Wie du in 40 Tagen zum Glücksmagneten wirst – eine Meditation nach Yogi Bhajan

Seit etwa zwei Wochen haben Franziska und ich ein neues tägliches Ritual. Das sieht ungefähr so aus: Wir sitzen im Schneidersitz auf dem Boden, fahren unsere Hände in Gebetshaltung vor unserem Herzen auf und ab, per YouTube läuft ein Lied von Snatam Kaur und wir singen lauthals mit. 11 Minuten lang.

Hinter unseren eigentümlich anmutenden Gebärden steckt nicht etwa geistige Verwirrung, sonderndie „Meditation for Projection and Protection from the heart“ von Yogi Bhajan, die uns innerhalb von 40 Tagen zu wahren Glücksmagneten machen soll.

Was dahinter steckt:

Die Meditation of Projection and Protection from the heart verbindet Mudra, also symbolische Handgesten, Mantra und Bewegung und ist wie so viele Meditationstechniken aus dem Kundalini Yoga als Challenge angelegt. Also 40 Tage am Stück meditieren und wenn du es vergisst, wieder von vorne anfangen (!). Lohnt sich aber möglicherweise, denn das Ritual soll deine Persönlichkeit positiv aufladen, dir gute, magnetische Energie verschaffen und dafür sorgen, dass du tolle Menschen und Erlebnisse anziehst. On top taucht das Mangala Cham Mantra – so heißt das Mantra, das wir singen – dieses magnetische Feld in schützendes Licht.

Aad Guray Nameh – Snatam Kaur / EyedreamDesign artwork (series 1)

So geht’s:

Setze dich in einen aufrechten Sitz, am besten mit gekreuzten Beinen. Falte die Hände vor dem Herzen, die Daumen übereinander. Starte jetzt die 11-Minuten Version von Snatam Kaurs Interpretation von „Aad Guray Nameh“ ab. Die findest du entweder auf ihrem Album „Prem“ oder kostenlos auf YouTube. Singe jetzt einfach mit und synchronisiere die Bewegungen folgendermaßen mit dem Lied.

Aad Guray Nameh – Ich verbeuge mich vor der Quelle aller Weisheit

Strecke die Arme langsam vom Herzen weg, ungefähr in einem 60 Grad Winkel zum Oberschenkel.

Jugaad Guray Nameh – Ich verbeuge mich vor der Weisheit aller Zeiten

Während du diese Zeile singst, bewegst du die Hände langsam wieder zum Herzen hin.

Sat Guray Nameh – Ich verbeuge mich vor der wahren Weisheit

Dann streckst du die Arme wieder aus und singst oben stehende Zeile.

Siree Guroo Dayvay Nameh – ich verbeuge mich vor der unendlichen, unsichtbaren Weisheit

Dann bewegst die Hände wieder zum Herzen zurück in die Gebetshaltung und beginnst das Spiel von vorne.

Meditation Gurmukh

Yogi Bhajan empfiehlt, die Meditation jeden Tag mindestens 11 Minuten zu üben. Um die Wirkung zu verstärken, kannst du jeden Tag 5 Minuten dazu nehmen, bis du 31 Minuten lang mit Snatam singst.

Unsere Erfahrung:

Ich finde die Idee, gute Energie auszustrahlen und dadurch das Verhalten anderer positiv zu beeinflussen, bezaubernd. Wer Dinge verändern will, sollte immer bei sich selbst anfangen. Deshalb war ich auch gleich am Start, als mir mein Yogalehrer Moritz von der Meditation erzählte. Außerdem hatte ihm die Kundalini-Ikone Gurmukh höchstpersönlich die Meditation vor einigen Jahren ans Herz gelegt (Dann muss es ja gut sein!).

Franziska war übrigens auch gleich mit im Boot und ist nach wie vor schwer von der Meditation begeistert. Allerdings sieht Franziska die Sache mit der Yogapolizei nicht so eng. Wenn sie mal keine Gelegenheit zum Singen hat, macht sie einfach am nächsten Tag weiter. Ich habe dafür meine zwanghafte Ader entdeckt und habe selbst nachts nach einem Dinner bei Freunden noch eine Runde mit Snatam gechantet… Dafür habe ich es prompt am nächsten Tag VERGESSEN. Es war schon Tag 18!!! Wie doof!

Da ich aber in letzter Zeit so viele Komplimente bekommen habe, ich die tollen Menschen in meinem Leben behalten will und es sowieso nie schadet, gute Vibes zu verbreiten, werde ich heute neu starten.

Oder sollte ich einfach schummeln und weitermachen? Gilt das dann? Was meinst du?

Freu mich auf eure Meinung zu Meditationschallenges und meinem Dilemma in den Kommentaren.

xoxo,

Rebecca

PS: Der Durchhalte-Trick ist wohl, jeden Tag zur gleichen Zeit zu meditieren. Am besten morgens. Dann kannst du es zumindest nicht mehr vergessen.

Photo Credit: VinothChandar via Compfight cc, Schrift nachträglich hinzugefügt, Bild links und oben beschnitten.

20 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Rebecca,

    wäre es möglich, dass ihr noch einmal so eine tolle Kundalini Meditation vorstellen könnt?

    Ich würde mich auf jeden Fall riesig freuen..

    Alles Liebe,
    Corinna

  2. Ich habe eure Seite gerade entdeckt und mag sie gerne, ihr gebt schöne Anregungen für das tägliche Üben! Diese Meditation begleitet mich nun schon recht lange und es war schön, auch hier drüber zu stolpern.
    Mir ist aber aufgefallen, dass sich in die Anleitung ein Fehlerteufel eingeschlichen hat. Die Fotos sind leider falsch untertitelt bzw. angeordnet, denn wie du ja selbst schreibts fängt man mit aad und ausgestreckten Armen an.

  3. Danke für die großartige Inspiration, die nun nun als Fastenzeit-Challenge in meine persönliche Meditations-Routine aufgenommen habe! :-)

    Und es macht sooooooo viel Spaß! :-)

    Herzlichst
    Evelyn

  4. …. hallo liebe Rebecca, mal ein kurzes Feedback auf diesen fast ein Jahr alten Post :) Ich habe diese Idee, diese challenge Ende Februar 2014 mit nach Fuerteventura genommen und dort 1 Woche lang jeden Morgen am Strand diese Meditation gemacht… mit dem festen Vorsatz die 40 Tage durchzuhalten :)

    Was soll ich sagen?! Noch heute – fast ein Jahr später – sitze ich jeden Morgen 10 Minuten vor meinem Altärchen (leider nicht am Strand auf Furte ;)) und mache diese Meditation.

    DANKE für diese tolle Inspiration!!!!

    Habt ihr vielleicht auch einen guten Tipp/Idee/Inspiration für andere tägliche Meditationen? z.B. mit einer Mala/einem Mantra? Ich würde mich freuen… und bleibe am Fvckluckygohappy-Ball :)

    Danke und Grüße
    Verena Gopi

  5. Wow, Annette, hast du durchgehalten? Congrats! Und zu deiner Frage. Ich habe für mich festgestellt, dass für jeden Tag mir die simple Mantrameditation am liebsten ist. So eine 40 Tage Challenge wenn dann zu bestimmten Ereignissen oder Themen.

    Alles Liebe Rebecca

  6. Hallo zusammen,

    wer hat die Meditation angefagen zur Fastenzeit und wie sieht es bei Euch aus? Die 40 Tage sind am Sonntag vorbei? Was habt ihr festgestellt und wie geht es Euch? Macht ihr weiter bis Ostern?
    Ich bin noch ambivalent, ob eine Meditation iin Stille evtl. mehr mein Ding ist.

    Namasté, Annette

  7. ich praktiziere schon seit einigen jahren kundalini yoga und habe schon mehrere meditationen für 40 tage gemacht. das schöne ist, dass es nicht um mogeln oder durchhalten geht, sondern die erfahrung und die transformation die ich dadurch erlebt habe. es ist für mich also keine frage des durchhaltens mehr, sondern mir fehlt etwas, wenn ich einen tag nicht meditiert habe. sehr empfehlen kann ich die bhandi jamiee mit gurunam singh……

    1. Ha, geil Kristin, ich finde schummeln auch okay, aber irgendwie kann ich nicht. Voll doof. Also fang ich von vorne an. Wie ich mich kenne, singe ich bei der Strategie noch in 30 Jahren Aaaaaad gurayyyy namehhh… Hahaaaha!

      1. …dann ist es doch eine überaus GUTE strategie.. ;) ich denke schummeln oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. wenn dich was dazu „drängt“ nicht schummeln zu wollen, hat das wohl so seinen grund ;)

  8. Ja, genau Kate, das habe ich mir auch gedacht! Perfekt für die Fastenzeit!
    Habe gestern überlegt, ob ich „was machen“ soll und dann „zufällig“ den Blog gelesen…
    Also habe ich bis Mittwoch Zeit zum Eingrooven und dann starten die 40 Tage und schummeln gilt nicht ;)

    Namasté

  9. hey,

    eigentlich hätte ich ja gerne noch gewusst, was aus der 40 Tage Meditation nach Gurmukh geworden ist? hat Kati durchgehalten? Wie war es?

    Ansonsten finde ich: schummeln gilt nicht! :-))

    Herzlich, Katha

    1. Och, und ich hatte gehofft, ihr lasst mich schummeln ;) Was Kati angeht: Die letzte Postkarte hat sie mit der Flaschenpost geschickt und man munkelt, sie ist irgendwo im Schilf hängengeblieben… Ich muss dringend mal Nachforschungen anstellen.

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