Mantra-Meditation: So stellst du deinen Geist neu ein

Nicht nur Lula hat ein sehr aktives Monkey-Mind, sondern auch ich. An manchen Tagen macht mich mein Monkey-Mind nahezu verrückt.

Unruhig, rastlos, launisch, durcheinander, unentschlossen, unkontrollierbar.

So ungefähr lässt sich das Gefühl beschreiben, wenn mein Monkey-Mind mal wieder so richtig aktiv ist. Was machst du in solch einem Moment? Wie kommst du zur Ruhe?

Für mich gibt’s nur eine Notbremse: Meditation.

Meditation ist ein Zustand von Entspannung, in dem du dein Bewusstsein erfahren kannst und Zeug*in all deiner Gedanken und Emotionen werden kannst, die dir die ganze Zeit im Kopf herumschwirren. Also genau die richtige Chance um die ganzen Gedanken etwas zur Ruhe kommen zu lassen und ein bisschen Abstand dazu zu gewinnen. Und damit auch den Affen, der von einem Gedankenbaum zum nächsten hüpft.

Und nein, Meditation ist in solch einem Moment nicht zu kompliziert. Wenn es dir zu kompliziert erscheint, dann nimmst du es vermutlich einfach zu ernst – oder du gehst die Sache falsch an.

Auch wenn es super typabhängig ist, versuch es doch einfach mal mit diesem Trick: Nutze ein Mantra.

Klingt im ersten Moment total eso? Ist es eigentlich gar nicht, wenn du es richtig machst. Mantra-Meditation ist – im Prinzip nichts anderes als „Selbst-Hypnose“.  Das Mantra hilft dir, wie ein Anker, dich nicht von anderen Gedanken mitreißen zu lassen. Häufig geht es dabei gar nicht so sehr um die Bedeutung der Worte, sondern eher darum, dass deine Gedanken einen festen Fokus haben.

Was ist ein Mantra?

Das Wort „Mantra“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie Spruch oder Lied. Es bezeichnet ein heiliges Wort oder einen heiligen Vers. Aber es bedeutet auch „Werkzeug für den Geist“. Mantren sind Klänge, die durch wiederholtes Aussprechen den Geist umprogrammieren sollen. Sie können sprechend, flüsternd, singend oder in Gedanken wiederholt werden.

Klänge und Vibrationen sind in vielen Kulturen schon seit tausenden von Jahren als Heilwerkzeug bekannt.

Ob es nun Mantras wie bei den Yogis sind, Icaros (heilende Lieder), die in vielen indigenen Stämmen in Zentral- und Südamerika genutzt werden, oder Pythagoras’ musiktheoretische Beschreibung von Intervallen. All diese Techniken haben eines gemeinsam: Dysbalancen in Balance zu bringen.

Werbung

Automatisch gespeicherter Entwurf 10

Contentbanner rechts 1 (frei)

Die Schwingungen des Mantras balancieren dich aus.

Klänge helfen dabei, Veränderungen der Gehirnwellensynchronisation zu erzielen. Also die hypothetische Fähigkeit des Gehirns, seine Gehirnwellenfrequenzen auf natürliche Weise mit dem Rhythmus periodischer, äußerer Reize zu synchronisieren.

Auch wenn die Forschung in diesem Bereich noch nicht besonders ausgereift ist, so gibt es immer mehr Neurowissenschaftler*innen, die versuchen, die „gesundheitlichen Vorteile“ von uralten Methoden wie der Mantra-Meditation, zu belegen. Einfacher gesagt: das Gehirn kann sich auf eine äußere Frequenz eintunen. Wenn diese stabiler und ausgeglichener ist als die des Gehirns, werden wir ausgeglichener.

Durch den Einsatz von Rhythmus und Frequenz können wir unsere Gehirnströme beeinflussen und es wird möglich, unseren normalen Beta-Zustand (normales Wachbewusstsein) auf den Alpha-Zustand (entspanntes Bewusstsein) herunter zu schalten. Oder sogar den Theta-Zustand (Meditationszustand) zu erreichen.

Und neben dem tollen Effekt, dass diese Art von Meditation richtig gut für dein „Gehirn“ ist, ist sie auch noch super einfach und simpel. Denn alles, was du brauchst, ist ein Mantra. Vielleicht hast du schon eines, das du magst. Oder du probierst eines von diesen aus:

  • Om (Aum): Wird als Symbol für das Göttliche verwendet. Der Klang des Om beschreibt den Urklang des Universums und bewirkt eine harmonische Schwingung, die den Körper spürbar vom Bauch bis zum Scheitel durchdringt.
  • Lokah Samastah Sukhino Bhavantu: „Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein! Möge es allen Wesen in allen Welten wohl ergehen!“ Dieses Mantra erzeugt Schwingungen des Friedens und des Wohlwollens.
  • Sat Nam: „Wahre Identität.“ Das Mantra hilft dir, dein volles Potenzial zu leben und erinnert dich an deine wahre Identität, dein höheres Selbst.
  • Sa Ta Na Ma: „Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt.“ Dieses Mantra beschreibt den ständigen Kreislauf von Leben und Schöpfung. Das Mantra besteht aus den fünf Urtönen und ist ein Katalysator für Veränderung.
  • Ra Ma Da Sa: „Sonne, Mond, Erde, Unendlichkeit.“ Dieses Mantra wirkt auf die Selbstheilungskräfte und die Heilung anderer. Es wirkt auf mentaler, spiritueller, körperlicher und emotionaler Ebene.
  • Om Namah Shivaya: „Om, ich verneige mich vor Shiva (dem Glückverheißenden)“ Dieses Mantra wird während der Meditation gesungen, um das innere Selbst zu erkennen. Es besitzt die Eigenschaften des Gebets, der göttlichen Liebe, der Gnade, der Wahrheit und der Glückseligkeit.
  • I am, I am: „Ich bin, was ich bin.“ Nutze dieses Mantra, um einfach nur das zu sein, was du bist und dich mit der Essenz deiner Wahrheit zu verbinden.
  • Lass Los: Dieses einfache Mantra unterstützt dich dabei, alles abzulegen, was dir nicht weiter dient und deinen Geist zu beruhigen.

Ich persönlich möchte dir besonders Meditation mit Chanten (also lautem Singen/Aussprechen des Mantras) ans Herz legen. Auch wenn es schwierig zu beschreiben ist, wie man sich nach einer solchen Meditation fühlt, so habe ich immer den Eindruck, dass dann einfach alles im Einklang ist.

So meditierst du mit deinem Mantra:

Wähle das Mantra aus, dass dir besonders gefällt und dann suche nach einer Begleitungsmusik, die dich inspiriert. Hierfür kannst du gern mal auf meiner Spotify Playlist  „Mantra” vorbei schauen. Finde einen stillen und gemütlichen Ort, schließ die Augen, setz dich aufrecht hin und lass deinen Atem frei fließen.

Nimm dir auf jeden Fall erstmal ein paar Momente in Ruhe, bevor du die Musik an machst und beginnst. Wenn du dich bereit fühlst, dann leg los. Ganz egal ob du gut singen kannst oder nicht.

Singe das Mantra ganz sanft aus deinem Herzen und spüre wie du von dessen Klängen ausgeglichen wirst.

Alternativ kannst du das Mantra auch still für dich wiederholen und dich dabei auf deinen Atem konzentrieren. Ein Beispiel: Beim Einatmen denk dir “Sat”, beim Ausatmen “Nam” und wiederhole das still für dich. Du kannst dir dazu einen Timer stellen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren!

Titelbild © Dorota Dylka via Unsplash

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*