nivata Yoga: Ausbildung zur*m Meditationslehrer*in 

[Werbung] Noch viel öfter als Vorurteile und Klischees über Yoga Asana begegnen mir in meinem Alltag welche über Meditation. Wenn ich für jedes Mal, wenn ich den Satz “Ich kann nicht an nichts denken und werde nie meditieren können” höre, einen Euro bekommen würde… ich wäre reich.

Meditation – das klingt schwierig, einsam, erleuchtet. 

Traditionell gelten alle anderen yogischen Praktiken wie zum Beispiel Asana oder Pranayama als Vorbereitung auf die Meditation. Sie ist also auf eine gewisse Art die Königsdisziplin, ganz nah an der Erleuchtung dran. Vielleicht haben deshalb so viele Menschen großen Respekt vor ihr.

Aber Meditationspraxis ist eigentlich auch die einfachste von allen.

Denn sie ist für alle zugänglich. Man kann sie zu jeder Tages- und Nachtzeit, in jeder körperlichen Verfassung, im Hellen, im Dunklen, im Sitzen, im Stehen und im Gehen üben, man kann sie in jedem Alter und an jedem Ort üben. Man kann fünf Minuten, eine Stunde oder zehn Tage lang meditieren; die körperlichen und psychischen benefits dieser Praxis sind in zahllosen Studien wissenschaftlich belegt.

Warum brechen dann so viele Menschen die Praxis wieder ab, wenn sie damit in Berührung kommen? Ralf Sturm, Lehrer der nivata Meditationslehrer*innen-Ausbildung, sieht das Missverständnis in der Vorstellung, man dürfte beim Meditieren an nichts denken. 

“Es geht bei der Meditation nicht darum, einen ruhigen Geist zu haben. Sondern darum, mit einem unruhigen Geist umgehen zu lernen.” – Ralf Sturm

Für ihn und seine Partnerin Katharina Middendorf, mit der er die Ausbildung leitet, ist die Meditation eine Rettung, wenn sonst nichts mehr geht. Sie ist immer für einen da. Sie ist ein Weg, den Autopiloten abzustellen und achtsamer und offener durchs Leben zu gehen, besser zu kommunizieren und nicht immer nur unbewusst auf Impulse zu reagieren. Deshalb ist den beiden so wichtig, der Meditation das Elitäre, Unzugängliche zu nehmen.

Aber auch die Meditationspraxis ist nicht gefeit vor dem Druck der Leistungsgesellschaft.

Wie, du kannst nicht eine ganze Stunde lang stillsitzen und hast nicht zweimal am Tag Zeit dafür? Du bist schlecht im Meditieren. Der Wunsch von Katharina und Ralf ist es, Meditation wieder von diesem Leistungsdruck zu entkoppeln, der so viele Menschen davon abhält, überhaupt mit der Praxis anzufangen oder dabei zu bleiben. In ihrer Ausbildung thematisieren sie also nicht nur das “Wie” der Technik, sondern eben auch das, was schwierig ist und wie man lernt, sich selbst mit mehr Mitgefühl zu begegnen, wenn es darauf ankommt.

“In dem ganzen Stress und der ständigen Überforderung, mit der wir konfrontiert sind, ist Meditation oft das einzige, was uns noch zur Verfügung steht. Deswegen ist sie so unglaublich elementar, ja, menschenfreundlich.” – Katharina Middendorf

Der Aspekt des Mitgefühls ist unglaublich wichtig.

In der traditionellen buddhistischen Meditation, in der Ralf zuhause ist, gehört die Metta-Meditation (eine Meditation der liebenden Güte und des Mitgefühls) immer zur Praxis dazu. 

Ich kenne das aus meinem Vipassana-Kurs: Man schließt an die Achtsamkeitspraxis einen Wunsch nach mehr Mitgefühl für alle an, wodurch in Ralfs Augen überhaupt erst eine Veränderung des eigenen Handelns zum Positiven möglich ist. Dieser Teil ist wahrscheinlich im wissenschaftlichen Meditations-Hype rund um das Konzept von Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) in den letzten Jahren ein wenig verloren gegangen, da er in der weit verbreiteten MBSR-Methode nicht immer mit unterrichtet wird.

Ralf und Katharina sind in unterschiedlichen Meditationsformen geschult.

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© Lena Fingerle

Deshalb wirst du auch in der Ausbildung zwei verschiedene Methoden der Meditation genauer kennenlernen. Gemeinsam haben die beiden jahrzehntelange Erfahrung in traditionellen buddhistischen und yogischen Meditationspraktiken gesammelt – sowohl als Übende, als auch als Lehrende.

Ralfs Hintergrund liegt in der buddhistischen Meditation, die er seit Jahrzehnten praktiziert. Er ist Schüler von H.H. Dalai Lama und Thich Nhat Hanh und bildet seit 2005 Yogalehrende aus. Die Methode, die er lehrt, ist eine achtsamkeitsbasierte Meditation, in der abwechselnd der Atem und die Empfindungen im Körper beobachtet werden. So hat der Geist immer wieder die Möglichkeit, seinen Fokus zu verändern. 

Katharinas Meditationspraxis kommt aus dem Yoga. Sie wird euch in der Ausbildung mit der Meditation der Visualisierung bekannt machen. Dabei greift sie auf das yogische Energie-Modell zurück; die Chakren spielen beispielsweise hier eine wichtige Rolle.

Als Bindeglied zwischen diesen beiden Formen funktioniert der Teil in der Ausbildung, den Anna Trökes, Grande Dame des deutschen Yoga, als Gastlehrerin übernimmt: Sie wird über das Yoga der Verbundenheit und die vier zu kultivierenden Geisteshaltungen (Brahmaviharas) nach Patanjali sprechen, welche als Grundlage für die Meditation gesehen werden. Dabei kommen auch die Hindernisse in der Meditation zur Sprache und werden auch mit allen Teilnehmenden persönlich besprochen. 

Teil eins der 99-Stunden-Ausbildung ist vor allem grundlegende Theorie. In Teil zwei geht es dann tief in die Praxis.

Im Kompaktseminar, das du in der nivata Yogaschule Zehlendorf in Berlin oder auch komplett online besuchen kannst, geht es darum, die Hintergründe der Meditationsmethoden und die jeweiligen Techniken kennenzulernen. 

Natürlich werdet ihr euch gleich auch gegenseitig unterrichten und bekommt die Grundlagen der didaktischen Methodik beigebracht. Außerdem erlernt ihr einige einfache körperliche Übungssequenzen, die ihr euren Schüler*innen zukünftig als Vorbereitung zur Meditation an die Hand geben könnt. 

Teil zwei – den man übrigens auch zuerst absolvieren kann, wenn gewünscht! – ist die Stille-Woche. Ein fünf-Tage-Retreat mit Ralf und Katharina im Seminarhaus Rosenwaldhof in Brandenburg, wo ihr drei volle Tage schweigen und meditieren werdet. 

Wenn du noch keine Erfahrung mit derartigen Meditationskursen hast, ist das jetzt genau der richtige Moment! 

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© Lena Fingerle

In der Stille-Woche kannst du dir allen Raum nehmen, den du brauchst, um ganz in deiner Meditationspraxis anzukommen und sie zu vertiefen. Teil der Seminarwoche ist es auch, zusätzlich zur regelmäßigen Praxis eine morgendliche yogische Reinigungsroutine zu erlernen, die du anschließend mit in deinen Alltag nimmst.

Egal ob Yogalehrer*in oder nicht, egal ob du in Zukunft unterrichten willst oder nicht: Diese Ausbildung ist für alle geeignet, die Lust haben, die eigene Praxis zu vertiefen und sich mehr mit Meditation zu befassen. Wer noch nie Yoga oder eine ähnliche Praxis unterrichtet hat und diese Ausbildung absolviert, ist danach auf jeden Fall in der Lage, Meditation zu unterrichten.

Geheimtipp von Ralf: Für die eigene Praxis ist es besonders zuträglich, Meditation auch anzuleiten.

Denn wer selbst Meditation unterrichtet, muss dafür sozusagen gezwungenermaßen in den richtigen headspace kommen. Wer lernt, Meditationen anzuleiten, lernt auch, Ruhe in den eigenen Geist kommen zu lassen, denn: die Schüler*innen zählen auf einen. Ich kenne das aus dem Yogaunterricht auch: Meine Schüler*innen erwarten einen klaren, sinnvollen und zugewandten Unterricht von mir. Sie verlassen sich auf mich. Ich kann mich fokussieren und vergesse alles andere um mich herum – egal, was mich gerade noch beschäftigt hat.

Zwischen den beiden Teilen der Ausbildung kannst du an den regelmäßigen Meditationsklassen von nivata teilnehmen und bei Bedarf auch zusätzliche Supervisionstermine mit Ralf oder Katharina vereinbaren. 

Ist diese Ausbildung für mich geeignet?

  • Interessierst du dich für Meditation und möchtest tiefer in Theorie und Praxis einsteigen?
  • Willst du verschiedene Methoden der Meditation kennenlernen?
  • Möchtest du lernen, mit mehr Selbstmitgefühl zu meditieren und dein Mitgefühl insgesamt zu schulen?
  • Unterrichtest du Yoga und möchtest dich zusätzlich qualifizieren?
  • Willst du didaktische Techniken erlernen, mit denen du deine Schüler*innen auf die Meditation vorbereiten kannst?
  • Möchtest du mehr über die philosophischen Ursprünge der Meditation lernen?

Ja? Dann legen wir dir diese Weiterbildung sehr ans Herz. 

Die Meditationslehrer*innen-Ausbildung im Überblick:

  • Eine kompakte und übersichtliche Einführung in die Meditation der Visualisierung und die Meditation der Achtsamkeit inklusive Praxiseinheiten sowie Grundlagen des Unterrichtens und Anleitens
  • Lehrende: Katharina Middendorf, Ralf Sturm, Anna Trökes
  • Umfang: 4-tägiges Kompaktseminar (auch online möglich) und 5-tägige Stille-Woche; insgesamt 99 Ausbildungsstunden à 45 min
  • Die beiden Teile können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden
  • Termine: 15.-18.3.21 (Kompaktseminar), 1.-5.11.21 (Kontemplationswoche)
  • Ort: Teil 1: Berlin oder online; Teil 2: Rosenwaldhof, Brandenburg
  • Preis: 998 € plus Kosten für Unterbringung im Rosenwaldhof, welche gesondert gebucht werden muss
  • Nutzung der Bildungsprämie bis zu 500 € ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich
  • Weitere Infos und Anmeldung: Über die nivata Yoga Website

Was sind deine Erfahrungen mit Meditation? Hast du noch Fragen zu dieser Ausbildung? 

Ab damit in die Kommentare!

Titelbild © Lena Fingerle

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