Healing Music: Wieso sie so machtvoll ist + meine Lieblingskünstler

Spiri-Mucke, heilende Klänge oder Sounds zum abdriften

Melodisch, sanft, heilend oder auch heilig, chillig, berauschend, meditativ. Die Musik, auf die wir Yogis so stehen, kann man nicht wirklich einem Genre zuordnen. Ich finde, die Bezeichnung Healing Music trifft es am besten. Im Gegensatz zu Valerie hab ich es nicht so mit Mantrasingen. Dafür umso mehr mit besonderen Instrumenten und außergewöhnlichen Sounds. 

Hätte mir jemand vor fünf Jahren erzählt, dass ich zu Didgeridoo, Handpan und Ukulele auf einem Konzert meditiere, hätte ich einen Vogel gezeigt.

Songs, die unter 150 bpm liefen, waren vor ein paar Jahren auf meiner Playlist nicht zu finden. Lauter, wilder und schneller. Techno halt. Irgendwann auf meinem Yogaweg, als ich wieder mehr zu mir und meiner Sanftheit fand, eröffnete sich mir aber auch wieder ein Zugang zu meiner Herzensmusik, die auch mehr mit meinem feinfühligen Wesen in Resonanz ging. 

Wie ich das erste Mal mit Healing Music in Kontakt kam und mich auf einem anderen Planeten wiederfand…

Healing Music habe ich zum ersten mal in einem Yogastudio in Stuttgart für mich entdeckt. Ich hatte einen richtig schlechten Tag gehabt. Ich konnte nicht wirklich abschalten, hatte stechende Kopfschmerzen von meinem Gedankenkarussell und wollte schon absagen, um mich unter meiner Bettdecke zu verkriechen. Als ich mich doch dazu überwand, mich ins Auto zu setzen, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. 

Getümmel, laute Gespräche und Menschenschlangen wie auf den üblichen Konzerten waren hier Fehlanzeige.

Alle hatten es sich mit Polstern und Yogamatten auf dem Boden bequem gemacht. Die Hanpan-Musiker von Yatao groovten sich so langsam ein. Auch ich ging mit dem Flow und ließ mich von den Klängen treiben. Das melodische Ping-Pong der Klänge schaffte es, mein Monkey Mind zu zähmen. Und wow. Meine stechenden Kopfschmerzen waren am Ende der musikalischen Reise wie weggeblasen. Was blieb, war ein sanftes Lächeln auf meinen Lippen. Ich war sogar ein kleines bisschen berauscht von der schönen Energie, die in dem Raum entstanden war. Von da an wusste ich: Ok, das diese Art von Musik heißt nicht umsonst Healing Music

Sobald wir Musik hören, die wir als schön und angenehm empfinden, schüttet unser Gehirn ein Feuerwerk an Botenstoffen aus.

Die Ausschüttungen von Neurotransmittern und Hormonen können nachgewiesenermaßen die Heilungsprozesse bei chronischen und psychosomatischen Krankheiten wie zum Beispiel Depressionen, Tinnitus oder Schlaganfällen nachhaltig unterstützen. Good Vibrations sind also nicht nur Balsam für die Seele, sie halten uns tatsächlich auch körperlich fit und gesund. 

Meine persönlichen Lieblinge aus meiner Yogi-Charts-Playlist habe ich für dich zusammengestellt.

Kopfhörer rein und Sound an. Beim Yoga oder in der U-Bahn. 

Das Berliner Handpan-Duo Yatao

Healing Music: Wieso sie so machtvoll ist + meine Lieblingskünstler 1
© Yatao

Es war Liebe auf den ersten Ton. Als ich Yatao das erste Mal spielen hörte, war ich von der besonderen Connection der beiden verzaubert. Man konnte die freundschaftliche Verbindung von Malte und Alex durch den Raum spüren und auch hören. Der Tanz aus Handpan und Didgeridoo versetzte mich in einen beseelten Zustand. 

Der Name „Yatao“ ist eine Wortneuschöpfung aus den Worten “Yat” (Pfad/Weg) und “Tao” (Quelle) aus dem Sanskrit. Der Weg zur Quelle also. Malte und Alex wollen bei ihren Konzerten einen Raum schaffen, in dem du absolut nichts tun musst. Einfach sein und in die Klänge abtauchen. 

Die Erfahrung, die beiden live zu erleben, kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen. Die zwei geben übrigens auch Handpan-Workshops. 

Mein Lieblingstrack: Unity aus dem Album Drops to Ocean 

Ajeet Kaur: die Kundalini-Fee

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© Ajeet Kaur

Die rothaarige Ajeet ist Songwriterin und Kundalini Yogalehrerin und ist sowas wie ein Superstar der Healing Music. Ajeet hat bereits fünf Alben veröffentlicht, die auf Platz 1 der iTunes World Charts gefeiert wurden. Holy Music trifft hier auf traditionelle indische, irische aber auch westliche Musik. Ihr Texte sind geprägt von Tiefsinn und spiritueller Lyrik. Begleitet wird die zarte Stimme von weichen Trommel- und Gitarrenklängen.

Die Amerikanerin hat aber auch ordentlich Feuer im Blut. Bei meinem ersten Konzertbesuch legte sie eine Tanzsession hin und brachte die ganze Bude zum tanzen, singen und feiern. Sie trägt ganz viel alte Weisheit in sich, die sie mit einer ganz besonderen Sanftheit in die Welt hinaus trägt. 

Mein Lieblingstrack: Kiss the Earth aus dem Album Haseya

Der Sound-Schamane ELIH

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© Elih

Elih macht für mich die beste Feel-Good-Mucke, und das auf eine bezaubernde ehrliche Art und Weise. Sein Sound mit Ukulele und die tiefsinnigen Texte erinnern mich immer an einen warmen und von Leichtigkeit geprägten Sommertag. Der Sound-Schamane verbindet Blues, Folk, Soul und Ethno mit Instrumenten wie Slide-Guitar, Maultrommel, Didgeridoo, Beatbox und einer Loop-Station und lässt dabei etwas Einzigartiges entstehen. 

Elih inspiriert mich mit seiner sanften souligen Stimme, die eine wertvolle Message in die Welt hinaus trägt: die eigene Wahrheit zu leben und dabei die Leichtigkeit und die Freude nicht zu verlieren. Liebe und Mitgefühl für sich zu entdecken und diese mit seinen Mitmenschen zu teilen. 

Elih ermutigt mit seinen Kinderliedern auch die Kids, ihren eigenen Traum zu leben. Super lovely!

Mein Lieblingstrack: Rainbow Stardust aus der Meet Me EP

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Rastafari aka. DJ DREZ

Ich liebe es, zu Reggae und Dub abzuhotten. Der Rastafari, Skater, Yogi und Papa DJ DREZ produziert für mich den besten Mix aus Mantras, Reggae, Dub und orientalischen Einflüssen. Ob beim Wanderlust Festival, bei Gatherings oder Retreats. Er verwandelt jede Yogaklasse in einen Dancefloor. Seine Musik ist sinnlich,verträumt und groovig. Jahlove!

Mein Lieblingstrack: Krishna’s Dub aus dem Album Jatha Beat

Die zwei Mattis (MattiMatti)

Kraftvoll, nostalgisch, mitreißend und mystisch. Und dabei irgendwie erfrischend locker easy und bodenständig. Das ist für mich MattiMatti. Die Straßenmusiker aus Berlin und Schweden, die tatsächlich beide Matti heißen, habe ich das erste mal auf dem Straßenmusikfestival in Stuttgart erlebt. Ihre Kombination aus Handpan und dem indischen Saiteninstrument Sitar hat mich in eine andere Galaxie abtauchen lassen. 

Musikalisch kann man den Sound in keine Schublade stecken. Je nach Umfeld passt sich ihre Musik an. Die zwei Dudes reisen von Festival zu Festival, spielen auf diversen Kontinenten und sind dabei dicke Freunde. 

Mein Lieblingstrack: Cirkel aus dem Album tomrum 

Das Hippie Pärchen Janin Devi & André Maris

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© Janin Devi und André Maris

Janin und André haben als Musikerpaar eine Bilderbuchgeschichte wie aus dem Märchen. 2016 lädt André die hübsche Janin ein, um gemeinsam für ein neues Album zu musizieren. Was mit wenigen E-Mail-Zeilen beginnt, entpuppt sich schnell als Hippie Love Story. Die mittlerweile jungen Eltern verbinden spirituelle Pop Musik und Jahrtausende alten Sanskrit-Mantren zu ihrem eigene Genre: “Spirit Pop”. Beim Xperience Festival in Bad Meinberg dieses Jahr, habe ich eine Mantra Yoga Stunde mit musikalischer Unterstützung der beiden miterleben dürfen. Ein super schönes Erlebnis! 

Mein Lieblingstrack: Shiva Lullaby aus dem Album Bhaktiprayers 2 

Hypnotic rhythms listened to for many hours; being lost in your own inner world, that’s a spiritual experience” – Jon Hopkins

In Healing Music steckt ganz viel Magie, die einen heilenden Charakter für Körper und Geist haben kann, wenn man sich für sie öffnet.

Die sanften Klänge und die darin versteckten Botschaften lassen mich heute in meine Träume abtauchen, bringen mich in eine tiefe Verbindung zu mir selbst und unterstützen mich in meinen kreativen Prozessen. Sie verbindet mich aber nicht nur mit meiner Essenz, sondern auch mit meinen Mitmenschen. 

Lasst uns doch wieder mehr zu Musik-Genießer*innen werden.

Mein Tipp an dich: höre dir meine Lieblings-Tracks achtsam und ganz ohne Ablenkung an und spüre mal, was da mit dir passiert. Lasse das Musikhören zu einer achtsamen Praxis  werden, anstatt die Sounds nur nebenbei zu hören. Ich finde, wir sollten der Musik wieder mehr Wertschätzung schenken und uns selbst wieder mehr für das Gehör sensibilisieren.

Musik als einzigartiges Kunstwerk betrachten. Ein bisschen wie zurück in die Zeit, als man noch Schallplatten auflegte und man Schlange stehen musste, um einen Song zu Ohren zu bekommen. Denn Musik ist und kann so viel. Heilen, inspirieren, Emotionen wecken und eben das ausdrücken, was nicht in Worte zu fassen ist. 

Ein ganz großes Dankeschön an die lieben Künstler der Healing Music, für die wunderbare Musik, die mich täglich bereichert. 

Genieß deine Soundreise!

Much Love,

Lea

Titelbild via Unsplash

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6 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Ich freue mich riesig über deine Musik Tipps. Ein paar kannte ich schon und zähle sie auch zu meinen Lieblingsinterpreten, aber ich bin schon sehr gespannt in die anderen Alben rein zu hören. Danke fürs Teilen!!

    1. Liebe Katrin,

      so gerne! Freue mich riesig über dein Feedback! Musik ist viel zu schön um nicht geteilt zu werden. Die Interpreten sind wirklich etwas besonderes. Wünsche dir ganz viel Vergnügen beim Reinhören!

      Herzliche Grüße, Lea

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