‚Fuck it!‘ ist das neue ‚Lass los‘

Fuck it Bewegung

Bild: Grazia | Nr. 30 | 18. Juli 2013 | Seite 82

Schimpfwort-Spirithype oder wirkungsvolle Therapie?

Da kaufe ich mir mal wieder die Grazia um bunte Bilder zu gucken und stolpere über zwei Mädchen im Bikini-Top. Erst frage ich mich, wie ich die schwarzen Fransen am Oberteil der Lady rechts finde. Doch dann entdecke ich etwas viel spannenderes und lese zum ersten Mal in meinem Leben einen Artikel in einer Frauenzeitschrift von vorne bis hinten durch.

Über den Mädels prangt ein riesiges „Fuck it!“.  Plötzlich springen alle Hirnareale in meinem Kopf an. Hat die Redakteurin etwa Fuck Lucky Go Happy gelesen? 

Wohl kaum. 

Beim Weiterlesen traue ich meinen Augen kaum. Grazia Redakteurin Alexandra Busse-Richter spricht von einem sogenannten „Fuck-it-Hype“, der in Italien und Großbritannien ausgebrochen sei. Es geht darum, die Dinge öfter mal sein zu lassen wie sie sind, sich nicht für alles und jeden verantwortlich zu fühlen und seinen Perfektionismus beiseite zu legen.

Angezettelt haben diese Bewegung zwei ehemalige Werber, die ihre Jobs hingeschmissen haben, um in Italien ein Yoga-Retreat zu eröffnen. Inzwischen geben John und Gaia Seminare in Großbritannien und Italien, in denen man lernen soll, öfter mal „Scheiß drauf!“ zu sagen und zu denken.

Super Ansatz, finde ich. Man merkt, dass zwei Werber hinter dem Projekt stecken, die mit der esoterischen Lass-Los-Sprache selbst nichts anfangen können. Am Ende geht es jedoch um nichts anderes. Der Trailer zum dazugehörigen Buch der Beiden bringt das sehr schön auf den Punkt:

F**k It: Face Your Fear

Auch unser Blog hat das ehrenvolle „Fuck“ erhalten, weil es als Loslass-Mantra manchmal einfach gut tut – Scheiß auf Glück, dann wird es schon eintreten. Funktioniert bei mir selbst zu 80%.

Bald soll es auch Seminare in Berlin und München geben. Bevor ich die Fuck-It-Therapie teste, werde ich allerdings erst mal das frisch erschienene Buch der beiden lesen:

Die Fuck-it-Lösung. Der praktische Weg zur inneren Freiheit, Ariston Verlag, 16,99 Euro.

Hier erfährst du mehr über das Fuck-It-Projekt: thefuckitlife.com

 

Falls du das Buch schon hast, teile gerne deine Meinung dazu mit mir in den Kommentaren.

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