Hör auf, dich aus deiner Bestimmung herauszureden!

Höre auf zu unterrichten, gehe All In mit Coaching und: Das ist dein letzter Workshop.… What? Denke ich, als meine innere Stimme mir diese Botschaft einflüstert. Und: Auf gar keinen Fall! 

Ich habe tausende von Stunden in meinen Weg als Yogalehrerin investiert. Jeder Cent, den ich übrig hatte, floss ins Yoga. Ich war glücklich, eine Community aufgebaut zu haben und mir liegen die Menschen sehr am Herzen, mit denen ich viel Zeit gemeinsam auf der Matte verbracht habe. Und das soll ich jetzt aufgeben? 

Was ist das für eine Message? Eine, die ich zunächst nicht hören möchte.

Im Einklang mit der inneren Stimme zu leben, bedeutet vor allem, Mut zu entwickeln, auch Dinge zu tun, die im ersten Moment nicht mal für uns selbst nachvollziehbar sind.

Der Schlüssel für die eigene Bestimmung liegt darin, mutig der inneren Stimme zu folgen.

Denn hieran scheitern in Wahrheit die meisten. Oft höre ich von Freund*innen und Klient*innen: EIGENTLICH ist es ganz ok. oder ABER … so schlimm ist es ja gar nicht. 

Wir verhalten uns, als wäre das Leben eine Generalprobe und tauschen unsere Leidenschaft und Lebenskraft gegen ein Leben in Sicherheit.

Wir leben aber meist ein Leben auf Autopilot.

Der Körper übernimmt dabei die Funktion unseres Verstandes. Mittlerweile weiß man, dass 95% unseres Verhaltens durch alte Programmierungen gesteuert sind. Wir haben festgefahrene Denkweisen, unfreiwillige Programmierungen, erinnertes Verhalten und angewohnte emotionale Reaktionen, die im Körper für chemische Reaktionen sorgen. 

Diese führen oft dazu, dass wir uns gleich verhalten und dazu auch noch dieselben Gefühle generieren. Holy Guacomole! 

Raus aus der Stressfalle – rein in die Bestimmung

„Am Wichtigsten ist: Habe den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Sie wissen bereits, was du wirklich werden willst. Alles andere ist zweitrangig.“ – Steve Jobs

Je mehr Stress du hast, umso stärker wird die Amygdala stimuliert, das Angstzentrum im Gehirn, das bei jeder drohenden Gefahr wie verrückt auf die Alarmglocke schlägt. Sie ist sinnvoll, denn sie will dich vor Stress schützen, vor Gefahr sichern. 

Aber gerade wenn du schon länger das Gefühl hast, z.B. unter Schlafdefizit zu leiden, oder von Termin zu Termin zu rasen,macht es Sinn, noch gezielter Ausgleich zu suchen, damit sich dein System entspannt. 

Wir alle können davon profitieren, noch bewusster Oasen der Ruhe zu schaffen. In dem Wissen, dass dies auch mehr Gespräche mit deiner inneren Stimme zulässt und du weniger dazu neigst, dich von Angst und Stress regieren zu lassen – ein Grund mehr, oder?

Wenn wir uns im Stressmodus befinden, können wir nicht aus unser Schöpferkraft heraus handeln.

Wir können unser Leben nicht mehr kreieren und gestalten. Denn unser System reagiert auf drohende Gefahr mit Panik. Der symbolische Säbelzahntiger greift an. Der Fokus ist verengt. Außer Flucht, Angriff oder Erstarren, erkennen wir die Vielfalt der Möglichkeiten, die vor uns liegen gar nicht. 

Deshalb finde einen Weg aus der Stressfalle heraus. Yoga, Meditation, positive Selbstgespräche, Singen, Massagen – es gibt viele Möglichkeiten, die nachweislich unser Stresslevel verringern.

Oft wollen wir eine Garantie dafür, dass unsere Entscheidungen richtig sind.

Bevor wir der inneren Stimme vertrauen und ein Risiko eingehen, vertrösten wir sie und damit auch unsere Bestimmung wieder und wieder auf morgen. Wir trauen uns nicht, den nächsten Schritt zu gehen. Denn meist fühlt er sich sehr unbequem an. Häufig unrealistisch.

Wenn du die Bereitschaft entwickelst, dich auf einen Prozess einzulassen, bei dem du das Ergebnis nicht zu 100 Prozent kennst, dann kann sich deine Bestimmung zeigen. 

Das bedeutet, mutig dem Herzen zu folgen und vor allem praktisch in die Handlung zu kommen, statt perfektionistisch zum tausendsten Mal zu überlegen, ob es die richtige Entscheidung ist. 

Alte Glaubensmuster und Programmierungen lösen sich am schnellsten auf, wenn wir neue positive Erfahrungen machen und vom Denken ins Machen kommen. 

„If you have life – you have purpose.“ – Caroline Myss

Zwei Tipps, um die innere Stimme besser wahrzunehmen:

Regelmäßige Meditation

Meditation schafft zum einen Ruhe und Stille. Wir erlauben, Wahrheiten an die Oberfläche kommen zu lassen, denen wir im Trubel des Alltags allzu gern ausweichen. 

Außerdem: Der Neurowissenschaftler Dr. Joe Dispenza erklärt, wenn wir es schaffen in der Meditation nicht auf die Stimmen des Verstandes zu reagieren, wie: Du musst jetzt unbedingt noch aufstehen und einen Kaffee machen oder Meditiere lieber morgen, da geht es besser, heute ist ein schlechter Tag signalisieren wir unserem Körper wieder, dass wir die Führung übernehmen. Der erste Schritt in die Schöpferkraft.

Der inneren Stimme wertfrei begegnen

Jeder hat diese Eingebungen. Diese Stimme, die leise zu dir spricht. Sie kommt oft überraschend und hat häufig absurde Vorschläge im Gepäck: Fahre nach Galapagos, Gehe unbedingt zu diesem Vortrag über Triggerpunkt-Massage, oder eben: Höre auf zu unterrichten. Diese Eingebungen, beziehungsweise unsere innere Stimme, sprechen den ganzen Tag zu uns. 

Meist schleicht sie nur kurz vorbei, wenn wir gerade schwer beschäftigt sind. Bei mir war es zum Beispiel mitten im Unterrichten. Zwischen Hands-On-Adjustments, Ansagen und Musiklautstärke regeln, taucht sie plötzlich immer wieder auf. Ich wollte sie nicht hören. Hatte mich doch so bequem eingerichtet in meinem Leben.

Aber anstatt sie kleinzureden und dich wieder aus einem vielleicht wichtigen Schritt rauszureden:

Nimm diese Stimme ernst.

Begegne ihr zunächst komplett wertfrei. Alles ist erlaubt. Wie du dich am Ende entscheidest, kannst du immer noch schauen. Aber je mehr Raum du der Stimme gibst, desto mehr kann sie dich auch in deinem Sinne unterstützen. 

Die innere Stimme meldet sich oft sehr leise und sanft, denn sie spricht aus einer tieferen Wahrheit deiner Seele. Und je mehr du sie verdrängst, desto leiser wird sie.

Es ist auch hilfreich, deine Eingebungen kurz zu notieren bevor dein Verstand dazwischen grätscht und dich versucht wieder rauszureden. 

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Oft wissen wir mehr, als wir uns zutrauen.

Wenn ich ganz ehrlich auf mein Yogalehrerinnendasein schaue, gab es schon länger diese Stimme, dass ich nicht mehr ganz am richtigen Platz bin. 

Die Vorstellung, dass wir selbst alles in der Hand haben, alles lenken und führen müssen, kann viel Kraft rauben. Nämlich in dem Moment, in dem wir in eine Abwehrhaltung gehen und die Kontrolle über alles behalten wollen. Denn wenn wir ehrlich zu uns sind, wissen wir ziemlich genau, wann etwas wahr und stimmig ist.

Flow und positive Energie entstehen im Vertrauen an eine höhere Führung. Dem Wissen, das wir nicht allein auf uns und unsere Kraft angewiesen sind. Sondern eine höhere Kraft in unserem Sinne wirkt. Du kannst es Higher Self, Universum oder göttliche Kraft nennen, je nachdem was am besten mit deiner Vorstellungswelt resoniert.

Den Glauben an etwas wieder zuzulassen, und zu erkennen, dass eine höhere Kraft durch dich wirkt, setzt Kräfte frei. Deine innere Stimme leitet dich, wenn du sie lässt. Du musst dir nur selbst aus dem Weg gehen.

„Have no judgements about your life, no expectations and give up the need to know what happens tomorrow.” – Caroline Myss

Ich habe mich jetzt entschieden noch einen Workshop und ein Retreat zu unterrichten und dann erstmal aufzuhören, der inneren Stimme zu folgen und andere Projekte anzugehen. Etwas Abschiedsschmerz ist dabei, ein bisschen Angst auch. Aber ich merke, wieviel Kraft dieser Entschluss in mir freisetzt und das bedeutet, dass es jetzt eine gute Entscheidung ist.  

Welche Erfahrungen hast du mit deiner inneren Stimme gemacht? Fällt es dir leicht oder schwer, auf sie zu hören?

With Love & Passion

Heike

Meine Buchtipps zu diesem Thema:

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Fotocredit: cokoif

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2 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Heike,

    Was für ein schöner post und genau das was ich brauchte.
    Ich merke dass die aktuelle Situation nur noch okay ist und versuche nun die Stimme wieder zu hören und herauszufinden was meine Bestimmung ist.
    Danke dir!

    1. Liebe Mandy,
      Danke Dir für dein Feedback. Und: Hell Yes! Wir sind nicht hier, damit es „okay“ ist. Ich wünsche Dir viel Power auf deinem Weg. Und losgehen kannst Du auch ohne zu Wissen, was deine Bestimmung ist, denn meist wird es immer klarer, wenn Du dich erstmal auf den Weg macht und neue Erfahrungen einlädst. Herzlich Heike

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