Wie finde ich die richtige Yogamatte?

Bist du auch auf der Suche nach einer [themecolor]Yogamatte[/themecolor] oder möchtest noch last Minute eine Matte an einen Yogi verschenken? Weißt aber nicht, welche Yogamatten gut sind, was eine Yogamatte können sollte und wie viel Geld du dafür ausgeben solltest?

Ich war kürzlich auch auf der Suche nach einer Yogamatte und habe mir kurzerhand den Fachmann Marcel Cornels geschnappt und ihn über Yogamatten ausgequetscht. Marcel betreibt den nachhaltigen Yoga-Onlineshop [themecolor]greenyogashop.com[/themecolor], macht selbst regelmäßig Yoga, kennt sich richtig gut aus und hat gute Tipps für die Wahl der richtigen Yogamatte. Los geht’s!

 1. Marcel, welche Eigenschaften sollte eine gute Yogamatte haben?

Es gibt drei Eigenschaften, die bei Yogamatten im Fokus stehen: Dämpfung, Rutschfestigkeit und Nachhaltigkeit. Dämpfung ist wichtig für den Komfort während der Übungen als auch für die Gelenkschonung. Hier denken gerade Neulinge, dass es nur auf die Dicke der Matte ankommt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn vor allem die Dichte des Materials ist entscheidend.

Und die Dichte des Materials ist auch für die zweite wichtige Eigenschaft immens Wichtig: Rutschfestigkeit. Am Anfang ist nämlich fast jede Yogamatte auch eine sehr günstige (<50€) einigermaßen Rutschfest. Wenn die Struktur der Matte aber nicht extrem dicht ist, können [themecolor]Schweiß[/themecolor] und Bakterien in die Matte eindringen und diese dann rutschig und unhygienisch machen. Dann muss man die [themecolor]Yogamatte waschen[/themecolor] oder sogar entsorgen.

Hier kommt der dritte Punkt ins Spiel: Nachhaltigkeit. Wer bei der Matte spart, braucht im Zweifel nach einem Jahr eine Neue. Lieber gleich gute Qualität kaufen, das schont die Umwelt.

2. Wie lange sollte eine gute Yogamatte halten bzw. wie lange braucht es, bis sie sich abnutzt?

Wie schnell die Abnutzung geht hängt wie gesagt von der Dichte des Materials auch von der Häufigkeit der Übung ab und wie sehr schweißtreibend die Übungen für einen persönlich sind. Als Faustformel kann man aber nach unserer Erfahrung sagen, selbst Gelegenheitsyogis nutzen eine billige Matte in einem Jahr ab. Hochwertige, rutschfeste Matten bekommt man ab zirka 50 Euro bis 70 Euro, je nachdem ob man eine dünne oder dickere Matte bevorzugt. Eine gute Yogamatte kann man eigentlich ein Leben lang benutzen, wenn man sie richtig pflegt. Der Hersteller Manduka gibt auf die Matten aus der Pro-Serie sogar eine lebenslange Garantie –  kein Witz!

3. Wenn ich deinem Rat nun folge und mehr Geld für eine Yogamatte ausgebe, wie kann ich herausfinden, dass diese fair gefertigt wurde und nicht umweltschädlich ist? Worauf muss ich achten?

Am ökologischsten sind Yogamatten aus Naturkautschuk. Hier ist zu beachten, dass man diese vor der Nutzung auslüften muss (ca 14Tage), da sie am Anfang einen unangenehmen Geruch verbreiten. Dieser kann mit Spezialmitteln aber verringert werden, welche wir den Yogamatten kostenfrei beilegen. Auch gibt es bei Naturkautschukmatten starke Unterschiede hinsichtlich Herstellung und Qualität. Auch hier ist ein dichtes Gewebe für die Haltbarkeit und Dämpfung entscheidend.

Zudem sind viele Hersteller von Naturkautschukmatten durch den Ökotest gefallen, da sie einen krebserregenden Stoff (Nitrosamin) enthalten. Hier ist ein besonders großer Bogen drum zu machen.

Vor einiger Zeit hätten wir noch gesagt: „Fingerweg von PVC Matten, da diese Jahrhunderte Lang auf Müllkippen praktisch unverändert liegen bleiben.“ Seit einiger Zeit machen wir hier eine Ausnahme, denn es gibt Matten, wie zum Beispiel die Manduka PRO und die PROlite, die zwar aus PVC gefertigt sind, allerdings  emissionsfrei in Deutschland produziert, ÖKO-Tex-Standard zertifiziert sind und der Hersteller gibt wie gesagt eine lebenslange Garantie auf die Matten. Ein so langlebiges Produkt ist dann trotz PVC auch nachhaltig.

Die Frage nach der fairen Herstellung ist schwierig zu beantworten. Man kann sich im Internet über den Hersteller informieren, und sich auch aus seinem Internetauftritt und seinen Aussagen ein Bild machen. Sehr hilfreich sind bei der Beurteilung aber vor allem Globale Zertifikate. Für Yogamatten ist hier das Höchstmaß an faire, ökologische und nachhaltige Herstellung das [themecolor]bluesign Zertifikat[/themecolor].

 4. Abgesehen von der Nachhaltigkeit, worauf sollte ich noch beim Kauf einer Yogamatte achten?

Zunächst sollte man sich fragen, ob man die Matte viel mit sich herumschleppt und vielleicht auch mit auf Reisen nimmt. Dann würde ich eine dünne Reisematte mit 3mm Dicke empfehlen. Wer regelmäßig zu Hause praktiziert, sollte sich den Luxus einer dickeren Yogamatte gönnen, da hier die Dämpfung besser ist.

Mit dem Ziel, die Yogamatte ein Leben lang bei sich zu haben, sollte man auch gut auf die Farbe achten. Ich würde neutrale Farben empfehlen, die jede Mode mitmachen.

Und je nach Körpergröße sollte man auch auf die Größe der Matte achten. Die Standart-Yogamatten-Größe ist 180 x 66 cm. Für sehr große Menschen gibt es auch noch die 200 cm Variante.

5. Welche Matte benutzt du?

Ich selber nutze die [themecolor]Manduka Eko[/themecolor] in der Farbe Moss / grün.  Sie hat hervorragende Dämpfungseigenschaften, der Geruch ist schnell verflogen und ich mag die Struktur optisch auch sehr gerne.

Photo credits: pacbat über Flickr

[highlight] Über Marcel

MarcelCornelsMarcel ist Mitgründer und Geschäftsführer von [themecolor]greenyogashop.com[/themecolor]. Als er und die beiden anderen Gründer Marten Peyser, Stefan Miebach 2009 vergeblich auf der Suche nach ökologischen und fair hergestellten Meditationskissen waren, beschlossen sie, selbst welche zu produzieren. Nach und nach kamen weitere Produkte dazu, die zu ihrer Grünen Mission passten. Inzwischen findet man ein umfangreiches, nachhaltiges Sortiment in ihrem Yoga-Online-Shop. Heute praktiziert Marcel Yoga meist zu Hause, da ihm für Studiobesuche einfach die Zeit fehlt und ihm die Entspannung danach dort am besten gefällt. [/highlight]

 

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