Montagsmantra: Ich bin offen für Veränderung

Der griechische Philosoph Heraklit hat vor vielen, vielen Jahren einen sehr klugen Satz gesagt:

Die einzige Konstante im Leben ist der Wandel.

Dass der alte Grieche damit Recht hat, bekommen wir immer wieder zu spüren. Zumindest habe ich bisweilen das Gefühl, dass mein Leben ein einziger rasanter Wandel ist. Für meinen Geschmack würde sogar ein wenig mehr Beständigkeit gut tun.

Der Wandel zeigt sich manchmal im Großen und manchmal im Kleinen. Letztens zum Beispiel beim Skifahren. Als ich mich zufällig im Spiegel sah, erschrak ich nicht nur wegen meiner uralten Snowboard-Kluft, sondern auch wegen des Gesichtes, das mich aus den gleichen Klamotten wie vor 12 (!) Jahren ansah. Die Klamotten hatten sich (leider) nicht verändert, das Gesicht aber wohl. Typisch ist auch das hier: In heller Vorfreude auf eine Klasse mit deinem Lieblingslehrer gehst du zum Yoga und tata… Seine Vertretungslehrerin steht vor dir und zum Umdrehen ist es auch schon zu spät. Manchmal ist es auch schwerwiegender: Deine Beziehung geht in die Brüche, dein wichtigster Auftraggeber kündigt, der Hund stirbt oder, oder, oder…

Fakt ist: Wandel tut oft weh. Und sich auf Neues einzulassen, macht manchmal Angst.

Doch ist es nicht genau das, was das Leben spannend macht? Kommt nicht jede Krise mit einem Zauber daher? Denkst du nicht auch oft im Nachhinein „Wie gut, dass mir das so passiert ist?“, obwohl es sich erst so furchtbar angefühlt hat?

In der indischen Mythologie steht der Gott Shiva für Veränderung. Er wird oft als Nataraja (deutsch: König des Tanzes) dargestellt. Im ewigen Tanz zerstört er das ganze Universum, um es dann sofort wieder neu zu erschaffen. Übertragen auf den Alltag heißt das nichts anderes, als dass wir uns darauf verlassen können, dass es weitergeht. Shiva hört nicht auf zu tanzen. Und wir haben keine andere Möglichkeit als uns darauf einzulassen.

Ich bin offen für Veränderung.

Wer offen für Veränderung ist, kann besser mit ihr umgehen. Egal, was wir tun, um sie aufzuhalten, es wird nicht klappen. Man denke nur an das Snowboard-Klamotten-Gesicht-Beispiel…

Vielleicht hast du Lust, dich diese Woche von einer Neugier für Veränderung leiten zu lassen. Egal ob du einfach nur ein neues Restaurant ausprobierst oder gleich deinen Job kündigst, versuche darauf zu achten, was sich dir für Chancen auftun. Hinterfrage deine Denkmuster, Routinen und Meinungen über Dinge und Menschen und checke, ob sie wirklich noch für dich stimmen. Vielleicht eröffnet dir der Unterricht der Vertretungslehrerin ganz neue Horizonte, vielleicht wartet beim neuen Job deine große Liebe auf dich, wer weiß. Oft muss erst eine Tür zu gehen, damit sich eine neue öffnen kann. Nur Gott weiß, was Shiva für Bonbons auf Lager hat…

Zur Einstimmung hier eine wilde „Shiva Shambo“-Live-Version von Nina Hagen und meine Shiva-Playlist auf Spotify. Im Happy Mind Magazine gibt es noch ein super Anleitung für eine Kirtan-Kriya aus dem Kundalini Yoga für Veränderung.

Nina Hagen Live – "Shiva Shiva Shiva Shambo"

Lass mich wissen, wie es dir ergeht!

Shine bright,
Deine Rebecca

Photo Credit: Neetesh Gupta (neeteshg) via Compfight cc // Schrift und Kreis nachträglich hinzugefügt

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