Ängste überwinden: Mit diesen 5 Schritten schaffst du es

Eines meiner wichtigsten Mantren, das ich zu jeder wichtigen Entscheidung heranziehe lautet

Go where the joy is.

Doch ich stelle immer wieder fest, dass es nicht immer so einfach nicht ist. Denn selbst, wenn du den Weg der Freude gehst, was ich dir immer empfehle, bekommst du es auf diesem Weg irgendwann mit der Angst zu tun. Das ist ganz normal.

Auf dem „Joy-Weg“ ist die Angst in der Regel sogar noch größer, weil du dort viel mehr zu verlieren hast. Schließlich verfolgst du den Pfad, den deine Seele sich von dir wünscht. Klar, bist du da viel sensibler, als wenn du zum Beispiel den Vortrag verpatzt, den du nur widerwillig auf Wunsch der Chefin gehalten hast. In letzterem Fall kannst du die Schuld schließlich ihr in die Schuhe schieben. Doch, wenn es um deine Selbstverwirklichung geht, fahren deine Selbstzweifel immer im Windschatten mit.

Ich selbst bin auf meinem „Joy-Weg“ gerade durch eine solche „Angst-Phase“ gegangen. Deshalb möchte ich dich für diese Woche mit meinem aktuellen Lieblingsmantra dazu inspirieren, mit deinen Zweifeln und Ängsten, die zwischen Dir und deiner Selbstverwirklichung stehen, zu tanzen. Es lautet:

Go where the fear is!

Dieses Mantra ist für dich, wenn du gerade damit liebäugelst, dich in eine neue Richtung weiterzuentwickeln, in eine neue Aufgabe hineinwächst, oder für deinen nächsten Wachstumsschub gewappnet sein willst.

Mein persönlicher Wachstums-Angst-Schub ereignete sich in den letzten Monaten. Als ich im März nach sechs Wochen und um eine Yogalehrer-Ausbildung reicher aus Indien zurück kam, setzte ich die Seite „Mit Franziska arbeiten“ auf. Mit dem gewonnenen Abstand auf meinen Alltag wusste ich nun ganz genau, was meine Arbeit sein sollte: Yoga, Coaching und Seminare. Meine Kundalini-Yoga-Klassen online zu publizieren ging mir leicht von der Hand. Doch meine anderen, tiefergehenden Angebote blieben als reine Vorankündigung einsam auf der Website zurück.

Ich wusste zwar, dass ich Menschen intensiver als nur mit dem Bloggen dabei unterstützen will, ein Leben mit mehr Fülle und Flow zu führen. Dass ich Menschen motivieren will, durch ihre tiefen Täler zu gehen, so wie ich es seit Jahren immer wieder mache. Doch ich wand mich wie ein Aal davor, mein Angebot online zu stellen.

Stattdessen fing ich hinter den Kulissen mit meiner Arbeit an, testete das Angebot auf Herz und Nieren – in der leisen Angst, dass es noch nicht gut genug sein könnte. Mit der Übung wurde ich zwar immer überzeugter von der Kraft meiner Arbeit, doch hielt ich mich weiterhin im Untergrund auf.

Bis hier war ich mir keiner echten Angst bewusst.

Doch dann schrieben mich vor einiger Zeit gleich drei Leser innerhalb einer Woche an, wann denn endlich das angekündigte Coaching zu buchen sei. Als die dritte E-Mail bei mir einging, schellten meine Alarmglocken. Diese eindeutigen Zeichen konnte ich nicht ignorieren.

Ich nahm das Thema mit in meine morgendliche Meditation hinein und entspannte mich in die Frage „Ob und wann man mich als Coach buchen kann“.

In diesem bewussten Zustand wurde mir klar, dass meine Angst mich seit vielen Wochen vor dem nächsten Wachstumsschritt zurückhielt. Das wollte ich mir nicht länger gefallen lassen. Noch am selben Tag setzte ich mich hin und versuchte in Worte zu fassen, was meine Arbeit eigentlich ist. Wenn du jemals versucht hast einen Text über dich selbst zu schreiben, zum Beispiel ein Arbeitszeugnis, dann weißt du, wie schwierig das ist.

Es dauerte zwei Wochen und tägliche kleine Angstblockaden, durch die ich mich lernte, durchzuatmen.

In dieser Zeit lernte ich meine Angst zum ersten Mal so richtig bewusst zu lieben.

Ich spürte die enorme Kraft, die entsteht, wenn ich in dieses unangenehme Gefühl rein- und schließlich durchgehe. Und ich verstand plötzlich, dass es im Leben immer beides braucht, um die eigene authentische Kraft zu entfalten. Dunkelheit und Licht, Sonne und Regen, Ying und Yang, Schwarz und Weiß, Angst und Freude.

Ich habe richtig Spaß daran gefunden, in dieses Angstgefühl hineinzugehen, weil ich gelernt habe, dass darin so viel Wachstumspotential steckt. Am Ende habe ich mich tiefgehend mit meinem Angebot, wer ich bin und was ich mache, auseinandergesetzt und viel Klarheit und Sicherheit gewonnen.

Das Ergebnis meines intensiven Prozesses heißt übrigens Soul-Session. Das ist eine Sitzung, die du bei mir buchen kannst, wenn du dich nicht im Flow befindest, dich im Kreis drehst und selbst nicht weiter weißt. Schau mal rein. Es wäre mir ein Herzensanliegen, dich auf deinem ganz individuellen Weg zu begleiten.

Hier eine Anleitung, mit der deine Ängste in Entwicklungsphasen weniger bedrohlich werden:

5 Schritte, die dir aus deiner Angst helfen

  1. Sobald dich Minderwertigkeitsgefühle à la „dafür bin ich nicht gut genug / schlau genug / jung genug / schön genug“ überkommen, lauf nicht weg und gib nicht auf, sondern wende dich diesen Gefühlen zu. Schließe die Augen und atme tief und lang.
  2. Freu dich, dass die Angst sich zeigt und bedanke dich, dass sie dir eine Begrenztheit aufzeigt, die du nun überwinden darfst.
  3. Mach dir klar, dass die Angst nicht Du ist. Ich stelle mir immer vor, wie ich freudvoll mit der Angst tanze. Dabei nehme ich sie als Tanzpartner war und mache mir bewusst, dass ich den Tanz jederzeit beenden kann.
  4. Fang in kleinen Schritten an. Ich habe mich zum Beispiel erstmal nur um die Beschreibung meiner Arbeit gekümmert, unabhängig davon, ob ich es jemals veröffentlichen würde. Dabei bin ich so in Fahrt gekommen, dass die Energie, die vorher von der Angst blockiert war, wieder voll da war. Denk also unbedingt nur von Zwölf bis Mittag!
  5. Sprich mit einem Coach oder einer Freundin, die dir wieder in den Flow helfen. Ich hole mir immer lieber jetzt als gleich Unterstützung aus meinem Netzwerk, bevor ich zu lange in meiner Angst-Starre verweile und mich nicht weiter vorwärts bewege.

In diesem Sinne, tanz mit deinen Ängsten und genieß dieses Gefühl, das zu deinem Wachstum ganz natürlich dazu gehört.

Go where the fear is!

Und wirf unbedingt einen Blick auf meine Soul-Sessions! Ich freue mich auf dein Feedback unten in den Kommentaren.

Shine bright and be the light,

deine Franziska

PS: Wenn dir das Mantra gefällt, leite es an jemanden weiter, dem es gerade helfen könnte.

15 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Schöner Artikel! Angst ist letzten Endes auch nur ein Gefühl, welches beachtet werden will und jedes Gefühl kann uns etwas Wichtiges mitteilen.

    Problematisch wird es dann, wenn die Angst unser Leben bestimmt und/oder sie dazu führt, dass wir bestimmte Dinge vermeiden, nur um keine Angst erfahren zu müssen.

    Lieben Gruß.

    Sebastian

  2. Liebe Franziska, diese Angst…ja, ich weiß, was du meinst und sprichst mir vom Herzen. Ich spüre sie bei meinen Foto Aufträgen (bin ich gut genug? Reichen meine Kenntnisse aus, weil ich mir alles selbst beibringen muss?) oder auch im Yoga – ich traue mich immer noch nicht zu unterrichten, obwohl ich im November mit der Ausbildung fertig sein werde :-( ich hoffe ich sehe diese Angst irgendwann als Chance und begegne ihr freundlich.. Ich finde es toll, dass du dich mit dem Coachen gewagt hast! Darf ich mal fragen, wo in Indien du eine Ausbildung gemacht hast? Kannst du mir da was empfehlen? Liebe Grüße & Namaste, Marina

    1. HI liebe Marina, ich habe die Ausbildung in Indien bei Gurmukh in Rishikesh gemacht. Sie „mieten“ dafür das Partmath Niketan Ashram. Alles über die weltweiten Ausbildungen kannst du hier lesen http://goldenbridgeyoga.com/teacher_training.php

      Für die Angst vor dem Unterreichten habe ich in meiner Ausbildung das Mantra „I’m not a man, I’m not a woman, I’m not a person, I’m a teacher“ gelernt. Damit gehst du aus deiner Identität als du raus und verlässt dich auf den Lehrer in dir. Its not about you! Its about allowing people to have an experience. Probier’s mal. Sag es dir 3 Mal, bevor du unterrichtest und ansonsten übe und gewinn darüber Sicherheit. Und dann Spring ins kalte Wasser! Viel Erfolg! Franziska

  3. Liebe Franziska,

    wieder mal unheimlich schön und motivierend geschrieben, vielen Dank dafür, und auch für all die anderen Montags-Mantren, mit denen Rebecca und Du mich seit Anfang des Jahres begleiten – gerade in den letzten Wochen ging es mir beim Lesen oft so, dass ich dachte: „Woher wissen die, dass genau das jetzt gerade mein Thema ist?!?“

    Am besten gefällt mir, dass Du auch beschreibst, dass es beim Weg durch die Angst eben nicht um hektischen Aktionismus geht, sondern Schritt für Schritt diesen Weg zu gehen, und sich genau zu überlegen, wohin er führen soll, oder wie Du es formuliert hast: „Go where the joy is!“. – sollte sich meine Blockade was das finden solcher Ziele angeht in absehbarer Zeit nicht auflösen, kann es durchaus sein, dass ich mir eine Soul-Session bei Dir gönne ;-)))

    Tia

    1. Hi liebe Tia, ja – sitze nicht zu lange mit deiner Verwirrtheit alleine da. Sprich mit Leuten, hol dir Rat, Austausch. Spür mal rein, ob du nicht weißt, was du willst, oder du dich nicht traust zu denken, was du eigentlich wirklich willst. Alles Liebe und bis vielleicht mal in einer Soul-Session, Franziska

  4. Wow! Vielen lieben Dank für deinen tollen Artikel. Er passt ganz genau zu meiner derzeitigen Lebenssituation. Man sagt das immer so leicht, man muss den Weg der Angst gehen…aber deine Worte haben mein Herz gefunden. Werd ihn mir ausdrucken um ihn immer griffbereit zu haben. Lieben Dank und 1000 Küsse aus Bayern

    1. Liebe Barbare, das freut mich sehr zu hören. Das machst du genau richtig, kleine liebevolle Reminder für jeden Tag sind super und dann Step by Step durchgehen, durch die Gefühle, mit denen du sonst nicht so gerne in Kontakt kommst. Viel Vergnügen dabei und alles Liebe nach Bayern! Franziska

  5. Hey!
    Zum Thema Angst, wenn es in eine neue Richtung geht: oftmals ist die ganze Angst unbegründet. Ich mache mir vorher immer total Gedanken, was passiert, wenn ich das und das jetzt tue. Was passieren KÖNNTE. Und danach frag ich mich jedesmal, warum ich mir vorher so einen Kopf gemacht habe. Wir können und schaffen nämlich viel mehr als wir denken.

    Liebe Grüße
    Conny

    1. Hi Conny, du hast so recht! Wenn man das Worst case szenario mal zu Ende spinnt, ist es meistens nicht so schlimm. Die Angst vor dem Versagen und sich selbst und andere zu enttäuschen – das ist die Bremse. Alles Liebe, Franziska

  6. Wunderbare Worte.. <3 Ich bin heute Morgen mit diesem Angst-Gefühl im Bauch aufgewacht. Dank dem Text kann ich mich nun gelassener, mit mehr Mut und Freude an die Arbeit machen, juhu.

  7. Liebe Franziska, ich bin dir sehr dankbar für diesen Artikel! Er passt gerade perfekt in meine aktuelle Lebenssituation. Und ich werde das Mantra mit in meine nächste Yoga Session nehmen und dann ausgiebig mit meiner Angst tanzen!

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