das Stew auf zwei tiefe Teller verteilen und mit Arame-Algen, Dill und Sesam bestreuen.

Das Stew eignet sich für alle Doshas. Rote Beete gilt als Vata-Kapha-Gemüse, wegen seiner wärmenden Eigenschaft. Und Fenchel bringt sowohl die Hitze, als auch den Wind (Vata) in uns in Einklang. Die Kaphas unter Euch können mit etwas Chillie nachwürzen, um das Verdauungsfeuer anzuregen.

Wenn du das Stew zu Mittag isst, eignen sich Beluga-Linsen als perfekte Beilage. Sie machen lange satt und sind in Kombination mit dem Kreuzkümmel auch leicht verdaulich.

Beilage: Kokos-Beluga-Linsen

Für 2 Portionen brauchst du:

  • 1 kleine Tasse Belugalinsen
  • die doppelte Menge Wasser
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat, gemahlen
  • 1 TL Kokosöl
  • Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Die Belugalinsen in einem Sieb waschen und dann mit dem Kreuzkümmel und dem Wasser in einen Topf geben. Die Belugas so lange köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist. Jetzt kannst du Kokosfett in die Linsen geben und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Bon appetit!

Deine Julia

PS.: Wenn dir das mit den Arame-Algen zu kompliziert ist: im Bio-Laden gibt es auch Nori-Algen-Konfetti. Einfach über dein Stew streuen. Fertig.

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*