Montagsmantra: Warum passieren die Dinge für mich?

Damit unsere wöchentlichen Montagsmantren auch für dich so viel Sinn machen, wie für uns, werden wir jetzt immer ein paar Zeilen darüber schreiben, was wir uns dabei gedacht haben.

Stell dir vor, du wachst auf und merkst, du hast verschlafen, weil du deinen Wecker im Halbschlaf ausgestellt hast. Dann startest du in deinen Tag, du stellst die Wäsche an, gehst zur Arbeit, auf dem Heimweg gehst du noch schnell einkaufen. Zuhause merkst du, dass du eine wichtigen Posten auf deinem Einkaufszettel vergessen hast. Du holst die Wäsche aus der Maschine und bemerkst, dass du deinen teuren Lieblingspullover eingelaufen hast.

Exakt so ging es mir vor kurzem. Alles lief irgendwie schief und ich bin in eine regelrechte Negativ-Schleife geraten. Dann, als ich abends meinen Tag Revue passieren ließ, hat mich irgendetwas gerüttelt und mir kam ein Satz in den Kopf, den ich auf einem Seminar von Gabby Bernstein gelernt hatte. Sie sagte:

„No matter what happens in your live, small and big events, stop asking why this is happening to you and start asking why this is this happening for you!“

Es war eher ein Nebensatz, der zu einem anderen Thema führte, aber er hatte sich bei mir eingebrannt.  Jetzt, wo ich mit meiner Negativ-Schleife und gesenktem Kopf auf meiner Bettkante saß fiel er mir wieder ein.

Und, oh Wunder, er brachte mir eine sehr wichtige Lernerfahrung:

Ich hatte in der letzten Woche eine fiese Grippe. Anstatt mich hinzulegen und auszukurieren, habe ich mich mit Grippostat vollgepumpt und wichtige Aufträge abgearbeitet. Das Resultat: Ich war nicht mehr bei mir und habe meinen Körper, der nach Erholung schrie, übergangen. Den nächsten Morgen habe ich meine Kunden kontaktiert und nach Verlängerung der Deadlines gebeten.

Und siehe da: Es regnete nur so Gute-Besserungs-Wünsche und Verständnis von allen Seiten. 

Seither begleitet mich dieses Mantra und bringt mich zurück in meine optimistische Grundhaltung.

Mein Learning: ALLES und JEDER ist dein Lehrer.

Du musst nur danach fragen, was du aus dieser Situation lernen kannst:

Warum passiert das FÜR mich? 

Probier‘ es aus! Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche und freue mich auf deinen Erfahrungsbericht und Austausch in den Kommentaren.

Shine bright,

Deine Franziska

Hast du dich jemals gefragt Warum passieren die Dinge für mich?

6 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Franziska,

    diese Perspektive finde ich sehr interessant. Werde ich gleich übernehmen ;-)

    Ich kann eine ähnliche Erfahrung teilen. Als ich vor ein paar Jahren auf einem kleinen Selbstmitleidstrip war und mich über meine damalige Jobsituation beschwert hatte, hatte eine weise Freundin mich nicht wie die meisten (inkl. mir) nach dem „Warum?“, sondern nach dem „Wofür?“ gefragt.

    Wahnsinn, was für einen positiven Perspektivwechsel ich plötzlich hatte, der mir so viel Energie gab. Raus aus dem Vergangenheitsbrei – rein in die Gegenwart und Zukunft :-)

    Das hilft mir sehr, alte Gedankenmuster aufzubrechen und zu überprüfen, ob das wirklich meine oder doch nur unbewusst übernommene Bewertungen oder Glaubenssätze sind, die vielleicht gar nichts mit meinem Leben zu tun haben.

    Liebe Grüße

  2. oh ja …

    Wie sehr ich mich diesen Worten anschließen mag.

    ES passierte und passierte und passierte
    und das WARUM konnte ich mit der Zeit gut beantworten,
    doch dann den entsprechenden SCHRITT dazu umzusetzen,
    das hab ich über Monate in mir getragen, behütet, bewahrt.

    Und als ES dann getan wurde, offenbarte sich mir eine ganz neue WELT
    und SICHTWEISE auf den Prozess und den Verlauf der Dinge.

    Wahrlich, ja.

    Meinen Herzensgruß zu Euch
    aus den Bergen Tirols

    Eure Daniela

  3. Liebe Kathrin,

    zunächst einmal: Das tut mir sehr Leid mit deinem Auto! Oft verstehen wir nicht sofort, warum Dinge passieren beziehungsweise was wir aus ihnen lernen können. Zum Thema Auto will ich eine persönliche Erfahrung mit dir teilen:

    Die Mutter einer Freundin griff über Jahre immer öfter zum Weinglas. Sie litt darunter, kam aber nicht davon los, wie das eben so ist mit Süchten. Eines Tages hatte sie einen Unfall, an dem sie Schuld hatte. Es folgte ein Jahr Führerscheinentzug. Sie konnte zunächst nichts gutes daran erkennen, denn sie brauchte das Auto um ihre Mutter im Altersheim zu pflegen, für die Familie einzukaufen etc.

    Sie musste den Alltag neu organisieren und kaufte nur noch 1x die Woche ein, das Mittagessen wurde öfter improvisiert und was nicht da war, gab’s eben nicht. Zum Fitnessstudio ging sie zu Fuß und entdeckte eine schöne Waldroute, ihre Mutter besuchte sie nur noch 2 Mal die Woche per Bus.

    Nach einer Weile stellte sie fest, dass ihr Leben durch den Vorfall entschleunigt wurde. Sie fühlte sich wesentlich entspannter und stressfreier, ihren hausgemachten Perfektionismus konnte sie ablegen, sie erkannte dass ihre Mutter sie ziemlich herumgescheucht hatte und sie sich zuvor nicht wehren konnte und sie konnte sich jetzt besser abgrenzen, denn sie konnte immer sagen: Sorry geht nicht, ich habe kein Auto. Ihr Wein-Problem ist inzwischen Vergangenheit und sie hat den Führerschein wieder.

    Ich weiß nicht, was die Autosituation in deinem Leben verändert. Oder vielleicht ist es tatsächlich ein rückblickendes Learning, dass du dieses Auto nicht mehr hättest durch den TÜV jagen sollen. Vielleicht hat dich der Schaden vor einem schlimmen Unfall beschützt. Fakt ist, mit diesem Auto solltest du nicht mehr fahren und wenn es der TÜV nicht erkannt hat, dann ist vielleicht der Zylinderkopf dein Glück.

    ich weiß, dass es in solchen Situationen schwer fällt, so zu denken, aber es ist deine Entscheidung, ob du unter der Situation leiden möchtest, oder sie im besten Sinne FÜR dich wertest.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück in dieser Sache!

    Alles Liebe
    Franziska

  4. Danke, aber leider kann ich diese Sichtweise nicht ganz auf mein kaputt gegangenes Auto beziehen. Ich war so froh, ihn noch mal über den TÜV gekriegt zu haben. Seitdem bin ich vielleicht 5 Mal damit gefahren und jetzt ist die Zylinderkopfdichtung kaputt und ich habe zuvor einen Haufen Geld in ein Auto investiert, das praktisch Schrott ist… Derzeitiges Fazit: hätte ich besser lassen sollen mit der Reparatur… Ansonsten fällt mir nicht wirklich ein, was dieses Ereignis FÜR mich gemacht hat, denn ich brauche mein Auto, um in meine geliebte Yogaschule am anderen Ende der Stadt zu gelangen… Hmpf… :-(

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*