nivata Yoga: Prä- und Postnatal-Ausbildung
[Werbung] Über die nivata Prä- und Postnatal-Yoga-Ausbildung mit Katharina Middendorf, Annett Schpeniuk und Gerlinde Skupin zu schreiben, ist eine sehr emotionale Angelegenheit für mich: Mit der Ausbilderin Katharina verbindet mich die Erfahrung, ein Kind verloren zu haben. Außerdem habe ich vor über zehn Jahren meinen allerersten Yoga-Workshop, einen Workshop zum Mondgruß, bei ihr besucht. Gerlinde hat mich als Hebamme vor, während und nach den Geburten meiner Kinder begleitet. Ich ein großer Fan beider Frauen, würden sie gemeinsam eine Ausbildung im Sackhüpfen anbieten, ich wäre dabei. 

Auch wenn mir die Vorstellung eines Sackhüpfen-Rennens mit dem Ausbilderinnen-Team durchaus Freude bereitet, finde ich es noch besser, dass sie ihre Hingabe, Weisheit und Kompetenz rund um Schwangerschaft und Yoga zusammengeschmissen und eine Prä- und Postnatal-Yoga-Ausbildung kreiert haben, an der du diesen Oktober in Berlin oder online von überall teilnehmen kann.

Als Leserin von Fuck Lucky Go Happy bekommst du immer den Frühbucher-Preis von 885 Euro statt 998 Euro. Einfach bei deiner Anmeldung angeben, dass du über uns von der Ausbildung weißt.

Da die Ausbildung modular aufgebaut ist, kannst du auch nur den Prä- bzw. Postnatal-Teil buchen. Pränatal findet am Montag, Dienstag und Freitag statt. Postnatal am Mittwoch, Donnerstag & Freitag. Die Kosten betragen dann regulär 598 Euro und für FLGH-Leser*innen 529 Euro pro Teil.

In der fünftägigen Kompaktausbildung lernst du, eigene Sequenzen für Schwangere und junge Mütter aufzubauen und bewährte Klassenstrukturen zu unterrichten.

“In Wirklichkeit will ich Wege und Tools vermitteln, wie man die Kraft findet, um den Wahnsinn rund um Schwangerschaft und Geburt zu rocken”, erzählt mir Katharina. Obwohl wir am Telefon sind, kann ich sehen, wie sehr Katharina dafür brennt, Frauen zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen, statt sich dem üblichen Mechanismus zu unterwerfen, der normalerweise mit dem positiven Schwangerschaftstest einsetzt. 

Sie selbst hatte diese Erkenntnis, als sie vor mehr als einem Jahrzehnt mit ihrer ersten Tochter schwanger war und das Khalsa Way Training bei der Kundalini-Ikone Gurmukh absolvierte. “Das war Augen öffnend für mich. Ich habe plötzlich verstanden, dass ich mein Kind nicht hier in Deutschland im Krankenhaus auf die Welt bringen muss, sondern dass ich auch in Indien gebären kann”, führt Katharina weiter aus. Tatsächlich wurde ihre erste Tochter dann in Udaipur geboren, mit Unterstützung einer Hebamme aus Alaska und Dr. Vijaya Krishnan aus Hyderabad am Telefon, der einzigen Ärztin in ganz Indien, die Hausgeburten medizinisch unterstützt. 

Im nivata Pränatal-Yoga geht es darum, die Ich-Kraft zu stärken, so dass die Frauen selbstbestimmt ihren ganz persönlichen Weg gehen können. 

Ob dieser Weg eine Hotelgeburt in Indien oder ein geplanter Wunsch-Kaiserschnitt ist, ist dabei egal. Im Fokus steht die Idee, dass wir eine innere Weisheit haben, die uns die besten Entscheidungen für unsere ganz persönliche Situation treffen lässt. Die Yoga-Praxis während der Schwangerschaft soll helfen, die eigene Klarheit zu bewahren und diese besondere Zeit zu zelebrieren. 

Ich liebe diesen Ansatz, denn eine Schwangerschaft kommt mit jeder Menge ungefragter Ratschläge und Fremdmeinungen daher, die selbst die stursten Schwangeren früher oder später verunsichern. 

Um bei sich zu bleiben, helfen die Tools aus dem Kundalini Yoga.

“Wenn wir die gewohnte Yoga-Praxis einfach nur modifizieren während der Schwangerschaft, verpassen wir einen ganz anderen Zugang zum Yoga.” Katharina setzt auf Übungen aus dem Kundalini Yoga nach Gurmukh Kaur Khalsa, die Körper und Geist auf eine ganz andere Weise fordern als die Hatha-Yoga-Praxis. Sie wirken ausgleichend aufs Nervensystem und sind meist für einen schwangeren Körper leichter auszuführen als die Verbrezelungen der klassischen Asana-Praxis. 

Dieser Satz von Katharina brachte mich ganz schön zum Nachdenken. Ich selbst stand in meiner letzten Schwangerschaft bis zum Mutterschutz noch täglich auf dem Sportplatz und modifizierte klassische Cardio & TRX Workouts. In der ersten Schwangerschaft war meine Jivamukti-Praxis ein kleines Stück Normalität, vielleicht das einzige, was in einer Extremsituation normal geblieben war. Schwangerschaftsyoga fand ich langweilig bis überflüssig. 

Doch beim genaueren Hinschauen stimmt das nicht ganz: In beiden Schwangerschaften habe ich auf eine Art praktiziert, die den Fokus stark auf das Energetische legte: Ich habe viel getanzt, geschüttelt, Übungen aus Gurmukhs Buch Kundalini Yoga für werdende Mütter* integriert und so ordentlich was für mein Nervensystem getan. Hätte ich einfach nur Asanas reduziert, ohne andere Praktiken hinzuzufügen, hätte mich das Üben wahrscheinlich schnell frustriert. 

Im nivata Prä- und Postnatal Yoga trifft traditionelles Hatha Yoga mit Sequenzen wie dem Mondgruß auf energetisches Kundalini Yoga. 

In der Ausbildung wird vermittelt, wie man diese am besten kombiniert und schwangeren Personen unterrichtet. Einen Eindruck, wie diese Praxis aussehen kann, bekommst du in diesem Video. 

Auch die klassischen Dos & Donts des Schwangerschaftsyoga sind ein Teil der Ausbildung. 

Schwangere wie Lehrende sind oft verunsichert, wenn es um Yoga während der Schwangerschaft geht. Niemand will etwas riskieren, jede Menge Ängste und die Frage Darf ich das machen? stehen im Raum. Fundiertes Wissen rund um die Dos & Donts steuert Annett Schpeniuk bei.

Annett ist nicht nur nivata® Yogalehrerin, sondern auch Kinder-Yogalehrerin und Krankenschwester. Mit ihrem medizinischen Hintergrund sowie ihrer langjährigen Erfahrung mit therapeutischem Yoga und der Spiraldynamik ergänzt sie perfekt Katharinas energetische Herangehensweise, so dass die Auszubildenden perfekt gerüstet sind, um sicheren Yogaunterricht für Schwangere anbieten zu können. 

Den Überblick über die medizinischen Aspekte von Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit gibt die Hebamme Gerlinde Skupin.

Wer Yoga rund um die Geburt unterrichten möchte, sollte auch wissen, was eigentlich im Körper passiert, wenn ein Kind entsteht. Für diesen Teil ist Gerlinde mit im Boot. Als Hausgeburtshebamme mit über 30 Jahren Erfahrung schöpft Gerlinde aus einem sehr reichen Erfahrungsschatz. Die begleitet die Familien sehr intensiv vor, während und nach der Geburt und es gibt wahrscheinlich keine Besonderheit, die ihr nicht schon untergekommen ist. 

Neben den körperlichen Prozessen legt Gerlinde großen Wert auf die psychischen Veränderungen im Leben der Frauen. Deshalb möchte sie die Teilnehmenden für die besondere Zeit der Schwangerschaft sensibilisieren und ermutigen, genau hinzuhören: Was braucht die Schwangere wirklich? Was geht in ihr vor? Woran hat sie zu knabbern? Was fällt ihr leicht? 

Gerlinde will die Auszubildenden dazu anregen, sich auf die Themen Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit wirklich einzulassen – egal ob sie selbst (werdende) Eltern sind oder nicht. Damit legt sie aus Hebammen-Perspektive den Grundstein, damit die Auszubildenden empathischen Yoga-Unterricht anbieten können, der den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen entspricht.

Das Besondere an der Ausbildung: Auch Schwierigkeiten während der Schwangerschaft haben ihren Raum.

Das Narrativ der glücklichen Schwangeren oder jungen Mutter ist in unser Gesellschaft übermächtig, obwohl natürlich nicht immer alles gut geht: Da sind Fehlgeburten, Ängste vor der Mutterrolle, Probleme, den sich verändernden Körper anzunehmen, gewollte und ungewollte Schwangerschaftsabbrüche, schwierige Verläufe, pränatale Diagnosen, traumatische Geburten, Babys, die es nicht ins Leben schaffen und viele andere Schwierigkeiten, die meist mit einem großen Tabu belegt sind. 

Es kann durchaus sein, dass Yoga-Lehrer*innen, die Schwangere und junge Mütter unterrichten, mit diesen Themen in Kontakt kommen. Stellt sich nur die Frage: Wie reagiere ich darauf? 

Die nivata-Ausbildung ist keine therapeutische Spezial-Ausbildung, um Frauen mit schwierigen Schwangerschaftsverläufen zu betreuen. Das Ausbildungsteam will aber ein realistisches Bild rund um Schwangerschaft und Geburt vermitteln – und das kann rosarot, schwarz oder bunt-krakelig sein. Insofern gibt es Platz, um die Frage Was ist normal? zu diskutieren, eigene Fragen und Unsicherheiten zu teilen und im besten Falle auch Antworten darauf zu finden. 

Wenn das Baby da ist: Postnatal-Yoga

Wenn ich Postnatal-Yoga höre, muss ich immer ein bisschen lachen. Bis ich von ich dehne mal meine verspannten Schultern wieder zu einer ernstzunehmenden Yoga-Praxis zurückgefunden habe, ist fast ein Jahr vergangen. Und bei Yoga mit Baby frage ich mich, wo das Yoga in der Konstellation stattfinden soll. Doch vielleicht ist auch die Praxis post partum etwas, was sich – wie der Rest des Lebens – ruhig verändern darf. 

Auch hier bist du mit dem Team aus Katharina, Gerlinde und Annett perfekt beraten. Gerlinde erklärt dir die Physiologie und hilft dir zu verstehen, warum die gewohnte Praxis so erstmal nicht möglich ist und wie und wann man sanft wieder mit Übungen beginnen darf. 

Annett zeigt dir, wie du Yogaklassen mit Fokus auf klassische Rückbildung konzipierst, worauf es bei den Übungen ankommt und wie du frischen Müttern hilfst, die beanspruchte Muskulatur sanft zu stärken. Als Mutter und Expertin für Eltern-Kind-Yoga sowie Yoga mit Baby liegt ihr dabei vor allem die Stärkung der Bindung zwischen Eltern und Kind am Herzen. 

Katharina geht es auch hier um den Kraftaufbau – nicht im Sinne von dicken Muckis, sondern um prana, Lebensenergie. Dafür setzt sie auf restoratives Yoga nach Judith Lasater und klassische Atem- und Energieübungen wie khumbaka, das Halten des Atems, oder das Integrieren der bandhas, der Energiesiegel, in die Praxis. 

Aus meiner Perspektive einer Mutter, die gerade sehr viele Bälle gleichzeitig jongliert, vom Stillen ziemlich ausgelaugt ist und trotzdem ihr Kind vermisst, wenn es gerade nicht da ist, macht die ganze Ausbildung ziemlich viel Sinn. So viel Sinn, dass ich gerade wieder einmal die Daten gecheckt habe, weil ich gerne selbst teilnehmen würde. 

Die Ausbildung ist das Richtige für dich, wenn: 

  • Du an einem Zugang zu Schwangerschaftsyoga interessiert bist, der über die reine Modifikation der gewohnten Praxis hinausgeht
  • Dir trotzdem fundiertes Wissen über die Dos & Donts für Yoga rund um Schwangerschaft wünscht
  • Du selbst Yoga unterrichtest, beruflich mit den Themen Schwangerschaft und Geburt zu tun hast oder einfach nur persönlich interessiert bist – Erfahrung mit Yoga ist allerdings Voraussetzung 
  • Du der Typ down to earth bist, aber auch gerne das Wunder des Lebens feierst
  • Dir Selbstbestimmung rund um Schwangerschaft und Geburt wichtig ist 
  • Das Thema Schwangerschaft & Geburt nicht ganz einfach für dich ist und du dir empathische Ausbilderinnen wünscht, die dich verstehen 

Die Fakten zur Prä- und Postnatal-Ausbildung kurz und knapp:

  • Fünftägige Kompakt-Ausbildung vom 4. bis zum 8. Oktober 2021 (44 Ausbildungsstunden)
  • Teilnahme ist online oder in Berlin-Zehlendorf möglich
  • Wenn du bei der Buchung angibst, dass du über uns auf die Ausbildung aufmerksam geworden bist, bekommst du auch jetzt noch den Frühbucherpreis: 885 Euro statt 998 Euro
  • Auch modular als Prä- oder POstnatal-Yoga buchbar: Pränatal findet am Montag, Dienstag und Freitag statt. Postnatal am Mittwoch, Donnerstag & Freitag. Die Kosten betragen dann regulär 598 Euro und für FLGH-Leser*innen 529 Euro pro Teil.
  • Dozentinnen: Yogalehrerin & Mutter Katharina Middendorf, Yogalehrerin, Mutter & Krankenschwester Annett Schpeniuk sowie Mutter & Hebamme Gerlinde Skupin 
  • Prä- und Postnatal-Yoga mit Elementen aus dem traditionellen Hatha Yoga und dem Kundalini Yoga nach Gurmukh Kaur Khalsa 
  • Physiologie und Psychologie innerhalb der Schwangerschafts-Trimester
  • nivata® Mondgruß für die Schwangerschaft
  • Dynamische Übungen für das sich verändernde Körpergefühl
  • Keep-Ups für mentale Stärke (Khalsa® Way)
  • Atemübungen und dynamische Meditationen und Mantren für Ausgeglichenheit
  • Übungen mit dem/der Partner*in
  • Visualisierungs- und Entspannungstechniken
  • Übungen für die Ruhezeiten nach der Geburt (restoratives Yoga)
  • Übungen und Atemtechniken zum inneren und äußeren Kraftaufbau
  • Spezifische Übungen für einen starken Beckenboden
  • Physiologie und Psychologie im frühen (6 Wochen nach der Geburt) und späten Wochenbett (bis zu 6 Monaten nach der Geburt)
  • Yoga mit Baby

Wenn es dir jetzt wie mir geht und du dich direkt anmelden möchtest, findest du auf der Webseite von nivata alle nötigen Informationen. Denk dran zu sagen, dass du über Fuck Lucky Go Happy kommst. Du erhältst einen Rabatt von über 100 Euro.

Ich selbst kann wegen eines eigenen Retreats dieses Jahr nicht teilnehmen, werde aber im Herzen dabei sein – und mir von Gerlinde und Katharina erzählen lassen, wie es euch ergeht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich beim Schreiben dieses Beitrags auch ein paar Tränchen verdrückt. Weil ich eine Heulsuse im besten Sinne bin, aus Verbundenheit zu Gerlinde und Katharina und weil ich denke, dass es ein großes Geschenk ist, von ihnen zu lernen.

Alle Fotos © Lena Fingerle

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