Du bist sensibel für Energien? Dann lies das

Wenn du hier gelandet bist, ist die Chance groß, dass du mehr als andere Menschen von dem, was um dich herum geschieht, wahrnimmst. Vielleicht weißt du sogar, dass du hellsichtig, hellfühlig oder hellhörig bist. Möglicherweise würdest du von dir selbst behaupten, dass du eine sehr gute Intuition hast. Oder dir wurde im Laufe deines Lebens immer wieder gesagt: „Stell dich nicht so an und halte durch!“

Alles Zeichen, dass du ein Sensibelchen im besten Sinne bist.

Die meisten von uns sind sich allerdings nicht darüber im Klaren, wie sehr sie Energien der Umwelt annehmen.

Oft merkt man nur die Auswirkungen: Bist du öfter scheinbar ohne Grund angespannt oder traurig? Oder du meckerst deine(n) Liebste(n) an, obwohl eigentlich gar nichts ist? Oder hast du nach einem stressigen Tag das Bedürfnis, schnell etwas zu essen, obwohl du vor nicht allzu langer Zeit gegessen hast? Oder geht es dir wie mir und du bekommst sofort Bauchgrummeln, wenn die Stimmung schlecht ist und möchtest dann am liebsten fluchtartig den Raum verlassen.

Sensibel für Energien zu sein, ist Fluch und Segen zugleich.

Mir war lange nicht bewusst, dass ich ein sehr gut ausgeprägtes Gespür für Menschen und Situationen habe. Für mich war das völlig normal. Ich war mir sicher, dass es jeder sofort mitkriegt, wenn „irgendetwas nicht stimmt“ und die energetische Botschaft eine andere ist, als die offensichtliche. Konkret heißt das: Kleine Gesten, Blicke oder Schwingungen verraten mir schnell, wie Menschen ticken, was sie brauchen oder von mir erwarten. Ein Segen ist das insofern, als dass mir dieses Gespür sowohl Alltagssituationen als auch meine Arbeit enorm erleichtert. Fluch deshalb, weil es sich manchmal anfühlt, als würden alle Vibes dieser Welt auf einmal auf mich einballern und mein Hirn vernebeln.  Ob ich will oder nicht.

Du kannst dir das ungefähr so vorstellen: Im Prinzip haben wir alle die Fähigkeit, Energien wahrzunehmen. Diese Fähigkeit ist manchmal von Schichten verdeckt, die wir wie mehrere Mäntel übereinander mit uns herumtragen. Wenn jemand mit 18 Mänteln nun jemanden (zum Beispiel dich) mit nur zwei Mänteln trifft, kann folgendes passieren: „Oh, dir ist bestimmt kalt, hier nimm mal fünf Mäntel von mir!“ Und wirft dir einen Schwung über. Oder es läuft umgekehrt und du rufst mehr oder weniger bewusst: „Hey, ich habe nur zwei Mäntel, gebt mir alle eure Mäntel, ich trage sie gerne für euch!“ Das Ergebnis ist in beiden Fällen das Gleiche: Du läufst mit Mänteln rum, die eigentlich nicht deine sind. Mäntel, deren Gewicht auf deinen Schultern liegt.

Die einfache Lösung wäre jetzt: Hör einfach auf, die Mäntel aka Energien anderer zu nehmen.

Klingt super. Meine Erfahrung ist allerdings, dass es nicht ganz so einfach ist. Erstens, weil es immer auch etwas mit uns selbst zu tun hat, worauf wir reagieren. Zweitens, weil wir in einer völlig reizüberfluteten Gesellschaft leben und drittens, weil Manteltausch unter Menschen ein ganz normales Phänomen ist.

Ehrlich ist es zu sagen: Es ist eine lebenslange Übung, immer wieder bei sich zu bleiben und die Themen anderer bei den anderen zu lassen. 

Deshalb ist es gut zu wissen, wie du die Vibes anderer wieder los wirst und mit welchen Techniken du dich schützen kannst.

Im Laufe der Jahre haben ich alles mögliche probiert, um nicht zu viel im Energiefeld anderer herum zu stiefeln. Vom Arme verschränken über exzessives Händewaschen bis hin zu Edelstein-Armbändern mit Schutzsegen. Als ich damals mit dem Yoga unterrichten angefangen habe, war ich nach den Klassen manchmal so erledigt, dass ich ernsthaft überlegt habe, wieder mit dem Rauchen zu beginnen, um mich unkompliziert abzuräuchern. Man kann quasi von Glück reden, dass ich andere Lösungen gefunden habe.

Probiere aus, was für dich funktioniert und bau dir so dein eigenes kleines Ritual.

Verzage nicht, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Noch einmal: Immer wieder zu prüfen „Was ist meins und was gehört den anderen?“, ist eine Übung.

7 Wege um deine Energie zu klären und zu erhöhen

  1. Arbeite mit Intentionen. Sag dir zum Beispiel vor einem Meeting: „Ich bin klar und stehe zu meinen Bedürfnissen. Was andere von mir erwarten, liegt in deren Verantwortungsbereich. Ich bin geschützt.“
  2. Finde dein Refugium. Für mich ist meine Wohnung der Ort, an dem ich mich wieder zentriere und Erlebnisse und Energien, die den Tag über an mir kleben geblieben sind, abstreife. Wenn deine Wohnung aus welchen Gründen auch immer nicht dafür geeignet ist, können auch eine Parkbank, die Bürocouch oder das Lieblingscafé dein Refugium sein. Wichtig ist nur, dass du diesen Ort als „deinen Ort“ wahrnimmst.
  3. Räuchern. Auch ohne Zigaretten eines meiner wirkungsvollsten Tools. Super geeignet, um dich zu reinigen, ist Salbei. Ich mache meine Salbei-Smudges gerne selbst. Weißen Salbei kannst du bequem online bestellen. Manchmal räuchere ich mich selbst damit ab, manchmal auch die ganze Wohnung. Räucher-Einsteiger sind mit Christina Happy Minds wunderschönem Holy Smokes Räucherkit ideal versorgt.
  4. Mini-Clearing-Meditationen zwischendurch. Diese Achtsamkeits-Meditationen funktionieren wie eine Art Reset-Knopf. So geht’s: Bevor du nach der Arbeit alle Vibes mit zu deinen Liebsten trägst, nimm dir zwei Minuten für dich. Im Auto sitzend, vor der Tür, in der U-Bahn. Stell dir vor, wie Wasser oder Licht dich von allen Energien reinigt, die nicht zu dir gehören. Diese Übung kannst du mehrmals am Tag und überall machen. Am besten immer, wenn die Situation wechselt oder du dich schlapp fühlst.
  5. Instant-Hilfe mit Edelsteinen. Ich habe einen Bergkristall, den ich fast überall mit hin nehme. Wenn ich das Bedürfnis nach Schutz oder Klarheit habe, nehme ich ihn in die Hand und atme alles, was „nicht meins“ ist in den Kristall.
  6. Nimm dir Zeit für dich allein. Chille, meditiere oder trinke Tee. Für mich sind das meine regelmäßige Morgenroutine und Abstecher nach Italien. Denn dein System braucht Pausen, um sich zu regenerieren. Außerdem erfährst du die spannendsten Dinge über dich selbst, wenn du dich nicht mit Hinz und Kunz ablenkst.
  7. Setz dich mit dir selbst auseinander und finde heraus, warum du wie auf bestimmte Trigger reagierst. Denn in seiner Mitte zu sein, ist der beste Schutz gegen alle Fremd-Vibes, die da draußen so rumschwirren. Ob dir der Psycho-Therapeut, Körperarbeit oder ein schamanisches Ritual dabei helfen, ist eigentlich egal. Doch ich halte es immer für eine gute Idee, sich für die innere Arbeit Unterstützung zu holen. Das macht vieles leichter. Zum Bespiel, deine Feinfühligkeit, mehr und mehr als Gabe zu erkennen.

Dein Mantra: Ich sehe meine Sensibilität als Geschenk und nehme mir Zeit, mich immer wieder zu zentrieren und meine Energie zu klären.

Wenn du etwas tiefer in das Thema Energiearbeit einsteigen willst, komm zu Laura und meiner Chakra Tuning Yoga Zeremonie, die wie ein energetischer Großputz wirkt. Bis morgen gilt der Frühbucher-Preis! 

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Ich freue mich auf dich live beim Workshop oder über deinen Kommentar direkt hier im Blog. Berichte gerne, wie sich dein Alltag durch die kleine Übung verändert und teile deine besten Clearing-Tipps mit dem Rest der Fuck Lucky Go Happy Community!

In diesem Sinne: Get clear and shine bright!

Deine Rebecca

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25 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Lieben Dank für diesen Artikel!
    Das Beispiel mit den Mänteln ist großartig, so wunderbar bildhaft und für jeden Menschen vorstellbar, wenn auch nicht nachvollziehbar.
    Jetzt hab ich eine schöne Geschichte/Worte, um meine Feinsinnigkeit zu beschreiben.

  2. Danke für den Artikel – das Thema ist eine Offenbarung für mich… Kannst du evtl. weitere Literatur zum Thema Energien empfehlen? Ich würde mich sehr freuen!! Liebe Grüße. tina*

    1. Liebe Tina,

      ich würde dir Abby Wynne, eine ganz tolle Heilerin aus Irland empfehlen. Ihre Bücher sind super.

      Ansonsten such mal nach Hypersensibilität und schau, was dich anspricht.

      Alles LIebe Rebecca

  3. Vor zwei Jahren hätte ich diesen Artikel noch gelesen und gedacht:“ Oh Gott, ich muss noch so viel ändern. Das schaffe ich doch niemals.“ Nach Konochenarbeit in Selbstliebe und Selbstachtung freue ich mich heute über diesen Artikel und bin glücklich zu wissen, dass ich mich heute „nur“ noch von den Energien meines Partners schwer abgrenzen kann. Aber das kommt auch noch. Die Idee mit der Vorstellung von Wasser zu arbeiten, finde ich genial. Danke.

  4. Ein wirklich schöner und zutreffender Artikel :-).
    Seit ungefähr einem Jahr nehme ich regelmäßig Meditationsunterricht (mein Yoga-Lehrer ist auch buddhistischer Linienhalter).
    Sehr gut finde ich auch die Bücher von Yongey Mingyur Rinpoche (Buddha und die Wissenschaft vom Glück und Heitere Weisheit). Die führen gut in die Thematik ein und regen zum Nachdenken an.
    Zum energetischen Reinigen der Räume, zu Hause und auf der Arbeit, eignet sich außerdem Kampfer sehr gut. Kristalle hab ich auch (unauffällig) auf der Arbeit verteilt. Regelmäßig raus in die Sonne zum Reinigen und schon ist die Raumenergie wieder gut.
    (Auf der Arbeit haben wir viele Kunden, denen es emotional nicht gut geht, umso wichtiger ist ein „abschirmen“ vor solchen Energien und ein entsprechendes Reinigen der Räumlichkeiten.)

  5. Welch schönes Bild, mir reichen meine zwei drei Mäntelchen, hab lang dran gearbeitet die ollen dicken schweren abzulegen. Vielen Dank für die besonders umfangreichen Tipps, ein toller zusammengefasster Reminder!
    Mich ergreift es an manchen Orten, an denen ich mich zu meiner eigenen spirituellen und bewußtseins-Arbeit frei mache und öffne. irgendwie krabbeln dann so kleene Biester-Mäntelchen anderer Suchenden auf und in mich. nachher bin ich dann ganz verwundert, verwirrt und schwer und mir fällt dann erst auf, was da passiert ist und das es nicht meins ist. brauche dann manchmal tage um mich zu sortieren. weil ich es so oft vergesse, das mir das ab und an wieder passiert. Ab jetzt ist wieder Edelstein on board, intention vorab gesetzt und räuchern danach. Danke von ganzem Herzen und liebstgruß aus hamburg!

  6. Karin, so gerne! Ich bin demnächst in München und schau mal, was ich dort organisieren kann. Dann weiß ich das vielleicht auch mal so früh, dass ich endlich mal wieder zu euch in Laden kommen kann. Das hätte ich so dringend nötig :)

  7. Fühle mich auch total angesprochen….vielen Dank für die Worte…boah und wenn du in München was machst…würd mich auch voll freuen…bin dabei…Berlin is leider echt zu weit…liebe Grüße

  8. Was für ein wundervoller Artikel. Ich habe mich sehr darüber gefreut und mich in vielen Sätzen wiedererkannt. Ich habe im Job oft das Gefühl, dass die Kolleginnen genau merken, bei wem sie ihre ganzen Sorgen und ihre Wut „abgeben“ können. Ihnen geht es dann besser und ich sitze da und schleppe es mit mir herum. Eine Zeit lang habe ich immer gedacht, ich höre einfach keinem mehr zu, dann muss ich mich nicht mit anderen Sorgen beschäftigen. Aber das hat nicht funktioniert :-) So bin ich halt nicht. Ich werde sofort einige der 7 Übungen umsetzen. Besonders schön finde ich die Mini-Clearing-Meditation. Bevor ich dann in meine Wohnung gehe, lasse ich einfach alles, was nicht zu mir gehört vom Licht oder Wasser reinigen. Sooooo schön.
    Viele liebe Grüße aus Düsseldorf (leider so weit weg von Berlin)

  9. Vorige Woche erst landete wieder ein Mail in meiner Inbox, mit einer angeblich klaren Handlungsanweisung. Zwischen den Zeilen war aber so vieles herauszulesen, dass im Endeffekt gar nichts klar war. Für den ersten Moment zumindest. Nachdem ich mich ordentlich geärgert und x Versuche einer Antwortmail verworfen hatte, wurde mir irgendwann doch klar, dass der Absender einfach „kein Gespür“, bzw. viel weniger sensible Gefühls-Antennen hat. Und wahrscheinlich gar nicht weiter nachgedacht hat, was genau in dieser Mail enthalten ist.
    Beim nächsten Anlass dieser Art werde ich mich an dieses Montagsmantra erinnern und die Zeit statt für Ärger sinnbringender nutzen können.

  10. Danke! Wieder ein so Super-Montagsmantra. Grad gestern ( an meinem Geburtstag ) wurde mir mal wieder vorgeworfen, ich solle nicht so empfindlich sein. Es wurde aber nur Negatives ( Politik u. Krankheiten ) besprochen. Am Abend war ich total ausgelaugt…..und nun das Montagsmantra :) ! ( Ich liebe sie alle!)
    Liebe Grüße

    1. Herzlichen Glückwunsch nachträglich meine Liebe. Nimm das am besten als Reminder, dass du (übrigens nicht nur an deinem Geburtstag) gut für dich sorgen darfst und dir vielleicht bald einen Tag nur für dich nimmst, an dem du dich ordentlich feierst, so wie du es gerne möchtest.

      Alles LIebe Rebecca

  11. Was mir hilft ist, abends vor dem schlafen schön heiß (so heiß wie möglich) zu duschen und alles vom Tag in den Abfluss abzulassen! Entspannt nicht nur die Muskeln ;)

  12. Hallo Rebecca,
    danke! Ich gehöre auch zur Sorte der „Hochsensiblen“ und ich empfinde es auch als Himmel und Hölle und momentan ist es eher Hölle als Himmel, aber das hat auch viel mit Aufräumen und Reinigen meines Lebens zu tun. Es MUSS also quasi sein. Ihr habt doch so ein gutes Netzwerk, ich würde mich so gerne mal mit Menschen austauschen, die „auch so sind“. Ich fühl mich oft so alleine damit, weil es selten Menschen so wirklich nachempfinden können. Vielleicht habt ihr ja Lust mal so ein Treffen oder eine kleine Community ins Leben zu rufen. Nur eine Idee :)
    Ich wünsche eine wundervolle Woche!
    LG aus Köln

  13. aber die Mäntel sind ja nicht die Energien, sondern die Schichten die bei manchen Leuten dicker sind, sodass sie Energien weniger spüren. Also wäre das „Mäntel von anderen bekommen“ nicht mehr aufgeladen zu kriegen sondern quasi ein dickeres Fell. Ich geb Dir ansonsten recht, aber das mit den Mänteln ist für eine Mischmasch-Metapher?

  14. Toll, danke für die Tipps! Und ich zweifle ständig an mir. Mein Freund fragt auch des öfteren warum ich so empfindlich bin – jetzt wird mir einiges klar <3
    Wenn ihr mal in München oder Umgebung seid, komme ich gerne!
    Liebe Grüße

  15. Wieder ein schöner Artikel, vor allem für die, die sich angesprochen fühlen. Zu erkennen, dass andere eben nicht so gute Antennen haben und es deshalb einen Grund gibt warum man selbst „schon wieder schlapp macht“, war ein Segen.
    Sich im Alltag aber nicht ständig zu überfordern, weil ich mal eben noch die Welt/ alle Freunde (ungefragt) rette u das ja schließlich noch schnell geht…, ist harte Arbeit… Danke für die Tipps!!
    Freue mich immernoch und ständig neu auf Eure Montags-Mails :)
    Liebe Grüße, Susan

  16. wow, ein mantra wie eine offenbarung für mich. bei fast jedem satz denke ich: ja, genau so gehts mir auch! ich danke dir sehr für deine tipps denn du hast recht, es ist verdammt schwer sich davon nicht umwerfen zu lassen. ich dachte immer es wär meine schuld und alles wär einfach, wenn ich mich nicht immerzu so anstellen würde. danke, dass du mir wieder mal klar gemacht hast, dass es okay ist sensibel zu sein. dass es okay ist ich zu sein.

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