Holy Honey: des Honigs süße Superkräfte

Honey honey, how you thrill me, a-ha, honey honey, summt ABBA in meinem Kopf, als Rebecca mir von dem neuen Kooperationspartner Egmont Honey erzählt. Heilender Manuka-Honig aus Neuseeland, dessen Wirkung schon die Maoris zu schätzen wussten.

Holy Honey! Was steckt hinter Manuka-Honig?

Manuka-Honig ist eine besondere Honigart, die nur in Neuseeland produziert werden kann. Der goldene Saft wird aus den rosaroten Blüten der Sträucher der Manukapflanze gewonnen, deren Rinde und Blätter die Ureinwohner traditionell gegen Entzündungen, Infektionen und Erkältungen verwenden. Auch hierzulande wird der Honig bei Beschwerden wie Sodbrennen, Reizdarmsyndrom, Verbrennungen, Akne oder Ekzemen angewendet.

Manuka-Honig: Die süße Medizin

Die antiseptische Eigenschaft hat der Manuka-Honig seinem Bestandteil namens Methylglyoxal zu verdanken. Methylglyoxal, kurz MGO, ist ein Zuckerabbauprodukt, das besonders antibakteriell wirkt. Je höher der MGO-Gehalt, desto höher die antibakterielle Wirkung. Zwar ist MGO auch in unseren heimischen Honigsorten enthalten, jedoch nur in kleinen Mengen von 1-2 mg pro Kilogramm. Manuka-Honig hingegen enthält bis zu 820 mg pro Kilogramm.

Laut Laboruntersuchungen ist MGO ein bombiger Bakterienkiller, denn es bekämpft Bakterien, ohne dass diese sich an den Wirkstoff gewöhnen und eine Resistenz entwickeln können. Selbst die Schulmedizin hat die Wirkung von medizinisch zertifiziertem Manuka-Honig bestätigt und setzt ihn als natürliches Antibiotikum gegen Wunden und Infektionen ein.

Herkömmlicher Honig vs. Manuka-Honig

Mit diesen besonderen Eigenschaften kann allerdings nicht jeder Honig prahlen. Industrieller Honig aus dem Supermarkt wird nämlich pasteurisiert und stark gefiltert, um die Haltbarkeit zu verlängern. Dadurch gehen allerdings auch wertvolle Wirkstoffe verloren. Auch kommt es in der Produktion von herkömmlichem Honig häufig zum Einsatz von Antibiotika, da sich in den Bienenstöcken Parasiten und Bakterien ablagern, die Krankheiten verursachen. Keine besonders appetitliche Vorstellung.

Wenn schon Honig, dann Egmont Honey Manuka-Honig

Toby und James Annabell, Vater und Sohn, stehen hinter dem Familienbetrieb und produzieren seit 2008 nachhaltigen Honig in der traumhaften Landschaft Neuseelands auf ihrer eigenen Farm am Rande des Mount Egmont. Die Bienen fliegen das ganze Jahr über frei, fernab von kommerzieller Landwirtschaft, die durch den Einsatz von Pestiziden Felder und Pflanzen verseucht.

Bei Egmont Honey wird großer Wert auf eine natürliche Behandlung des Honigs gelegt, sodass alle wertvollen Eigenschaften erhalten bleiben. Dafür ist der Honig dementsprechend teuer. Bei so einem Preis ist es wahrscheinlich gut zu erwähnen, dass durch die besondere Produktionsweise die Umwelt nicht ausgebeutet wird und sich der Honig dadurch von den herkömmlichen Sorten abhebt.

“Honig zu produzieren ist meine größte Leidenschaft. Die Belohnung dafür erfreut mich jeden Tag: Wir produzieren ein nachhaltiges Produkt und können mit der offensiven Erweiterung unserer Bienenstöcke den weltweiten Rückgang der Bienenpopulation eindämmen.”

– Tony Annabell

“Echter” und “unechter” Manuka-Honig

Die hohe Nachfrage nach Manuka-Honig hat zur Folge, dass sich in den letzten Jahren leider auch einige Fälschungen auf den Markt geschlichen haben. Nur jedes fünfte oder sechste Manuka-Honigglas enthält demnach das Original.

Damit du darauf nicht reinfällst, solltest du deswegen immer nach dem UMF-Siegel (Unique Manuka Factor) Ausschau halten. Es kennzeichnet die Echtheit des Manuka-Honigs und garantiert, dass er von der originalen Manuka-Pflanze aus Neuseeland stammt und auch dort abgefüllt wurde. Nur Mitglieder der Unique Manuka Factor Honey Association (UMFHA) dürfen dieses Siegel für ihre Produkte verwenden. Zu ihnen gehört auch Egmont Honey.

So wendest du Manuka-Honig an

Manuka-Honig ist ein echter allrounder und kann in den unterschiedlichsten Bereichen angewendet werden, sowohl außerhalb als auch innerhalb des Körpers.

Manuka-Honig für Porzellanhaut

Ich als ehemaliges Streuselkuchengesicht finde vor allem die heilungsunterstützende Wirkung von Manuka Honig gegen Akne grandios. Da er einen PH-Wert von 4.5 hat, balanciert er den Säuregehalt der Haut optimal, ohne sie dabei auszutrocknen. Durch seine wasserbindende Eigenschaft befreit er die Poren von Schmutz und sorgt für einen Neubildung von Kollagen und Elastin. Das sind natürliche Eiweiße, die als Anti-Aging Wunderwaffe funktionieren.

Du kannst den Honig entweder punktuell auftupfen oder ihn als Gesichtsmaske verwenden. Dafür eine dünne Schicht auftragen und einziehen lassen. Damit deine Haut die Wirkstoffe optimal aufnehmen kann, hilft es auch, ein warmes Handtuch auf das Gesicht zu legen. Dafür das Handtuch in heißem Wasser tränken und auswringen. Durch die zusätzliche Wärme öffnen sich deine Poren und das Wundermittelchen kann prima einwirken.

… und für ein starkes Immunsystem

Untersuchungen haben ergeben, dass Manuka-Honig auch unser Immunsystem stärkt. Gewisse Stoffe, die darin enthalten sind, stimulieren nämlich die Zytokinproduktion im Körper. Zytokin ist wiederum ein Protein, das den Verteidigungsmechanismus in unseren Zellen anschmeißt und somit Krankheitserreger abwehrt. Bye Bye Wintergrippe! Super lecker schmeckt der Manuka-Honig zum Beispiel in diesem Rezept:

Superpower-Hafermilch mit Honig

Heiße Milch mit Honig ist ein absoluter Klassiker. Dieses Rezept setzt allerdings mit goldenem Kurkuma noch einen oben drauf. Da auch die Kurkumaknolle entzündungshemmende Eigenschaften hat, schwört vor allem die Indo-Tibetische Medizin auf dieses dream team. Außerdem fördert die Kombination von Kurkuma und Honig die Verdauung, während der Zusatz von Zimt den Stoffwechsel ankurbelt.

Du benötigst für ein Glas:

Lass die Milch zusammen mit Kurkuma und Zimt aufkochen und etwas auskühlen. Füge erst dann den Manuka-Honig hinzu. Wird er über 40°C erhitzt, verpuffen seine Immunsystem unterstützenden Eigenschaften nämlich und er wirkt laut der Ayurvedalehre sogar schlackenbildend und blutverunreinigend.

Mit Manuka-Honig abnehmen?

Das hört sich nach einem dieser verrückten Diät-Tipps an, die es in den Zeitschriften im Wartezimmer der Zahnarztpraxis zu lesen gibt. Nur Honig schlecken und den Kilos beim Verschwinden zusehen – das ist leider Quatsch. Laut dem US-amerikanischen Ernährungswissenschaftler Mike McInnes reichen schon 2 Teelöffel Honig für den täglichen Zuckerbedarf aus. Honig ist immer noch ein zuckerhaltiges Nahrungsmittel und sollte daher nur in Maßen konsumiert werden.

Dennoch ist Manuka-Honig eine super Alternative, wenn es darum geht, den Zuckerkonsum zu reduzieren. Er wird nämlich im Vergleich zum Industriezucker langsamer verdaut und versorgt dich dadurch mit mehr Energie. Wenn du also süßen willst, dann mit Honig.

Dürfen Veganer*innen Honig essen?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da in diesem Punkt die Meinungen stark auseinandergehen. Honig ist natürlich nicht vegan, da es ein tierisches Produkt ist und durch die Arbeit von Bienen produziert wird.

Trotzdem gibt es eine Menge Veganer*innen, die Honig nicht von ihrem Speiseplan streichen. Ihr Argument ist, dass zwar bei der Honigproduktion Bienen zu Schaden kommen können, der Einsatz von Pestiziden in der (Gemüse-)Landwirtschaft jedoch weitaus mehr Insekten tötet.

“Wenn wir Insekten schützen wollen, dann müssten wir wohl eher auf jegliche Lebensmittel verzichten, die nicht zu 100 Prozent biologisch angebaut werden, anstatt auf die paar Produkte mit Honig”, spricht Dr. Michael Greger, Autor des Bestsellers How Not To Die, der sich vehement für Tierrechte und eine pflanzliche Ernährung einsetzt.

Honig ist nicht gleich Honig

Wenn du dich dafür entscheidest, Honig zu essen, ist es trotzdem sehr wichtig, auf die Herstellung zu achten. Wir empfehlen deswegen Egmont Honey, da dort viel Wert auf die Haltung der Bienen gelegt wird.  

Wie genießt du Honig am liebsten? Verrate mir deine Rezepte, ich freu mich drauf!

Im Falle dieses Artikels wurden wir für unsere Arbeit bezahlt. Diesmal von Egmont Honey.

Fotos © Lula Bornhak

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4 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde eure Vergleiche zu „herkömmlichen Honig“ ziemlich bedenklich und schlecht recherchiert. Es gibt große Unterschiede zwischen industriell produzierten Honigsorten und Honig vom regionalen Imker oder Bio-Honig. Dass in der deutschen (nicht-industriellen) Imkerei Antibiotika zum Einsatz kommen, ist absolut unüblich. Auch Erhitzen des Honigs ist keinesfalls Standard, hier lohnt es sich, sich etwas mit verschiedenen Standards auseinander zu setzen.
    Zum Thema Heilwirkung: Je nach Zusammensetzung hat regionaler Honig beeindruckende Heilwirkungen, auch die antibakteriellen Eigenschaften sind keine Besonderheit des Manuka-Honigs. Alle Anwendungen, die ihr beschreibt, kann man mit einem regionalen Honig durchführen und sie werden einwandfrei funktionieren.
    Honig aus Neuseeland einzuführen ist ökologisch gesehen einfach unverantwortlich, da stimme ich Annes Bedenken zu.
    Für mich ist dieser Beitrag ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie mit Spiritualität („Holy Honey“…) und zweifelhaften Heilsversprechen Geld gemacht wird. Sehr schade, dass ihr euch dafür hergebt…

    1. Liebe Clarissa, wie auch oben schon erwähnt, beziehen wir uns im Vergleich zu herkömmlichen Honig auf industriell hergestellten Honig. Und du hast natürlich Recht, es gibt eine Menge regionaler Bio-Imkereien, die Honig ohne Antibiotika o.Ä nachhaltig produzieren. Das finden wir toll und wollen das auch überhaupt nicht schlecht machen. Auch regional produzierten Honig kann man gesundheitsfördernd einsetzen und die vorgeschlagenen Anwendungen eigene sich sicherlich auch hervorragend dafür. Natürlich ist die weite Reise vom Manuka Honig nicht ohne. Allerdings ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es keine in Deutschland beheimatete Pflanzenart gibt, die so eine hohe MGO-Konzentration und damit antiseptische Wirksamkeit in Honig zur Folge haben kann, wie der Manuka Strauch es hat. In diesem Artikel wollen wir auch keinerlei Heilversprechen machen, sondern heben lediglich die heilungsunterstützende Wirkung des Honigs hervor. Es tut uns sehr leid, wenn das falsch bei dir angekommen ist. Danke für dein Feedback und deine ehrliche Meinung zu dem Thema. Liebe Grüße

  2. Hmm… ich bin ja nun kein großer Fan von Produkten, die um den halben Erdball transportiert wurden. Das ist von der Ökobilanz her ziemlich fatal und macht irgendwie den positiven Effekt dessen kaputt, dass der Honig selber nachhaltig produziert wurde.

    Wir bekommen unseren Honig teils von den Nachbarn geschenkt, die direkt an unserem Gartenzaun imkern (sodass wir Honig von den eigenen Blumen essen), oder aus der Regionalecke im Supermarkt. Hier in der Ecke gibt es wahnsinnig viele kleine Imkereien, die ihren Honig frisch geschleudert und ohne irgendwelche Behandlung verkaufen, meistens kommt der Honig keine 15km von hier. Auch in der Stadt fangen ja immer mehr Leute mit dem Imkern an – da findet sicher jeder eine regionale Sorte.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Liebe Anne, danke für dein Feedback. Und ja: regional finden wir grundsätzlich auch besser. Wenn es allerdings um Honig mit heilungsunterstützenden Kräften geht, ist der Manuka Honig aus Neuseeland einfach unschlagbar. Leider kann diese Honigsorte jedoch nicht in Deutschland hergestellt werden. Deswegen finden wir es wichtig, wenn man schon Produkte aus dem Ausland bezieht, Marken zu empfehlen, die mit hohen Standards arbeiten und ihre Produkte möglichst wenig behandeln, wie Egmont Honey. Ganz liebe Grüße.

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