Löwenzahn: So nutzt du seine Pflanzenpower für dich

Manchmal scheint es mir wie ein kleines Wunder, dass uns einige Pflanzen selbst in der Stadt auf den Fersen sind. Wo wir hingehen, da sind sie auch und schauen uns aus den Ritzen zwischen den Pflastersteinen auf dem Gehweg an. Ganz so als würden sie uns auf wundersame Weise folgen.

Eine dieser Pflanzen ist Löwenzahn (Taraxacum officinale). Eine Pflanze mit großer Heilkraft, die mir gerade sehr ans Herz gewachsen ist. Oft wird Löwenzahn als Unkraut betrachtet oder ganz übersehen. Wir haben vergessen, welche starke Kraft dieser kleine Löwe für uns bereit hält.

Pflanzenpower für den Herbst: Löwenzahn

Mit der Tag- und Nachtgleiche Ende September hat der Herbst begonnen. Die Blätter werden gelb und nach einem Sommer voller Sonne und großen Träumen freue ich mich über den frischen Wind.

Jetzt ist die richtige Zeit, Pläne und Visionen zielgerichtet in die Tat umzusetzen. Dafür hole ich mir die passende Unterstützung aus der Natur: Löwenzahn (Taraxacum officinale).

Löwenzahn ist eine Pflanze mit starker Heilkraft.

Er wächst am Weges- und Waldrand und auf Wildwiesen. Die Wurzeln reichen gerne einen Meter tief in den Boden. Sie lockern die Erde auf und versorgen den Boden mit Nährstoffen. Die schlanken Blätter haben gezackte Kanten, die entfernt an die Reißzähne eines Löwen erinnern. Dazu passt, dass der hohe Kalziumgehalt den Zahnschmelz stärkt.

Zudem versorgen die Mineralien Potassium, Phosphor und Magnesium den Körper mit einem Mineralienboost. Die gelben Blüten sind rund und haben viele gerade Blütenblätter mit zackigen Kanten. Sie erinnern mich an die Sonne oder eben an einen Löwen. Nach der Blütezeit verwandeln sie sich in Pusteblumen und die Samen werden vom Wind wie Pfeile davon getragen. Schon zwei Blätter decken deinen Vitamin-C-Bedarf für den Tag locker.

Die primäre Kraft von Löwenzahn entfaltet sich in unserer Verdauung.

Das weiß die Naturheilkunde seit jeher. Der amerikanische Herbalist Matthew Wood verwendet die Löwenzahnwurzel als bitteres Tonikum zur Reinigung und Stärkung von Leber und Gallenblase. Die Produktion der Verdauungssäfte wird angeregt und dadurch die gesamte Verdauung gestärkt.

Das gelbe Solarplexuschakra (Manipura Chakra) wird in der Körpermitte beim Verdauungsapparat verortet. Die gelben Löwenzahnblüten passen ziemlich gut dazu. Durch das Solarplexuschakra bringst du deinen Willen in die Welt. Hier sitzen der Mut und die Kraft, dein Leben nach deinen ureigenen Wünschen zu gestalten. Wenn du große Visionen in die Tat umsetzen und die Dinge in Fluss bringen willst, brauchst du also ein starkes Solarplexuschakra.

Zielgerichteter Flow in Leber und Gallenblase

In der chinesischen Medizin ist die Leber unsere innere Visionärin. Auf Bewusstseinsebene entwirfst du hier deinen individuellen Lebensweg und erträumst dein Leben. Immer einen Schritt weiter. Die Leber sorgt also dafür, dass wir im Flow bleiben. Stagnation ist nicht ihr Ding. Die Gallenblase arbeitet eng mit der Leber zusammen und ist dafür verantwortlich, Entscheidungen zu treffen, die zu unserem Besten sind. Sie sucht mit klarem Blick die beste Option aus und macht sich an die Umsetzung.

Löwenzahn bringt dich auf Expansionskurs

Der Herbalist Sajah Popham assoziiert Löwenzahn zudem mit dem Planeten Jupiter. Ebenso wie die Leber übrigens. Jupiter steht für Expansion. Löwenzahn unterstützt dich dabei, deine Grenzen auszutesten und über sie hinaus zu gehen. Das bedeutet erstmal einen Schritt ins Ungewisse und das kann ziemlich angsteinflößend sein. Gut, dass er dich gleich auch noch mit dem nötigen Mut und der Kraft versorgt, den Schritt auch tatsächlich zu gehen.

Ist Löwenzahn das richtige für dich?

Wenn du wissen willst, ob Löwenzahn das Richtige für dich ist, stell dir doch mal folgende Fragen:

  • Wünscht du dir mehr Flow in deinem Herzensprojekt?
  • Hast du Lust, in die nächste Phase zur Konkretisierung deiner ganz persönlichen Vision von deinem Leben zu gehen?

Wenn diese Fragen mit dir resonieren, wartet der nächste Löwenzahn vielleicht gleich um die Ecke. Gerade jetzt im Herbst ist eine gute Zeit, die Wurzeln zu ernten. Vielleicht lädt dich ein sonniger Nachmittag zu einem Parkspaziergang ein. Dann vergiss nicht, eine kleine Schaufel mitzunehmen. Anschließend kannst du die Wurzeln klein schneiden und frisch oder getrocknet als Tee verwenden. Löwenzahnwurzel bekommst du ansonsten auch im Biosupermarkt oder in der Apotheke.

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Grundrezept für Löwenzahntee

Gib einen Teelöffel Löwenzahnwurzel in eine Tasse, übergieße das Ganze mit kochendem Wasser und decke die Tasse ab. Lass deinen Tee 5-10 Minuten ziehen und gib Honig oder Agavendicksaft zum Süßen dazu.

Spür in dich hinein und lass dich von deiner Intuition leiten. Finde heraus, wie oft und wie stark du den Tee trinken möchtest. Vielleicht jeden Tag, vielleicht einmal pro Woche. Vielleicht lässt du ihn lange ziehen oder magst ihn ganz mild. Lass dich auf die subtile Pflanzenkraft ein und lass dem Löwenzahn ein bis zwei Monate Zeit, seine Manifestationsmagie in dir zu entfalten.

Wenn du Fragen hast oder von deinen Erfahrungen mit Löwenzahn berichten willst, schreib gerne einen Kommentar.

Meine Buchtipps zur Pflanzenheilkunde:

Disclaimer: Wir beziehen uns hier auf eigene Erfahrungen und die Aussagen von Expert*innen, können aber auf keinen Fall „Ferndiagnosen“ stellen oder allgemein für alle Leser*innen gültige Aussagen treffen. Bei konkreten Beschwerden verlass dich nicht aufs Internet, sondern konsultiere deine Ärztin / deinen Arzt.

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Ein Kommentar / Schreibe einen Kommentar

  1. „Herbalista aus Leidenschaft“ trifft es wohl ganz gut, denn an fundierter Ausbildung scheint es hier ein wenig zu hapern: die Blätter und Blüten auf den Fotos zum Post sind auf jeden Fall kein Löwenzahn (bei der „Pusteblume“ kann ich es nicht genau sagen).

    Die Behauptung, zwei Löwenzahn-Blätter würden den Tagesbedarf an Vitamin C „locker“ decken, halte ich auch für sehr gewagt. Aber naja, vielleicht wachsen irgendwo riesengroße Löwenzahne, wer weiß ;)

    Der Löwenzahn ist aber wirklich eine spannende Pflanze, essen kann man ihn quasi komplett und vielleicht widmet ihr ihm ja auch noch einmal einen Artikel, der diesem schönen Gewächs richtig gerecht wird.

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