Dein Pfingst-Ritual für mehr Kreativität

Pfingsten steht vor der Tür. Heutzutage bedeutet das für die meisten von uns einfach nur noch ein langes Wochenende. Doch seine Ursprünge findet Pfingsten in alten germanischen Maifesten und vorchristlichen Traditionen. Anfänglich wurde das alte germanische Maifest am zweiten Vollmond nach der Frühjahrstagundnachtgleiche gefeiert. Das heutige Pfingstfest entstand aus einer Mischung von jüdischen Gebräuchen und christlicher Lehre, welche sich dann mit germanischen Elementen gemischt hat. Es eignet sich wunderbar, um Ideen auf die Erde zu holen und kreative Ideen realer werden zu lassen. Das kann eine Business-Idee sein, oder etwas persönliches, für das du die zündende Idee brauchst.

Wasservogel, Dreckschwein und Feuerzungen

Zu Pfingsten gibt es einige alte Traditionen, die auch heute noch regional existieren. So wird derjenige, der am Sonntag als letzter in die Kirche kommt, als Vogel verkleidet und anschließend in den See geschmissen. Am Montag wird der Pfingstochse geschmückt und mit ihm werden die Kühe auf die Weise getrieben. Und beim Dreckschweinfest springen bunt bemalte Männer in eine Schlammkuhle um den Winter zu vertreiben.

Im christlichen Kontext senken sich zu Pfingsten die „Zungen von Feuer“ auf die Apostel herab. Diese waren nichts anderes als die Erkenntnisse, Offenbarungen und die Weisheit des Heiligen Geistes, hinter dem ganz ursprünglich die jüdisch-christliche Urgöttin Sophia steht. Sophia wurde als allumfassender Geist verehrt, stellt den Anfang der Schöpfung dar und gilt als die Quelle der Kraft. In der Bibel taucht sie als die uralte „Frau Weisheit“ auf.

Somit ist Pfingsten das Fest, an dem wir uns besonders gut mit dieser weisen Urkraft in uns verbinden können. Und so öffne auch ich dieses Wochenende mein Arme zum Himmel, um all die wunderbaren Ideen einzufangen. Für dieses Pfingsten habe ich mir eine 5-schrittige Zeremonie zusammengestellt, die Zeiten sorgen dabei für den Flow und helfen, nicht in einem Zustand zu verharren. Alles, was du dazu brauchst ist etwas Ruhe, gute Beats und Schreibutensilien. Ich werde dieses Wochenende nutzen, um neue Impulse  zu bekommen und nutze das einstündige Ritual als Kick-Off.

Mein einstündiges Pfingstritual für dich zum Nachmachen

1. Tanzen (20 Minuten)

Kaja open arms (2)

Tanzen ist Bewegung, Ekstase und Chaos – die perfekte Grundlage um die Weisheit der weiblich schöpferischen Kraft zu empfangen, auch zu Pfingsten wurde traditionellerweise getanzt. Ich überlege mir, für welches Thema ich mir eine Eingebung wünsche, wo ich noch einen kreativen Schub benötige oder neue Einsichten brauche, weil ich vielleicht feststecke. Und dann drehe ich die Boxen auf und folge meinem Körper durch die Beats. Durch die Bewegung setzt sich die weiblich kreative Sophia-Energie frei.

2. Atmen (5 Minuten)

Nach der fließenden Bewegung fange ich an mit dem Atem die Energie zu fokussieren. Ich erinnere mich an den Fokus, den ich mir gesetzt habe. Ich zünde mir symbolisch eine Kerze für die „Zungen aus Feuer“ an, stelle mir den Wecker auf 5 Minuten und beginne bewusst ein und aus zu atmen. Dabei fokussiere ich mich auf die Kerze und stelle mir vor, wie ich bei jedem Einatmen die Energie und Weisheit des Feuers in mir aufnehme. Ich lasse die Ideen kommen, die Einsichten fließen und neue Erkenntnisse sich formen. Manchmal dauert es etwas, bis Bewegung entsteht. Ich atme so lange bewusst und lasse die Gedanken so lange in Bewegung, bis der Wecker klingelt. Selbstverständlich kannst du auch länger sitzen bleiben, wenn du willst.

3. Festhalten (15 Minuten)

Nachdem nun alles ins Fließen gebracht wurde, will ich die Essenz festhalten. Angelehnt an das „Heilig-Geist-Schwingen“, bei dem eine geschnitzte Taube durch eine Öffnung der Kirchendecke herabgelassen und mit Weihrauch und Gebet empfangen wurde, zünde ich ein Räucherstäbchen oder Salbei an. Das empfangende Gebet ist für mich das Aufschreiben meiner Erkenntnisse oder Zeichnen der Bilder, die sich gezeigt haben. Für mich passt dabei dieses Mantra hervorragend, denn es gibt mir gleichzeitig einen guten Zeitrahmen.

4. Formatieren (10 Minuten)

Nachdem ich die weiblich kreative Energie genutzt habe, widme ich mich nun der manifestierenden männlichen Energie. Ich bringe „Ordnung“ in das „kreative Chaos“. Ich ordne das geschriebene, schreibe die Essenz aus dem gezeichneten auf, erstelle Listen oder schreibe Dinge nochmal in ordentlicher Schrift auf. Das Formatieren verhilft mir zu einem klaren Überblick und dabei das Empfangene auf die Erde zu holen und greifbarer zu machen.

5. Manifestieren (15 Minuten)

Eine Idee wird nur dann Realität, wenn wir sie manifestieren, das heißt greifbar machen. Nachdem ich einen klaren Überblick habe, kommt nun die Frage: wie kann ich den Ochsen durchs Dorf treiben? Ich finde für mich jeweils 5 Dinge, die ich innerhalb der nächsten 48 Stunden, der kommenden 7 Tage und bis Ende des Monats tun kann, um die Intention zu setzen und die Energie zu halten. Und dann lege ich los. Das ist nur eine der Strategien, die ich auch schon bei der Manifestation meines Business benutzt habe.

Selbstverständlich kannst du diese Zeremonie auch außerhalb von Pfingsten für dich nutzen. Ich läute dieses Wochenende mit dem Kick-Off der Shevolution und mehreren Selflove-Ritualen ein. So kaufe ich mir einen schönen Strauß Pfingstrosen, werde ein reinigendes Salz-Bad nehmen und den Abend mit einem Sisterhood-Dinner begehen.  Ich werde viel Zeit am Wasser und in der Natur verbringen – und bei gutem Wetter die Zeremonie an der Alster oder auf meinem Dach machen. Da fühlt es sich manchmal so an, als ob ich ein kleines bisschen näher an Gott bin, denn über mir ist nur noch der Himmel.

Ich wünsche dir ein wunderbar kreatives und erleuchtendes Pfingsten.

Alles Liebe,

KAJA

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*